Stärken
Schwächen
Wer den Klang seines Fernsehers verbessern will, hat die Wahl: Ein klassisches Stereo-System mit zwei Lautsprechern liefert guten Klang für Musik und Sprache. Wer zusätzlich satten Bass will – beim Filmschauen oder Gaming – greift zum 2.1-System. Die „2" steht dabei für die zwei Stereokanäle, die „1" für den separaten Tieftonkanal, also den Subwoofer. Den gibt es entweder als eigenständige Box oder integriert ins Gehäuse der Soundbar.
Mehr als nur Klang: Die Harman / Kardon SoundSticks 5 fallen mit ihrem transparenten Gehäuse und integrierten Lichtshow im Wohnzimmer sofort ins Auge – und klingen im Test genauso gut. (Bildquelle: amazon.de)
Stereo-System: die klassische Lösung für Musik und TV
Zwei Aktivlautsprecher links und rechts vom Bildschirm – das ist die klassische Aufstellung für alle, die vor allem Musik hören oder den schwachen TV-Ton unkompliziert aufwerten wollen. Aktivlautsprecher haben Verstärker und Frequenzweiche bereits eingebaut, ein separates Gerät ist also nicht nötig. Der Anschluss erfolgt je nach Fernseher über den analogen Cinch-Ausgang, einen optischen Digitalausgang oder – bei modernen Geräten – per HDMI ARC. Trotz kompakter Bauform klingen gute Aktivboxen oft kräftiger als passive Lautsprecher gleicher Größe, weil sich die tiefen Frequenzen per eingebauter Entzerrung gezielt anheben lassen. Wer sich mehr Bass wünscht, ergänzt die Aktivlautsprecher um einen aktiven Subwoofer oder steigt gleich auf ein 2.1-System um.Soundbars: kompakt, wohnraumfreundlich, vielseitig
Die beliebteste 2.1-Lösung für den Fernseher ist heute die Soundbar. Die längliche Lautsprecherleiste wird entweder auf das TV-Möbel vor den Bildschirm gestellt oder per Wandhalterung montiert. Viele Sets enthalten einen kabellosen Subwoofer, der sich flexibel im Raum platzieren lässt. Alternativ gibt es Soundbases (auch Sounddecks genannt): flache Podeste, auf denen der Fernseher direkt steht – optisch unauffällig, aber heute seltener zu finden als klassische Soundbars.Der Subwoofer – ob extern oder ins Gehäuse integriert – übernimmt den Tieftonbereich und entlastet die kleineren Treiber der Soundbar, die sich dadurch besser auf Mitten und Höhen konzentrieren können. Das Ergebnis: klarere Dialoge und ein volleres Klangbild insgesamt.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Die Anschlüsse entscheiden über die Klangqualität. Wer das Beste aus seiner Soundbar herausholen möchte, verbindet sie per HDMI eARC mit dem Fernseher. Dieser Standard überträgt auch verlustfreie Audioformate wie Dolby TrueHD vollständig – wichtig für Blu-ray-Filme mit Dolby Atmos. Der ältere ARC-Standard reicht für Streaming-Dienste wie Netflix oder Disney+ in der Regel aus. Eine optische Verbindung überträgt hingegen kein Dolby Atmos, sondern maximal herkömmliches Dolby Digital 5.1. Die meisten Fernseher ab Baujahr 2019 unterstützen mindestens ARC, neuere Modelle ab 2020/2021 oft auch eARC.
Edifier S360DB: Vielseitiges 2.1-System mit kabellosem 8-Zoll-Subwoofer und Bluetooth – wohnraumtauglich und mit optischen sowie koaxialen Eingängen auch für den TV oder PC per Bluetooth geeignet. (Bildquelle: amazon.de)
Dolby Atmos ist das aktuell verbreitetste 3D-Audioformat: Klänge werden dabei nicht nur von links und rechts, sondern auch von oben simuliert. Günstige Soundbars erzeugen diesen Effekt per Software (virtuell), teurere Modelle haben dafür eigene nach oben abstrahlende Treiber eingebaut. Der Unterschied ist im Direktvergleich hörbar – für den normalen TV-Abend reicht die virtuelle Variante aber oft aus.
Ebenfalls Standard bei aktuellen Soundbars: Bluetooth für kabelloses Musikstreamen vom Smartphone, sowie zunehmend WLAN für Multiroom-Funktionen und die Steuerung per App oder Sprachassistent. Wer eine Soundbar in ein Smart-Home-System einbinden oder Musik im ganzen Haus verteilen möchte, sollte auf WLAN und Kompatibilität mit AirPlay 2, Google Cast oder dem Ökosystem des jeweiligen Herstellers achten.
Tests und Kundenmeinungen
Die Stiftung Warentest hat zuletzt über 200 Soundbars und Soundplates getestet. Dabei schnitten Modelle im mittleren Preissegment häufig mit „gut" ab – sowohl bei Klang als auch bei Handhabung und Energieverbrauch. Einstiegsmodelle unter 100 Euro erhalten oft ein „befriedigend", vor allem wegen schwacher Bassleistung und eingeschränkter Anschlüsse. Fachmagazine wie HiFi Journal vergeben Preis-Leistungs-Empfehlungen besonders häufig an Sets mit kabellosem Subwoofer im Bereich von 150 bis 300 Euro.Käufer berichten auf Plattformen wie Amazon und idealo.de übereinstimmend, dass schon günstige 2.1-Sets den TV-Klang deutlich verbessern. Gelobt werden vor allem einfache Einrichtung und der hörbare Unterschied beim Filmton. Kritik gibt es vereinzelt an App-Steuerung und daran, dass der Subwoofer sich bei manchen Modellen nicht separat regeln lässt.






