Das Wichtigste auf einen Blick:
- Entwickelt und produziert in Deutschland. Ausnahme: Metz Blue
- Vorrangig im autorisierten Fachhandel erhältlich
- LCD- und OLED-Fernseher, UHD mittlerweile Standard
- Smart-TVs mit Android oder hauseigenem Betriebssystem
- Teils mit Twin-Tuner und eingebauter Festplatte
Fernseher der Marke Metz Classic, die komplett in Deutschland konzipiert und gefertigt werden, stehen für technische Exzellenz „Made in Germany" und sind hauptsächlich im autorisierten Fachhandel erhältlich. Das Sortiment des traditionsreichen fränkischen Unternehmens umfasst sowohl LCD- als auch seit 2016 OLED-Fernseher, die in verschiedene Produktlinien unterteilt sind. Die preiswerteren Modelle der Zweitmarke Metz Blue hingegen werden in Fernost hergestellt.
Hochwertiges Gerät mit OLED-Panel, UHD-Auflösung, Twin-Tuner, Festplatte sowie komfortabler Bedienung: der Metz Topas 48 TY91 OLED twin R (Bildquelle: metz-ce.de)
Metz: Vom Röhrenfernseher zum modernen OLED-TV
In der schwindenden Riege der traditionsreichen deutschen Elektronikhersteller darf Metz nicht fehlen. Das Familienunternehmen wurde bereits 1938 von Paul Metz gegründet. 1947 begann die Produktion von Radiogeräten, und acht Jahre später lief der erste Fernseher vom Band. Im Laufe der Jahre entstanden im fränkischen Zirndorf, dem heutigen Sitz der Metz Consumer Electronics GmbH, Fertigungshallen. 1967 brachte Metz seinen ersten Farbfernseher auf den Markt, dem später Camcorder, Videorecorder und kurz vor dem Jahrtausendwechsel DVD-Player folgten. Seit 2001 stellt Metz Flachbildfernseher her, zunächst mit Plasma-Technologie. Die ersten LCD-Modelle erschienen 2005, gefolgt von den initialen OLED-Fernsehern im Jahr 2016 – ein Jahr nach der Übernahme durch den chinesischen Hersteller Skyworth. Netzwerkfähigkeiten und 3D-Funktionen sind bei Metz seit 2011 verfügbar, während eingebaute Triple-Tuner für Antenne (DVB-T2), Kabel (DVB-C) und Satellit (DVB-S2) bereits länger Standard sind. Besonders praktisch: Viele Geräte von Metz Classic verfügen über Twin-Tuner und integrierte Festplatten für TV-Aufnahmen.
Auch unter der Marke Metz Blue sind OLED-Fernseher erhältlich, wie etwa der 65MOC9001, der im Test durch gute Bild- und Tonqualität überzeugt (Bildquelle: metzblue.com)
Metz Classic: Weiterhin Fokus auf „Klasse statt Masse"
Fernseher von Metz Classic sind preislich im oberen Segment angesiedelt, denn hier zählt Qualität statt Quantität. Dieser Anspruch erklärt auch die höheren Kosten, die sich aus dem Vertriebskonzept und dem starken Qualitätsfokus ergeben: Metz Classic setzt auf den Fachhandel, um besten Kundendienst sicherzustellen. Nachdem das Unternehmen Ende 2014 Insolvenz anmelden musste, übernahm 2015 der chinesische Hersteller Skyworth den TV-Bereich. Der bisherige Geschäftsführer Norbert Kotzbauer blieb im Amt, und der Standort Zirndorf wurde beibehalten. Von da an entstanden Entwicklung, Fertigung und Software weiterhin vollständig in Deutschland. 2023 feierte das Unternehmen sein 85-jähriges Bestehen und wurde mehrfach geehrt, unter anderem als „Fachhandelsmarke des Jahres" (2025, bereits zum siebten Mal in Folge) sowie mit dem Gütesiegel „Beste Marke des Jahres" vom PLUS X AWARD im Jahr 2026.Das derzeitige Spitzenmodell ist der Metz Classic PRIMUS, ein OLED-TV mit 77 Zoll, der auf der IFA 2024 als Prototyp vorgestellt wurde und auf der IFA 2025 in der finalen Serienversion debütierte. Wie alle Metz-Classic-Modelle wird er komplett in Deutschland konzipiert und gefertigt und nutzt das hauseigene Betriebssystem auf Linux-Basis sowie das bewährte Tri-Star-Bediensystem mit Twin-Multi-Tuner und integriertem Digitalrekorder.
Zeitgleich gibt es neue Serien zu wettbewerbsfähigen Preisen, darunter die Modellreihen Cubus, Lunis und Aurus. So führte Metz auf der IFA 2018 die Zweitmarke Metz Blue ein. Fernseher dieser Marke, die sich im mittleren bis unteren Preissegment befinden, erfüllen nicht den Anspruch „Made in Germany“ – hier übernimmt Skyworth die Fertigung. Der bedeutendste Unterschied zu Metz Classic liegt darin, dass Metz Blue nicht auf Premium-Komponenten und das eigene Betriebssystem setzt, sondern hochwertige Standardteile und externe Smart-TV-Plattformen verwendet. Wurden frühere Modelle noch mit Android TV ausgestattet, bietet Metz Blue heute je nach Serie entweder Google TV oder das von Streaming-Pionier Roku entwickelte Roku OS an – letzteres ist bekannt für seine Schnelligkeit, einfache Bedienung und den Zugang zu sämtlichen wichtigen Streaming-Diensten. Beide Systeme erhalten regelmäßig Updates.
























