Das Wichtigste auf einen Blick:
- Sprachsteuerung heute Standard bei nahezu allen modernen Smart-TVs
- Wichtigste Assistenten: Alexa, Google Assistant/Gemini, Bixby und herstellereigene Lösungen
- Steuerung per Mikrofon in der Fernbedienung – bei Topmodellen auch freihändig per Zuruf
- Neben TV-Funktionen auch Smart-Home-Steuerung möglich – Matter verbessert Gerätekompatibilität
- Ältere TVs per Fire TV Stick oder Google TV Streamer ab rund 30 Euro nachrüstbar
Smarte Fernbedienungen wie die LG AI Magic Remote nehmen Sprachbefehle des Nutzers direkt entgegen. (Bildquelle: amazon.de)
Fernseher sind längst nicht mehr nur einfache Geräte zum Empfang von TV-Programmen und Filmen. Heute fungieren sie als internetfähige Multimediazentralen mit vielfältigen Funktionen. Die klassische Fernbedienung stößt dabei schnell an ihre Grenzen. Deshalb sind neue Bedienkonzepte gefragt. Die Sprachsteuerung ist aus Smartphones und Smart Speakern seit Jahren bekannt und gehört inzwischen bei fast allen modernen Fernsehern zum Standard – entweder fest integriert oder per Zusatzgerät nachrüstbar. Über gesprochene Befehle kann man Sender wechseln, die Lautstärke regulieren, Apps öffnen oder Streaming-Inhalte suchen. Doch welche Systeme stehen zur Auswahl und worin unterscheiden sie sich?
Welche Sprachassistenten gibt es bei Fernsehern?
Zu den bedeutendsten Sprachassistenten aktueller Smart-TVs zählen
Amazon Alexa,
Google Assistant beziehungsweise dessen KI-Nachfolger
Google Gemini sowie herstellerspezifische Lösungen wie
Bixby von Samsung und
VIDAA Voice von Hisense. LG-Fernseher unterstützen sowohl Alexa als auch den Google Assistant über die AI Magic Remote. Samsung verzichtet seit 2024 auf den Google Assistant und setzt ausschließlich auf Alexa und Bixby. Fernseher mit
Google TV (zum Beispiel Sony Bravia oder TCL) besitzen Google Assistant beziehungsweise Gemini fest eingebaut. Die Sprachbefehle werden meist über ein Mikrofon in der Fernbedienung aufgenommen: Ein Knopfdruck aktiviert den Assistenten. Bei neueren Geräten von LG und Samsung ist sogar eine freihändige Steuerung per Zuruf möglich.
Was leistet die Sprachsteuerung heute – und wo sind ihre Grenzen?
Die Sprachsteuerung am Fernseher hat sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Neben grundlegenden Funktionen wie
Senderwechsel, Lautstärkeanpassung und Ein- oder Ausschalten lassen sich mittlerweile auch Streamingdienste gezielt ansteuern, Inhalte durchsuchen, der elektronische Programmführer (EPG) öffnen oder sogar Smart-Home-Geräte bedienen – beispielsweise Licht, Heizung oder Rollläden. Wer seinen Fernseher in ein umfassendes Smart-Home-System integrieren will, profitiert von der Unterstützung des
Matter-Standards, der seit 2025 eine geräteübergreifende Kompatibilität sicherstellt. Einschränkungen gibt es noch bei komplexen, mehrstufigen Befehlen, bei denen die Fehlerquote je nach Assistent bei etwa 10 bis 15 Prozent liegt. Für Nutzer ohne integrierte Sprachsteuerung im TV bieten
Fire TV Stick oder Google TV Streamer eine günstige Nachrüstlösung für HDMI-fähige Geräte, die zwischen 30 und 80 Euro kostet. Die Fernbedienung bleibt dabei weiterhin ein sinnvolles Zusatzinstrument – vor allem für schnelle Eingaben oder in lauter Umgebung.