Lastenräder

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Ratgeber zu Lastenräder

„Ich ersetze ein Auto“

Projekt "Ich ersetze ein Auto" des Bundesumweltministeriums

Bildquelle: www.ich-ersetze-ein-auto.de

Sogar das Bundesumweltministerium interessiert sich neuerdings für sie. In einem zweijährigen, 2012 gestarteten Projekt soll nämlich das Effizienzpotenzial von Lastenrädern mit E-Motor bei Kurierdiensten erprobt werden. Das unter dem Namen „Ich ersetze ein Auto“ laufende Projekt ist aber nur die (politische) Spitze des Eisbergs. Denn Lastenräder verlassen derzeit ihr Nischendasein und erfreuen sich zunehmend einer immer größer werdenden Popularität, auch im privaten Bereich.

"Betriebsrad" in ziviler Ausführung

Workcycles FR8 - ein "Betriebsrad" in der Version für den Privateinsatz

„Betriebsräder“ privat mit Gewinn nutzen

Betriebsräder, besser bekannt als Post- oder Bäckerräder, waren lange Zeit ausschließlich im gewerblichen Umfeld im Einsatz. Speziell in Städten jedoch werden leicht veränderte Versionen immer häufiger auch von Privatpersonen mit Gewinn genutzt. Es gibt sie in zwei Formen, nämlich mit einem in den Rahmen integrierten Vorder- und Hintergepäckträger sowie mit einem langen Hinterbau („Longtail“). Sie sind auf Zuladungen von bis zu 50 bis 70 Kilogramm, in seltenen Fällen sogar bis 100 Kilo und mehr ausgelegt und können daher viel mehr an Gewicht transportieren als ein normales Rad – ideal für größere Einkäufe, aber auch für den Ausflug am Wochenende ins Grüne zum Picknick. Sie nehmen nicht mehr Platz als ein Rad weg und weisen auch kaum ein anderes Fahrverhalten auf, der Umstieg fällt daher meist entsprechend leicht. Lasten wiederum lassen sich sicherer transportieren, weil die Gepäckträger integriert sind und die Räder einen tieferen Schwerpunkt haben. Die Longtails sind dabei meist ein paar Kilogramm leichter und erfordern einen geringeren Kraftaufwand auf welligem Terrain. Für ältere Fahrer sowie für eher bergiges Terrain wiederum lohnt sich auf jeden Fall die Investition in eine E-Bike-Version.

Lastenrad mit drei Rädern

Schickes Lastenrad PackBernds von Bernds

Transporträder für Lasten und Kinder

Obwohl sich die einfachen Lastenräder auch gut für Kindersitze eignen, ziehen vor allem Eltern mit mehr als einem Kind ein „echtes“ Lastenrad vor. Am häufigsten fällt dabei die Wahl auf ein Dreirad mit einer Transportkiste zwischen den beiden Vorderrädern, die sich für den Transport von bis zu vier Kindern umrüsten lässt. Vorteil: Die Kinder sind ständig in Blick- und Sprechkontakt mit dem radelnden Elternteil, das Rad kann kaum umfallen (wozu auch der niedrige Schwerpunkt beiträgt) und erfordert kein Absteigen an Ampeln. Nachteil: Der Wendekreis ist groß und die Räder schwer, bergauf muss kräftig getreten werden. Auf der Ebene dagegen entpuppen sich viele aktuelle Modelle als verblüffend wendig, einmal in Schwung gekommen fällt auch das hohe Eigengewicht kaum mehr negativ auf. Modelle mit einem separaten Lenkgestänge lassen sich kraftschonender in Kurven fahren, da sich die Kiste nicht mitbewegt. Die Dreiräder gibt es auch mit Zuladungen von über 200 Kilogramm für den Transport schwerer Lasten sowie in einer Version mit zwei Hinterrädern. In diesem Fall sollten die Hinterräder über ein Differential gleichzeitig angetrieben werden. Außerdem bietet der Markt eingefleischten Liegeradfahrern Modelle mit einer Transportkisten an, und zwar entweder als „normales“, flaches Liegerad oder als bequemes Sesselrad mit aufrechter Sitzposition. Modelle mit vier Rädern wiederum werden meist nur gewerblich genutzt, etwa als Rikschas oder von Eisverkäufern.

Lastenrad mit zwei Rädern

Für "Schwertransporte" auf dem Rad: Bullitt Milk Plus

Zweirad-Lastenrad

Lastenrädern mit zwei Rädern nehmen derzeit die Rolle von Trendsettern ein – was unter anderem daran liegt, dass sie bei Kurierdiensten, die schon für den Hype der Eingangräder („Fixies“, „Singlespeed“) verantwortlich waren, immer beliebter werden. Am häufigsten anzutreffen ist die Version mit einem langen Radstand sowie eine Transportkiste zwischen Fahrersitz und Vorderrad. Die Räder sind auf hohe Zuladungen ausgelegt, teilweise können über 200 Kilogramm transportiert werden. Die Position der Kiste, kleine Räder sowie der besonders tiefe Schwerpunkt sorgen dafür, dass die Fahrräder auch bei hoher Beladung sicher auf der Straße liegen und kaum umfallen können. Trotzdem erfordern sie aufgrund der Länge von rund zwei Metern natürlich eine gewisse Umgewöhnungszeit. Anschließend jedoch fahren sich sich recht wendig und nehmen auch Hindernisse wie Bordsteinkanten leichter als die Dreiräder. Da das hohe Eigengewicht viel Kraft erfordert, werden immer mehr Modelle sinnvollerweise mit einem E-Motor ausgerüstet, der die Belastungsspitzen bei Anfahrten, etwa an einer Ampel, eliminiert. Diese Zusatzausstattung kommt nicht nur Kurierfahrern zugute, denn der Motor erlaubt natürlich auch höhere Lasten und die leichtere Bewältigung von Steigungen. Aber auch Privatkunden, die sich die Anschaffung eine Zweirades überlegen, sollten sich diese Investition vor allem für den Fall überlegen, wenn das Rad häufig in der Stadt und damit mit vielen Anfahrten bewegt wird. Der Aufpreis fällt allerdings nicht selten recht deftig aus.

Stabil, komfortabel, nützlich und ökologisch

Lastenräder werden nur von wenigen Herstellern produziert, fast jedes Modell lässt sich nach den Wünschen und Bedürfnissen des Kunden konfigurieren – sei es zum Transport von Kindern/Personen, für leichte oder schwere Lasten oder auch Werkzeug – speziell in Städten können Lastenräder für Kleinunternehmer oder Handwerker eine sparsame und auch ökologischere Alternative zu einem (Klein-) Transporter oder Pkw sein. Im privaten Bereich nutzen sie dagegen vor allem Familien immer häufiger als Autoersatz, denn auch größere Einkäufe bis hin zu einer Waschmaschine lassen sich mit ihnen transportieren. Dies ist auch einer der Gründe dafür, weswegen Lastenräder zunehmend ins Visier der Politik geraten. Ersten Prognosen zufolge lässt sich mit ihnen nämlich bis zu einem Viertel aller Lastentransporte auf Kurz-/Mittelstrecken bewältigen, teilweise wird ihnen sogar ein Potenzial von bis zu 85 Prozent in Großstädten zugesprochen. In Projekten wie das von der EU geförderte „Cycle Logistics“ (externer Link) sowie die eingangs erwähnte Initiative „Ich ersetze ein Auto“ wird deshalb die Effizienz von Lastenrädern derzeit gezielt ausgetestet sowie Interesse bei Unternehmen geweckt. Weil ihr ökonomischer und ökologischer Nutzen jedoch kaum von der Hand zu weisen ist, darf davon ausgegangen werden, dass sie schon in naher Zukunft nicht mehr aus dem Straßenbild wegzudenken sind wie dies schon in den skandinavischen Ländern oder Holland seit Längerem der Fall ist.

Autor: Wolfgang

Produktwissen und weitere Tests zu Lastenräder

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