Funktionsjacken: Tests & Testsieger

Die besten Funktionsjacken der Fachpresse

Unsere Bestenlisten zeigen die derzeit besten Funktionsjacken auf dem Markt. Dafür hat unsere Fachredaktion Testberichte aus 97 Testmagazinen für Sie ausgewertet.

Ratgeber zu Funktionsjacken

Das Drei-Schichten-Prinzip

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. Outdoorjacken eignen sich gut fürs Zwiebelprinzip
  2. nicht jedes Modell ist wasserdicht
  3. Wassersäule gibt Wasserdichtigkeit an
  4. auch im Alltag praktisch
  5. für jeden Zweck ein passendes Modell
  6. Doppeljacken: mittlere und äußere Schicht in einem

Outdoorjacken Funktionsjacken eignen sich optimal für Ihre Outdoorabenteuer. (Bildquelle: vaude.com)

Was ist das Drei-Schichten-Prinzip?

Wenn Sie vor dem Kauf einer Funktionsjacke stehen, stoßen Sie oft auf den Begriff Zwiebelschalenprinzip oder Zwiebelprinzip. Dabei handelt es sich um eine sinnvolle Kombination aus mehreren Funktionskleidungsschichten für optimalen Schutz bei schwierigen Witterungsbedingungen. Layer System, Drei-Lagen-Prinzip oder Drei-Schichten-Prinzip sind weitere Begriffe für diese Art sich zu kleiden.

Outdoorjacken haben den Vorteil, dass sie sowohl im Verbund mit weiterer Kleidung verwendet werden können als auch solo eine gute Figur machen. Die Outdoorhersteller haben für jede Aktivität passende Modelle im Portfolio. Um sowohl bei mildem Wetter als auch bei niedrigen Temperaturen eine praktische Jacke zu haben, sollte man über die verschiedenen Typen von Funktionsjacken Bescheid wissen. Funktionelle Jacken kommen allerdings nicht nur bei Outdoorsportarten in Frage, sondern können durchaus auch im Alltag getragen werden. Die Hersteller bieten die Jacken meist in vielen unterschiedlichen Designs an, sodass Sie sich jederzeit mit Ihrer Outdoorjacke sehen lassen können – egal, ob auf dem Weg zur Arbeit, auf Reisen oder bei einer Trekking-Tour in alpinem Terrain.

Untere Schicht – Was ist ein Base Layer?

Wer bei niedrigen Temperaturen Sport treibt oder zum Beispiel mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, sollte als erste Schicht (Base Layer) Funktionsunterwäsche tragen. Solche speziellen Unterhemden zeichnen sich durch sehr hohe Atmungsaktivität aus. Bei schweißtreibenden Tätigkeiten wird Feuchtigkeit effizient von innen nach außen geleitet, damit der Körper trocken bleibt. Sportunterwäsche wärmt den Träger und wirkt gleichzeitig einer Überhitzung des Körpers entgegen. Neben Unterhemden und Sport-BHs bieten die Hersteller auch spezielle Unterhosen für Herren oder Sport-Pantys für Damen an.

Outdoorjacken 2 Viele Hersteller kombinieren die mittlere und die äußere Schicht in einer Doppeljacke. (Bildquelle: thenorthface.de)

Mittlere Schicht – Was ist ein Mid Layer?

Dünne Outdoorjacken können Sie optimal als mittlere Schicht (Mid Layer) verwenden. Dafür kommen zum Beispiel Softshells, Thermojacken oder Fleecejacken in Frage. Sie zeichnen sich besonders durch einen hohen Tragekomfort aus und sind daher meist angenehm weich und flexibel.

Fleecejacken

Als klassische zweite Schicht können Sie Fleecejacken verwenden. Ihre Funktionen bieten viele Vorteile einer mittleren Schicht beim Zwiebelschalensystem. Sie sind bequem, isolieren Ihre Körperwärme und gewährleisten dadurch einen hohen Tragekomfort. Zudem zeichnen sie sich durch ein gutes Feuchtigkeitsmanagement (hohe Atmungsaktivität) aus und unterstützen so das trockene Jackenklima bei anstrengenden Aktivitäten. Des Weiteren haben Jacken aus Fleece meist ein geringes Gewicht. Sie können ideal als Mid Layer verwendet werden, leisten aber auch einzeln getragen an kühlen Sommer- oder Frühlingstagen ihren Wärmedienst.

Softshell Softshelljacken eignen sich durch ihren körperbetonten Schnitt und hohe Flexibilität optimal für sportliche Outdooraktivitäten. (Bildquelle: mammut.com)

Softshelljacken

Die beliebten Softshelljacken haben ähnliche Eigenschaften wie Fleecejacken. Sie sind atmungsaktiv und meist wasser- und windabweisend – jedoch nicht komplett wasserdicht. Dadurch können sie bei leichtem und nur kurz anhaltendem Regen durchaus auch solo getragen werden – bei warmem Wetter können Sie Softshells also auch als äußere Schicht tragen. Die Wassersäule von Softshells ist im Vergleich zur Wassersäule einer Regenjacke sehr niedrig. Wenn Sie sich mit einer Softshell länger bei starkem Regen draußen aufhalten, werden Sie nass.

Softshelljacken sind flexibel und haben meist einen enganliegenden Schnitt. Somit eignen sie sich optimal für sportliche Aktivitäten im Freien. Durch ihr geringes Gewicht und ein im Vergleich zu Fleecejacken sehr kompaktes Packmaß können Softshelljacken problemlos im Wanderrucksack transportiert werden und jederzeit zum Einsatz kommen. Einige Modelle lassen sich sogar in der eigenen Jackentasche verstauen (Packaways).

Thermojacken

Bei niedrigen Temperaturen im Winter oder bei alpinen Hochtouren und Expeditionen in Polarregionen sollten sogenannte Thermojacken (Isolationsjacken) als zweite Schicht verwendet werden. Daunenjacken bieten genau wie Thermojacken mit synthetischer Wattierung gute Wärmeisolation, um den Körper vor Unterkühlung zu schützen. Solche Jacken sind meist nicht wasserdicht, sondern nur wasserabweisend und sollten daher nicht bei starkem Regen getragen werden. Allerdings hat die synthetische Fütterung von Isolationsjacken im Vergleich Daunenjacken den entscheidenden Vorteil, dass sie auch im feuchten Zustand noch ausreichend Wärme isolieren. Dieser Jackentyp bietet sich vor allem bei Bergsportarten wie Eisklettern oder Skireisen an. Sie können aber durchaus auch als leichte Winterjacke im Alltag zum Einsatz kommen.

Äußere Schicht – Was ist ein Shell Layer?

Um ideal vor schlechtem Wetter geschützt zu sein, verwenden Sie als äußere Schicht eine Hardshell oder eine Regenjacke. Solche mehrlagigen Funktionsjacken sind durch ihre Membran nicht nur atmungsaktiv, sondern vor allem wasserdicht und winddicht. So halten sie auch starkem und langanhaltendem Regen, Wind oder Schneefall stand und sorgen dafür, dass zwischen Körper und Kleidung stets ein trockenes Klima herrscht. Sollte es bei schweißtreibenden Aktivitäten doch einmal zu feucht unter der Jacke werden, ist es von Vorteil, wenn die Hardshell über Reißverschlüsse unter den Armen verfügt. So können Sie für zusätzliche Belüftung sorgen.

Hardshells sind aus robustem, langlebigem Material gefertigt, sodass sie sich gut für Kletter- und Trekking-Touren eignen. Natürlich empfehlen sie sich auch für Wanderer oder im Alltag, wenn Regenwetter zu erwarten ist. Wenn Sie keinen Schutz vor Regen, sondern lediglich vor Kälte suchen, greifen Sie zu einer Daunen- oder Thermojacke.

Hardshells Die wasserdichten Hardshells haben oft Reißverschlüsse unter den Armen, die für Ventilation sorgen. (Bildquelle: thenorthface.com)

Viele Hersteller kombinieren den Mid Layer und den Shell Layer in einem Kleidungsstück und bieten sogenannte Doppeljacken oder 3-in-1-Jacken an. Das sind Funktionsjacken, bei denen zwei Outdoorjacken per Reißverschluss miteinander verbunden sind. Meist handelt es sich dabei um eine Fleece-Jacke (mittlere Schicht) und eine Hardshell (äußere Schicht). Es gibt sie aber auch mit einer Softshell oder einer wärmenden Thermojacke als mittlere Lage. Praktisch: Beide können jeweils immer auch solo getragen werden.

Wie werden Outdoorjacken in Tests und bei Kunden bewertet?

Funktionsjacken werden in ihren verschiedenen Modellen (Regenjacken, Windjacken, Laufjacken, Softshells, Hardshells) sehr häufig von den Experten der Fachmagazine wie outdoor, Bergsteiger, ALPIN oder ähnlichen Zeitschriften getestet. Aber auch die Stiftung Warentest nimmt sich regelmäßig Outdoorjacken vor und testet ihre Membran auf Wasserdichtigkeit, Winddichtigkeit oder Atmungsaktivität.

Bei den Outdoormagazinen gehen die Tester mehr auf den Tragekomfort und die Tauglichkeit für das jeweilige Einsatzgebiet ein. So ist es bei einer Jacke für Kletterer oder Bergsteiger zum Beispiel sehr wichtig, dass ein Helm unter die Kapuze passt. In Erfahrungsberichten von Kundinnen und Kunden erfahren Sie meist etwas über die Passform und den Schnitt der Jacken. In den Rezensionen lesen Sie auch, ob die Outdoorjacken regendicht sind und sich für Ihren Spaziergang bei schlechtem Wetter oder das Gassigehen mit dem Hund eignen.

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