Lautsprecher: Tests & Testsieger

Die besten Lautsprecher der Fachpresse

Unsere Bestenlisten zeigen die derzeit besten Lautsprecher auf dem Markt. Dafür hat unsere Fachredaktion Testberichte aus 180 Testmagazinen für Sie ausgewertet.

Ratgeber zu Boxen

Welche Box ist die richtige?

ratgeber_lautsprecher_1In einer Wiedergabekette übernehmen Lautsprecher die schwierigste Aufgabe, denn sie müssen die elektrische Signale in Schall umwandeln. Für den Anwender stellt sich die Frage: Welche Box ist die richtige, wo liegen die Unterschiede? Um diese, zugegebenermaßen nicht ganz einfache Frage zu beantworten, muss der Kunde zunächst überlegen, wo und wie er die Lautsprecher einsetzen will.

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Große Boxen, großer Sound?

Für kleine Wohnräume empfiehlt sich der Griff zum Regallautsprecher oder – besonders raffiniert – zu einem Chassis, das direkt in Wand oder Decke eingebaut wird. Derart kompakte Boxen lassen sich dezent in die Einrichtung integrieren und liefern trotzdem ein ordentliches Klangbild. Nur in Sachen Bass darf man mangels Gehäusevolumen keine Spitzenergebnisse erwarten. Im Idealfall stellt man den Boxen daher einen externen Subwoofer zur Seite, der ausschließlich für den untersten Teil des Frequenzbereichs zuständig ist. Bei den Miniboxen sieht es ähnlich aus.

Die bisweilen als „Brüllwürfel“ verschrieenen Modelle werden vor allem am mobilen Abspielgerät oder am Computer eingesetzt. Oft handelt es sich um simple 1-Wege-Systeme, bei denen ein einzelnes Chassis den kompletten Frequenzbereich abdecken muss. Mit einem 2-Wege-System erzielt man in der Regel bessere ratgeber_lautsprecher_bErgebnisse, denn hier werden die hoch- beziehungsweise die niederfrequenten Töne getrennt voneinander ausgegeben, was vor allem bei den hohen Tönen zu einer präziseren Wiedergabe führt. Ein 3-Wege-System – bei Regal- oder Mini-Lautsprechern eher selten - bildet das Frequenzspektrum noch genauer ab, denn zusätzlich zum Hoch- und Tieftöner übernimmt ein separates Chassis den Mitteltonbereich.

Standlautsprecher

ratgeber_lautsprecher_d3-Wege-Systeme finden sich vor allem bei Standlautsprechern. In die großvolumigen Gehäuse solcher Boxen lassen sich mehrere Chassis einbauen, mit denen die Frequenzbereiche separat abgedeckt werden. Selbst 4-Wege-Systeme oder ein zusätzlicher Tieftöner sind bei Standlautsprechern keine Seltenheit, so dass ein separater Subwoofer für den Bassbereich nicht zwingend notwendig ist. Man sollte allerdings beachten, dass die meisten Standlautsprecher mindestens 50 Zentimeter von der Wand entfernt stehen müssen. Ansonsten summieren sich die Bässe und die Box fängt an zu dröhnen. Berücksichtigt man außerdem, dass Lautsprecher und Hörplatz im Idealfall die Eckpunkte eines gleichschenkligen Dreiecks bilden, dann wird klar: Ein Standlautsprecher macht nur dort Sinn, wo ausreichend Platz vorhanden ist. Wie alle Boxen werden auch Standlautsprecher nach der Form des Gehäuses unterschieden. Besonders häufig findet man Bassreflex- und geschlossene Systeme. Bassreflex-Systeme sind durch eine oder mehrere Öffnungen an Vorder-, Rück- oder Unterseite des Gehäuses gekennzeichnet. Durch diese Öffnungen kann der rückwärtige Schall des Tieftöners nach außen entweichen, was mehr Volumen im Bassbereich und einen höheren Wirkungsgrad verspricht.

Stereo oder Surround?

Wer seine Boxen in erster Linie für die Musikwiedergabe nutzen will, der ist mit Stereolautsprechern bestens beraten. Steht allerdings die Wiedergabe von Filmton oder mehrkanaligen Konzertmitschnitten im Vordergrund, dann lohnt der Blick zum Surround-System.ratgeber_lautsprecher_e Hier sorgen – in Kombination mit einem passenden AV-Receiver - sechs oder mehr Boxen dafür, dass sich der Zuschauer mitten im Geschehen fühlt. So besteht ein 5.1-Set aus je zwei Front- und zwei Surround-Lautsprechern sowie aus einem Center-Lautsprecher und einem Subwoofer. Noch intensivere Erlebnisse versprechen 6.1- und 7.1-Sets mit zusätzlichem Back-Center oder zwei zusätzlichen Back-Surrounds. Fraglich bleibt, ob sich ein System mit sechs oder mehr Boxen dezent in den Wohnraum integrieren lässt. Aus diesem Grund bieten zahlreiche Hersteller kompakte Lösungen an, darunter Soundbars und Soundbases, die Surround-Sound mit einem oder zwei Lautsprechern erzeugen wollen ratgeber_lautsprecher_f. Das Verfahren nennt man „Virtual Surround“. Der Raumklang wird also nur simuliert, die Qualität der Wiedergabe erreicht folglich nicht das Niveau eines echten Surround-Systems.

Passiv oder aktiv?

Anders als bei Passivboxen, der gängigsten Variante, sitzen die Chassis bei einem Aktivlautsprecher zusammen mit einem oder mehreren Verstärkern und zum Teil mit aktiven Frequenzweichen in einem einzigen Gehäuse. Vorteil: ratgeber_lautsprecher_gDer Hersteller kann die Komponenten besser aufeinander abstimmen, was die Gefahr von Frequenzüberschneidungen oder Klangverzerrungen reduziert. Außerdem sind die Kabelwege zwischen Verstärker und Membran kürzer und die Leistungsverluste entsprechend geringer. Nachteil: Aktivlautsprecher sind wegen der verbauten Elektronik teurer als ihre passive Konkurrenz. Dafür kann man auf einen Endverstärker verzichten, was den Kostenaufwand wieder relativeren dürfte. Aktive Boxen bekommt man in verschiedenen Ausführungen: Als HiFi-Lautsprecher für daheim oder unterwegs, als Studio-Monitore oder als PA-Systeme (Public Acces) für die Beschallung großer Hallen.

Musik ohne Kabel

Im Trend liegen Aktivlautsprecher, die man nicht über Kabel, sondern drahtlos mit Signalen versorgt. Neben Funklautsprechern mit analoger Technik werden Boxen mit integriertem Bluetooth angeboten. Als Zuspieler empfehlen sich Mobiltelefone, Notebooks und MP3-Player, allerdings lässt sich auf diese Weise immer nur ein Lautsprecher ansteuern, außerdem ist die Reichweite eingeschränkt.Funklautsprecher Philips Fidelio A9 Einige Boxen unterstützen NFC (Near Field Communication), einen Standard, der die initiale Verbindung zur Bluetooth-Quelle vereinfacht.Etwas teurer aber mindestens genauso beliebt sind Lautsprecher, die das Signal zwar im 2,4 Gigahertz-Band, allerdings mit einer anderen Technologie empfangen – entweder von einem WLAN-Router und von einer separaten Sendeeinheit. Bei Varianten, die per WLAN (oder per LAN) mit einem Router verbunden werden, unterscheidet man offene und proprietäre Streaming-Standards. Offen ist der DLNA-Standard, während AirPlay und Sonos proprietär sind.

Oberstes Kriterium beim Boxenkauf: Erwartungen und Geschmäcker sind verschieden, man tut also gut daran, die Lautsprecher vor dem Kauf ausgiebig Probe zu hören. Außerdem sollten Faktoren wie Wattzahl, Wirkungsgrad oder Impedanz berücksichtigt werden. Was es mit den technischen Spezifikationen im Einzelnen auf sich hat, erklären wir hier.

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