Fernseher: Energieeffizienzklassen

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Für Kühlschränke und Waschmaschinen ist sie schon länger vorgeschrieben, seit Dezember 2011 auch für Fernseher: Die Kennzeichnung der Geräte mit dem Energieverbrauchsetikett, einem europaweit einheitlichen Label, das die Kaufentscheidung erleichtern soll. Was besagt die Plakette genau und inwiefern sind die Informationen kaufentscheidend?

Hersteller (I) und Produktbezeichnung (II) stehen ganz oben auf der Plakette. Gleich darunter findet man Informationen zur Energieeffizienzklasse, und zwar in Form von Farbbalken und Buchstaben. Grundlage für die Einstufung eines Fernsehers ist die Leistungsaufnahme im Verhältnis zur sichtbaren Diagonale des Bildschirms. Die Farbskala reicht von dunkelrot (hoher Verbrauch) bis dunkelgrün (niedriger Verbrauch). Passend dazu gibt es Energieeffizienzklassen, angefangen mit den im Dezember 2011 eingeführten Klassen G bis A. So nimmt ein Fernseher der Energieeffizienklasse A rund 70 Prozent weniger Leistung auf als ein Modell der Klasse F. Weil die Geräte im Zuge technischer Neuerungen immer effizienter arbeiten, werden regelmäßig neue Klassen eingeführt, ansonsten könnte man kaum noch differenzieren. Ab 2014 gibt es die Klassen F bis A+, ab 2017 die Klassen E bis A++ und ab 2020 die Klassen D bis A+++, wobei die Kennzeichnung höherer Klassen auch früher genutzt werden kann. Unter den Farbbalken befinden sich zwei kleinere Kästen. Der Haken im linken Kasten zeigt, dass der Fernseher einen Netzschalter hat, mit dem er komplett von der Stromversorgung getrennt werden kann. Im rechten Kasten steht, wie viel Leistung der Fernseher im Standardbetrieb aufnimmt. Zum Standby-Verbrauch gibt es keine Informationen, schließlich sind mittlerweile nur noch Geräte erlaubt, die im Bereitschaftsmodus maximal ein Watt Leistung aufnehmen. Den Jahresverbrauch bei einer täglichen Nutzung von vier Stunden im Betrieb und 20 Stunden im Standby kann man im großen Kasten rechts ablesen. Wie groß der Bildschirm ist, steht ganz unten auf der Plakette.

Das Energieverbrauchsetikett erleichtert die Kaufentscheidung. Allerdings sind effizientere Geräte mit ansonsten ähnlicher Ausstattung meist auch teurer. Vor allem kleinere Fernseher müssen über Jahre intensiv genutzt werden, damit sich die Anschaffung im Vergleich zu einem günstigeren Modell mit höherer Leistungsaufnahme rechnet. Bei Fernsehern mit größeren Displays sind die Unterschiede markanter, hier kann man schon in kurzer Zeit bares Geld sparen. Aus ökologischer Sicht macht die Investition in einen effizienten Fernseher der dank hoher Umweltverträglichkeit vielleicht sogar mit der EU-Umweltblume (Ecolabel) ausgezeichnet wurde, definitiv Sinn.

Autor: Jens