3D-Fernseher

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Ratgeber zu 3D-TVs

Bereit für 3D

3D boomt – im Kino wie daheim. Die ersten 3D-Fernseher sind seit 2010 im Handel, Panasonic, Sony und Samsung gelten als Pioniere der neuen Technologie. Etliche Unternehmen ziehen nach und werben mit ihren 3D-fähigen Geräten. Aber sind die Bilder tatsächlich so plastisch wie im Kino? Und was genau braucht man, um die dritte Dimension ins Wohnzimmer zu bringen?

Shuttertechnik

Kann ein Flachbildfernseher die stereoskopischen Bilder eines 3D-Blu-ray-Players entgegennehmen, wird er als „3D-ready“ bezeichnet. Viele Hersteller kombinieren ihre Full-HD-Modelle mit aktiven Shutterbrillen und erzielen damit überzeugende Ergebnisse. Der Fernseher zeigt die Bilder für das linke und das rechte Auge abwechselnd an, synchron zum Bildwechsel wird jeweils ein Glas der Brille verdunkelt. Dabei nutzen Fernseher und Brille eine Frequenz von mindestens 100 Hertz, denn ab dieser Geschwindigkeit – für jedes Auge bleiben 50 Hertz übrig – nimmt das menschliche Auge kein Flackern oder Flimmern mehr wahr. Natürlich müssen Bildschirm und Brille perfekt harmonieren, ansonsten sieht das eine Auge Bilder, die eigentlich für das andere Auge bestimmt sind. Diese unsaubere Kanaltrennung führt zum sogenannten „Ghosting-Effekt“. Deshalb bietet jeder TV-Hersteller eigene Brillen an, die bis auf Weiteres nicht mit den Fernsehern anderer Hersteller kompatibel sind. Ob und wann sich die Unternehmen auf einen Standard einigen, bleibt ungewiss. Shutterbrillen, die mit allen 3D-Fernsehern funktionieren, wurden Anfang 2010 von XpanD angekündigt.

Polfiltertechnik

Die erste große 3D-Welle ging Mitte des letzten Jahrhunderts durch die Kinos. Schon 1953 wurden farbneutrale Polfiterbrillen eingesetzt, die den entsprechend vorpolarisierten Bildern eine räumliche Tiefenwirkung verliehen, ohne den farbigen Bildeindruck zu zerstören. Weil man damals noch zwei Projektoren brauchte, um beide Filme synchron zu zeigen, die Synchronisation aber nur selten perfekt gelang, war die anfängliche Begeisterung bald verflogen. 2005 machte RealD ein Verfahren salonfähig, bei dem die stereoskopischen Bilder mit einem einzelnen digitalen Projektor vorgeführt werden. Auch hier kommt das Polarisationsverfahren zum Zuge, allerdings wird durch die vollständige Digitalisierung eine völlig neue Qualitätsstufe erreicht. Mittlerweile nutzt man das Verfahren auch im Wohnzimmer: Fernseher mit Polfilterdisplay laufen Geräten mit Shuttertechnik immer mehr den Rang ab. Hier werden die Bilder zeilenweise polarisiert, dadurch sinkt die Vertikalauflösung um die Hälfte. Aus 1080 Zeilen werden dann 540 Zeilen - was aber kaum auffällt. Großer Vorteil von Geräten mit Polfilter-Technik: Mangels Elektronik sind die Brillen leichter und günstiger als aktive Shutterbrillen.

Autor: Jens

Produktwissen und weitere Tests zu 3D-Fernsehgeräte

3D passiv SAT+KABEL 7-8/2011 - Der erste Polfilter-TV von LG ermöglicht 3D-Vergnügen mit günstigen Passiv-Brillen.

Toshiba 55ZL2G Games Aktuell 6/2012 - 3D ohne Brille ist nun keine Zukunftsmusik mehr. Toshiba hat mit dem 55ZL2G den ersten Fernseher für brillenloses 3D auf den deutschen Markt gebracht ... Im Hardware-Check befand sich ein Fernseher, der die Bewertung „gut“ erhielt. Beurteilt wurde das Gerät mithilfe eines Praxistests sowie der Verarbeitung.

3D ohne Brille Audio Video Foto Bild 4/2011 - Ein lang gehegter Wunsch geht in Erfüllung: 3D-Filme ohne Brille genießen. Der Toshiba 20GL1 läutet diesen Trend ein.

3D ohne Brille Computer Bild 7/2011 - Spezialbrille überflüssig: COMPUTERBILD hat die 3D-FERNSEHERSENSATION Toshiba 20GL1 getestet.

3D und vieles mehr HomeElectronics 11/2010 - Die LCD-TV-Modelle der Serie 9000 von Philips sind da. Das Warten auf die Full-LED-Backlight-Geräte hat sich gelohnt: Bildqualität und Multimediafunktionen verblüffen. 3D-Tauglichkeit ist dabei lediglich eine Zugabe.

Extraklasse-TV SFT-Magazin 10/2010 - LCD-TV: In der 9000er-Serie verbaut Philips seit jeher nur das Beste vom Besten. Wird die Neuauflage den hohen Erwartungen an die Bildqualität gerecht?

LGs Bester Audio Video Foto Bild 3/2011 - Der LG 47LEX8 ist ein kleines Wunder: Trotz extrem flachem Bildschirm protzt er mit einer Bildschirmtechnik, die bislang nur in dickere Modelle passte.

Panasonic TX-47ASW804 Stiftung Warentest Online 1/2015 - Auf dem Prüfstand befand sich ein Fernseher, der mit „gut“ bewertet wurde. Als Testkriterien dienten Bild, Ton, Handhabung sowie Vielseitigkeit und Umwelteigenschaften.

Grundig 42 VLE 9480 BL Stiftung Warentest Online 9/2014 - Getestet wurde ein LCD-Fernseher, der die Endnote „befriedigend“ erhielt. Zur Urteilsfindung dienten die Kriterien Bild, Ton, Handhabung sowie Vielseitigkeit und Umwelteigenschaften.

Allrounder-Fernseher vom Feinsten PLAYER 3/2012 (Juli-September) - Geprüft wurde ein Fernseher. Er wurde mit 1,3 bewertet. Zu den Testkriterien zählten Bild (HDMI), Ton, Ausstattung, Verarbeitung und Bedienung. Außerdem wurde er in Verbindung mit einem Game getestet.

Grundig 42 VLE 988 BL Stiftung Warentest Online 6/2014 - Ein Fernseher befand sich auf dem Prüfstand und erhielt die Endnote „befriedigend“. Als Testkriterien dienten Bild, Ton, Handhabung sowie Vielseitigkeit und Umwelteigenschaften.

Philips 47PFL5008K Stiftung Warentest Online 11/2013 - Es wurde ein Fernseher näher betrachtet und mit der Note „befriedigend“ versehen. Als Kriterien dienten Bild, Ton, Handhabung, Vielseitigkeit sowie Umwelteigenschaften.

Philips 42PFL5008K Stiftung Warentest Online 11/2013 - Geprüft wurde ein Fernseher. Er erhielt das Qualitätsurteil „befriedigend“. Als Kriterien dienten Bild, Ton, Handhabung, Vielseitigkeit sowie Umwelteigenschaften.

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3D-ready-TVs

3D-Fernseher bringen räumliche Effekte ins Wohnzimmer. Für die dritte Dimension braucht man außerdem einen 3D-fähigen Blu-ray-Player und eine passende Shutterbrille des jeweiligen Herstellers. Zum Teil können die Geräte auch normale 2D-Inhalte in ein Raumbild überführen, wirklich überzeugend ist dieser Ansatz allerdings noch nicht. Wird ein Fernseher als „3D-ready“ beworben, dann kann er die Bilder eines 3D-fähigen Blu-ray-Players über einen HDMI-Eingang mit 120 Hertz entgegennehmen. Eine Eingangselektronik mit 120 Hertz ist unerlässlich, denn das Display zeigt die für das rechte und das linke Auge bestimmten Bilder abwechselnd an. Gleichzeitig verdunkelt die aktive Shutterbrille jeweils ein Brillenglas. Erst ab einer Bild- beziehungsweise Shutterfrequenz von 120 Hertz, bei der für jedes Auge 60 Hertz übrig bleiben, sehen die meisten Menschen das Gesamtbild trotz abwechselnder Verdunklung ohne Flimmern. Die Shutterbrillen werden per Infrarot synchronisiert, leider sind die einzelnen Modelle nicht kompatibel. Bislang passen zu den Fernsehern nur die Brillen des jeweiligen Herstellers. Ob und wann sich die Hersteller auf einen Standard einigen, ist noch offen. Shutterbrillen, die man an allen 3D-TVs mit Infrarotsender nutzen kann, wurden Anfang 2010 von Drittanbietern angekündigt, allen voran die X103 von XpanD. Vorreiter in Sachen 3D-TV sind Samsung, Sony und Panasonic. Samsung und Sony nutzen bei ihren Geräten im Gegensatz zu Panasonic einen weiteren Ansatz, mit dem beliebige 2D-Inhalte in ein Raumbild überführt werden. Damit will man dem anfänglichen Mangel an 3D-Inhalten begegnen. Allerdings wirkt diese Form der künstlichen Räumlichkeit nicht annähernd so realistisch, wie das im Zusammenspiel mit einer echten 3D-Quelle der Fall ist.