ZTE Smartphones Mittelklasse mit einigen Schwächen und mitunter auch Bloatware
Stärken
Schwächen
Wie bewerten Fachmagazine Smartphones von ZTE in ihren Testberichten?
Der chinesische Hersteller ZTE fertigt viele Einsteiger- sowie Mittelklasse-Smartphones. Daher ist selten topaktuelle Technik verbaut. Das sorgt dafür, dass Testmagazine bei technischen Bewertungen Abwertungen vornehmen müssen, da es oft besser ausgestattete Geräte anderer Hersteller gibt, die flüssiger, schärfer oder ausdauernder sind. Dafür steht das Preis-Leistungs-Verhältnis bei ZTE besonders im Fokus der Tester: Innerhalb ihrer Klasse sind ZTE-Handys oft weit oben angesiedelt, wobei sich auch hier die üblichen Probleme günstiger Geräte zeigen. Mehr als die Full-HD-Auflösung bieten die Geräte nicht, was selbst für die größten Modelle hinsichtlich der Pixeldichte noch ausreicht. Die Kameras zeigen in schwachem Licht stärkere Mankos wie Bildrauschen oder deutliche Unschärfe. Vereinzelte Top-Modelle, beispielsweise das ZTE Nubia Z17 mini, können auch ausgesprochen schicke Fotos knipsen.
Prozessor und Arbeitsspeicher sind bei teurere Modellen großzügig bemessen und reichen in jedem Fall für gängige Smartphone-Aktivitäten aus. Das ein oder andere grafiklastige 3D-Spiel könnte dann aber doch zu viel sein – Android dürfte jedoch weitestgehend flüssig bedienbar sein. Problematisch ist jedoch, dass ZTE nicht auf aktuelle Software-Versionen setzt. Ein veraltetes Android bremst aktuelle Hardware merklich aus, was dazu führt, dass Smartphones ihr Potenzial nicht vollständig ausschöpfen können. Ein weiteres Manko ist dürftige Akkulaufzeit der ZTE-Geräte. Das ansonsten ordentlich ausgestattete Nubia Z17 mini kann im Test von notebookcheck.com mit nur rund 8 Stunden WLAN-Nutzung überhaupt nicht überzeugen. Durch die Nutzung einfacherer Chipsätze, die im Gegensatz zu Top-Modellen weniger energieeffizient arbeiten, fallen die recht geringen Kapazitäten der ZTE-Akkus noch deutlicher ins Gewicht.
Worin unterscheiden sich die einzelnen Modell-Serie von ZTE?
Das Benennungsschema ist bei ZTE noch relativ undurchsichtig, es haben sich in den vergangenen Jahren aber eine Handvoll grundlegende Modellreihen etabliert: Das Nubia -Brand fasst zum Beispiel die eher gehobenen Geräte zusammen, die Blade -Marke wiederum die soliden Mittelklasse-Modelle für die breite Masse. Mittlerweile hat ZTE mit der Axon -Reihe eine weitere Marke geschaffen, die sich mit gehobener Ausstattung zum fairen Preis etablieren soll. Der Unterschied zur technisch ähnlich aufgestellten Nubia-Baureihe betrifft primär das Design: Die Axon-Modelle sehen zwar modern, aber doch eher massenkompatibel aus, während die neuesten Nubia-Modelle durchaus eine gewisse Design-Extravaganz zeigen. Bei Axon greifen also all jene zu, die preiswerte Leistung in eher gewohnter Optik wünschen.
Welche Probleme gibt es bei ZTE-Geräten in Bezug auf die Software?
Grundsätzlich gilt auch bei ZTE: Wer Interesse an einem Modell dieses Herstellers hat, sollte möglichst ein Gerät ohne Netzbetreiber-Branding erwerben. Denn die original Geräte erhalten schneller die Firmware-Upgrades, die insbesondere bei Android wesentlich für die Funktionalität sind. Etlichen Nutzermeinungen zufolge sind ZTE-Smartphones ab Werk regelrecht überladen mit Bloatware, also vorinstallierte und meist unerwünschte Zusatz-Apps, die sich in vielen Fällen nicht immer einwandfrei entfernen lassen. Auch ist die Herkunft mancher Software ungeklärt. Da solche Apps oft uneingeschränkten Zugriff auf die Android-Nutzerdaten besitzen, besteht hier ein erhebliches Sicherheitsrisiko, da unklar ist, inwieweit hier Daten ausgespäht und im Hintergrund weitergegeben werden können.



















