Rennräder fürs Abseits mit wuchtiger, profillierter und pannensicherer Bereifung. Wir zeigen Ihnen die derzeit besten Gravel Bikes am Markt. Dafür haben wir Tests und Meinungen ausgewertet und zu einer Gesamtnote verrechnet.

39 Tests 1 Meinung

Die besten Gravel Bikes

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Infos zur Kategorie

Das rich­tige Renn­rad fürs Abseits

Gravel-Bikes verkörpern jenen Trend der letzten Jahre, der die lange bestehende Lücke zwischen Cross-Bikes und Rennrädern schließen soll. Während Kritiker diese Produktkategorie lediglich als einen durch Innovationsdruck bedingten Auswuchs stagnierenden Marketing-Erfolgs abstempeln, resultiert das Unverständnis bei manchen aus dem Umstand, dass eine trennscharfe Abgrenzung zu ähnlichen Sparten eigentlich kaum möglich ist. Denn im Grunde entspricht das Setup des Gravel-Bikes jedem Cyclo-Crosser.

Dass der Gravel-Trend ausgerechnet in den USA aufkeimte, kommt nicht von ungefähr. Dort ist der Radrennsport genauso populär wie andernorts, asphaltierte Straßen aber offenbar nicht. Die Wunschliste an die Hersteller war schnell formuliert: ein Rennrad mit breiten Felgen, dicken Reifen und „sportlich-komfortabler“ Sitzposition, die sich dadurch kennzeichnet, dass der Fahrer nicht wie beim Rennrad praktisch in die Lenkstange beißt. Beim Langstreckeneinsatz ist das ein großes Plus.

 
Die Ausrichtungen der Anbieter – eine erste Übersicht

Teilen Sie an Ihrem Wohn- oder Reiseort die leidliche Erfahrung, hin und wieder auch über Schotterwege heizen zu müssen, dann könnte ein Gravel-Bike auch für Sie das Richtige sein. Beim grundlegenden Setup stehen sich die Modelle der Anbieter recht nahe, bei der Komponentenwahl driften sie jedoch zum Teil erheblich auseinander.

Übersetzung
Bevorzugen Sie große Übersetzungen wie im klassischen Radrennsport üblich, dann erhalten Sie zum Beispiel in der Anyroad-Modellreihe bei Giant ein erschwingliches Gegenstück. Salsa wiederum setzt beim Warbird 2 auf Offroad-Übersetzungen und wirbt mit kleineren Kettenblättern um die Gunst der Käufer.

Rahmengeometrie
Bei hohem Tempo macht sich zudem ein etwas größerer Radstand bezahlt, der sich allein schon durch den zugunsten der Spurtreue meist flach ausfallenden Lenkwinkel beziehungsweise Gabelnachlauf in „Chopper“-Manier ergibt. Auch dem Abstand des Tretlagers zum Boden kommt eine erhebliche Rolle zu: Wie beim Rennrad sitzt es bei vielen Gravel-Racern tiefer und begünstigt durch den niedrigeren Schwerpunkt die Fahrstabilität.

Dämpfung
Von Haus aus bieten Gravel-Racer durch ihre Ballonreifen ein komfortableres Fahrgefühl als jedes Rennrad. Die Dämpfungseigenschaften des Rahmens tragen natürlich einmal mehr dazu bei. Das Magazin „Roadbike“ lud zur Probefahrt (Ausgabe 02/2015) – gute Noten gab es in diesem Punkt für Specialized und GT.

Rahmenmaterial: Touren vs. Sportlichkeit
Das Einsatzspektrum ist breit gestreut im Gravel-Gehege – vom Tourer bis hin zu Rädern mit stark sportlicher Ausrichtung. Salsa und Norwid heften sich hauptsächlich an die Zielgruppe der Reiselustigen und bestücken ihre Modelle mitunter mit robusten Stahlrahmen und Gepäckträgern. GT und Specialized hingegen sind bereits im Carbon-Zeitalter angekommen und fokussieren mit schnittigeren Rahmengeometrien eher die Gruppe der wettkampforientierten Fahrer, wohingegen sich bei den Gravel-Racern der Massenhersteller wie Bulls Rahmen aus gewöhnlichem Aluminium vorfinden. Die Gewichtsunterschiede sind enorm und reichen von acht Kilogramm bis auf das Doppelte bei Reise-/Touren-Gravels.

Reifenwahl
Ähnlich unterschiedliche Wege gehen die Hersteller auch bei der Reifenwahl. Die auf die eher leistungsorientierte Zielgruppe abzielenden Hersteller Specialized und GT statten ihre Bikes mit Slick-Reifen aus. Ist Grip gefragt, gibt es entsprechende Komplettbikes bei Salsa und Niner von der Stange.

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    • Radfahren

    • Ausgabe: 1-2/2021
    • Erschienen:

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