Das Wichtigste auf einen Blick:
- Liegen als Stadträder und bei Pendlern im Trend
- Unkompliziert und schnell einzuklappen - Faltvorgang in unter 20 Sekunden
- Mountain-Bike und E-Falträder runden das Angebot ab
- Breite Reifen für mehr Fahrkomfort, speziell in der Stadt
- Riemenantrieb als Alternative zur klassischen Fahrradkette immer beliebter
Falträder erfreuen sich nicht nur bei Campern und Seglern großer Beliebtheit, sondern liegen auch als Stadträder im Trend. Pendler schätzen vor allem das geringe Gewicht, die kompakte Bauweise und die Möglichkeit, das Fahrrad kostenlos in Bus, Bahn oder U-Bahn mitzunehmen – denn anders als herkömmliche Fahrräder werden Falträder als Gepäckstück behandelt. Praktisch sind Modelle mit einer Transporttasche samt Griff, die das Tragen erleichtert und das Rad schützt, sowie Falträder, die sich im zusammengefalteten Zustand bequem auf ihren eigenen Rädern schieben lassen.
Die Begriffe Klapp- und Faltrad werden heute meist synonym verwendet, ganz gleich, ob das Rad zusammengeschoben, gefaltet oder umgeklappt wird. Besonders schnell gelingt das Zusammenklappen bei Modellen, bei denen keine Teile entfernt werden müssen, zum Beispiel das Vorderrad. Die unterschiedlichen Faltmechanismen ermöglichen teilweise eine Umwandlung in Sekundenschnelle – aktuelle Spitzenmodelle wie das Brompton schaffen den Faltvorgang in unter 20 Sekunden. Ein angenehmer Komfortfaktor ist zudem, wenn sich beim Ausklappen die zuvor eingestellte Lenker- und Sattelhöhe automatisch wieder einpasst.
Zu den beliebtesten Falträdern zählen die sogenannten City-Falträder, die meist mit 20-Zoll-Reifen ausgestattet sind. Einige kleinste Modelle verfügen sogar über 16-Zoll-Räder und sind eher für kurze Strecken gedacht, während die 20-Zoll-Varianten auch für kleinere Touren und Ausflüge gut geeignet sind. Darüber hinaus gibt es Falträder mit bis zu 26 Zoll Bereifung, die mit den Fahreigenschaften eines normalen Fahrrads vergleichbar sind. Selbst Mountainbiker müssen nicht auf den praktischen Faltmechanismus verzichten. Diese robusteren Räder eignen sich gut für sportliche Radfahrer, die ein kompaktes Urlaubsrad suchen. Außerdem sind E-Falträder (elektrisch unterstützte Falträder) inzwischen ein fester und stark wachsender Bestandteil des Marktes – mehr dazu weiter unten.
City-Falträder messen im zusammengefalteten Zustand in etwa 60 x 50 x 90 Zentimeter und wiegen durchschnittlich zwischen 11 und 13 Kilogramm. Sehr leichte Aluminium-Modelle kommen auf unter 10 Kilogramm, Premium-Modelle mit Titan- oder Carbonrahmen sogar auf unter 8 Kilogramm. Die City-Falträder zeichnen sich durch ihre hohe Wendigkeit aus, verfügen über einen bequemen, niedrigen Einstieg und haben einen äußerst niedrigen Rollwiderstand – kein Wunder, dass sie in Großstädten immer häufiger zu sehen sind. Dank einer ausgeklügelten Rahmengeometrie und verstellbaren Lenker- und Sitzhöhen sind viele City-Modelle auch für große Fahrer mit bis zu 2,10 Metern Körpergröße geeignet.
Breite Reifen sorgen auf verschiedenen Straßenbelägen auch ohne Federung für einen relativ hohen Fahrkomfort. Je nach Fahruntergrund empfiehlt es sich jedoch, entweder ein Hardtail oder ein vollgefedertes Faltrad zu wählen – wobei letztere manchmal in der Kombination aus Vollfederung und dicken Reifen eine etwas zu weiche Federung bieten. Gefederte Falträder sind besonders geeignet für gelegentliche Ausflüge ins Gelände. Bei der Ausstattung müssen Falträder herkömmlichen Fahrrädern kaum nachstehen: Mit Naben- oder Kettenschaltungen von 3 bis 24 Gängen sind sie auch für bergige Strecken gerüstet. Hochwertige Modelle kombinieren Naben- und Kettenschaltung miteinander, was feinere Gangabstufungen und ein komfortableres Fahrerlebnis ermöglicht.
Die markante Bauweise der City-Falträder mit ihren hohen Lenkern sorgt allerdings dafür, dass sich Fahrer erst an das Lenk- und Fahrverhalten gewöhnen müssen. Für Pendler stehen daher Kompaktheit, ein leichtgängiger und schneller Faltmechanismus sowie geringes Gewicht im Vordergrund. City- und Freizeitradler sollten beim Kauf aber vor allem auf den Fahrkomfort des Faltrades achten – insbesondere auf ein angenehmes Lenkverhalten.




