Elektrische Zahnbürsten: Tests & Testsieger

Die besten elektrischen Zahnbürsten der Fachpresse

Unsere Bestenlisten zeigen die derzeit besten elektrischen Zahnbürsten auf dem Markt. Dafür hat unsere Fachredaktion Testberichte aus 29 Testmagazinen für Sie ausgewertet.

Ratgeber zu Elektro-Zahnbürsten

Oszillierend oder mit Schall?

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. schon einfache Elektrozahnbürsten putzen gründlicher als Handzahnbürsten
  2. Faustformel: Je höher die Vibrationsfrequenz, desto besser das Reinigungsergebnis
  3. Unterschiede zwischen Schallzahnbürste und oszillierender Zahnbürste liegen hauptsächlich in Form und Bewegung des Bürstenkopfs
  4. Kostentreiber sind oft Ausstattungs-Highlights wie Timer, Andruckkontrolle und Putzmodi
  5. Schallzahnbürsten putzen zehnmal schneller als klassische Elektrozahnbürsten

Elektrische Zahnbürsten putzen mit mindestens 3.000 Umdrehungen pro Minute den Schmutz von den Zähnen, Schallzahnbürsten sogar mit rund 30.000. Das schafft man mit einer manuellen Zahnbürste nicht. Und genau darin liegt auch der Vorteil einer Elektro-Zahnbürste: Sie putzt wesentlich effizienter. Außerdem sind sie in der Lage, Fehler in der Putztechnik auszugleichen - eine richtige Handhabung vorausgesetzt.

Oszillierende Zahnbürste versus Schallzahnbürste – wo liegen die Unterschiede?

Elektrische Zahnbürsten unterteilen sich in oszillierende Elektrozahnbürsten und Schallzahnbürsten. Dabei ist nicht nur die Art der Bewegung verschieden, sondern auch der Bürstenkopf und das Handling der Bürsten. Oszillierende Zahnbürsten haben einen kleinen, runden Bürstenkopf, der sich rotierend in abwechselnde Richtungen bewegt. Die Bürstenköpfe gehobener Elektrozahnbürsten bewegen sich zusätzlich pulsierend vor- und rückwärts. Der Vorteil der kleineren Bürstenköpfe ist, dass man auch schwer zu erreichende Stellen relativ leicht erreicht. Das Putzen dauert allerdings länger, da Sie jeden Zahn einzeln putzen müssen – und am besten mit stoischer Ruhe und Genauigkeit auch in alle Zahnzwischenräume schnurren. Ein Nachteil dieser Zahnbürsten ist die Verletzungsgefahr: Putzen Sie zu forsch, können Sie Ihr Zahnfleisch verletzen. Im schlimmsten Fall provoziert man sogar einen Rückgang des Zahnfleischs. Um das zu vermeiden, verfügen teurere Elektrozahnbürsten über eine sogenannte Andruckkontrolle, auch Druckkontrolle oder Drucksensor genannt.

Philips Zahnbürste mit Easy-Start-Funktion Schallzahnbürsten mit "Easy-Start", hier Philips Sonicare +6 series HX6921/06, helfen Einsteigern, sich an das Kitzeln im Mund zu gewöhnen. (Bildquelle: philips.de)

Bei Schallzahnbürsten besteht diese Gefahr in deutlich geringerem Umfang, da hier ohne größeren Druck geputzt wird. Die Putzbewegungen der Bürstenköpfe werden mit Linearmotor oder elektromagnetischen Impulsen angetrieben. So schaffen sie rund 30.000 Bewegungen pro Minute und bewegen sich damit zehnmal schneller als jene von herkömmlichen Elektrozahnbürsten. Die vibrierenden Auf- und Abwärtsbewegungen sind so schnell, dass Schallwellen entstehen, die man als Brummen wahrnimmt. Ein weiterer Vorteil dieser Technik liegt darin begründet, dass sie im Speichel-Zahnpasta-Gemisch starke "Turbulenzen" erzeugt – also Flüssigkeitsströmungen im Mundraum, die sogar auf Bakterien zwischen den Zähnen treffen. Schallzahnbürsten sollen demnach auch in die Zahnzwischenräume und überall dorthin gelangen, wo keine Borsten sind.

Tipp: Nicht alle Schallzahnbürsten, die auf dem Markt sind, bewegen ihre Borsten so kraftvoll, dass sie diese Turbulenzen – also den hydrodynamischen Reinigungseffekt – in ausreichendem Maß erzeugen. Eine minimale Frequenz der Borstenschwingung ist aber nötig, um den hydrodynamischen Effekt auszulösen. Darüber hinaus haben auch die Schallzahnbürsten einen weiteren Nachteil: Sie verursachen ein Kribbeln im Mundraum, das viele als unangenehm empfinden. Bürsten mit "Easy Start-Funktion" – etwa bei den Philips Sonicare Schallzahnbürsten – helfen den Nutzern, sich langsam an das Zähneputzen mit einer Elektrozahnbürste zu gewöhnen.

Die Unterschiede zwischen beiden Zahnbürsten-Arten liegen nicht nur in der Bewegung, sondern auch in der Form der Bürstenköpfe. Bei der Schallzahnbürste ist der Kopf, ähnlich wie bei einer Handzahnbürste, eher länglich geformt. Es können also mehrere Zähne oder eine größere Zahnfläche gleichzeitig geputzt, schwierige Stellen aber weniger gut leicht erreicht werden. Die Putztechnik bleibt aber dieselbe, sodass die Umstellung von der Handzahnbürste auf eine Schallzahnbürste leichter fällt. Im Grunde unterstützen die Vibrationen nur die manuelle Putztechnik, anders als bei der oszillierenden Bürste, bei der die Putzbewegungen fast komplett – bis auf das Versetzen der Bürste auf den nächsten Zahn – von der Zahnbürste übernommen wird.

Die Reinigungsleistung: Die besten Elektrozahnbürsten punkten mit hoher Vibrationsfrequenz

Ein Indikator für die Reinigungsleistung einer elektrischen Zahnbürste ist die Frequenz. Je mehr Bewegungen der Bürstenkopf in der Minute erzielt, desto besser fällt meist das Reinigungsergebnis aus. Dabei ist aber auch zu beachten, welchen Weg der Bürstenkopf pro Schwingung zurücklegt. Beträgt die Amplitude drei bis vier Millimeter, können Sie davon ausgehen, dass Sie bei der Wahl Ihrer Elektrozahnbürste und beim Zähneputzen nicht allzu viel falsch machen.

Die Top 3 der elektrischen Zahnbürsten mit Drucksensor

  1. Braun Oral-B Junior Smart
    Braun Oral-B Junior Smart
    • Sehr gut 1,3
    ab 35 €
  2. Braun Oral-B Genius X
    Braun Oral-B Genius X
    • Sehr gut 1,4
    ab 177 €

Was tun bei entzündetem Zahnfleisch?


Da viele Menschen die Bedeutung eines gesunden Zahnfleischs unterschätzen, vernachlässigen selbst fleißige Putzer diesen Teil der Mundschleimhaut beim täglichen Zähneputzen. Doch für entzündetes Zahnfleisch gibt es noch weitere Erklärungen als nur nachlässiges Zähneputzen. Möglicherweise haben Sie Zahnfleisch-Probleme aus ganz anderen Gründen. Lassen Sie am besten von Ihrem Zahnarzt oder Ihrer Zahnärztin abklären, ob eine der folgenden Punkte für Sie zutrifft:
  • Sie üben beim Zähneputzen zu viel Druck auf Zähne und Zahnhälse aus.
  • Sie verwenden eine "aggressive" Zahncreme mit stark abrasiven Stoffen.
  • Sie verwenden eine Zahnbürste mit zu harten Borsten.
  • Sie leiden unter Hormonschwankungen beispielsweise während einer Schwangerschaft.
  • Sie konsumieren viel Säurehaltiges wie Zitrusfrüchte, Softdrinks oder zuckerhaltige Speisen.
  • Auch schlecht sitzende Zahnspangen, Zahnprothesen oder Zahnschutzschienen könnten Ihr Zahnfleisch reizen.

Ausstattung im Vergleich: Wozu brauche ich Timer, Andruckkontrolle, Putzmodi?

Elektrische Zahnbürsten sind bereits für 10 Euro zu bekommen. Aber es gibt auch Modelle für weitaus mehr Geld. Der Preis hängt vor allem von der Ausstattung und vom Akku ab. Während man bei einfachen Geräten häufig nur zwischen zwei Geschwindigkeitsstufen wählen kann, bieten Hightech-Modelle spezielle Putz-Modi oder auch Timer und Warnfunktionen. Eine Andruckkontrolle ist besonders bei oszillierenden Zahnbürsten eine sinnvolle Sache, denn wird zu stark aufgedrückt, macht sich die Zahnbürste bemerkbar. Zusätzlich zu den verschiedenen Geschwindigkeitsstufen verfügen teurere Geräte auch über verschiedene Putzmodi. So gibt es unter anderem Funktionen zur Zahnfleischmassage oder speziell zur Zahnaufhellung.

Elektrische Zahnbürste Oral-B Genius 9000S Im Dunstkreis von Testsieger Oral-B Genius 9000: Das Schwestermodell 9000S bietet eine zusätzliche "Sensitiv-Aufsteckbürste" für empfindliche Zähne. (Bildquelle: amazon.de)

Ebenfalls recht hilfreich ist ein Timer. Diese gibt es in verschiedenen Varianten. Einfachere Modelle mit Putzzeit-Timer schalten die Bürste aus, wenn eine bestimmte Zeit abgelaufen ist, die gehobenere Variante ist der Intervall-Timer: Nach einer bestimmten Putzzeit ''ruckelt'' die Bürste und ruft den Putzer zum Wechsel des Gebiss-Quadranten auf. Es gibt sogar Elektroanbürsten, die mit einem separaten Display ausgestattet sind, das man gut sichtbar zum Beispiel am Spiegel befestigen kann. Wer bereits viele Jahre Putzerfahrung hat, der hat die Putzdauer meist gut im Gefühl. Aber für Putzanfänger oder Unkonzentrierte ist diese Timer-Funktion sehr hilfreich. Ein wichtiges Kaufkriterium ist auch der Akku. Er sollte ausdauernd sein, zu jeder Zeit geladen werden können und – neueres Kritierium bei Stiftung Warentest – austauschbar sein. Vor allem bei billigen Zahnbürsten ist das nur selten der Fall. Aber auch von Testsieger-Marken wie Philips Sonicare oder Braun Oral-B wünscht man sich, dass sie mit austauschbaren Akkus solche Umwelt- und Nachhaltigkeitswerte mit etwas mehr Nachdruck verfolgen würden. Stattdessen hat man den Eindruck, sie würden mit lebensmüden Akkus sogar einen Teil ihres Umsatzes erzielen – indem sie auf Käufer setzen, die ihre Elektrozahnbürste kurzerhand gegen ein neues Modell austauschen.

Bestenliste: Zahnbürsten mit langer Akkulaufzeit in Minuten

  1. Acevivi S8
    43199,91 min
    Acevivi S8
    • Gut 2,5
  2. Philips Sonicare HX6921/06 FlexCare
    30239,94 min
    Philips Sonicare HX6921/06 FlexCare
    • Befriedigend 3,1
    ab 140 €
  3. Signal Ultra Clean Sonic
    20159,96 min
    Signal Ultra Clean Sonic
    • Ausreichend 4,0

Tipp


Beim Kauf einer Zahnbürste sollten Sie darauf achten, dass Sie die Ersatzbürstenköpfe leicht nachkaufen können. Wer zu günstigen Produkten oder Aktionsware vom Discounter greift, muss damit rechnen, dass Ersatzbürstenköpfe nur schwer oder nur für kurze Zeit zu bekommen sind.

„Fluorid ist ein heikles Thema“

Zahnmedizinerin Kiana Meier-Friedhoff Die Zahnmedizinerin Kiana Meier-Friedhoff ist Spezialistin für Kiefergelenkerkrankungen und beantwortet für uns die wichtigsten Fragen zu Zahnreinigung und Mundhygiene. (Bildquelle: zahnarztpraxis-drvoss.de)

Putzt elektrisch wirklich besser als manuell? Wie können Sie Mundgeruch verhindern und wie hartnäckigen Zahnbelag? Sollten Sie rotierenden oder vibrierenden Zahnbürsten den Vorzug geben? Und müssen Sie wirklich nach jeder Mahlzeit zur Zahnbürste greifen? Im Schwerpunkt Zahnreinigung widmen wir uns auf Testberichte.de diesen und weiteren Fragen. Die Zahnmedizinerin Frau Kiana Meier-Friedhoff hat uns mit Antworten versorgt.

Zu welchen Mundhygiene-Maßnahmen raten Sie Ihren Patienten außer der täglichen Bürstenreinigung?

Mehrere sind geeignet. Außer Mundduschen, Ölziehen und Zungenschabern gehören dazu die kleinen Zahnzwischenraum- oder Interdentalbürsten. Bei Letzteren rate ich meinen Patienten dringend, sich von der Prophylaxe die richtige Größe zeigen zu lassen.

Empfehlen Sie Ihren Patienten zusätzlich zur normalen Bürstenreinigung auch Zahnseide – und wenn ja, welche?

Bei Zahnseide empfehle ich vor allem die ungewachste Variante, da Speisereste besser daran haften bleiben. Für größere Zahnzwischenräume sind Interdentalbürsten aber die bessere Alternative.

Manche Menschen tun sich schwer mit Zahnseide. Sind Mundduschen hier eine Alternative?

Unbedingt. Mundduschen sind generell eine gute Alternative für Menschen, die mit anderen Mundhygiene-Maßnahmen wie Zahnseide oder Interdentalbürsten nicht gut zurechtkommen.

Eignen sich Mundduschen auch als Ersatz für die normale Bürstenreinigung?

Auf gar keinen Fall! Um regelmäßiges und gründliches Säubern der Zähne mit einer Zahnbürste kommt man auch mit der besten Munddusche nicht herum.

Kann man mit einer Munddusche hartnäckigen Zahnbelag selbst entfernen?

Nein. Nur die mechanische Reinigung der Zähne mit der Zahnbürste bringt den gewünschten Effekt.

Was reinigt Zahnzwischenräume und Zahnfleischsaum besser: Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen?

Zahnzwischenraumbürstchen sind hier klar im Vorteil. Das gilt aber natürlich nur, wenn der Zahnzwischenraum es zulässt.

Ist es ratsam, in einen Zungenreiniger zu investieren und was bringt ein solches Gerät?

Es ist durchaus sinnvoll, sich einen speziellen Zungenreiniger zu kaufen. Mit einem Zungenschaber lassen sich Beläge, die sich tagsüber und über Nacht angesammelt haben, gut von der Zungenoberfläche herunterschaben. Auch gegen unangenehmen Mundgeruch hilft eine solche Zungenreinigung, da schlechter Geruch sich in vielen Fällen auf Beläge im Mundraum zurückführen lässt. Am besten sind Zungenschaber, die man auch auskochen oder im Geschirrspüler reinigen kann – also Modelle aus Edelstahl. Vielfach hilft aber auch ein einfacher Löffel: Wenn Sie mit der Kante über die Zungenoberfläche streichen, können Sie auch mit dieser Methode einen Großteil der Beläge entfernen.

Sind elektrische Zahnbürsten besser als normale Handzahnbürsten?

Ich persönlich empfehle meinen Patienten den Griff zur elektrischen Zahnbürste. Ein klarer Pluspunkt gegenüber normalen Handzahnbürsten besteht in jedem Fall darin, dass sie schwer zugängliche Stellen besser erreichen. Handzahnbürsten dagegen helfen beim Erlernen einer perfekten Putztechnik – beide haben also ihre Vorzüge.

Welcher Bürstentyp ist aus Ihrer Sicht besser: rotierender Bürstenkopf oder Schallzahnbürste?

Wir in der Zahnarztpraxis Dr. Voß empfehlen unseren Patienten Zahnbürsten mit rotierenden Bürstenköpfen. In unserer Praxis haben wir damit die besseren Erfahrungen gemacht.

Braucht eine elektrische Zahnbürste wirklich mehrere Putzprogramme wie z. B. Aufhellen, Zahnfleischmassage oder Tiefenreinigung?

Wer sich vor dem Kauf seiner elektrischen Zahnbürste absichern möchte, sollte durchaus auf eine Mindestausstattung achten. Funktionen wie Zahnfleischmassage, Andruckkontrolle und Geschwindigkeitsregulierung sind meines Erachtens elementar.

Warum sollte eine Andruckkontrolle zur Ausstattung einer elektrischen Zahnbürste gehören? Was kann passieren, wenn man beim Putzen zu viel Druck ausübt?

In zwei Fällen rate ich meinen Patienten zu kontrolliertem Andruck auf Zähne und Zahnfleisch: Zum einen bei „weichen“ Zähnen, die bei zu viel Druck an Substanz verlieren könnten; und zum anderen bei Zahnhalsdefekten, wo ein Zuviel an Putzdruck die Empfindlichkeit der Zähne fördern kann.

Wie viel Zeit sollte man sich fürs Zähneputzen generell nehmen? Reichen zwei Minuten oder ist länger immer auch besser?

Wer sich jeder Fläche des Zahns mit möglichst viel Zeit und Aufmerksamkeit widmet, tut immer etwas Gutes für seine Zahngesundheit. Eine feste Faustformel über die empfohlene Zwei-Minuten-Putzzeit hinaus gibt es aber nicht. Manche Patienten benötigen mehr, manche weniger Zeit.

Ab wann sollte man seine alte gegen eine neue Zahnbürste austauschen?

Spätestens nach drei Monaten wird eine neue Zahnbürste fällig. Wirken die Borsten aber schon vor diesem Zeitraum ausgefranst und abgenutzt, ist das ein Hinweis auf einen früheren Wechsel zur Folgebürste.

Sollte man wirklich nach jeder Mahlzeit die Zähne putzen?

Besser wäre es in jedem Fall. Wer viel säurehaltige Lebensmitteln und Getränke zu sich nimmt, sollte eine Stunde mit dem Putzen warten, da es in etwa so lange dauert, bis sich die Schutzschicht – der sogenannte Biofilm – über den Zahn aufbaut. Um diesen Prozess zu unterstützen, kann man den Mund auch mit etwas stillem Wasser ausspülen.

Es gibt Zahnbürsten mit harten, weichen und mittleren Borsten. Welche eignet sich für wen?

Das hängt von mehreren Faktoren ab. Eine etwas weichere Zahnbürste wirkt beispielsweise nach einer Parodontose-Behandlung schonender auf das Zahnfleisch. Zu weichen Zahnbürsten sollten außerdem Menschen greifen, die zu etwas mehr Andruck beim Putzen neigen oder deren Zahnsubstanz generell etwas weicher beschaffen ist. Mittelfeste Zahnbürsten eigenen sich für fast jedes Gebiss, von harten Zahnbürsten hingegen rate ich grundsätzlich ab.

Raten Sie Kindern von klein auf zum Putzen mit elektrischen Zahnbürsten?

Ich rate immer zu einem Wechsel zwischen der normalen Handzahnbürste und einer elektrischen Bürste, da Kinder die richtige Putztechnik erst erlernen müssen. Mit einer elektrischen Zahnbürste allein gelingt das nicht.

Richtig Zähne putzen – welche Tipps zur Zahnputztechnik haben Sie für unsere Leser?

Gehen Sie am besten systematisch vor, das heißt: Reinigen Sie Ihre Zähne immer nach demselben Muster. Nur so können Sie vermeiden, dass Sie bestimmte Bereiche vergessen. Vergessen Sie keinesfalls die Übergänge von den Zähnen zum Zahnfleisch und die Bereiche hinter den letzten Zähnen.

Kommen viele Patienten zu Ihnen, deren Zahnprobleme sich durch richtiges Putzen hätten vermeiden lassen?

Eindeutig ja.

Immer mehr Verbraucher interessieren sich für zertifizierte Naturkosmetik-Zahncremes ohne bedenkliche Substanzen wie z. B. Mikroplastik oder Parabene. Doch vielen dieser Pasten fehlt das schützende Fluorid, wie es in Tests von Öko-Test oder Stiftung Warentest erwünscht ist. Was würden Sie Ihren Patienten empfehlen?

Fluroid ist ein heikles Thema. Hier kann es nur um die optimale Dosierung gehen, damit eine Zahncreme ihre Karies-reduzierende Wirkung entfalten, aber keine schädlichen Nebenwirkungen hervorrufen kann. Daher rate ich meinen Patienten, sich ausführlich mit den möglichen Inhaltsstoffen von Zahncremes zu beschäftigen, um selbst entscheiden zu können, was für sie vertretbar ist.

Und noch eine Frage zur richtigen Zahnpasta. Es gibt Universal- und Sensitiv-Zahncremes sowie Zahnpasta mit Weiß-Auslobung. Welche sind nützlich, welche Unfug?

Einige Zahncremes enthalten Stoffe, die der Gesundheit schaden können. Ich empfehle meinen Patienten, sich persönlich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, damit sie ein Bewusstsein für die Risiken in diesem Bereich entwickeln und selbst entscheiden können, was für sie das Richtige ist. In meinen Augen ist optimale Zahnreinigung aber ohnehin eher eine Frage der Putztechnik als der Zahnpasta.

Wir bedanken uns bei Zahnärztin Frau Kiana Meier-Friedhoff für die Beantwortung unserer Fragen.
Die Zahnmedizinerin ist spezialisiert auf Kiefergelenkerkrankungen und praktiziert in der Berliner Zahnarztpraxis Dr. med. dent. Alexander Voß in Berlin-Zehlendorf.

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