Stärken
Schwächen
Heutzutage zählt der Akku zu den größten Ärgernissen moderner Smartphones. Nach einem bis anderthalb Tagen ist die Energie meist aufgebraucht und man muss nach einer Steckdose suchen. Besonders unterwegs oder auf Reisen ist das oft schwierig. Genau hier kommen externe Akkus, sogenannte Powerbanks, ins Spiel – sie sollen Smartphones, Tablets und Notebooks zuverlässig mit Energie versorgen, wenn keine Steckdose in Sichtweite ist.
Wie bewerten Fachzeitschriften Powerbanks in ihren Tests?
Die Testberichte legen besonderen Wert auf das Verhältnis von Größe, Gewicht und der Nennladung des Akkus. Gerade bei Modellen mit hohen Kapazitäten zwischen 20.000 und 30.000 mAh lassen sich teils erhebliche Unterschiede feststellen. Stiftung Warentest hat zuletzt in 02/2026 über zehn aktuelle Powerbanks verglichen und dabei besonders Effizienz und Verarbeitungsqualität bewertet.Ein weiterer zentraler Faktor sind die Anzahl und Geschwindigkeit der verfügbaren Anschlüsse. Ab einer Kapazität von etwa 10.000 mAh verfügen moderne Powerbanks häufig über mindestens zwei Anschlüsse – heute in der Regel USB-C und optional USB-A für ältere Geräte. Dabei wird ebenfalls geprüft, ob die Anschlüsse parallel genutzt werden können und welche Steckertypen unterstützt werden. Besonders spannend ist die Frage nach der tatsächlichen Ladegeschwindigkeit: Fast jede Powerbank wirbt inzwischen mit Schnellladefunktion, doch die tatsächlichen Werte variieren je nach unterstütztem Standard. Deshalb lohnt es sich, die Testergebnisse hierzu genau zu studieren.
Warum liefert meine Powerbank weniger Energie als angegeben?
Vorweg: Das ist bei fast allen Geräten so und keineswegs eine Absicht der Hersteller. Technisch gibt es dafür nachvollziehbare Gründe. Nur weil der Akku laut Verpackung eine Nennladung von 10.000 mAh besitzt, heißt das nicht, dass ein Smartphone mit 5.000 mAh Akku (ein heute üblicher Wert) zweimal vollständig geladen werden kann. Wir wollen hier auf komplizierte Berechnungen verzichten, aber zumindest die wesentlichen Hintergründe erklären und anhand einiger Beispiele verdeutlichen.I. Entscheidend ist nicht nur die Ladung, sondern die Energiedichte
Der erste Punkt: Maßgeblich ist nicht nur die Nennladung, sondern vor allem die Energiedichte in Wattstunden (Wh). Diese ergibt sich aus der Multiplikation der Nennladung mit der Akkuspannung. Powerbanks verwenden meist Akkus mit 3,7 Volt. Dieser Wert beeinflusst die Zahl der möglichen Ladezyklen direkt. In der Praxis empfehlen aktuelle Tests Powerbanks ab mindestens 10.000 mAh, da moderne Smartphone-Akkus inzwischen selbst häufig 5.000 mAh und mehr umfassen und eine kleinere Powerbank oft nicht mehr für eine vollständige Ladung reicht.II. Energieverluste beim Ladeprozess
Der zweite Aspekt betrifft die Spannungswandlung beim Ladevorgang. Die Powerbank-Akku-Spannung von 3,7 Volt muss auf die für USB-Ausgänge benötigte Spannung hochtransformiert werden. Die Ladeelektronik im Smartphone wandelt diese Spannung anschließend erneut um. Dieses Vorgehen erlaubt es den Herstellern, verschiedene Akkutypen mit einheitlicher Ladetechnik zu versorgen. Allerdings entstehen bei jeder Spannungswandlung Verluste von 20 bis 30 Prozent durch Wärme, abhängig von der Qualität der Ladetechnik. Hochwertige Modelle mit modernen GaN-Chips (Galliumnitrid) erreichen hier deutlich bessere Effizienzwerte als ältere oder günstigere Geräte.
Powerbanks mit hoher Kapazität und mehreren USB-C-Anschlüssen gehören 2026 zum Standard leistungsstarker Modelle (Bildquelle: amazon.de)
III. Sicherheitsreserven im Akku der Powerbank
Der dritte Punkt: Wie Smartphone-Akkus dürfen auch Powerbank-Akkus nicht bis auf Null entladen werden. Daher schaltet die Schutzschaltung je nach Modell meist bei 5 bis 15 Prozent Restladung ab. Diese Energie ist somit nicht nutzbar. Werden diese Reserven gemeinsam mit den Verlusten durch Spannungswandler und der unterschiedlichen Energiedichte betrachtet, erklärt das, weshalb Powerbanks oft schon nach etwa zwei Dritteln der angezeigten Kapazität als leer erscheinen. In Tests bieten die besten aktuellen Powerbanks ein Netto-Brutto-Verhältnis von etwa 3:4 – bei günstigen Billiggeräten kann dieses Verhältnis auf 1:2 oder schlechter sinken. Am besten orientiert man sich deshalb an verlässlichen Testberichten und Erfahrungsberichten von Nutzern.USB-C hat Micro-USB als Standard abgelöst – worauf Sie 2026 achten sollten
Bei modernen Powerbanks ist USB-C der neue Standard. Der klassische Micro-USB-Anschluss ist an neuen Geräten kaum noch zu finden. USB-C ermöglicht nicht nur schnelleres Laden, sondern unterstützt auch das bidirektionale Laden: Die Powerbank kann über denselben Anschluss sowohl geladen werden als auch andere Geräte mit Strom versorgen. Für schnelles Laden ist auf die Unterstützung von USB Power Delivery (USB-PD) zu achten – dem derzeit wichtigsten Schnellladestandard, der Ladegeschwindigkeiten von 20 bis über 100 Watt ermöglicht. Daneben existieren proprietäre Standards wie Quick Charge (QC) von Qualcomm (aktuell Version 5), die ebenfalls weit verbreitet sind, jedoch nicht auf allen Geräten funktionieren. Für maximale Kompatibilität sollte die Powerbank USB-PD unterstützen.Welche Kapazität und Leistung brauche ich wirklich?
Die richtige Wahl hängt stark vom persönlichen Nutzungsprofil ab. Als grobe Orientierung gilt 2026: Für gelegentliches Nachladen eines Smartphones im Alltag genügen Modelle mit 10.000 bis 15.000 mAh. Wer mehrere Geräte gleichzeitig laden oder auch Tablets versorgen möchte, greift besser zu 20.000 mAh oder mehr. Für die Versorgung von Laptops und Notebooks sind Hochleistungsmodelle ab 24.000 mAh mit mindestens 65 Watt Ausgangsleistung empfehlenswert – Spitzenmodelle liefern heute 100 bis 140 Watt und laden ein MacBook in unter einer halben Stunde auf 50 Prozent. Bei der Ladeleistung gilt 2026 ein Bereich von 20 bis 65 Watt als Standard für gut ausgestattete Allroundgeräte.Powerbanks mit kabellosen Ladefunktion und weiteren modernen Features
Viele aktuelle Powerbanks bieten zusätzlich kabelloses Laden (Qi) für kompatible Smartphones. Einige Modelle unterstützen zudem MagSafe (für iPhones) oder liefern eine magnetische Halterung, die das kabellose Aufladen unterwegs besonders komfortabel macht. Hochwertige Geräte zeigen auf einem digitalen Display Restkapazität, Lade- und Entladeleistung sowie die geschätzte verbleibende Zeit in Echtzeit an – was die Alltagstauglichkeit erheblich steigert. Zudem verfügen aktuelle Premiummodelle über ausgefeilte Schutzmechanismen wie Temperaturüberwachung, Kurzschlussschutz und Überspannungsschutz.Wichtig für Flugreisende: Neue und verschärfte Regeln ab 2025/2026
Wer eine Powerbank im Flugzeug mitnehmen möchte, muss die IATA-Richtlinien beachten, die von den meisten großen Airlines übernommen werden:- Bis 100 Wh (ca. 27.000 mAh): Ohne Genehmigung im Handgepäck erlaubt.
- 100 bis 160 Wh: Nur mit vorheriger Zustimmung der Fluggesellschaft, maximal zwei Stück pro Person.
- Über 160 Wh: Grundsätzlich verboten.
- Powerbanks dürfen ausschließlich im Handgepäck transportiert werden – niemals im aufgegebenen Koffer.




