145 aktuelle 5-Zoll-Smartphones (Handys) bewertet

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Ratgeber

Ratgeber zu 5-Zoll-Smartphones (Handys)

5-Zoll-Smartphones

Eigenschaften von Smartphones mit 5-Zoll-Display auf einen Blick:

Plus:

  • Noch Hosentaschen-tauglich
  • Große Vielfalt an Geräten
  • Alle Preisklassen vertreten
Minus:
  • Display fürs bequeme Surfen manchem Nutzer noch zu klein
  • Im Einsteigersegment viele sehr generische Modelle

Das Display im Vergleich: Standardgröße, aber nicht Standardqualität

ZTE Axon 7 Mini Schon in der 200-Euro-Klasse beeindruckend: ein ZTE Axon 7 Mini (Quelle: ZTEmobile.de)

Vor wenigen Jahren noch galten 5-Zoll-Smartphones als echte Riesen, heute sind die Flaggschiffe teilweise sogar noch größer. Und so findet sich in dieser Größenklasse ein Gemenge aus allen Preis- und Leistungsklassen – 5 Zoll Bilddiagonale sind zum Standard avanciert. Die Bandbreite ist entsprechend enorm: Wir beobachten hervorragende Displays in dieser Größenklasse genauso wie richtig schlechte. Tatsächlich orientiert sich die Bildqualität dabei ziemlich genau an der Preiskurve. Trotzdem lohnt es sich, einen genaueren Blick zu riskieren, denn ganz so banal ist es dann doch nicht.

Spannend wird es vor allem in der Preisklasse ab etwa 200 Euro, denn schon hier verbauen nahezu alle Hersteller richtig gute Displays – es muss also gar nicht zu Topmodellen gegriffen werden. Das gilt auch für die Lesbarkeit bei Sonnenlicht, sozusagen die Königsdisziplin von Displays – die wir daher auch bewusst einzeln werten. Bei einzelnen Herstellern wie Huawei, Samsung oder ZTE sehen wir hervorragende Displays auch schon in Preisregionen ab 150 Euro. Spürbar ist aber, dass dann oft zwar ein tolles, kontrastreiches und scharfes Bild geboten wird, die Ablesbarkeit aber häufig schon schlechter ausfällt. Die Schere öffnet sich nach unten also langsam aber sicher.

Die Kamera: Die größten Qualitätsunterschiede gibt es bei 13 Megapixeln

BQ Aquaris X - das Linsensystem der Hauptkamera Das komplexe Linsensystem beim BQ Aquaris X zahlt sich aus. (Quelle: BQ.com)

Auch hinsichtlich der Kamera wird es wenig verwundern, dass die Bandbreite enorm ausfällt. Da sich hier ebenso Flaggschiffe wie Einsteigergeräte tummeln, finden sich neben 20-Megapixel-Giganten einfachste 5-Megapixel-Knippsen. Zwar bedeuten mehr Megapixel nicht automatisch auch eine bessere Qualität, doch da die Hersteller bei solchen Kameras auch in bessere Optiken, größere Bildsensoren, einen schnelleren Autofokus und eine aufwendigere Software investieren, liegen die hochauflösenden Modelle tendenziell auch in unserer Bewertung für die Fotoqualität der Hauptkamera vorne.

Spannend wird es vor allem bei den Kameras mit 12 bis 13 Megapixeln – die finden nämlich manchmal ebenso in der Topklasse Verwendung wie auch bei den meisten Einsteigermodellen. Entsprechend sind hier die Qualitätsunterschiede am größten. Hier ist es sinnvoll, wenn eine Kamera zumindest große Einzelpixel verwendet – was zumindest einige Tophersteller tun. Diese fangen das Licht besser ein und bilden daher Details auch bei Dunkelheit besser ab. Dies ist ein wichtiger Faktor in unserer Note für Bilder bei schlechtem Licht. Auch eine große Blende wirkt sich hier positiv aus.

Auch hier beobachten wir eine Art magischer Schwelle bei 200 Euro. Oberhalb davon ist die Qualität zumindest solides Mittelmaß, darunter sieht es häufig dürftig aus. Dann nimmt vor allem die Abbildungsqualität bei schlechtem Licht ab. Denn bei gutem Licht kann fast jede Kamera heute auch eine gute Note erreichen, aber die Qualität unter schwierigen Lichtbedingungen trennt die Spreu vom Weizen. Hinsichtlich der Fotoqualität der Selfie-Kamera wird es noch schwieriger: Hier gibt es keine Regel, selbst Topgeräte können floppen. Allerdings sehen wir bei den chinesischen Herstellern wie Huawei oder ZTE tendenziell bessere Ergebnisse als bei den großen Platzhirschen wie Samsung oder HTC.

Die Leistung bewertet: Kaum noch ein Thema – in der Alltagsnutzung

Einsetzen einer Speicherkarte in ein HTC-Handy Das Einsetzen einer Speicherkarte - im Handbuch von HTC erklärt. (Quelle: htc.de)

Schon einfache Handy-Modelle haben heutzutage eine zumindest solide Systemleistung, die einen ruckelfreien Betrieb bei Alltagsaufgaben zulässt. Nur in der billigsten 100-Euro-Zone sehen wir noch Modelle, die zu ruckeln beginnen oder bei denen der Wechsel zwischen Apps nervtötend lang dauern kann. Die Schnelligkeit bei grafisch anspruchsvollen Apps oder beim Spielen von 3D-Spielen ist aber eine ganze andere Thematik. Wer dies als Fokus sieht, sollte darauf achten, dass unsere Note für die Schnelligkeit mindestens „gut“ beträgt. Mit einem „hervorragend“ bewerten wir hingegen die Geräte, welche auch zukunftssicher einige Jahre lange Freude bereiten werden.

Was hingegen den Speicherplatz anbelangt, so gilt auch für die 5-Zöller, dass es eine relativ strikte Kopplung an die Geräteklasse gibt. Je teurer das Smartphone, desto besser ist in der Regel auch die Speicherausstattung. Dabei beobachten wir, dass selbst Modelle mit viel internem Speicher zunehmend wieder Speicherkarten akzeptieren – einige Jahre hatten viele Hersteller bei Topgeräten auf diese Option verzichtet. Wir werten die Möglichkeit zum Verwenden einer Speicherkarte auch bei viel internem Speicher als positives Feature, da der Nutzer hiermit flexibler ist und schneller Daten zwischen Geräten austauschen kann. Außerdem sind Daten auf Speicherkarten von einem Gerätetod nicht betroffen.

Der Akku: Einsteigermodelle sind nicht automatisch Langläufer

Akkunote bei testberichte.de So sieht das leider oft aus bei einfachen Smartphones. (Quelle: testberichte.de)

Topmodelle sind anspruchsvoll ausgestattet und daher kurzatmig, Einsteigermodelle karg ausgestattet und laufen daher ewig? So einfach ist es leider nicht. Mit einem Blick auf unsere für alle 5-Zöller ermittelten Akku-Noten müssen wir leider feststellen: Topmodelle sind kurzatmig, Einsteigermodelle auch. Tatsächlich ist der Akku die große Achillesferse aller Smartphones, ungeachtet der Preisklasse. Denn leider gehen die Hersteller nur allzu oft nach der Prämisse vor: Wenn ich mein Gerät schon schlecht ausstatte, braucht auch der Akku nicht groß ausfallen.

Die gute Nachricht ist, dass es in jeder Preisklasse aber auch positive Ausnahmen gibt, die im Gegenteil mit einer grandiosen Laufzeit glänzen können. Meist handelt es sich dabei um Handys aus China, die einfach einen größeren Akku besitzen – auch wenn das Modell dann nicht mit Rekord-Flundermaßen werben kann. Unsere Nutzerumfragen haben aber ganz klar gezeigt: Ob ein Smartphone nun 5,9 oder 7,0 Millimeter „dick“ ist, interessiert die von befragten Käufer weitaus weniger als eine ordentliche Laufzeit. Das beginnen die Hersteller zu verstehen: Wir sehen einen langsamen Anstieg der Akku-Durchschnittsnote bei neueren Geräten aller Klassen.