Smartwatches Ob sportlich oder elegant – das Smartphone am Handgelenk
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Wear OS und watchOS punkten durch App-Vielfalt
- über Touchscreen, Knöpfe, Drehlünette und/oder Krone bedienbar
- zum Sport sind präzise Sensoren essenziell
- Wasserdichtigkeit ab IP67 hilfreich
Auf welche Kriterien achten Fachmagazine bei Smartwatch-Tests?
In erster Linie bewerten Testmagazine die Alltagstauglichkeit einer Smartwatch, da diese – wie klassische Armbanduhren – dauerhaft am Handgelenk getragen wird. Die Bedienbarkeit ist hierbei essenziell: Heutzutage gilt ein Touchscreen als Mindeststandard, doch Modelle mit zusätzlichen seitlichen Knöpfen, einer Krone oder drehbaren Lünette ermöglichen eine komfortablere Navigation durch Menüs und Funktionen. Zudem muss die Uhr angenehm am Handgelenk sitzen.
Materialien wie Aluminium, Edelstahl oder sogar Keramik genießen den Vorzug gegenüber Kunststoff. Ist das Gehäuse zu groß, wirken Smartwatches an schmalen Handgelenken oft unpassend – darum bieten manche Hersteller mehrere Größenoptionen an. Die Apple Watch macht es vor: Sie ist in einer größeren 46-mm-Version sowie einer kleineren 42-mm-Variante erhältlich.
Auch die technische Ausstattung spielt eine große Rolle für die Platzierung unter den Top-Smartwatches . Der verbaute Prozessor muss ausreichend leistungsfähig sein, um das Betriebssystem flüssig und ohne Verzögerung darzustellen.
Da viele Geräte speziell für Fitness und Sport ausgelegt sind, ist die Genauigkeit der Sensoren ein wichtiger Faktor. Funktionieren Schrittzähler, Pulsmesser und andere Sensoren präzise, gibt es keinen Grund für Punkteabzüge.
Verfügt eine Smartwatch über integriertes GPS, testen Experten deren Abweichungen im Außeneinsatz. Die besten Smartwatches halten durchgängig die Verbindung und bleiben präzise an der Position des Trägers.
Ein eingebautes GPS ist zudem ideal für alle, die auch ohne ständiges Mitführen ihres Smartphones draußen laufen wollen. Die Uhr kann so unabhängig Laufdaten erfassen, speichern und den zurückgelegten Weg aufzeichnen – die Daten werden später übertragen, wenn die Smartwatch wieder mit dem Smartphone gekoppelt wird.
Manche Smartwatches besitzen dazu auch eine kleine Musikspeicher-Funktion, wodurch die Uhr zur praktischen Medienzentrale am Handgelenk wird.
Die Aktivierung des GPS-Moduls verringert jedoch die Akkulaufzeit deutlich. Wo eine Smartwatch bei normaler Nutzung zwei bis drei Tage durchhält, sind es mit GPS oft weniger als 10 Stunden, da neben GPS auch weitere Sensoren eingeschaltet bleiben. Daher nutzen selbst Modelle mit eigenem GPS häufig das Smartphone-Signal, wenn sie gekoppelt sind, was die Akkulaufzeit spürbar verlängert.
Welche Smartphones passen am besten zu Smartwatches?
Die Kompatibilität einer Smartwatch hängt stark vom Betriebssystem ab und beeinflusst, wie gut sie sich mit dem Smartphone verbindet. Android-basierte Systeme wie Wear OS oder Samsungs Tizen OS sind vornehmlich für Android-Smartphones optimiert, während die Apple Watch perfekt mit iPhones zusammenarbeitet.
Mittlerweile erlauben die Betriebssysteme auch eine teilweise Nutzung mit dem jeweils anderen System – allerdings oft mit eingeschränkten Funktionen. Basisfunktionen bleiben zwar erhalten, doch Spezialfeatures wie das Antworten auf Nachrichten direkt über die Smartwatch oder bestimmte Navigationsfunktionen sind dann häufig nicht verfügbar.
Die großen Plattformen – Wear OS und watchOS – zeichnen sich außerdem durch ein umfangreiches App-Angebot aus. Samsungs Tizen OS offeriert hier noch etwas weniger Vielfalt.
Worauf sollte man beim Kauf einer Smartwatch besonders achten?
Überlegen Sie vor dem Kauf genau, welche Anforderungen Sie an Ihre Smartwatch stellen. Legen Sie großen Wert auf Design und wollen die Uhr zu verschiedenen Anlässen tragen, ist einaustauschbares Armband ideal – so kann tagsüber ein sportliches Silikonband genutzt und abends gegen ein elegantes Metallarmband getauscht werden.
Für den sportlichen Einsatz sind spezielle Funktionen wichtig: integriertes GPS zur Aufzeichnung von Laufstrecken ohne Smartphone ist ebenso vorteilhaft wie Schwimm-Modi. Ein wasserdichtes Gehäuse ist ebenfalls entscheidend. Je nach IP-Schutzklasse hält eine Smartwatch Nässe beim Regen, ein kurzes Untertauchen beim Händewaschen oder sogar Schwimmeinheiten schadlos aus.
Vorteile echter Betriebssysteme gegenüber proprietären Systemen
Smartwatches mit echten Betriebssystemen – vor allem Apples watchOS und Googles Wear OS – punkten dadurch, dass sie auf App-Stores mit zahlreichen Anwendungen zugreifen, die nicht auf einzelne Modelle beschränkt sind. Jede Smartwatch, die Wear OS verwendet, kann beispielsweise auf alle Smartwatch-Apps im Google Play Store zugreifen, unabhängig vom Hersteller.
Geräte mit proprietären Systemen haben immer nur ein begrenztes App-Angebot. Ein weiterer Pluspunkt echter Betriebssysteme ist die regelmäßige Verfügbarkeit von Updates: Apple und Google pflegen ihre Systeme beständig mit Sicherheits- und Funktionsupdates. Proprietäre Betriebssysteme werden heutzutage nur selten so konsequent gepflegt.
Was gilt es bei Smartwatch-Displays zu beachten?
Apple, Huawei und Samsung – setzen bei ihren Smartwatches auf OLED-Displays . Das hat den einfachen Vorteil, dass bei OLED nur die tatsächlich leuchtenden Pixel Energie verbrauchen, nicht beleuchtete Bereiche bleiben komplett dunkel. Dadurch wird die Akkulaufzeit signifikant verbessert. Zusätzlich erhöht sich durch die hohe Kontraststärke die Lesbarkeit des Displays bei hellem Umgebungslicht, weil weiße Ziffern viel klarer erscheinen als auf herkömmlichen IPS-Bildschirmen.






































