Kopfhörer: Tests & Testsieger

Ob Over-Ear, On-Ear oder In-Ear, ob komplett kabellos oder sporttauglich: Die Wahl des richtigen Kopfhörers richtet sich nach dem Zweck. Wir zeigen Ihnen die jeweils besten Kopfhörer aus 6.053 Tests. Den letzten haben wir am 03.06.2020 ausgewertet. Unsere Quellen:

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Den richtigen Kopfhörer finden

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. unterschieden wird nach Typ, Einsatzzweck und Bauprinzip
  2. geschlossene Kopfhörer schirmen gut ab, praktisch für Außeneinsätze
  3. offene Kopfhörer klingen natürlich, schirmen aber weniger gut ab
  4. bei Muschelkopfhörern am besten ausprobieren: On-Ear oder Over-Ear bequemer?
  5. Kopfhörer mit Bluetooth-Funk bieten größtmögliche Bewegungsfreiheit

Lautsprecher, ob nun klassisch, per WLAN oder Bluetooth verbunden, tragen manchmal zu dick auf. Mit einem Kopfhörer bekommen Sie einen diskreteren Schallwandler, der direkt am oder sogar im Ohr getragen wird. Sie hören und genießen, alle anderen hören nichts. Die Frage ist nur: Für welchen Kopfhörer entscheide ich mich? Welcher Typ passt zu mir, welches Modell ist das Beste? Keine leichte Entscheidung, denn die Auswahl ist riesig. Zunächst sollten Sie überlegen, wo, wie und mit welcher Signalquelle der Kopfhörer eingesetzt wird.

Der In-Ear-Kopfhörer NuForce BE Sport3 sitzt auch beim Joggen sicher im Ohr. Sie sparen außerdem ein Verbindungskabel – und können sich frei bewegen. (Bildquelle: amazon.de)

Drinnen, draußen oder beim Sport? Typen und Einsatzbereiche

Grundsätzlich unterscheidet man das Angebot in kompakte Ohrhörer, die entweder in den Ohrmuscheln sitzen oder direkt in den Gehörgang geschoben werden, sowie in große und vergleichsweise sperrige Muschelkopfhörer. Weiter wird in HiFi-Kopfhörer für Normalanwender, in DJ-Kopfhörer und Studio-Kopfhörer für Tonprofis, in geräuschunterdrückende ANC-Kopfhörer und in Gaming-Headsets für Spielefans unterschieden. Kopfhörer für das Außenohr, darunter die immer beliebteren In-Ear-Kopfhörer, sind wegen ihrer kompakten Form besonders für den mobilen Einsatz am Smartphone bzw. am tragbaren Audio-Player und obendrein für sportliche Aktivitäten geeignet, während Muschelkopfhörer mehr Tragekomfort bieten und so auch im Wohnzimmer für entspannten Musikgenuss sorgen. Bei den gepolsterten Muschelkopfhörern kommt es außerdem auf das Bauprinzip an.

DJ-Kopfhörer Ultrasone Signature DXP Ein „zuverlässiges Arbeitspferd“ für DJs, das auch privat ordentlich Druck macht: der geschlossene Ultrasone-Kopfhörer Signature DXP. (Bildquelle: ultrasone.com)

Bauprinzip: Geschlossenes, offenes und halboffenes System

Ein geschlossenes System schirmt das Ohr komplett ab. Geschlossene Kopfhörer sind nach außen nicht luftdurchlässig. Es kann also kein bzw. nur sehr wenig Schalldruck entweichen – wohl auch deshalb sind geschlossene Kopfhörer heutzutage besonders beliebt. Tests zeigen: Das geschlossene System sorgt für eine kräftige Basswiedergabe, umgekehrt dringen Umgebungsgeräusche nur gedämpft ans Ohr. Wichtig ist das für den Discjockey, bei Außenaufnahmen und generell immer dann, wenn Sie Ihre Musik möglichst ungestört genießen wollen. Allerdings ist das Tragegefühl nicht jedermanns Sache, denn zwischen Schallwandler und Umgebung findet kein Druckausgleich statt. Bei längerer Nutzung führt das zu einem unangenehmen Druck auf den Ohren, außerdem kann es bei Over-Ear- und On-Ear-Hörern zu einem Wärmestau unter den Muscheln kommen.

Offener Kopfhörer Hifiman Sundara Klingt, luftig, detailliert und homogen – nur nicht am Smartphone: der offene Magnetostat-Kopfhörer Hifiman Sundara. (Bildquelle: amazon.de)

Bei einem offenen System ist die Kopfhörermuschel luftdurchlässig. Der Schalldruck kann mehr oder weniger stark nach außen entweichen und den Sitznachbarn stören, im Gegenzug ist das Ohr nicht gegen Geräusche aus der Umgebung abgeschottet. Für den Discjockey, bei Außeneinsätzen oder zum Einspielen und Aufnehmen im Tonstudio eignet sich ein offenes System nicht. Dafür ist der Tragekomfort der eher locker sitzenden Modelle höher, denn im Vergleich zu einem geschlossenen System kommt es nicht zu einem Wärmestau unter den Muscheln. Außerdem bürgen offene Kopfhörer für ein räumliches und transparentes Klangbild. Kurzum: Zu einem Kopfhörer nach dem offenen Bauprinzip sollten Sie greifen, wenn Sie ihre Musik in ruhiger Umgebung genießen wollen und niemand anderen stören können. Im Tonstudio werden offene Kopfhörer vor allem beim Abhören und Abmischen eingesetzt.

Halboffener Kopfhörer Beyerdynamic T1 Der Beyerdynamic T1 klingt sehr präzise und natürlich, auch im Bassbereich, ist wegen seiner halboffenen Konstruktion aber nur bedingt für den Außeneinsatz geeignet. (Bildquelle: amazon.de)

Auch ein halboffenes System lässt sich über längere Zeit angenehm tragen, schirmt das Ohr im Vergleich zu einem offenen System aber besser gegen Außengeräusche ab. Die tiefen Frequenzen können im Gegensatz zu den hohen Frequenzen nach außen dringen, die Basswiedergabe ist somit natürlicher als bei einem geschlossenen System und der Gesamtklang etwas „luftiger“. Für den Live-Einsatz oder bei Außenaufnahmen ist auch dieses Bauprinzip nicht wirklich geeignet.

Ohraufliegend oder ohrumschließend?

Unabhängig vom Bauprinzip werden Muschelkopfhörer in ohraufliegende (supra-aurale) und ohrumschließende (circumaurale) Systeme unterschieden. Auch das hat natürlich Auswirkungen auf den Tragekomfort: Die Polster eines ohraufliegenden resp. On-Ear-Kopfhörers sind so geformt, dass sie direkt und – je nach Größe bzw. Gewicht des Modells – relativ eng auf Ihrem Ohr sitzen, während sich ohrumschließende resp. Over-Ear-Systeme komplett um die Ohrmuscheln legen. Meist wird der Sitz eines ohrumschließenden Modells als angenehmer empfunden; letztlich ist das aber eine individuelle Entscheidung und wohl auch Gewöhnungssache - testen Sie es am besten selbst. Dabei sind Passform und Sitz bei einem ohraufliegenden Kopfhörer noch wichtiger als bei einem ohrumschließenden Modell, denn ein ohraufliegender Kopfhörer kann sein volles Klangpotential nur dann entfalten, wenn er optimal ausgerichtet ist. Praktisch sind On-Ear-Hörer unterwegs, sie passen einfach besser in die Tasche.

Sennheiser HD 800 S mit Pentaconn-Anschluss Der Sennheiser HD 800 S findet Anschluss per 6,3 Millimeter Klinke oder, ziemlich unüblich, symmetrisch über eine Pentaconn-Buchse mit 4,4 Millimetern. (Bildquelle: sennheiser.com)

Festes, abnehmbares oder gar kein Kabel?

Nicht zuletzt ist das Kabel wichtig. So müssen Sie sich fragen, ob das Kabel – neben der glatten Ausführung gibt es Spiral- beziehungsweise Wendekabel - einseitig oder beidseitig angebunden sein soll, ob es fest am Kopfhörer hängt oder – sinnvoll im Falle eines Defekts - problemlos ersetzt werden kann. Für den Einsatz an der heimischen Stereoanlage eignet sich ein Modell mit 6,3 Millimeter-Klinkenstecker, während für tragbare Abspielgeräte ein Stecker mit 3,5 Millimetern Durchmesser gebraucht wird. Wer ganz auf Kabel verzichten will, der greift zum Funkkopfhörer, allerdings muss man hier mitunter Störgeräusche oder Rauschen in Kauf nehmen. Außerdem sind Reichweite und Akkuleistung der drahtlosen Modelle eingeschränkt. Drahtlose Kopfhörer werden je nach Sendetechnik in Infrarotkopfhörer, in analoge oder in digitale Funkkopfhörer unterschieden. Zu letztgenannter Gruppe zählen im Prinzip auch Bluetooth-Kopfhörer und Bluetooth-Headsets.

Drahtlos-Kopfhörer mit besonders langer Akkulaufzeit

  1. House of Marley Exodus ANC
    80 h
    House of Marley Exodus ANC
    • keine Tests
  2. Audio-Technica ATH-SR30BT
    70 h
    Audio-Technica ATH-SR30BT
    • keine Tests

True-Wireless-Kopfhörer Apple AirPods Pro Kein Druck auf den Ohren: Beim True-Wireless-Bluetooth-Kopfhörer AirPods Pro sorgen Belüftungskanäle für den Druckausgleich. (Bildquelle: apple.com)

Was sind die Vor- und Nachteile von Bluetooth-Kopfhörern?

Keine lästigen Strippen: Wenn Sie viel unterwegs sind, haben Bluetooth-Kopfhörer definitiv Vorteile. Das Smartphone verbindet sich drahtlos, Ihre Bewegungsfreiheit wird nicht eingeschränkt. Im Gegenzug sind Sie auf ausdauernde Akkus angewiesen. Geht der Akku in die Knie, stoppt die Musik und telefonieren können Sie auch nicht mehr. In vielen Fällen, aber längst nicht immer, lässt sich dann ein Kabel anschließen. Besonders kurzatmig sind True-Wireless-Kopfhörer, was den winzigen Akkus geschuldet ist. Praktischerweise kommen diese Modelle mit einem Ladecase, damit Sie die Zwerg-Akkus unterwegs auftanken können. Auch beim Klang haben Bluetooth-Kopfhörer laut Tests das Nachsehen, zumindest tendenziell. Gute Modelle kommen mit aptX- oder AAC-Unterstützung, was den Klangverlust im Vergleich zur (hochwertigen) Kabelverbindung etwas ausgleicht. Mit der Verbindungsstabilität wiederum haben aktuelle Modelle kaum noch Probleme.
 

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Was sollten Sie vor dem Kauf wissen?

Unser Ratgeber gibt den Überblick:

  1. Drinnen, draußen oder beim Sport? Typen und Einsatzbereiche
  2. Bauprinzip: Geschlossenes, offenes und halboffenes System
  3. Ohraufliegend oder ohrumschließend?
  4. Festes, abnehmbares oder gar kein Kabel?
  5. ...

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