Stärken
Schwächen
Filme, Serien, Sport oder Gaming – der TCL 65C8K beherrscht laut HiFi Test alle Disziplinen in exzellenter Qualität. (Bildquelle: amazon.de)
Bild & Ton: TCL-Fernseher auf Erfolgskurs
TCL-Fernseher haben in den vergangenen Jahren erheblich an Bekanntheit gewonnen – und das völlig zu Recht. In puncto Bildqualität spielt das Unternehmen mittlerweile in der ersten Liga mit und überzeugt dabei mit attraktiven Preisen. Das aktuelle Sortiment basiert vor allem auf QD-Mini-LED-Displays, das heißt LC-Panels mit Quantum-Dot-Technologie und einer Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung mit tausenden lokalen Dimmzonen. Diese Technik ermöglicht sehr hohe Helligkeitswerte, tiefes Schwarz sowie eine präzise Farbwiedergabe – Eigenschaften, die früher meist nur bei Premiumgeräten anderer Hersteller zu finden waren. Moderne Modelle unterstützen umfassend HDR-Formate wie HDR10, HDR10+, HLG sowie Dolby Vision IQ. Für das Jahr 2026 ist zudem die Einführung von Dolby Vision 2.0 angekündigt. Fast alle aktuellen TVs bieten eine 4K-Auflösung (Ultra-HD); Full-HD-Geräte sind mittlerweile selten und bei Bildschirmgrößen ab 55 Zoll nicht mehr zu empfehlen.Ein bedeutender Schritt: Mit der neuen SQD-Mini-LED-Technologie (Super Quantum Dots) tritt TCL im Jahr 2026 selbstbewusst ins Premiumsegment ein. Das Flaggschiff X11L, präsentiert auf der CES 2026, punktet mit einer Spitzenhelligkeit von bis zu 10.000 Nits und nahezu vollständiger Abdeckung des BT.2020-Farbraums – Werte, die zuvor vor allem Profimonitoren vorbehalten waren. Alle vier HDMI-Anschlüsse des X11L unterstützen erstmals HDMI 2.1 mit 4K bei 144 Hz. Außerdem bringt TCL mit dem Max163M seine ersten Micro-LED-Fernseher auf den Markt, die ohne LCD-Panel auskommen und jeden Subpixel einzeln ansteuern – vergleichbar mit OLED, aber mit höherer Leuchtkraft und ohne Brandrisiko.
Ein früherer Nachteil war das Fehlen von OLED-Displays. Dieses Thema verliert an Gewicht, da die neuen Mini-LED-Modelle bei Kontrast und Helligkeit deutlich aufgeholt haben. Zudem arbeitet TCLs Tochterfirma CSOT aktiv an eigenen gedruckten OLED-Panels (IJP-OLED), zunächst für Monitore, später wohl auch für den TV-Markt.
Auch beim Ton hat TCL Fortschritte gemacht: Während die günstigeren Modelle mit firmeneigenen Lautsprechern ausgestattet sind, kooperiert TCL in der Mittel- und Oberklasse mit renommierten Marken. Modelle aus der C- und X-Serie sind wahlweise mit Soundsystemen von Bang & Olufsen oder Onkyo erhältlich. Dolby Atmos und DTS:X werden ebenfalls unterstützt. Im direkten Vergleich mit Samsung, Sony oder LG hinken Einsteigermodelle beim Klang noch leicht hinterher, doch im mittleren Segment ist der Abstand deutlich geschrumpft. Bei der Bildoptimierung gilt weiterhin: Die Werkseinstellungen sind oft nur bedingt optimal – je mehr Anpassungsmöglichkeiten ein TV bietet, desto leichter kann man das Bild individuell und passend zum Raum korrigieren.
Der TCL 65Q7C setzt auf QD-Mini-LED mit über 1.000 lokalen Dimming-Zonen, nativen 144 Hz und HDMI 2.1 – Technik, die man in dieser Preisklasse nicht erwartet. (Bildquelle: amazon.de)
Ausstattung: Anschlüsse, Smart-TV, Gaming & Empfang
In Sachen Anschlüsse hat TCL stark aufgeholt. Während einfache Modelle noch zwei bis drei HDMI-Ports besitzen, sind mittlere und Premiumgeräte mittlerweile meist mit HDMI 2.1 ausgestattet – perfekt für aktuelle Konsolen wie PlayStation 5 und Xbox Series X sowie für Gaming-PCs. HDMI 2.1 ermöglicht 4K mit bis zu 144 Hz, Variable Refresh Rate (VRR) und Auto Low Latency Mode (ALLM). Das Topmodell X11L bietet sogar vier HDMI-2.1-Anschlüsse. USB-Ports sind ebenfalls Standard. Bluetooth für kabellose Audiogeräte und WLAN gelten inzwischen bei fast allen Modellen als Grundausstattung. Der digitale Audioausgang ist meist als optischer Toslink- oder HDMI-eARC-Anschluss ausgeführt.Für Smart-TV setzt TCL mittlerweile konsequent auf Google TV, während Android TV nach und nach ausläuft. Google TV bietet eine übersichtliche, personalisierte Benutzeroberfläche, die Inhalte aus verschiedenen Streaming-Diensten bündelt und vom umfangreichen App-Store des Google Play Store profitiert. Unterstützt werden Google Assistant, Google Cast, Apple AirPlay 2 sowie Miracast. Einfachere Einsteigermodelle laufen teilweise noch mit einem eigenen, vereinfachten Betriebssystem, das weniger Apps anbietet. DLNA für Heimnetz-Streaming und HbbTV für die Mediatheken der TV-Sender sind praktisch immer vorhanden. TCL arbeitet zudem an einem Update für seine Google-TV-Modelle auf Android 14, das unter anderem eine schnellere HDMI-Umschaltung und weitere Verbesserungen mitbringt.
Auch im Bereich Gaming hat TCL deutlich nachgelegt. Viele aktuelle Geräte unterstützen Bildwiederholraten von 144 Hz (einige sogar interpolierte 288 Hz), AMD FreeSync Premium Pro sowie einen speziellen Game Master-Modus mit reduzierter Eingabeverzögerung. Das neue Einsteigermodell P7L bietet darüber hinaus einen AI Gaming Agent, der Spielparameter automatisch optimiert. Mittlere und Premiumgeräte besitzen selbstverständlich HDMI 2.1 für die aktuellen Konsolen und Gaming-PCs.
Interne Empfänger für Antenne (DVB-T2 HD), Kabel (DVB-C) und Satellit (DVB-S2) sind Standard, wodurch externe Receiver überflüssig sind. Aufnahme- und Timeshift-Funktionen via USB-Festplatte, die früher bei TCL selten waren, sind mittlerweile bei vielen Modellen üblich – hier empfiehlt sich jedoch ein Blick in die Produktdetails, da die Unterstützung je nach Modell unterschiedlich ausfällt.
Einstieg mit Substanz: Der TCL 40S5K liefert lebendige QLED-Farben und Google TV ab rund 220 Euro – ideal für kleinere Räume oder als Zweitfernseher. (Bildquelle: amazon.de)






















