Das Wichtigste auf einen Blick:
- HDTV ist seit 2025 Pflichtstandard in Deutschland – ARD und ZDF strahlen ausschließlich in HD aus
- Kein Empfang öffentlich-rechtlicher Sender, wenn TV kein HD unterstützt
- DVB-T2 HD erfordert zwingend einen HEVC/H.265-fähigen Receiver mit grünem DVB-T2-HD-Logo
- Private HD-Sender über Satellit nur kostenpflichtig via HD+ empfangbar, über Antenne via freenet TV
- Moderne Smart-TVs können HD+ per USB-Stick oder App entschlüsseln – ohne Smartcard oder CI+-Modul
- Einfache HD-Satellitenreceiver sind bereits ab ca. 30 Euro erhältlich
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Im Gegensatz zum herkömmlichen Fernsehen in Standardauflösung (SDTV) bringt hochauflösendes Fernsehen (HDTV) eine wesentlich bessere Bildqualität mit mehr Details. Mit vertikalen Auflösungen von 720 oder 1080 Zeilen erzielen moderne Flachbildfernseher eine sehr scharfe Darstellung. Seit dem Jahr 2025 gilt HDTV in Deutschland als verbindlicher Standard: ARD und ZDF haben ihre SD-Sendungen komplett eingestellt – die ARD bereits zum 7. Januar 2025, das ZDF folgte am 18. November 2025. Wer noch ältere Empfangsgeräte ohne HD-Funktion verwendet, kann die öffentlich-rechtlichen Programme nicht mehr empfangen. Doch wie gelangt das HDTV-Signal tatsächlich auf den Bildschirm?
Wie kommt HDTV ins Haus?
Um hochauflösendes Fernsehen zu empfangen, wird ein HD-tauglicher Receiver benötigt, der über HDMI mit dem Fernseher verbunden wird, oder ein Fernseher mit integriertem HD-Tuner. HDTV ist heutzutage via alle gebräuchlichen Übertragungswege verfügbar: per Kabel (DVB-C), Satellit (DVB-S2), Antenne (DVB-T2 HD) sowie über Internet (IPTV und Streaming). Das DVB-T2 HD wurde in Deutschland seit 2019 flächendeckend ausgebaut und nutzt ausschließlich die HEVC/H.265-Kodierung – ältere DVB-T2-Geräte ohne HEVC-Dekoder sind deshalb in Deutschland nicht kompatibel und zeigen ein schwarzes Bild. Achten Sie deshalb beim Kauf auf das grüne DVB-T2-HD-Logo, das die vollständige Kompatibilität mit dem deutschen Standard sichert.Für den Satellitenempfang via DVB-S2 reicht nach wie vor ein Receiver mit H.264/MPEG-4-Dekoder für die öffentlich-rechtlichen Programme, da diese über Astra in H.264 gesendet werden. Moderne Empfangsgeräte unterstützen zudem vielfach 4K UHD, was für zukünftige Programmangebote von Vorteil sein kann. Wer seinen Empfang auf den neuesten Stand bringen will, findet bereits einfache HD-Satellitenreceiver ab etwa 30 Euro; höherwertige Modelle mit Aufnahmefunktion (PVR), Netzwerkanschluss oder UHD-Unterstützung sind entsprechend teurer.
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Private HD-Sender: Was kosten HD+ und freenet TV?
Um verschlüsselte HDTV-Sender zu empfangen, ist ein Receiver mit CI-Plus-Steckplatz sowie einem passenden CA-Modul und der Smartcard des jeweiligen Anbieters erforderlich. Einige aktuelle Smart-TVs ermöglichen alternativ die Entschlüsselung per HD+ TVKey (USB-Stick) oder direkt über eine App, ganz ohne Smartcard. Dies gilt sowohl für DVB-C- als auch für DVB-S2-Empfang.Für den Empfang der verschlüsselten privaten HDTV-Sender via Satellit ist das Angebot HD+ vom Satellitenbetreiber SES Astra verantwortlich. Über dieses Paket sind aktuell über 35 private HD-Sender sowie einige UHD-Sender verfügbar, darunter RTL HD, Sat.1 HD, ProSieben HD, VOX HD und Kabel Eins HD. Die Kosten betragen rund 75 Euro jährlich. Per DVB-T2 HD sind die privaten Sender verschlüsselt über die Plattform freenet TV zu empfangen; hierfür ist kein separates CA-Modul nötig, da die Entschlüsselung bereits im Receiver oder CI+-Modul integriert ist. Freenet TV kostet etwa 99 Euro pro Jahr. Ältere CI-1.0-Steckplätze sowie Legacy-Module spielen heute keine Rolle mehr – alle aktuellen Geräte setzen ausschließlich auf CI-Plus.


























