Das Wichtigste auf einen Blick:
- Gute Trekkingräder auch unter 1.000 Euro erhältlich – Schwelle für „No-Problem“-Klasse bei ca. 700 Euro
- Marktspektrum von sportlicher Ausrichtung mit gestreckter Sitzhaltung bis Touren-Trekkingräder mit aufrechter Sitzhaltung
- Modelle mit hydraulischem Bremssystem schneiden in den Tests besser ab
- Nabenschaltungen bei Langstreckenrädern wegen Haltbarkeit gefragt, Kettenschaltungen bei wechselnder Topografie sinnvoller
Schlank an der Oberseite, breiter unten: Die konisch geformten Steuerrohre sorgen bei Trekkingbikes für mehr Steifigkeit und ein präziseres Lenkverhalten. (Bildquelle: stevensbikes.de)
Was macht die Testsieger unter den Trekkingrädern aus?
Gleich vorweg: Das ideale Trekkingrad gibt es nicht. Auch die besten Modelle weisen bei genauerer Betrachtung kleinere Schwächen auf, wie etwa zu schwache Beleuchtungen oder zu kurze Spritzschutzbleche. Zudem existiert kein einheitlicher Kriterienkatalog für ein hervorragendes Trekkingrad – die Anforderungen variieren je nach Benutzerprofil und Einsatzzweck. Wer sucht, muss daher definieren: Soll das Rad primär im Alltag genutzt werden, als sportliches Gerät eingesetzt oder als zuverlässiges Tourenrad für lange Reisen dienen? Bei sportlichen Trekkingrädern beispielsweise erachten Tester einen zu weichen Sattel als eher nachteilig. Auch die Rahmengeometrie hat Einfluss auf den Komfort: Bei längeren mehrtägigen Touren kann eine gestreckte und sportliche Sitzhaltung schnell zu Verspannungen im Nacken führen.Inzwischen hat sich bei Trekkingrädern ein Standard etabliert, der die Testwertung meist verbessert: Scheibenbremsen. Diese funktionieren auch bei Nässe zuverlässig und bleiben selbst dann funktionstüchtig, wenn sich eine Acht in der Felge gebildet hat. Die klassischen Bremszüge sind weitestgehend überholt, hydraulische Systeme dominieren inzwischen. Hersteller wie Magura liefern hochwertige Bremssysteme, doch auch Tektro und Shimano spielen im Qualitätswettbewerb eine bedeutende Rolle.
Abgesehen von der Ausrichtung sind Trekkingbikes mit einem steifen Rahmen besonders beliebt in Tests. Gerade bei straßennahen Modellen legen Tester Wert auf diesen Punkt, nicht nur wegen der Langlebigkeit. Ein steifer Rahmen sorgt für Laufruhe und erhöht die Kurvenstabilität. Auch beim Wiegetritt zahlt sich Rahmensteifigkeit durch eine direktere Kraftübertragung und besseren Vortrieb aus. Bei den Reifen gilt die Devise: Sicher und agil zugleich. Sportliche Trekkingräder der Testsieger sind oft mit dem Schwalbe Marathon Supreme ausgestattet.
Trekkingräder: Gewichtliche Spitzenreiter im Überblick
| Gewicht | Unser Fazit | Stärken | Schwächen | Bewertung | Angebote | |
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ab 1149,00 € ![]() ohne Endnote
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13,8 kg |
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ab 599,00 € ![]() Gut 1,6 |
16,5 kg |
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38 Meinungen 0 Tests |
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ab 553,95 € ![]() Sehr gut 1,0 |
17,1 kg |
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0 Meinungen 1 Test |
Komfortable Form: Geschwungene Lenker mit nach innen gebogenen Enden ermöglichen angenehme Griffpositionen und erhalten den Fahrspaß über längere Distanzen; Faustregel: Die Lenkerbreite sollte etwa schulterbreit sein. (Bildquelle: cube.eu)
Dämpfungskomfort: Vor- und Nachteile
Eine Federung im Vorderrad kann beim Trekkingbike Fluch und Segen zugleich sein. Auf asphaltierten Straßen sorgt eine Starrgabel für besseren Vortrieb, während Federgabeln erst auf unbefestigten Wegen ihre Stärken ausspielen. Optimal sind Modelle, deren Federung sich per Knopfdruck blockieren lässt – idealerweise bequem über einen Hebel am Lenker. Sportliche und schnelle Tourenfahrer verzichten oft aus Gewichtsgründen auf eine Federgabel. Zudem ist dies preislich günstiger.Antrieb: Kettenschaltungen weiter vorn
Vielerorts stehen Kettenschaltungen wegen ihres großen und fein abgestimmten Übersetzungsumfangs weiterhin hoch im Kurs. Shimano XT gilt bei Premium-Fahrrädern als Favorit. Nabenschaltungen holen indes auf: Sie sind robuster und fast wartungsfrei, was für Vielnutzer von Vorteil ist. Vor allem in Kombination mit wartungsarmen Riemenantrieben steigen sie im Ranking. Allerdings bieten Nabenschaltungen meist ein deutlich schmales Gangspektrum als Kettenschaltungen, was beim hügeligen Fahren ein Nachteil sein kann. Die Standardnaben haben 7-8 Gänge, während Shimano Alfine bis zu 11 und Rohloffs Speedhub sogar 14 Gänge bereithält. Letztere findet man hauptsächlich bei Lasten- und Reiserädern.
Federnde Sattelstützen entlasten eher gemütliche Fahrer als sportliche. (Bildquelle: pegasus-bikes.de)
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