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Ratgeber zu HiFi-Lautsprecher

Welche Box ist die richtige?

ratgeber_lautsprecher_1In einer Wiedergabekette übernehmen Lautsprecher die schwierigste Aufgabe, denn sie müssen die elektrische Signale in Schall umwandeln. Für den Anwender stellt sich die Frage: Welche Box ist die richtige, wo liegen die Unterschiede? Um diese, zugegebenermaßen nicht ganz einfache Frage zu beantworten, muss der Kunde zunächst überlegen, wo und wie er die Lautsprecher einsetzen will.

Große Boxen, großer Sound?

ratgeber_lautsprecher_aFür kleine Wohnräume empfiehlt sich der Griff zum Regallautsprecher oder – besonders raffiniert – zu einem Chassis, das direkt in Wand oder Decke eingebaut wird. Derart kompakte Boxen lassen sich dezent in die Einrichtung integrieren und liefern trotzdem ein ordentliches Klangbild. Nur in Sachen Bass darf man mangels Gehäusevolumen keine Spitzenergebnisse erwarten. Im Idealfall stellt man den Boxen daher einen externen Subwoofer zur Seite, der ausschließlich für den untersten Teil des Frequenzbereichs zuständig ist. Bei den Miniboxen sieht es ähnlich aus. Die bisweilen als „Brüllwürfel“ verschrieenen Modelle werden vor allem am mobilen Abspielgerät oder am Computer eingesetzt. Oft handelt es sich um simple 1-Wege-Systeme, bei denen ein einzelnes Chassis den kompletten Frequenzbereich abdecken muss. Mit einem 2-Wege-System erzielt man in der Regel bessere ratgeber_lautsprecher_bErgebnisse, denn hier werden die hoch- beziehungsweise die niederfrequenten Töne getrennt voneinander ausgegeben, was vor allem bei den hohen Tönen zu einer präziseren Wiedergabe führt. Ein 3-Wege-System – bei Regal- oder Mini-Lautsprechern eher selten - bildet das Frequenzspektrum noch genauer ab, denn zusätzlich zum Hoch- und Tieftöner übernimmt ein separates Chassis den Mitteltonbereich.

Standlautsprecher

ratgeber_lautsprecher_d3-Wege-Systeme finden sich vor allem bei Standlautsprechern. In die großvolumigen Gehäuse solcher Boxen lassen sich mehrere Chassis einbauen, mit denen die Frequenzbereiche separat abgedeckt werden. Selbst 4-Wege-Systeme oder ein zusätzlicher Tieftöner sind bei Standlautsprechern keine Seltenheit, so dass ein separater Subwoofer für den Bassbereich nicht zwingend notwendig ist. Man sollte allerdings beachten, dass die meisten Standlautsprecher mindestens 50 Zentimeter von der Wand entfernt stehen müssen. Ansonsten summieren sich die Bässe und die Box fängt an zu dröhnen. Berücksichtigt man außerdem, dass Lautsprecher und Hörplatz im Idealfall die Eckpunkte eines gleichschenkligen Dreiecks bilden, dann wird klar: Ein Standlautsprecher macht nur dort Sinn, wo ausreichend Platz vorhanden ist. Wie alle Boxen werden auch Standlautsprecher nach der Form des Gehäuses unterschieden. Besonders häufig findet man Bassreflex- und geschlossene Systeme. Bassreflex-Systeme sind durch eine oder mehrere Öffnungen an Vorder-, Rück- oder Unterseite des Gehäuses gekennzeichnet. Durch diese Öffnungen kann der rückwärtige Schall des Tieftöners nach außen entweichen, was mehr Volumen im Bassbereich und einen höheren Wirkungsgrad verspricht.

Stereo oder Surround?

Wer seine Boxen in erster Linie für die Musikwiedergabe nutzen will, der ist mit Stereolautsprechern bestens beraten. Steht allerdings die Wiedergabe von Filmton oder mehrkanaligen Konzertmitschnitten im Vordergrund, dann lohnt der Blick zum Surround-System.ratgeber_lautsprecher_e Hier sorgen – in Kombination mit einem passenden AV-Receiver - sechs oder mehr Boxen dafür, dass sich der Zuschauer mitten im Geschehen fühlt. So besteht ein 5.1-Set aus je zwei Front- und zwei Surround-Lautsprechern sowie aus einem Center-Lautsprecher und einem Subwoofer. Noch intensivere Erlebnisse versprechen 6.1- und 7.1-Sets mit zusätzlichem Back-Center oder zwei zusätzlichen Back-Surrounds. Fraglich bleibt, ob sich ein System mit sechs oder mehr Boxen dezent in den Wohnraum integrieren lässt. Aus diesem Grund bieten zahlreiche Hersteller kompakte Lösungen an, darunter Soundbars und Soundbases, die Surround-Sound mit einem oder zwei Lautsprechern erzeugen wollen ratgeber_lautsprecher_f. Das Verfahren nennt man „Virtual Surround“. Der Raumklang wird also nur simuliert, die Qualität der Wiedergabe erreicht folglich nicht das Niveau eines echten Surround-Systems.

Passiv oder aktiv?

Anders als bei Passivboxen, der gängigsten Variante, sitzen die Chassis bei einem Aktivlautsprecher zusammen mit einem oder mehreren Verstärkern und zum Teil mit aktiven Frequenzweichen in einem einzigen Gehäuse. Vorteil: ratgeber_lautsprecher_gDer Hersteller kann die Komponenten besser aufeinander abstimmen, was die Gefahr von Frequenzüberschneidungen oder Klangverzerrungen reduziert. Außerdem sind die Kabelwege zwischen Verstärker und Membran kürzer und die Leistungsverluste entsprechend geringer. Nachteil: Aktivlautsprecher sind wegen der verbauten Elektronik teurer als ihre passive Konkurrenz. Dafür kann man auf einen Endverstärker verzichten, was den Kostenaufwand wieder relativeren dürfte. Aktive Boxen bekommt man in verschiedenen Ausführungen: Als HiFi-Lautsprecher für daheim oder unterwegs, als Studio-Monitore oder als PA-Systeme (Public Acces) für die Beschallung großer Hallen.

Musik ohne Kabel

Im Trend liegen Aktivlautsprecher, die man nicht über Kabel, sondern drahtlos mit Signalen versorgt. Neben Funklautsprechern mit analoger Technik werden Boxen mit integriertem Bluetooth angeboten. Als Zuspieler empfehlen sich Mobiltelefone, Notebooks und MP3-Player, allerdings lässt sich auf diese Weise immer nur ein Lautsprecher ansteuern, außerdem ist die Reichweite eingeschränkt.Funklautsprecher Philips Fidelio A9 Einige Boxen unterstützen NFC (Near Field Communication), einen Standard, der die initiale Verbindung zur Bluetooth-Quelle vereinfacht.Etwas teurer aber mindestens genauso beliebt sind Lautsprecher, die das Signal zwar im 2,4 Gigahertz-Band, allerdings mit einer anderen Technologie empfangen – entweder von einem WLAN-Router und von einer separaten Sendeeinheit. Bei Varianten, die per WLAN (oder per LAN) mit einem Router verbunden werden, unterscheidet man offene und proprietäre Streaming-Standards. Offen ist der DLNA-Standard, während AirPlay und Sonos proprietär sind.

Oberstes Kriterium beim Boxenkauf: Erwartungen und Geschmäcker sind verschieden, man tut also gut daran, die Lautsprecher vor dem Kauf ausgiebig Probe zu hören. Außerdem sollten Faktoren wie Wattzahl, Wirkungsgrad oder Impedanz berücksichtigt werden. Was es mit den technischen Spezifikationen im Einzelnen auf sich hat, erklären wir hier.

Autor: Jens

Produktwissen und weitere Tests zu Lautsprecherboxen

Helles Vergnügen video 6/2016 - Wer sein Heimkino mit den Canton Reference K beschallen will, muss tief in die Tasche greifen. Dafür bekommt er Boxen, die auch nach Ende der Vorstellung noch begeistern, wenn das Licht wieder angeht. Testumfeld: Es wurden ein Standlautsprecher und ein Lautsprechersystem geprüft. Beide erhielten die Bewertung „sehr gut“. Die Testkriterien waren Klangqualität, Ausstattung und Verarbeitung.

Eine Fläche wie keine image hifi 4/2016 - Man muss weder das Rad noch den Lautsprecher ständig neu erfinden. Wenn man allerdings eines der besten Lautsprecherprinzipien so verfeinert, wie es Audio Exklusiv mit dem P 6.1 gemacht hat, bleiben kaum noch Wünsche offen. Ein elektrostatischer Lautsprecher wurde ausprobiert, jedoch nicht benotet.

Schwere? Los! AUDIO 6/2016 - Mit der Reference 1 K hat Canton ein Schwergewicht am Start. Materiell, denn 135 Kilogramm pro Box sind eine Ansage. Technologisch, denn da steckt massiv Know-how drin. Doch dieser Koloss klingt so überhaupt nicht schwerfällig. Im Einzeltest befand sich ein Standlautsprecher. Sein Klang wurde mit 106 Punkte bewertet. Die geprüften Kriterien waren Neutralität, Detailtreue, Ortbarkeit, Räumlichkeit, Feindynamik, Maximalpegel, Bassqualität und -tiefe sowie Verarbeitung.

Zepter, Reich und Krone image hifi 3/2016 - John DeVore benötigte vier Jahre währende Versuchsreihen bis zur Vollendung der Orangutan O/96. Beinahe wäre uns durch einen kleinen Irrtum im Verlag sein komplettes großartiges Endergebnis verborgen geblieben. Ein Standlautsprecher wurde näher untersucht. Eine Benotung blieb aus.

Neu aufgelegt Heimkino 12/2016-1/2017 - Unter den Surround-Lautsprechersets hat Teufels Theater 500 bereits echten Kultstatus: Seit Jahren bietet dieses ausgewachsene Standlautsprecher-Set dynamischen Heimkino-Sound zu fairem Preis. Ist die brandneue, mittlerweile dritte Version dieses Dauerbrenners noch besser geworden? Ein Surround-System für das Heimkino wurde getestet und mit „überragend“ beurteilt. Klang, Labor und Praxis dienten als Testkriterien.

Das Ende einer Reise ohne Ende image hifi 3/2016 - Es gibt Menschen, denen es eigentlich nur um das Suchen geht. Der Terzian 3 aus dem Hause Intonation Audio Manufaktur könnte der Lautsprecher für diejenigen sein, für die das Finden eine ernsthafte Option ist - oder die bereits einen Terzian gefunden haben. Ein Regallautsprecher wurde geprüft, jedoch abschließend nicht benotet.

Ein Traum wird wahr image hifi 2/2016 - Was passiert, wenn ein passionierter Entwickler nicht nur alle klanglichen Grenzen durchbrechen will, sondern zur Abwechslung allerhöchste Qualität unter einem Preislimit anbieten möchte? Er übertrifft sich einfach selbst. Ein Hornlautsprecher wurde ausprobiert, jedoch nicht benotet.

Ultrakompakt audiovision 4/2016 - Dass Magnat sein neues Heimkino-Boxenset ‚Cinema Ultra‘ tauft, kommt nicht von ungefähr. Denn trotz seinen kompakten Abmessungen erfüllt die 4.400 Euro teure Speaker-Kombi die strenge THX-Ultra2-Norm. Ein 5.1-Set wurde geprüft und mit „sehr gut“ benotet. Tonqualität 5.1-Mehrkanal, Tonqualität Stereo, Material und Verarbeitung sowie Ausstattung waren Testkriterien.

Musik trifft Movie audiovision 3/2016 - Auf Musikwiedergabe abgestimmte Lautsprecher im Heim kino? Das kann funktionieren, und zwar richtig gut – wie das neue Definion-3-Set von Teufel beweist. Ein 5.1-Lautsprecherset wurde ausprobiert und erhielt eine „sehr gute“ Bewertung. Die Testkriterien waren Tonqualität 5.1-Mehrkanal und Stereo, Material & Verarbeitung sowie Ausstattung.

Fifth Avenue hifi & records 2/2016 - Wenn High-End-Audio und Luxus so überzeugend gemischt werden wie bei Sonus Fabers Il Cremonese, entsteht ein großer Lautsprecher. Ein Standlautsprecher befand sich im Einzeltest. Eine Endnote wurde nicht vergeben.

Black Beauty AUDIO 12/2015 - Schwarz, stark, schön – Quadral hat mit der neuen Chromium Style 8 einen überaus eleganten Lautsprecher entworfen. Der dazu noch besser klingt, als es das Preisschild ahnen lässt. Ausprobiert wurde ein Standlautsprecher. Das Klangurteil lautete 89 Punkte. Neutralität, Detailtreue, Ortbarkeit, Räumlichkeit, Feindynamik, Maximalpegel, Bassqualität und -tiefe sowie Verarbeitung dienten als Bewertungskriterien.

Vorsicht Preisschild AUDIO 1/2016 - Wieder hält sich Nubert nicht an die Spielregeln. Glücklicherweise. Sonst könnten viele nicht staunen – über einen Standlautsprecher, der bei kleinem Preis unwahrscheinlich gut klingt. Im Produkttest befand sich ein Standlautsprecher, welcher im Klangurteil 80 Punkte erhielt. Kriterien waren Neutralität, Ortbarkeit, Räumlichkeit, Detailtreue, Maximalpegel sowie Feindynamik, Bassqualität, Basstiefe und Verarbeitung.

Bluetooth schon ab 50 Euro MP3 flash 3/2013 - Die Mikrochips machen's mal wieder möglich: Dank hoch integrierter Elektronik lassen sich Bluetooth-Lautsprecher schon für wenig Geld herstellen und werden damit auch bei kleinem Geldbeutel zum netten Gimmick. Einfach aus der Handtasche nehmen, Smartphone starten, schon ertönt die Lieblingsmusik. Alternativ kann so ein Mini-Speaker am Gürtel hängen – selbst im Betrieb. Insgesamt acht Funklautsprecher haben wir in diesem Test für Sie zusammengestellt ... Testumfeld: Getestet wurden acht Funklautsprecher, darunter sechs kleine und zwei größere Modelle. Die Mini-Lautsprecher wurden 3 x mit „gut“ und 3 x mit „befriedigend“ bewertet, während die großen Geräte für „sehr gut“ und „gut“ befunden wurden. Alle Produkte wurden anhand von Ausstattung/Praxis, Klang/Hörtest und Messungen beurteilt.

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