Laut­spre­cher: Tests & Test­sie­ger

Standlautsprecher sind für große Räume ideal, Regallautsprecher für kleine. Zudem gibt es flexible WLAN-Boxen sowie Bluetooth-Speaker für unterwegs. Wir zeigen Ihnen die derzeit besten Boxen am Markt. Dafür haben wir Tests und Meinungen ausgewertet und zu einer Gesamtnote verrechnet. Der letzte Test ist vom .

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Ratgeber: Boxen

Wel­che Box ist die rich­tige?

Das Wichtigste auf einen Blick:
  1. Klassisch: Regal- und Standlautsprecher
  2. Modern: WLAN- und Bluetooth-Lautsprecher
  3. Passive Boxen brauchen Verstärker, aktive nicht
  4. Stereo für Musikliebhaber, Surround für Filmfans
  5. Subwoofer unterstützen Tieftonwiedergabe
  6. Kompakte Soundbars simulieren Rundumklang

In einer Wiedergabekette übernehmen Lautsprecher die schwierigste Aufgabe, denn sie wandeln die elektrischen Signale in Schall. Für den Anwender stellt sich die Frage: Welche Box ist die richtige, wo liegen die Unterschiede? Um diese zugegebenermaßen nicht ganz einfache Frage zu beantworten, müssen Sie zunächst überlegen, wo und wie die Lautsprecher eingesetzt werden sollen.

Kompaktlautsprecher Dali Oberon 3 Kompaktes Gehäue, ausgewogener Klang: Die Dali Oberon 3, ein klassischer 2-Wege-Regallautsprecher, eignet sich für Räume von 10 bis 20 Quadratmetern (Bildquelle: dali-speakers.com)

Große Boxen, großer Sound?

Für kleine Wohnräume empfiehlt sich der Griff zum Regallautsprecher, zum Wandlautsprecher oder – besonders raffiniert – zu einem Chassis, das direkt in Wand oder Decke eingebaut wird. Derart kompakte Boxen lassen sich dezent in die Einrichtung integrieren und liefern trotzdem ein ordentliches Klangbild. Nur im Bassbereich dürfen Sie mangels großvolumiger Gehäuse keine Spitzenergebnisse erwarten. Im Idealfall steht den Boxen daher ein externer Subwoofer zur Seite, der ausschließlich für den untersten Teil des Frequenzbereichs zuständig ist.
Es geht aber noch kleiner: Die bisweilen als „Brüllwürfel“ verschrienen Mini-Lautsprecher, heutzutage meist mit Bluetooth, werden vor allem am Smartphone, am MP3-Player oder am Notebook eingesetzt, also unterwegs. Oft handelt es sich um simple 1-Wege-Systeme, bei denen ein einzelnes Chassis den kompletten Frequenzbereich abdecken muss. Mit einem 2-Wege-System lassen sich in der Regel bessere Ergebnisse erzielen, denn hier werden die hoch- beziehungsweise die niederfrequenten Töne getrennt voneinander ausgegeben, was vor allem bei den hohen Tönen zu einer präziseren Wiedergabe führt. Ein 3-Wege-System – bei Regal- oder Mini-Lautsprechern eher selten - bildet das Frequenzspektrum noch genauer ab, denn zusätzlich zum Hoch- und Tieftöner übernimmt ein separates Chassis den Mitteltonbereich.

Standlautsprecher Canton Vento 886.2 DC Pegelfeste Standbox für größere Räume bis ca. 25 Quadratmeter: die Canton Vento 886.2 DC (Bildquelle: canton.de)

Für größere Räume: Standlautsprecher

3-Wege-Systeme finden sich vor allem bei Standlautsprechern. In die großvolumigen Gehäuse solcher Boxen lassen sich mehrere Chassis einbauen, mit denen die Frequenzbereiche separat abgedeckt werden. Selbst 4-Wege-Systeme oder ein zusätzlicher Tieftöner sind bei Standlautsprechern keine Seltenheit, sodass ein separater Subwoofer für den Bassbereich nicht zwingend notwendig ist. Bedenken sollten Sie, dass Standlautsprecher gern frei im Raum platziert werden wollen - in Tests wird meist ein Wandabstand von 50 Zentimetern oder mehr empfohlen. Ansonsten summieren sich die Bässe und die Box fängt an zu dröhnen. Behält man außerdem im Hinterkopf, dass Lautsprecher und Hörplatz im Idealfall die Eckpunkte eines gleichschenkligen Dreiecks bilden, wird klar: Ein Standlautsprecher macht nur dort Sinn, wo ausreichend Platz vorhanden ist. Wie alle Boxen werden auch Standlautsprecher nach der Form des Gehäuses unterschieden. Besonders häufig findet man Bassreflex- und geschlossene Systeme. Bassreflex-Systeme sind durch eine oder mehrere Öffnungen an Vorder-, Rück- oder Unterseite des Gehäuses gekennzeichnet. Durch diese Öffnungen kann der rückwärtige Schall des Tieftöners nach außen entweichen, was mehr Volumen im Bassbereich und einen höheren Wirkungsgrad verspricht.

Soundbar mit Subwoofer Samsung HW-Q800T Simulieren Surround-Sound und werden immer beliebter: Soundbars, hier am Beispiel der Samsung HW-Q800T (Bildquelle: samsung.com)

Stereo- und Surround-Systeme für Musik- und Filmfans

Wer seine Boxen in erster Linie für die Musikwiedergabe nutzen will, der ist mit Stereolautsprechern bestens beraten. Steht allerdings die Wiedergabe von Filmton oder mehrkanaligen Konzertmitschnitten im Vordergrund, dann lohnt der Blick zum Surround-System. Hier sorgen – in Kombination mit einem passenden AV-Receiver - sechs oder mehr Boxen dafür, dass Sie sich als Zuschauer mitten im Geschehen fühlen. So besteht ein 5.1-Set aus je zwei Front- und zwei Surround-Lautsprechern sowie aus einem Center-Lautsprecher und einem Subwoofer. Noch intensivere Erlebnisse versprechen 6.1- und 7.1-Sets mit zusätzlichem Back-Center oder zwei zusätzlichen Back-Surrounds. Fraglich bleibt, ob sich ein System mit sechs oder mehr Boxen dezent in den Wohnraum integrieren lässt. Aus diesem Grund bieten zahlreiche Hersteller kompakte Lösungen an, darunter Soundbars ohne oder mit separatem Subwoofer, die ebenfalls Rundumklang erzeugen wollen. Der Raumklang wird aber nur simuliert, Stichwort "Virtual Surround", die Qualität der Wiedergabe erreicht folglich nicht das Niveau eines echten Surround-Systems.

Modern oder klassisch, aktiv oder passiv?

Anders als bei Passivboxen, der klassischen Lautsprecher-Variante, sitzen die Chassis bei Aktivlautsprechern zusammen mit einem oder mehreren Verstärkern und zum Teil mit aktiven Frequenzweichen in einem einzigen Gehäuse. Vorteil: Die einzelnen Komponenten lassen sich besser aufeinander abstimmen, was die Gefahr von Frequenzüberschneidungen oder Klangverzerrungen reduziert. Außerdem sind die Kabelwege zwischen Verstärker und Membran kürzer und die Leistungsverluste entsprechend geringer. Nachteil: Aktivlautsprecher sind wegen der verbauten Elektronik teurer als ihre passive Konkurrenz. Dafür kann man auf einen Endverstärker verzichten, was den Kostenaufwand wieder relativeren dürfte. Aktive Boxen bekommt man in verschiedenen Ausführungen: Als HiFi-Lautsprecher für den Einsatz daheim, als Studio-Monitore oder als PA-Systeme (Public Acces) für die Beschallung großer Hallen.

Top 3 der besten Aktivlautsprecher:


WLAN-Box Sonos One Bei den WLAN-Lautsprechern fast schon ein Klassiker: der Sonos One (Bildquelle: sonos.com)

Musik ohne Kabel: Funk-, Bluetooth- und WLAN-Lautsprecher

Im Trend liegen Aktivlautsprecher, die Sie nicht über Kabel, sondern drahtlos mit Signalen versorgen. Neben Funklautsprechern für den Einsatz daheim werden vor allem tragbare Bluetooth-Boxen angeboten. Als Bluetooth-Quellen empfehlen sich Smartphones, Tablets, Notebooks und MP3-Player, allerdings lässt sich auf diese Weise immer nur ein Lautsprecher ansteuern - es sei denn, die Bluetooth-Box unterstützt Stereo-Pairing, nimmt also selbst Kontakt zu weiteren Bluetooth-Boxen auf. Bedenken Sie aber, dass die Reichweite via Bluetooth eingeschränkt ist. Etwas teurer, aber nicht minder beliebt: Lautsprecher, die das Signale im 2,4- und teils auch im 5-Gigahertz-Band per WLAN empfangen. Die Reichweite per WLAN ist höher, die Qualität der Übertragung in der Regel besser. Bei WLAN-Lautsprechern, zu denen auch Smart-Speaker mit integriertem Sprachassistent gehören, unterscheidet man offene und proprietäre Streaming-Standards. Offen ist der DLNA-Standard, während AirPlay und Sonos proprietär sind.

Oberstes Kriterium beim Boxenkauf: Erwartungen und Geschmäcker sind verschieden. Sie tun also gut daran, die Lautsprecher vor dem Kauf ausgiebig Probe zu hören. Außerdem sollten Faktoren wie Wattzahl, Wirkungsgrad oder Impedanz berücksichtigt werden. Was es mit den technischen Spezifikationen im Einzelnen auf sich hat, erklären wir hier.

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Was sollten Sie vor dem Kauf wissen?

Unser Ratgeber gibt den Überblick:

  1. Große Boxen, großer Sound?
  2. Für größere Räume: Standlautsprecher
  3. Stereo- und Surround-Systeme für Musik- und Filmfans
  4. Modern oder klassisch, aktiv oder passiv?
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