E-​Bikes: Tests & Test­sie­ger

Touren, Pendeln oder Sport – gute E-Bikes gibt es schon unter 2.000 Euro. Wir zeigen Ihnen die derzeit besten Elektrofahrräder am Markt. Dafür haben wir Tests und Meinungen ausgewertet und zu einer Gesamtnote verrechnet. Der letzte Test ist vom .

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Ratgeber: Pedelecs

Gefragt, aber teuer

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. gute E-Bikes ab 1.500 Euro erhältlich
  2. Mittelmotor dominierend (größter Anbieter: Bosch)
  3. Akku-Reichweiten im Schnitt um die 500 Wattstunden, bei S-Pedelecs bis 1.000 Wattstunden
  4. häufig Rahmenflattern bei Pedelecs mit Gepäckträger-Akku
  5. Scheibenbremsen sind herkömmlichen Felgenbremsen überlegen

Dreamteam: Kräftiger Bosch-Motor, sauberer Riemenantrieb und automatische Nuvinci-Schaltung sind die Zutaten für ein gutes E-Bike für die Stadt (Bildquelle: r-m.de) Dreamteam: Kräftiger Bosch-Motor, sauberer Riemenantrieb und automatische Nuvinci-Schaltung sind die Zutaten für ein gutes E-Bike für die Stadt (Bildquelle: r-m.de)

E-Bikes im Vergleich der Magazine: Was zeichnet die Testsieger aus?

Kaum eine andere Fahrradsparte dürfte in den letzten Jahren eine rasantere Entwicklung hingelegt haben als die der E-Bikes. Ebenso schnell stieg der Notenspiegel in den Tests: Die Antriebe wurden leiser, die Beziehungsgeflechte zwischen Motor und Schaltung harmonisiert und die Steuercomputer zu Hightech-Navigationskonsolen ausgebaut. Unverändert bleibt die Preisstruktur: E-Bike-Testsieger sind teuer, unterhalb der 2.000-Euro-Schwelle wird es dünn. Nach oben hin öffnet sich ein innovations- und luxusbetontes Spektrum: Der wartungsarme und saubere Riemenantrieb löst die Kette ab, das Schalten regelt eine Elektronik und vollgefederte Rahmen heben das E-Bike auf ein respektables Komfort-, aber auch Kostenniveau.
Testmagazine sehen sich mit dem Umstand konfrontiert, dass es keinen pauschalen Anforderungskatalog für E-Bikes geben kann. Zu stark weichen die Ausrichtungen voneinander ab. Auf den Nutzungskontext kommt es an. Beim reinen Stadtrad spielen Reichweite und Motorkraft nur die zweite Geige. Bei einem Trekkingrad, das im Alpenurlaub mehrere zig Kilometer (und Höhenmeter) zurücklegen soll, gewinnt dieser Punkt an Bedeutung, ebenso die Sitzhaltung und die maximal mögliche Zuladung an Gepäck.

Lieblos verlegte Kabel sind auch bei den Teuren ein häufiger Abwertungsgrund. (Bildquelle: fischer-die-fahrradmarke.de) Lieblos verlegte Kabel sind auch bei den Teuren ein häufiger Abwertungsgrund. (Bildquelle: fischer-die-fahrradmarke.de)

Die Kardinalfrage, die es bei der Produktentwicklung zu beantworten gilt, ist vielmehr: Wohin mit Antrieb und Akku? Im Testsieger-Rudel begegnen wir häufig dem Mittelmotor. Der Akku findet entweder am Hauptrohr oder hinter dem Sattelrohr seinen Platz. Diese Paarung schafft einen bodennahen Schwerpunkt und begünstigt so die Straßenlage. E-Bikes mit Gepäckträger-Akku hatten nur eine kurze Karriere: Der hohe Schwerpunkt und zu kraftlose Gepäckträger bringen sie zum Flattern. Bei den Tiefeinsteigern mit Schwanenhals-Rohr verstärkt sich der Effekt wegen der ohnehin geringeren Rahmenstabilität. Hohes Ansehen genießen daher Anbieter wie Riese & Müller, dessen Gepäckträger sehr massiv ausfallen und mit dem Rahmen zu einer Einheit zusammengeschweißt sind. Das nimmt den Rädern die Nervosität, treibt aber Preis und Gewicht nach oben.
Einen neuralgischen Punkt identifizierte die Stiftung Warentest herstellerübergreifend auch bei den Bremsen. V-förmige Felgenbremsen gelten aus deren Sicht als zu schwach, heute prägen Scheibenbremsen das Bild innerhalb der Testsieger-Gruppe.

Die Top 3 der E-Bikes nach Akku-Kapazität

  1. Riese und Müller Superdelite GT Rohloff HS (Modell 2020)
    1000 Wh
    Riese und Müller Superdelite GT Rohloff HS (Modell 2020)
    • Sehr gut 1,4
  2. Victoria eUrban 13.9 (Modell 2020)
    1000 Wh
    Victoria eUrban 13.9 (Modell 2020)
    • Gut 1,8
  3. NCM Bikes Moscow Plus
    768 Wh
    NCM Bikes Moscow Plus
    • Befriedigend 3,0


Aus dem Rennen: Räder mit Gepäckträger-Akku geraten bei hohem Tempo ins Schlingern. (Bildquelle: fischer-die-fahrradmarke.de) Aus dem Rennen: Räder mit Gepäckträger-Akku geraten bei hohem Tempo ins Schlingern. (Bildquelle: fischer-die-fahrradmarke.de)

Fischer, Prophete & Co.: Wie gut sind Pedelecs unter 1.000 Euro?

Den Wunsch nach einem eigenen E-Bike erfüllen Baumärkte und Discounter schon für weniger als 1.000 Euro. Dort zieren Namen wie Prophete oder Fischer die Verkaufsflächen. Auch Onlineshops wie Mifa wittern das große Geschäft. Lange Zeit hagelte es in diesem Preissegment geradezu Fünfen. Inzwischen rüsten auch die Low-Budget-Hersteller kräftig auf wie unsere Discountrad-Bestenliste zeigt. Nur liegen deren Topräder weit über 1.000 Euro.

Welche Auto-Fahrradträger eignen sich besonders gut für E-Bikes?

Die höhere Gewichtsklasse erfordert einen besonderen Blick auf die Transportmöglichkeiten mit dem Auto. Inzwischen reagieren die Hersteller mit speziell für E-Bikes vorgesehenen Fahrradträgern. Generell empfehlen wir Heckgepäckträger, die entweder an der Anhängerkupplung oder an der Heckklappe befestigt werden. Die Anforderungen an die Belastbarkeit sind hoch: E-Bikes liegen zwischen 25-30 kg, bei zwei E-Bikes kommen also schon mal 50-60 kg zusammen. Wir empfehlen einen Blick aufs Produktdatenblatt, denn diesem Gewicht sind viele Fahrradträger nicht gewachsen. Auch das Nachmessen lohnt sich: E-Bikes mit Sattelrohr-Akku fallen durch den vergleichsweise hohen Radstand um einiges länger aus. Komfortabel: Auffahrschienen, die sich nach unten neigen und wie Rampen nutzen lassen, erleichtern das Beladen.

Welcher Antriebstyp ist am besten: Front-, Mittel- oder Heckmotor?

Geht es nur um Kraft, gibt es einen klaren Punktgewinn für den Hecknabenmotor. Er ist leise und überträgt die Kraft direkt dorthin, wo sie am wirksamsten ist: auf das hintere Laufrad. Viele Modelle arbeiten sogar mit Energierückgewinnung. Nachteil: Heckmotoren machen das Hinterteil noch schwerer als es beim Rad sowieso schon ist. Absolut tabu ist der Heckantrieb beim E-Mountainbike, denn durch den hecklastigen Schwerpunkt bockt das Rad beim Klettern leicht auf und Wurzelparcours werden nicht nur für den Hintern, sondern auch fürs hintere Laufrad zum unbarmherzigen Ritt. Reine Straßenpedelecs profitieren vom Heckantrieb.


Scheibenbremsen arbeiten zuverlässiger als klassische Felgenbremsen – bei E-Bikes sind sie obligatorisch. (Bildquelle: cube.eu) Scheibenbremsen arbeiten zuverlässiger als klassische Felgenbremsen – bei E-Bikes sind sie obligatorisch. (Bildquelle: cube.eu)

Hilfsantriebe am Mittelbau bilden den guten Standard. Tonangebend ist in dieser Sparte Bosch. Asien zog in den letzten Jahren nach: Yamaha bietet günstige Aggregate mit hohen Drehmomenten, Panasonic bedient die reine Genussfraktion mit preiswerten Antrieben und auch Shimano mischt mit dem Steps-Motor auf dem E-Bike-Markt fleißig mit. Unterm Strich laufen die Aggregate heute einwandfrei und begünstigen montagebedingt einen zentralen und straßennahen Schwerpunkt, führen aber zu einem hohen Verschleiß von Kette und Ritzeln.
Beim Frontmotor versteckt sich die Antriebseinheit in der Nabe des vorderen Laufrads. An sich fehlt es ihm nicht an Zugkraft – Kraft, von der das Rad jedoch wegen des stets heckbetonten Schwerpunkts wenig hat. Auf rutschigen Untergründen besteht außerdem die Gefahr, dass das Vorderrad plötzlich wegzieht.

Effizient: Hecknabenmotoren übertragen die Kraft direkt auf das hintere Laufrad und laufen geräuschfrei (Bildquelle: bulls.de) Effizient: Hecknabenmotoren übertragen die Kraft direkt auf das hintere Laufrad und laufen geräuschfrei (Bildquelle: bulls.de)

Was ist der Unterschied zwischen E-Bikes und Pedelecs?

Suchen Sie im Netz nach E-Bikes, werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Pedelec („Pedal Electric Cycle“) stoßen. Pedelecs geben dann Schub, wenn in die Pedale getreten wird. Stoppt der Pedaltritt, geht auch der Motor in den Pause-Modus. Bei einer Geschwindigkeit von 25 km/h schaltet sich die Motorunterstützung automatisch ab. Eine Sonderform bildet das S-Pedelec mit Motorunterstützung bis 45 km/h. S-Pedelecs gelten als Kleinkrafträder und benötigen Straßenzulassung, Fahrerlaubnis (Klasse "AM" oder inkludierende Klassen) und Versicherungskennzeichen. Suchen Sie nach E-Bikes, die sich ohne Beinkraft fahren lassen, sind Sie hier vermutlich besser aufgehoben.

Von Bosch bis Brose: Die aktuellen E-Bike-Motoren im Vergleich

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Sortiert nach Popularität und Aktualität

    • Stiftung Warentest

    • Ausgabe: 6/2020
    • Erschienen: 05/2020
    • Seiten: 10

    Vier rollen vorneweg

    Testbericht über 12 Pedelecs mit tiefem Einstieg

    Im Test: 12 Touren-Pedelecs mit tiefem Einstieg vom Günstig-Modell bis zur gehobenen Mittelklasse. Geprüft wurden Motorunterstützung, Reichweite, Fahrhandling, Sicherheit und Schadstoffkonzentrationen, etwa im Sattel. Nur vier Modelle fuhren mit der Note „gut“ ins Ziel. Testsieger ist das Macina Tour 510 von KTM für rund 2.900 Euro.

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    • ElektroBIKE

    • Ausgabe: 2020
    • Erschienen: 03/2020
    • Seiten: 27

    Partnerwahl

    Testbericht über 32 E-Bikes aller Kategorien im Praxistest

    ElektroBIKE treibt’s bunt. Es treten gegeneinander an: „SUV“-Pedelecs gegen Superasketen, Edelpendler gegen brave City-Modelle, Bambus gegen Alu, Riemenantrieb gegen Kette. Außerdem im Test: ein Kompaktflitzer von Cube und zwei vielversprechende Elektropackesel. Getestet wurden Fahrhandling, Motorschub, Reichweite und Ausstattung. Umfangreiche Produktdaten unterstützen

    zum Test

    • MAC LIFE

    • Ausgabe: 10/2020
    • Erschienen: 09/2020
    • Seiten: 6

    Zwei Räder für mehr Schub

    Testbericht über 2 E-Bikes

    Dieses Heft ist bis zum am Kiosk erhältlich.

    E-Bikes der neuen Generation geben sich stylisch und vernetzt. Die zusätzliche Elektropower sieht man vielen Modellen gar nicht mehr an. Im Test: zwei Topexemplare, das S3 von Vanmoof und das „Modell 3“ von Cowboy. Wie schlagen sie sich in der Praxis, wie im Reichweitenvergleich? Und welches Bike hat in puncto Smart-Funktionen die Nase vorn?

    zum Test

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Die besten E-Bikes laut Testern und Kunden:

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Unser Ratgeber gibt den Überblick:

  1. E-Bikes im Vergleich der Magazine: Was zeichnet die Testsieger aus?
  2. Die Top 3 der E-Bikes nach Akku-Kapazität
  3. Fischer, Prophete & Co.: Wie gut sind Pedelecs unter 1.000 Euro?
  4. Welche Auto-Fahrradträger eignen sich besonders gut für E-Bikes?
  5. ...

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„Vier rollen vorneweg“ (Erschienen 05/2020)

Im Test: 12 Touren-Pedelecs mit tiefem Einstieg vom Günstig-Modell bis zur gehobenen Mittelklasse. Geprüft wurden Motorunterstützung, Reichweite, Fahrhandling, Sicherheit und Schadstoffkonzentrationen, etwa im Sattel. Nur vier Modelle fuhren mit der Note „gut“ ins Ziel. Testsieger ist das Macina Tour 510 von KTM für rund 2.900 Euro. ...

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