298 aktuelle Smartphones (Handys) bewertet

Ratgeber

Ratgeber zu Smartphones (Handys)

Smartphones

Unsere Kriterien für gute Smartphones auf einen Blick:

  • ein scharfes, auch im Sonnenlicht gut ablesbares Display
  • eine Hauptkamera, die auch in Innenräumen und bei Dämmerung scharfe Fotos ohne störendes Bildrauschen erstellt
  • eine Frontkamera, die ausdruckfähige Selfies ermöglicht
  • genügend Performance für eine flüssige Bedienung im Alltag sowie möglichst viel Speicher für Apps und eigene Dokumente
  • ein großer Akku, der austauschbar ist und kabellos geladen werden kann
Das Display: Auch draußen soll es erstrahlen

OLED-Display eines Samsung Galaxy Note8 Bekannt für seine farbprächtigen OLED-Displays: Samsung (Quelle: Samsung.de)

Es mag wenig überraschen, dass die Bildqualität des Displays zu den wichtigsten Faktoren bei der Kaufentscheidung für ein Smartphone gehört. Erstaunlich ist aber, wie differenziert unsere Nutzer auf dieses Thema blicken: Während die Hersteller und auch die Medien den Fokus meist exklusiv auf immer höhere Auflösungen legen und aggressiv Quad-HD anpreisen, zeigen unsere Umfragen noch einige weitere wichtige Aspekte auf. Dazu gehören zum Beispiel die Genauigkeit der Farbwiedergabe und die Kontrasttiefe. Die Vorlieben spalten die Anwender dabei in zwei Lager: Die einen bevorzugen die knalligen Farben und satten Schwarzwerte von AMOLED-Displays, die anderen nehmen das schwächere Grau von IPS-Displays zugunsten einer natürlicheren Farbgebung gerne in Kauf. AMOLEDs verbrauchen aber auch weniger Strom, was sich positiv auf die Ausdauer niederschlägt.

Besonders wichtig ist zudem die Lesbarkeit im Sonnenlicht, die von immerhin noch 75 Prozent der Umfrageteilnehmer als entscheidend erachtet wird – gegenüber 82 Prozent, denen die Bildschärfe am Herzen liegt. Das war für uns Grund genug, diesen Aspekt zu einem eigenen Wertungspunkt zu erheben. Hier haben übrigens wiederum die IPS-Panele einen Vorteil: Sie leuchten heller als AMOLEDs. Bei der Blickwinkelstabilität gibt es dagegen kaum noch Unterschiede.

Die Kamera: Welches Smartphone punktet auch bei wenig Licht?

Die Optik einer Xperia-XZ1-Kamera. Die Optiken moderner Smartphone-Kameras sind kaum weniger komplex als bei "echten" Kameras. (Quelle: Sony.de)

Das Smartphone ist heute für viele auch ein Ersatz der Kompaktkamera. Dabei haben viele den Anspruch, Fotos für die Wohnzimmerwand ausdrucken zu können. Die gute Nachricht: Für eine gute Hauptkamera muss heute nicht mehr zwingend zum Topmodell gegriffen werden. Im Test schneiden selbst Mittelklassegeräte für 300 Euro richtig gut ab. Der Haken aber ist, dass dies oft nur für das Tageslicht gilt.

Denn das zeigen unsere Umfragen auch: Bilder bei schlechtem Licht sind für Smartphone-Kameras eine anspruchsvolle Aufgabe, an der die meisten noch immer scheitern. Allzu schnell sind die Fotos verrauscht und detailarm. Das stört immerhin mehr als zwei Drittel aller von uns befragten Nutzer. Wesentlich für eine gute Abbildungsleistung (nicht nur bei schlechtem Licht) sind neben der reinen Auflösung der Kamera ihre Blendenöffnung, die Größe der einzelnen Sensorpixel, die Stärke des Blitzlichts, die Schnelligkeit des Autofokus und am besten ein optischer Bildstabilisator. Wir werten ferner Aspekte wie die Dynamik zwischen hellen und dunklen Flächen und Spezialfeatures wie etwa eine Dual-Kamera, mit der Du unter anderem nachträglich die Schärfentiefe verändern kannst.

Auch die Fotoqualität der Selfie-Kamera ist mittlerweile kein Nischenthema mehr. Wurden die Frontkameras vor wenigen Jahren noch selbst von Herstellern als unwichtig abgetan, kommt ihnen heute eine zentrale Vermarktungsposition zu. Da Selfies vielfach auch in Innenräumen geschossen werden, ist eine Aufhellung des Bildes durch ein eigenes Blitzlicht besonders wertvoll. Die reine Auflösung ist hier weniger wichtig, da in diese Bilder viel seltener für Bildausschnitte hineingezoomt wird als bei Bildern der Hauptkamera. Wie stark die Entwicklung derzeit ist, zeigt ein Blick auf die von uns berechnete Durchschnittsnote, die sich bei den Geräten binnen drei Jahren sage und schreibe verdoppelt hat.

Die Leistung: Alltagsleistung vor Spieleleistung

Apple iPhone 7 Plus Immer noch der Benchmark für flüssige Bedienung: das iPhone (Quelle: Apple.com)

Heutzutage schaffen selbst Einsteigergeräte mit einfachen Chipsätzen eine Schnelligkeit, die als absolut flüssig empfunden wird – solange es um die Bedienung der Benutzeroberfläche und die Nutzung normaler Apps geht. Bei der Spieleleistung sieht das hingegen ganz anders aus. Nur: Die interessiert die meisten Nutzer offenbar gar nicht so sehr. Nur 17 Prozent der von uns Befragten sehen darin ein wichtiges Kaufkriterium. In unsere Notenbildung spielt daher das Empfinden beim Bedienen der Oberfläche, beim Scrollen über Websites und beim Wechsel zwischen Apps eine größere Rolle als theoretische Benchmarks. Hier ist der Arbeitsspeicher viel entscheidender als Chip-Kernzahlen oder die Grafikpower.

Interessant ist, dass auch der Speicherplatz noch ein kaufentscheidender Faktor ist – obwohl die Hersteller mittlerweile selbst bei Einsteigermodellen meist 32 GB verbauen und die wenigsten Testmagazine hier eine Qualitätsnote vergeben. Doch unsere Nutzer haben Recht: Im gleichen Maße explodiert auch der Platzbedarf von Betriebssystemen und Apps. Kam Android anfangs beispielsweise noch mit rund 2,0 bis 2,5 GB aus, sind nun Größen von bis zu 10,5 GB geläufig. Wichtig ist daher nicht nur der interne Speicher, sondern auch dessen Erweiterbarkeit per Speicherkarte – und ob Apps auf diese verschoben werden können. Je nach Version des Betriebssystems und Herstellermodifikation kann es nämlich sein, dass das gar nicht geht.

Der Akku: Austauschakkus immer noch wichtig

Huawei Mate 9 Auch mit einem großen Akku ist ein flaches Design möglich: das Huawei Mate 9 (Quelle: Huawei.de)

Es ist das alte Leid: Bei intensiverer Nutzung macht das nigelnagelneue Highend-Smartphone kurz vor Feierabend die Grätsche. Der Akku ist leer, Datenverbindungen werden abgeschaltet und nur noch der Notbetrieb ist möglich – bis das Gerät zuhause direkt wieder an die Steckdose kommt. Das nervt einfach. Kein Wunder, dass unsere Nutzer die Stärke des Akkus zu den Top-Drei-Merkmalen eines Smartphones gewählt haben. Dabei ist aber nicht nur die reine Ausdauer von Interesse, noch immer legt ein großer Teil Wert auf einen Austauschakku – sicherlich auch aus der oben geschilderten Erfahrung heraus. Vernehmbar ist auch der Ruf nach dem kabellosen Laden. Zwar legt (noch) nur etwa 29 Prozent der Nutzer unserer Umfrage Wert auf diesen Aspekt, doch noch vor zwei, drei Jahren hat dies gar keinen interessiert. Auch in Nutzermeinungen und Testberichten kann man immer öfter den Ruf nach diesem Merkmal vernehmen.