Lauf­schuhe Test: Stra­ßen­lauf­schuhe vs. Trail­run­ning­schuhe

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Augen auf beim Lauf­schuh­kauf

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Unterschiedliche Passformen für Damen und Herren
  • Barfußschuhe vermitteln ein natürliches, dynamisches Laufgefühl
  • Einlegesohlen oder Stabilschuhe für Läufer:innen mit Fußfehlstellungen
  • Trends: Rocker Sohlenkonstruktion und Carbonplatte in der Mittelsohle
  • Dämpfung wichtig für längere Läufe auf Asphalt

Runningschuhe Jeder nimmt Dämpfung, Sitz und Komfort eines Laufschuhs anders wahr – daher führt meist kein Weg an einer persönlichen Anprobe vorbei. (Bildquelle: asics.com)

Worauf sollten Sie beim Kauf von Laufschuhen besonders achten?

Beim Joggen werden Ihre Gelenke stark beansprucht, weshalb es gerade für Anfänger:innen und Freizeitläufer:innen wichtig ist, die Wahl des Laufschuhs sorgfältig zu treffen. Wir empfehlen, eine Laufanalyse durchführen zu lassen und eine fachkundige Beratung in einem spezialisierten Fachgeschäft in Anspruch zu nehmen. Denn Passform und Wohlgefühl lassen sich nur beim Anprobieren wirklich beurteilen – die Schuhgrößen variieren häufig zwischen den Herstellern.
Haben Sie einmal Ihr bevorzugtes Modell entdeckt und kennen Ihre richtige Größe bei verschiedenen Marken, steht dem Online-Kauf Ihrer Laufschuhe nichts mehr im Wege. Viele Hersteller bringen ihre erfolgreichen Produktlinien jährlich in überarbeiteter Form heraus. Liebhaber:innen dieser Serien können sich meist bedenkenlos für die neueste Version entscheiden. So gehören die Pegasus Modelle von Nike beispielsweise zu den gefragtesten Dämpfungsschuhen für Läufer:innen mit neutralem Abrollverhalten.

Unterschiede zwischen Neutralschuhen und Stabilschuhen

Wer beim Abrollen der Füße oder Knie weder nach innen noch außen knickt (Neutralläufer:in), greift meist zu Modellen ohne Pronationsstütze – den sogenannten Neutralschuhen. Bei einer Tendenz nach innen (Überpronation) oder außen (Supination) und dem Bedarf an zusätzlicher Stabilität sind Stabilschuhe die richtige Wahl.


Überpronierer:innen bevorzugen oft die Wave Inspire Stabilschuhe von Mizuno oder den Adrenaline GTS von Brooks. Minimalistische Schuhliebhaber:innen schätzen Modelle von Altra, Merrell, Vibram sowie Vivobarefoot. Ein besonders umfangreiches Sortiment bietet der Laufexperte Asics, der weltweit anspruchsvolle Läufer:innen überzeugt.

Herren Laufschuhe Herrenlaufschuhe sind im Fersenbereich oft breiter und vorne an den Zehen schmaler geschnitten (Bildquelle: reebok.de)

Damenlaufschuhe Damenlaufschuhe zeichnen sich durch eine schmalere Ferse und einen breiteren Vorfuß aus (Bildquelle: reebok.de)

Vergleich: Damen- und Herrenlaufschuhe

Die Fußanatomie bei Frauen und Männern weist Unterschiede auf. Daher ist es in den meisten Fällen nicht zu empfehlen, dass Herren mit kleinen Füßen Damenschuhe oder Damen mit großen Füßen Herrenschuhe wählen. Doch Ausnahmen gibt es – die ideale Passform lässt sich am besten bei einer Anprobe im Fachhandel prüfen.
Frauen besitzen im Vergleich zu Männern einen breiteren Vorderfuß, dafür ist der Mittelfuß- und Fersenbereich schmaler. Zudem ist der Spann bei Frauen flacher als bei Männern. Neben der Fußform tragen auch abweichende Laufstile dazu bei, dass die Hersteller unterschiedliche Modelle für Frauen und Männer anbieten. Dabei variieren nicht nur die Farben, sondern auch die Schuhformen und teilweise sogar die Sprengung.

Stabilitätsschuh Guide Rails oder Stützelemente unterstützen die Stabilität des Fußes (Bildquelle: brooksrunning.com)

Welche Laufschuhe eignen sich für Überpronierer und Supinierer am besten?

Das Abrollverhalten ist individuell verschieden: Viele Menschen neigen beim Abrollen zu einer Innenknickung (Überpronation), andere neigen eher zur Außendrehung (Supination). Eine weitere Gruppe zeigt ein neutrales, also mittiges Abrollmuster. Profi-Läufer:innen setzen meist auf den Vorfußaufsatz, während Anfänger:innen und Gelegenheitsläufer:innen eher mit Mittel- oder Ferse aufkommen. Diese unterschiedlichen Bewegungsmuster erfordern angepasste Laufschuhe.
Hersteller reagieren seit Jahrzehnten auf solche Unterschiede und bieten zwei Haupttypen an: Laufschuhe für Neutralfußläufer:innen (Neutralschuhe) sowie spezielle Laufschuhe für Überpronierer:innen und Supinierer:innen. Stabilschuhe oder Stabilitätsschuhe verfügen über verschiedene Stützelemente – vor allem im Mittelfußbereich – und versuchen, Fehlstellungen auszugleichen.

Auch wenn Stabilschuhe bei vielen Läufer:innen beliebt sind, zeigen neuere Studien und medizinische Experten zunehmend, dass es manchmal besser ist, den Füßen mehr Freiheit zu gewähren, statt sie durch Hilfsmittel zu fixieren. Entscheidend ist, dass Sie sich in Ihren Laufschuhen wohlfühlen und ohne Schmerzen trainieren können. Orthopädisch empfohlene Einlegesohlen können ebenfalls Fehlstellungen korrigieren und den Laufstil verbessern. Einige Hersteller bieten deshalb Laufschuhe in verschiedenen Weiten an – besonders bekannt sind hier Brooks, New Balance und Hoka One One.

Top-Laufschuhe mit unterschiedlichen Weiten

  Unser Fazit Stärken Schwächen Bewertung Angebote
Brooks Ghost 14

ab 99,89 €

Ghost 14

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Trai­nings­schuh für lockere Läufe

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Speedcross 6

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Trailrunningschuhe Trailschuhe bieten auf unebenem Terrain guten Grip und Stabilität (Bildquelle: salomon.com)

Wie wählen Sie die passenden Trailrunningschuhe aus?

Das Trailrunning zählt zu den beliebtesten Formen des Laufsports. Es umfasst Joggen in Parks, Wäldern bis hin zu anspruchsvollen Passagen im Gebirge oder abseits befestigter Pfade im Gelände. Trailrunningschuhe erfreuen sich großer Beliebtheit, weil viele Modelle mit wasserdichter Gore-Tex-Membran (GTX) ausgestattet sind und sich daher auch bei schlechtem Wetter anbieten. Die Außensohle ist griffig und die Schuhe bieten auf rutschigem Untergrund sicheren Halt.
Sind Sie überwiegend auf Asphalt unterwegs, sind Trailschuhe hingegen weniger geeignet, da die ausgeprägte Profilsohle auf hartem Boden schneller verschleißt. Zahlreiche Hersteller bieten allerdings Hybridvarianten an, die sowohl Straßen- als auch Waldwege meistern, oder wasserdichte Straßenlaufschuhe mit gutem Profil. Hersteller aus dem Outdoorbereich, insbesondere der französische Brand Salomon, gelten als zuverlässige Anbieter von Trailschuhen. Auch die Adidas Terrex-Serie, wie der beliebte wasserdichte Terrex Tracerocker GTX, hat viele Anhänger.

Dämpfungsschuh Dämpfungsschuhe verfügen meist über eine dicke Mittelsohle mit dämpfendem Schaumstoff (Bildquelle: hokaoneone.eu)

Wie bedeutend ist die Dämpfung bei Laufschuhen?

Die Dämpfung spielt bei Laufschuhen eine zentrale Rolle. Läufer:innen, die häufig auf harten Untergründen wie Asphalt unterwegs sind, sollten auf eine gute Dämpfung in der Mittelsohle achten. Besonders für Anfänger:innen sowie schwerere oder größere Läufer:innen eignet sich ein Modell mit gut ausgeprägtem Dämpfungssystem zum Schutz der Gelenke. Je nach Laufstil ist die Dämpfung eher im vorderen, hinteren oder im gesamten Mittelsohlenbereich verteilt.
Je erfahrener und regelmäßiger Sie laufen, desto weniger Dämpfung werden Sie brauchen. Fortgeschrittene sollten sogar zu Laufschuhen mit moderater Dämpfung greifen, damit der Muskelapparat ausreichend trainiert wird. Für leichtere und geübte Läufer:innen bieten sich zudem Barfuß- und Minimallaufschuhe aus dem Bereich Natural Running an. Diese ultraleichten, minimalistischen Schuhe besitzen eine sehr geringe oder keine Sprengung – also einen fast ebenen Übergang zwischen Ferse und Zehen – und vermitteln so ein besonders natürliches Laufgefühl. Auch das Obermaterial ist meist dünn, flexibel und fühlt sich wie eine zweite Haut an.

Carbon Laufschuh Aktueller Trend bei Wettkampfschuhen: stark nach oben gebogene Sohlen und Carbonplatten in der Mittelsohle (Bildquelle: asics.com)

Rocker und Carbon: Moderne Technologien in Laufschuhen

Seit einigen Jahren gibt es bei Lightweightschuhen und Wettkampfschuhen zwei wichtige Innovationen: Schnelle Laufschuhe verfügen oft über eine Sohle, deren Vorder- und Rückseite nach oben gebogen sind – das nennt man Rocker-Form. Diese Konstruktion ist an Skiern mit Rocker-Shape inspiriert. Tests zeigen, dass diese Form für ein sanfteres Abrollen sorgt und dem Lauftempo zugutekommt. Der zweite Trend ist die Integration einer Carbonplatte in der Mittelsohle. Diese Platte ist sehr langlebig und dennoch flexibel, wodurch Carbon-Laufschuhe eine besonders gute Energierückgewinnung bieten. Damit sind sie optimal für intensive Trainingsläufe und Wettkämpfe geeignet. Nike war mit dem ZoomX Vaporfly NEXT% Wegbereiter dieses Trends. Inzwischen bieten auch andere Top-Marken wie Asics mit dem Metaracer, On mit dem Cloudboom, Brooks mit dem Hyperion Elite 2, Saucony mit dem Endorphin Pro, Hoka One One mit dem Carbon X 2 und New Balance mit dem Fuelcell TC Laufschuhe mit Carbon-Fasern in der Mittelsohle an.

Leichtgewichtige Laufschuhe: Die besten Modelle

  Gewicht Unser Fazit Stärken Schwächen Bewertung Angebote
Bal­lop Skin­fit Patrol V2

ab 49,90 €

Skinfit Patrol V2

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FiveFingers V-Trail 2.0

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Asics Meta­ra­cer

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19 Meinungen

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Wie beurteilen Tests und Erfahrungsberichte Laufschuhe?

Fachmagazine wie Runner's World, Trail oder triathlon prüfen Laufschuhe häufig in Laboren auf ihre Haltbarkeit. Für Aussagen zur Passform müssen Testläufer:innen die Schuhe jedoch anprobieren. Die Redaktionen wählen dabei stets aktuelle Modelle von verschiedenen Herstellern aus, um authentische Bewertungen zu Dämpfung, Komfort und Gewicht zu liefern. Das Testerfeld umfasst meist sowohl Anfänger:innen, Fortgeschrittene und sogar Profis. Außerdem differenzieren die Expert:innen zwischen Varianten für Damen und Herren sowie zwischen Laufschuhen für Neutralläufer:innen und für Überpronierer:innen beziehungsweise Supinierer:innen.

von Kai Frömel

"Laufschuh ist nicht gleich Laufschuh - damit Ihre Gelenke beim Jogging geschont werden, kommt es auf Dämpfung, Passform und Stabilisation an."

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„Leichtes Spiel“ (Erschienen 06/2022)

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