Fahrräder: Tests & Testsieger

Die besten Fahrräder der Fachpresse

Unsere Bestenlisten zeigen die derzeit besten Fahrräder auf dem Markt. Dafür hat unsere Fachredaktion Testberichte aus 68 Testmagazinen für Sie ausgewertet.

Ratgeber zu Fahrräder

Radeln, Rasen oder Biken

KTM Life Action KTM Life Action

Den Fahrradmarkt beherrscht eine große Modellvielfalt. Doch im Vorfeld einer Kaufentscheidung stehen ganz simple Überlegungen: Welches Fahrrad eignet sich für welches Nutzungsverhalten? Die Frage ist für Großstädter anders zu beantworten als für den (renn-)sportlich ambitionierten Fahrer, für freizeitaktive Familien anders als für den alpenaffinen Extremtourer. Grob lassen sich Allrounder von Spezialfahrrädern unterscheiden, Trekkingräder mit Cityrädern vergleichen und E-Bikes und Pedelecs als Räder mit wachsendem Markt- und Kundenbedürfnis einsortieren. Auch Misch- und Zwischenformen lassen sich finden - doch tatsächlich ist der Markt überschaubarer als es scheint.

Alltagstauglich: Cityräder und Trekkingbike

Trekking- oder Tourenräder sind die sportlichen Verwandten des Cityrades. Meist kombinieren sie eine Kettenschaltung mit guter Übersetzung, während Cityräder mit einer wartungsfreundlichen Nabenschaltung punkten. Beide Radarten sind Allrounder im besten Sinne – für die Einkaufstour, den Radausflug und den Weg zur Arbeit gleichermaßen geeignet, leicht, komfortabel und robust. Trekkingräder sind allerdings einen Tick sportlicher als City-Fahrräder und überall da die richtige Wahl, wo Ausflüge auf das Land, Wochenendtouren oder Reisen geplant sind. Cityräder mit ihrer entspannten Sitzposition, den dicken Reifen und Gepäckträgern sind häufig bei Frauen und einer älteren Nutzerschaft das Rad der Wahl. Hollandräder erleben zurzeit eine Renaissance – nicht zu Unrecht: Zwar schwer und meist auf nur drei Gänge beschränkt, doch dank ihrer aufrechten Sitzposition und feudalen Lenkerergonomie als gemütliche Stadträder beliebt.

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Sportlich: Mountainbikes, Renn- und Fitnessräder

Mountainbikes sind Gelände- und Berg-Spezialisten mit bis zu 30 Gängen und mit ihrem breiten Übersetzungsbereich auch auf steilen Steigungen fahrbar. „Fullys“ besitzen an Vorder- und Hinterrad Dämpfungs- und Federungselemente, „Hardtails“ höchstens am Vorderrad. Mountainbikes sind zwar für bergige Trails und Downhills konstruiert, doch viele Fahrer bevorzugen sie auch im Stadtverkehr. Rennräder hingegen sind kaum für den Alltag geeignet. Streng auf Geschwindigkeit definiert fehlen meist die wichtigsten Komponenten wie Klingel, Licht und Reflektoren. Fitnessräder sind Bikes für sportliche Fahrer, die gerade nicht auf besagte Makel des Rennrades setzen wollen. Zwar nutzen auch sie die Rennradtechnik, doch lässt sich eine bequemere Sitzposition und komfortablere Lenkstange anstelle der Rennlenker finden.

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Fahrräder mit elektrischem Rückenwind: Pedelecs und E-Bikes

Fahrräder mit Elektroantrieb unterscheiden sich in E-Bikes und Pedelecs. Während E-Bikes mit mehr als 25 Stundenkilometern fahren und demnach eher zu den führerscheinpflichtigen Leichtkrafträdern gehören, zählen Pedelecs – mit Ausnahme der schnellen S-Pedelecs – zu den Fahrrädern, deren Motor nur beim Treten mitschiebt. Zum Fahren benötigen sie einen Akku, der je nach Beanspruchung Touren von 20 bis 100 Kilometer ermöglicht. Immer häufiger sind Pedelecs das Rad der Wahl für Berufspendler und gesundheitlich eingeschränkte Menschen. Ob man wiederum ein Pedelec mit Front-, Mittel- oder Heckmotor bevorzugt, ist hauptsächlich an der Frage zu messen, ob er mit einer Rücktrittsbremse (Vorderradnabenmotor) kombinierbar sein soll, der Fokus eher auf stabilem Fahrverhalten (Mittelmotor) liegt oder vor allem mit Gepäck im Heck Flatterneigung wie beim Heckmotor vermieden werden soll.

Die richtige Rahmenhöhe bestimmen

Fahrräder gibt es in verschiedenen Rahmenhöhen. Schließlich machte es kaum Sinn, eine 1,55 Meter große Frau auf ein Standard-Tourenrad zu setzen oder dem Sitzriesen dasselbe Trekkingbike zu empfehlen wie einem Kunden mit langen Beinen. Die Rahmenhöhe in Zentimeter berechnet sich aus der Schrittlänge mal 0,66. Auch Erfahrungswerte helfen: Das Oberrohr darf nicht so hoch sein, dass der Fahrer es im Stand berührt, und der Lenker-Sattelabstand muss so weit sein, dass die Beine nicht an den Lenker stoßen. Rückengeplagten stellt sich die Frage nach einer Federgabel. Klickt man sich durch die Seiten von ADFC und namhaften Herstellern, zeigt sich ein Gegentrend – weg von der Federgabel, die ein Rad unnötig schwer macht und das Fahrverhalten beeinträchtigt. Stattdessen sollte man auf eine Bereifung mit guten Abrolleigenschaften achten. Anders sieht es beim Sattel aus: Dort hilft Rückenpatienten tatsächlich eine Federung.

Was kostet ein gutes Alltagsrad?

Die Frage wiederum, wie viel der Kunde sich für ein Alltags- oder Trekkingrad mindestens im Budget zurechtlegen sollte, beantworten Experten gerne mit der 500-Euro-Marke; gut bewertete Fahrräder liegen etwa zwischen 700 und 1.600 Euro. Sicherlich – wer ein Rad sucht, das seinen Dienst nur für den Weg zum Bäcker antritt, mag auch ein Rad aus dem Baumarkt wählen. Doch wer mehr will, sollte nicht zwischen Dübeln und Akkubohrern suchen, sondern bei einem Vollsortiment-Anbieter in Wohnortnähe einkaufen. Auswahl, Beratung und Qualität, vor allem aber der After-Sales-Service sind hierfür die Hauptgründe. Nicht jeder Werkstattmeister nimmt außerdem Budgetmodelle zur Reparatur an. Namhafte Komplettanbieter sind Kalkhoff, Pegasus, Kettler, Scott oder Cube, die sich durch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis auszeichnen. Preisdifferenzen bei ein- und demselben Modell lassen sich meist mit Qualitätsunterschieden bei den Komponenten wie Innenlager, Federung oder Bremsen erklären.

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