Das Wichtigste auf einen Blick:
- Metz und Loewe bieten Fernseher mit integrierter Festplatte an
- Sie verfügen über eine komfortable Aufnahmefunktion inklusive Timeshift
- In der Regel sind die Geräte mit doppelten Empfangsteilen ausgestattet
- Ausstattung sowie Bild- und Tonqualität liegen auf marktüblichem Niveau
Fernseher mit integrierter Festplatte sind selten, aber es gibt sie noch. Verfügt ein Fernseher über eine eingebaute Festplatte, ist meist auch ein doppelter Tuner verbaut, sodass Sie einen Sender ansehen und gleichzeitig einen anderen aufnehmen können. Die Ausstattung lässt dabei kaum Wünsche offen.
Seltenheit im Luxussegment: Der Loewe stellar 48 dr+ vereint ein hochwertiges OLED-Display der neuesten Generation mit einer integrierten 1-TB-SSD-Festplatte und Doppel-Tuner für komfortables TV-Recording. (Bildquelle: loewe.tv)
Metz und
Loewe bieten Modelle mit eingebauter Festplatte, Aufnahmefunktion und Twin-Tunern – also zwei Empfangsteilen – an. Im aktuellen Angebot von Metz (Stand 2026) sind vor allem die Geräte
Lunis (1 TB) und
Taris (500 GB) hervorzuheben, die als integrierte Digitalrekorder mit einer Kapazität für über 100 bzw. 200 Stunden Full-HD-Aufnahmen ausgestattet sind. Andere Hersteller wie
Samsung und
LG setzen hingegen nicht auf interne Festplatten, bieten aber ebenfalls Aufnahmefunktion und doppelte Empfangsteile an. Fehlt die interne Festplatte, werden Aufnahmen auf externen Speichern gesichert, die meist per USB angeschlossen werden.
Nachteil dieser Variante: Nicht alle USB-Sticks oder Festplatten sind mit dem Gerät kompatibel und müssen an geeigneter Stelle verstaut werden.
Vorteil: Sie können das USB-Speichermedium einfach tauschen und beliebig viele Sticks nutzen, wenn der Speicher voll ist.
Tests belegen, dass die Aufnahmefunktionen bei Fernsehern mit integrierter Festplatte besonders bequem sind. Sie können Aufnahmen manuell starten oder per Timer in der elektronischen Programmzeitschrift (EPG) planen – auch Serienaufnahmen in regelmäßigen Abständen sind möglich. Der Fernseher muss dafür nicht eingeschaltet sein, die Aufnahme läuft ebenso im Standby-Modus. Auch zeitversetztes Fernsehen, bekannt als
Timeshift, wird unterstützt. So lassen sich laufende Sendungen jederzeit anhalten, vergangene Szenen erneut ansehen oder schnell „umschalten“, wie es etwa bei Metz-Geräten üblich ist. Besonders bei Metz kann Timeshift dauerhaft aktiviert werden, sodass bei jedem Senderwechsel automatisch neu aufgenommen wird. Ein großer Vorteil bei Metz ist zudem das offene Dateiformat, das es erlaubt, die Aufnahmen ohne erneutes Formatieren auf anderen Geräten abzuspielen. Ist der Fernseher im Heimnetzwerk eingebunden, können die Aufnahmen außerdem anderen Geräten wie
Smartphones oder
Tablets zur Verfügung gestellt werden.
Bei Fernsehern mit Festplatte bleiben auch andere Funktionen nicht auf der Strecke. Sie sind
netzwerkfähig und bieten Zugriff auf TV-Mediatheken (HbbTV) sowie einen Webbrowser. Ein kleiner Nachteil: Die klassischen Metz-Classic-Modelle (z. B. Lunis, Taris, Primus) verfügen aufgrund ihres Linux-basierten Betriebssystems nicht über integrierte Streaming-Dienste wie Netflix oder Amazon Prime Video – hier ist ein externer
Streaming-Client wie Amazon Fire TV Stick oder Google Chromecast nötig. Wer Streaming-Apps direkt am Fernseher nutzen möchte, sollte einen Blick auf die Submarke
Metz Blue werfen, die auf Android TV bzw. Google TV setzt und mit Diensten wie Netflix und YouTube vorinstalliert ist. Die Bildqualität der meist hochpreisigen Festplatten-Fernseher überzeugt in der Regel, ebenso wie der Ton. Auch in puncto Bedienkomfort schneiden diese Geräte meistens sehr gut ab.