Stärken
Schwächen
Wie fallen die Bewertungen von Vivo-Smartphones in Testmagazinen aus?
Im deutschen Markt sind Vivo-Smartphones nach wie vor seltener vertreten als die Geräte der großen Platzhirsche – das Bild hat sich jedoch in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Nachdem ein Patentstreit mit Nokia Vivo 2023 zum vorübergehenden Rückzug vom europäischen Markt zwang, kehrte der Hersteller Ende 2025 offiziell nach Deutschland zurück. Mit dem Vivo X300 Pro steht seitdem ein Flaggschiff-Gerät bei Amazon und weiteren Händlern zur Verfügung, das in Tests durchgehend sehr positiv bewertet wird.
In aktuellen Testberichten wird Vivo nicht mehr nur als günstiger Einsteiger-Anbieter wahrgenommen, sondern zunehmend als ernstzunehmender Hersteller im gehobenen Segment. Vor allem die Kamera-Qualität sticht hervor: Dank der Kooperation mit Zeiss liefern die X-Serie-Modelle Fotos auf höchstem Niveau. Das Vivo X200 Pro wurde von notebookcheck.com als eines der besten Kamera-Smartphones des Jahres 2024 bezeichnet, und das X300 Pro zählt laut connect und heise zu den empfehlenswertesten Geräten zum Jahreswechsel 2025/2026. Besonders der Zoom und die Nachtaufnahmen werden gelobt – eine Schwäche, die ältere Modelle noch deutlich aufwiesen.
Vivo hat sich von einem Design-Nachahmer zu einem eigenständigen Hersteller mit unverkennbaren Kamera-Elementen entwickelt. (Bildquelle: amazon.de)
Auch die Akkulaufzeit gehört bei neueren Vivo-Modellen zu den Stärken: Große Akkukapazitäten von 5.000 mAh und mehr sowie leistungsfähige Schnellladetechnologien (teils bis zu 100 Watt) sorgen dafür, dass auch intensive Nutzer gut durch den Tag kommen. Aktuelle Flaggschiff-Modelle der X-Serie setzen auf hochwertige Prozessoren wie den MediaTek Dimensity 9400 oder den Qualcomm Snapdragon 8 Elite, die problemlos auch mit anspruchsvollen Anwendungen und grafisch intensiven Spielen umgehen können. Viele Modelle sind zudem nach IP68 gegen Wasser und Staub geschützt.
Im Einsteiger- und Mittelklassebereich, etwa in der V- und Y-Serie, bleiben die Geräte weiterhin solide Alltagsbegleiter mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, ohne die Ausnahme-Qualitäten der Flaggschiffe zu erreichen. Hier sollte man bei der Kaufentscheidung weiterhin auf die verbaute Hardware achten.
Welches Betriebssystem kommt bei Vivo-Smartphones zum Einsatz?
Vivo hat sein Betriebssystem-Konzept grundlegend überarbeitet. Das bisherige globale System Funtouch OS wird seit Ende 2025 schrittweise durch OriginOS 6 ersetzt, das auf Android 16 basiert und bislang nur in China verfügbar war. Der globale Rollout startete mit den Modellen X300, X300 Pro und iQOO 13. OriginOS 6 bringt flüssigere Animationen, ein überarbeitetes Designsystem, erweiterte Widgets und KI-gestützte Funktionen wie AI Photo Enhance und einen smarten Assistenten. Auch Vivos Variante einer dynamischen Einblendung ähnlich Apples Dynamic Island ist enthalten. Der iOS-Einfluss auf das visuelle Erscheinungsbild ist auch in der neuen Version erkennbar, das System wirkt insgesamt aber deutlich eigenständiger und moderner als das frühere Funtouch OS. Google-Dienste und der Play Store sind auf allen für Europa bestimmten Modellen vollständig integriert.
Gibt es lohnenswerte Alternativen im gleichen Preisbereich?
Vor allem aus Asien kommen viele Hersteller, die im Mittelklasse- und Flaggschiff-Segment zunehmend bessere Technik zu attraktiven Preisen anbieten. Besonders hervorzuheben ist der chinesische Elektronikhersteller Xiaomi, der technisch oft Smartphones anbietet, die sich auf einer höheren Geräteklasse bewegen. Aber auch Marken wie OnePlus, Oppo und Honor sind inzwischen im deutschen Markt etabliert und bieten im Premium-Segment starke Konkurrenz. Im direkten Kamera-Vergleich muss sich Vivo mit seinen Zeiss-Modellen jedoch auch vor Samsung und Google Pixel nicht mehr verstecken.






















