Fern­se­her: Tests & Test­sie­ger

Das Angebot an Fernsehern ist groß. Welche Display-Größe oder -Technik ist die richtige und auf welche Extras kommt es an? Antworten finden Sie hier. Wir zeigen Ihnen die jeweils besten TVs aus 6.516 Tests. Den letzten haben wir am ausgewertet. Unsere Quellen:

Aus unserem Magazin

Ratgeber: Fernseher

Nach wel­chen Kri­te­rien wer­den TV-​Geräte bewer­tet?

Das Wichtigste auf einen Blick:
  1. Bildqualität, Tonqualität sowie Einstellungen zur Optimierung von Bild & Ton
  2. Ausstattung, darunter Empfang & Aufnahme, Anschlüsse und Smart-TV-Extras
  3. Handhabung, genauer: Einrichtung, Sendersortierung, Menü, Fernbedienung …

Bild & Ton: Gehen auch bei Fernsehern Hand in Hand

Wie gut ein Fernseher ist, steht und fällt mit der Bildqualität. Bedeutet auch: Fernseher, die in der Königsdiziplin patzen, haben ihre Chance auf ein gutes Gesamtergebnis bereits verspielt. Besonders wichtig ist die Bildschärfe, schließlich werden die Geräte von Jahr zu Jahr größer. Film- und Serienfans erwarten knackscharfe Ergebnisse – auch auf einem Display mit 65 Zoll, 75 Zoll oder mehr, was feinere Auflösungen bis hin zu 8K und effektivere Bildverbesserer zur Folge hat. Neben der Schärfe fließen weitere Bildeigenschaften in die Bewertung ein. So werden verwaschene oder künstliche Farben, schwache Kontraste, Schlieren bzw. Nachzieheffekte bei schnellen Bewegungen, ungleichmäßig ausgeleuchtete Displays und begrenzte Blickwinkel in Tests und Rezensionen abgestraft. Wer ganz oben auf dem Treppchen stehen will, muss in allen Belangen überzeugen. Auch bei der Wiedergabe von HDR-Inhalten in den Standards HLG, HDR10, HDR10+ oder Dolby Vision, die in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat.

55-Zoll OLED-Fernseher Philips 55OLED935 Überzeugender Klang dank integrierter Soundbar von Bowers & Wilkins: der OLED-Fernseher Philips 55OLED935 (Bildquelle: philips.de)

Neben dem Bild, das möglichst scharf und brillant sein soll, kommt es auf die Tonqualität an, denn Bild und Ton gehören zusammen. Baubedingt haben Fernseher hier kein leichtes Spiel: Weil sie sehr flach sind und wenig Volumen bieten, ist der Klang meist nur mittelmäßig, manchmal auch schlechter. Im TV-Alltag reicht das vielleicht, für Film-, Fernseh- und Spiele-Enthusiasten reicht es in der Regel nicht. Die TV-Hersteller reagieren und bringen Geräte auf den Markt, bei denen aufwändig konstruierte Lautsprecher mit hoher Belastbarkeit samt separaten Tieftönern verbaut werden oder bei denen die Boxen komplett ausgelagert sind – etwa in den Standfuß oder eine angedockte Soundbar. Sollte selbst das nicht genügen bzw. ist eine Alternative zu den teuren Modellen mit gutem Klang gefragt, bleibt immer noch der Griff zur externen Lösung in Form von Soundbar, Soundbase, Heimkinosystem oder AV-Receiver nebst Surround-Boxen.
Lohnend ist nicht zuletzt ein Blick ins Menü, denn die werksseitigen Presets sind oft suboptimal. Mit den richtigen Einstellungen können Sie das Bild verbessern bzw. an persönliche Sehgewohnheiten anpassen. Analog stehen diverse Tonmodi und meist auch ein Equalizer zur Klangverbesserung bereit. An dieser Stelle prüfen und bewerten die Fachmagazine, wie umfangreich und effektiv die Einstellmöglichkeiten sind. Und beantworten Fragen wie: Lassen sich Einstellungen für verschiedene Quellen vornehmen? Gefällt das Einstellmenü oder ist es zu kompliziert aufgebaut?

Ausstattung: Was steckt im Fernseher drin, was passt ran?

Eingebaute TV-Tuner, die durchweg mit einem CI-Plus-Slot zum Entschlüsseln kostenpflichtiger Inhalte kombiniert werden, sind mittlerweile Standard, separate TV-Receiver also nicht mehr zwingend notwendig. Neben dem Empfang und der Empfangsleistung – fast alle Fernseher sind heutzutage dreigleisig unterwegs, haben also Tuner für Antenne, Kabel und Satellit an Bord – bewerten Tester und Nutzer die Aufnahmefunktion. Gemeint ist die Fähigkeit, Sendungen per USB auf einen Speicherstick oder eine externe Festplatte bzw. auf eine interne Festplatte aufzunehmen, was mal mehr, mal weniger gut und in einigen Fällen überhaupt nicht gelingt, weil gar nicht vorhanden. Praktisch sind doppelte Tuner, dank denen Sie zwei Sender gleichzeitig aufnehmen bzw. einen Sender ansehen und parallel einen anderen aufnehmen können. Nicht minder praktisch ist die Funktion zum zeitversetzten Fernsehen (Timeshift), die sich bei einigen Geräten sogar permanent aktivieren lässt.

Die besten Fernseher mit eingebautem Twin-Tuner

  1. Samsung GQ75QN900A
    Samsung GQ75QN900A
    • Sehr gut

      1,0

  2. LG OLED77CX9LA
    LG OLED77CX9LA
    • Sehr gut

      1,0

  3. Samsung GQ75Q800T
    Samsung GQ75Q800T
    • Sehr gut

      1,0



Anschlüsse bei Philips-Fernsehern Schematisches Anschlussfeld bei einem Philips-Fernseher (Bildquelle: philips.de)

Gut ausgestattet ist ein Fernseher, wenn er nicht mit Anschlüssen geizt. Vor allem nicht mit HDMI-Anschlüssen, über die er digitale Bild- und Tonsignale von DVD- und Blu-ray-Playern, Notebooks, Spielekonsolen und vergleichbaren Quellen empfängt. Mit drei HDMI-Eingängen sind Sie auf der sicheren Seite, bei allem darunter könnte es schnell eng werden. Bewertet wird auch, ob der Fernseher HDMI-Extras wie einen integrierten Audio-Rückkanal (ARC bzw. eARC) oder die Ansteuerung externer Geräte mittels HDMI-CEC unterstützt. Wer eine moderne Konsole wie die PS5 nutzt, sollte zu einem Fernseher mit HDMI in Version 2.1 greifen, der UHD-Signale mit 120 Hertz akzeptiert. Weiterhin wichtig: Digitale und analoge Audio-Ausgänge sowie Anzahl und Version der USB-Buchsen. So sind USB-Buchsen in Version 3.0 schneller und stellen mehr Strom bereit als ältere Versionen. Pluspunkte vergeben Tester und Nutzer, wenn ein Fernseher dank Bluetooth drahtlos mit Smartphones, Tablets, Tastaturen, Computermäusen und/oder Audio-Geräten interagiert.

Bestenliste von Fernsehern mit USB-3.0-Buchsen

  1. Samsung GQ75QN900A
    Samsung GQ75QN900A
    • Sehr gut

      1,0

  2. Loewe bild i.65 dr+
    Loewe bild i.65 dr+
    • Sehr gut

      1,2


Smart-TVs, also Fernseher mit Netzwerk- und Internetfunktionen, stehen bei der Kundschaft hoch im Kurs. Allerdings ist Smart-TV nicht gleich Smart-TV. Lässt sich der Fernseher nur per LAN stabil ins Netz einbinden oder klappt es auch per WLAN ohen Aussetzer? Bietet er dank HbbTV-Unterstützung direkten Zugriff auf die TV-Mediatheken der Öffentlich Rechtlichen (Red Button Funktion), also aus dem laufenden Programm heraus? Gibt es Apps für Netflix, Amazon Prime, Disney+ und andere beliebte Streaming-Dienste? Auch beim Betriebssystem scheiden sich die Geister, ähnlich wie bei Smartphones. So legt der eine gesteigerten Wert auf Look und Handling der Bedienoberfläche, während der andere möglichst flexibel sein will und viele Apps braucht. Sehr umfangreich ist die App-Auswahl bei Android, dem am weitesten verbreiteten Betriebssystem. Apropos Apps: Im besten Fall starten die Programme zügig und laufen stabil - genau wie andere Netzwerk-Anwendungen, etwa das Streamen lokaler Dateien oder das Live-Streaming zu digitalen Endgeräten im Heimnetz.

Mit Streaming-Diensten zum Herr der Unterhaltung

Streaming-Dienste machen den Zuschauer zum eigenen Programmdirektor – bequem vom Sofa aus. Doch welche Dienste gibt es eigentlich? Wie unterscheiden sie sich? Und was kostet das? In unserem Streaming-Dienst-Ratgeber haben wir alles Wichtige zusammengefasst.


Handhabung von TV-Geräten im Test: Einfach ist einfach besser

Das Bild kann noch so brillant, die Ausstattung noch so prall sein: Hapert es an der Bedienung, macht das Ganze keinen Spaß. Überzeugt die Nutzerführung oder muss man sich durch verschachtelte Menüs quälen? Sind die Schriften einwandfrei lesbar? Gibt es versteckte Optionen oder erklärt sich alles von selbst? Wie ein Fernseher im täglichen Gebrauch abschneidet, hängt auch von den Reaktionszeiten ab. Während einige Geräte in wenigen Sekunden betriebsbereit sind, ohne große Verzögerung von Sender zu Sender wechseln, Apps oder vergleichbare Anwendungen schnell starten und insgesamt sehr flüssig laufen, müssen Sie bei anderen deutlich mehr Zeit mitbringen.

Einige Bereiche der Bedienung sind besonders interessant. So auch die Sendersortierung, die in Tests und Kundenrezensionen sehr häufig thematisiert wird. Hier stellen sich Fragen wie: Sind die Sender sinnvoll vorsortiert bzw. ist überhaupt eine Vorsortierung möglich? Lassen sich die Sender in der Hauptliste problemlos sortieren oder wird es, vor allem bei langen Listen, zur Geduldsprobe? Bietet der Fernseher eine Suchfunktion oder können die Programme in Favoritengruppen organisiert werden? Und wenn es am Gerät zu kompliziert ist: Sind die Senderlisten exportierbar, damit man sie mit einem passenden Programm bequem am Computer bearbeiten kann?

Magic Remote von LG Klassisches Ziffernfeld und praktische Sonderfunktionen bei der Magic Remote von LG (Bildquelle: lg.de)

Von entscheidender Bedeutung, weil unerlässlich: die Fernbedienung. Sie sollte gut in der Hand liegen, nicht zu klein und nicht zu groß sein. Auch das Material wird von Testern und Nutzern kritisch bewertet: Setzt der Hersteller auf minderwertigen Kunststoff, der knarzt oder quietscht? Oder darf man sich auf ein tadelloses Gehäuse freuen, vielleicht sogar aus Aluminium? Bei der eigentlichen Bedienung stehen die Logik der Platzierung, die Übersichtlichkeit, die Beschriftung und der Druckpunkt der Tasten im Fokus. Ergänzend beleuchten Tester die Reichweite und widmen sich smarten Sonderfunktionen, etwa der Sprachsteuerung mittels eingebautem Mikrofon, der Zeigesteuerung, Scrollrädern und Touch-Elementen.

Die besten TV-Geräte mit Smart Remote

  1. Samsung GQ75QN900A
    Samsung GQ75QN900A
    • Sehr gut

      1,0

  2. LG OLED77CX9LA
    LG OLED77CX9LA
    • Sehr gut

      1,0

  3. Samsung GQ75Q800T
    Samsung GQ75Q800T
    • Sehr gut

      1,0



Sie möchten sich einen neuen Fernseher zulegen? Wohin mit dem alten, wenn er sich nicht mehr verkaufen lässt? Wir erklären, wie Sie Elektroschrott richtig entsorgen.

von Jens Claaßen

„Im Großformat kommen Filme und Serien einfach besser, da können Tablets und Smartphones noch so praktisch sein.“

LCD oder Plasma?

lcdvsplasmaEs ist noch nicht lange her, da stand man vor der Entscheidung: Soll es ein Gerät mit LC-Display oder doch lieber ein Plasma sein? Vor allem Filmfans zogen Plasma-Fernseher vor, während die Verkaufszahlen für LC-Displays sprachen - die den Markt inzwischen beherrschen. Was zeichnet LCD- und Plasma-Fernseher aus?

Sehgewohnheiten und Bildqualität

Sehgewohnheiten zählen ganz sicher zu den Kriterien, die man in die Kaufentscheidung einbeziehen sollte. So wirken die Bilder eines LCD-Fernsehers in heller Umgebung, etwa im Verkaufsraum eines Elektronikhändlers oder im sonnendurchfluteteten Wohnzimmer, brillanter als beim Plasma-Display. Das liegt vor allem an der Leuchtkraft, hier sind Plasma-Geräte, auch die fortschrittlichen Modelle der letzten Generation, schlechter aufgestellt. Außerdem spiegelt die Frontscheibe weniger, während ein Plasma in hell ausgeleuchteten Räumen und dank einer Glasscheibe vor dem Display Reflexionen zeigt. Bei neueren Plasma-Modellen setzen die Hersteller auf eine Anti-Reflexionsschicht, die ihre Aufgabe mal mehr, mal weniger gut erledigt. In dunklen Räumen sieht es anders aus, hier liefern Plasma-Fernseher ebenfalls brillante und manchmal sogar bessere Ergebnisse. Die Bilder wirken plastisch, die Farben natürlich, das Schwarz satt. Ähnlich gute Schwarzwerte erzielen klassische LCD-Geräte eigentlich nur, wenn sie das LED-Backlight in mehreren Bereichen gezielt verdunkeln (Local Dimming).

Riesiger Blickwinkel

Punkten können Plasma-Fernseher beim Blickwinkel, der nahezu unbegrenzt ist. Soll heißen: Schaut man von der Seite zum Display, sieht das Bild fast so gut aus wie beim Blick von vorn. Weniger schön: Jedes Pixel besteht aus Glaskörpern, deren Vorderseite mit farbigem Phosphor beschichtet ist. Weil Phosphor altert, im Laufe der Zeit also etwas dunkler wird, können sich Bilder einbrennen. Problematisch ist das bei Standbildern, denn hier altern einzelne, besonders helle Bereiche schneller, was sie nach einer Weile dunkler werden lässt. Zwar altert das Phosphor neuerer Gerätere nicht mehr so schnell, trotzdem ist Einbrennen nach wie vor ein Thema. Zudem flimmern einige Plasmas, denn die Glaskörper leuchten nicht konstant, sondern blitzen in schneller Folge. Je dunkler das Bild, desto seltener blitzt es und desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass man ein Flimmern wahrnimmt. Zu guter Letzt kann es sein, dass die Farben der drei Subpixel (Rot, Grün, Blau) unterschiedlich lange nachleuchten. Ähnlich wie beim Einbrennen kommt es zu Geisterbildern, allerdings ist der Effekt nicht dauerhaft, sondern nur vorübergehend.

Stromverbrauch

Plasma-Fernseher benötigen mehr Strom als LCD-TVs. Theoretisch muss das nicht sein, denn während das Hintergrundlicht bei LCD-Geräten ständig aktiv ist, ist die Beleuchtung beim Plasma nur dann voll im Einsatz, wenn ein heller Bildpunkt gezeigt wird. Somit würde gelten: Je dunkler das Bild, desto weniger Energie braucht der Plasma – beim üblichen Mix aus hellen und dunklen Bildanteilen sollte der Bedarf also in etwa so hoch sein wie der eines LCD-TV. Allerdings setzen die Hersteller seit einigen Jahren durchweg auf großformatige Displays mit einer hohen Pixeldichte, schließlich will man bei HD-Signalen, etwa bei Blu-ray-Filmen mit 1920 x 1080 Pixeln, kein Detail missen. Größere Bildschirme und höhere Auflösungen fordern mehr Plasmazellen, mehr Plasmazellen erhöhen den Stromverbrauch. Bei LCD-Geräten können hohe Auflösungen - derzeit bis zu 3840 x 2160 Pixel (Ultra-HD) - ohne Zusatzkosten für den Konsumenten realisiert werden, auch die Größe lässt den Energieverbrauch nicht so rasant steigen wie beim Plasma. Hinzu kommt, dass alle aktuellen LC-Displays mit effizienten LEDs hinterleuchtet werden.

Die Zeit der Plasma-Fernseher ist vorbei, in dieser Beziehung fällt die Entscheidung also leicht. Aber: Mittlerweile sind OLED-TVs, für die Sie immer noch ziemlich tief in die Tasche greifen müssen, zur echten Konkurrenz für LCD-Fernseher geworden, vor allem wegen der satten Kontrast- und Schwarzwiedergabe, aber auch wegen des Blickwinkels, der nahezu unbegrenzt ist.

von Jens Claaßen

„Im Großformat kommen Filme und Serien einfach besser, da können Tablets und Smartphones noch so praktisch sein.“

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Die besten Fernseher laut Testern:

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Was sollten Sie vor dem Kauf wissen?

Unser Ratgeber gibt den Überblick:

  1. Bild & Ton: Gehen auch bei Fernsehern Hand in Hand
  2. Ausstattung: Was steckt im Fernseher drin, was passt ran?
  3. Die besten Fernseher mit eingebautem Twin-Tuner
  4. Bestenliste von Fernsehern mit USB-3.0-Buchsen
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Wie werden Fernseher in Vergleichstests geprüft?Während Fernseher in Einzeltests sehr häufig auf dem Prüfstand stehen, kommt es seltener, aber dennoch in geregelten Abständen zu Vergleichstests. Meist treten Modelle mit ähnlichen Merkmalen gegeneinander an (z.B. Typ oder Bildschirmgröße). Dabei fließt das Bild zum ...

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