Das Wichtigste auf einen Blick:
- Ultraschall-In-Display-Sensoren sehr sicher und auch bei feuchten Fingern zuverlässig
- Seitliche Sensoren im Powerbutton schnell, ergonomisch und äußerst zuverlässig
- Funktioniert unabhängig von Licht, Maske oder Sonnenbrille – Vorteil gegenüber Gesichtserkennung
- Bezahlvorgänge und App-Käufe komfortabel per Fingerabdruck autorisierbar
- Optische In-Display-Sensoren weniger sicher als Ultraschall oder kapazitive Sensoren
- Bei sehr nassen oder schmutzigen Händen kann auch ein guter Sensor versagen
Fingerabdrucksensoren gehören heute zur Standardausstattung jedes Smartphones. Die Technologie hat sich seit ihrer Einführung erheblich weiterentwickelt – von klassischen kapazitiven Sensoren im Home-Button bis zu ultraschallbasierten Sensoren unter dem Display.
Was leisten Smartphones mit Fingerabdrucksensor?
Fingerabdrucksensoren ermöglichen das komfortable Entsperren des Geräts, autorisieren Bezahlvorgänge (z. B. per NFC und Google Pay oder Apple Pay) und sichern App-Käufe oder sensible Daten. Sie sind schnell, einfach zu bedienen und haben PIN-Code und Wischmuster als primäre Entsperrmethode weitgehend abgelöst.
Rückseitige Fingerabdrucksensoren galten früher als elegante Lösung – heute dominieren In-Display-Sensoren und seitliche Sensoren. (Bildquelle: amazon.de)
Welche Bauformen gibt es heute?
Der klassische Fingerabdrucksensor im Home-Button ist bei modernen Smartphones nahezu verschwunden. Heute dominieren drei Bauformen:- In-Display-Sensor (optisch): Unter dem Display eingebettet, wird der Finger mit Licht abfotografiert und mit einem Referenzbild abgeglichen. In OLED-Displays weit verbreitet. Schnell und komfortabel, aber technisch etwas leichter zu überlisten als kapazitive Sensoren.
- In-Display-Sensor (Ultraschall): Samsungs Qualcomm-Ultraschall-Technologie (seit Galaxy S10) erstellt ein dreidimensionales Bild des Fingerabdrucks und ist deutlich schwerer zu fälschen als optische Sensoren. Gilt heute als sicherste In-Display-Variante. Schnell und auch mit feuchten Fingern zuverlässig.
- Seitlicher Sensor im Powerbutton: Besonders verbreitet bei Mittelklasse-Smartphones (z. B. viele Sony-, Samsung-A-Serie- und Google-Pixel-Modelle). Schnell, präzise und ergonomisch gut erreichbar. Gilt als einer der zuverlässigsten Fingerabdrucksensor-Typen.
Fingerabdruck oder Gesichtserkennung – was ist besser?
Beide Methoden haben sich parallel etabliert. Apple setzt seit dem iPhone X ausschließlich auf Face ID und hat den Fingerabdrucksensor in regulären iPhone-Modellen nicht mehr verbaut. Ausnahme: Das iPhone SE nutzt einen seitlichen Touch-ID-Sensor. Android-Smartphones bieten meist beides an.Gesichtserkennung per 3D-Scan (Apple Face ID, einige Android-Flaggschiffe) gilt als sehr sicher. Einfache 2D-Gesichtserkennung per Frontkamera – wie sie bei vielen günstigen Android-Geräten verbaut ist – ist hingegen weniger sicher als ein guter Fingerabdrucksensor und lässt sich manchmal durch Fotos überlisten.
Für die meisten Nutzer ist ein guter In-Display- oder seitlicher Fingerabdrucksensor die praktischere Wahl, weil er auch bei Sonnenlicht, Dunkelheit oder beim Tragen einer Maske zuverlässig funktioniert.
In-Display-Fingerabdrucksensoren sind heute bei Premium-Smartphones Standard – optisch oder per Ultraschall. (Bildquelle: huawei.com)
Wie sicher sind die verschiedenen Sensor-Typen?
- Kapazitive Sensoren (klassisch, im Home-Button): Erfassen dreidimensionale Tiefeninformationen, sind schwer zu fälschen und gelten als sehr zuverlässig.
- Optische In-Display-Sensoren: Weniger sicher als kapazitive oder Ultraschall-Sensoren, weil Tiefeninformationen fehlen. Für normale Entsperrung und Bezahlvorgänge praxistauglich.
- Ultraschall-Sensoren (Qualcomm, verbaut in Samsung-Flaggschiffen): Sicherste In-Display-Technologie. Dreidimensionale Erfassung, funktioniert auch mit feuchten oder leicht schmutzigen Fingern.


























