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Schwächen
Sind Sie auf der Suche nach einer platzsparenden Lautsprecher-Variante für Ihr Wohn- oder Arbeitszimmer, bieten sich Regal- oder Kompaktlautsprecher als praktische Lösung an. Wie der Name schon vermuten lässt, finden diese Lautsprecher ihren Platz nicht auf dem Boden, sondern im Regal, auf einer Anrichte, einem Ständer oder direkt an der Wand – idealerweise auf Ohrhöhe. Doch worauf sollte man sonst noch achten?
Hochwertig verarbeitet, klangstark und fair bepreist: Der Q Acoustics 5020 überzeugt Tester mit toller Raumdarstellung, satten Bässen und erstklassiger Materialqualität. (Bildquelle: amazon.de)
Zu schwacher Bass? Ein Subwoofer bringt Regalboxen den nötigen Kick
Regallautsprecher sind kompakter als ihre großen Pendants und liefern dennoch gute Klangergebnisse – allerdings mit gewissen Einschränkungen: Im Bassbereich haben Standlautsprecher aufgrund ihres größeren Gehäusevolumens klar die Oberhand. Wer sich trotzdem für kompakte Lautsprecher entscheidet und nicht mit limitierten Bässen um etwa 100 Hertz leben möchte, kann die Boxen mit einem Subwoofer ergänzen. Diese Kombination macht nicht nur fürs Heimkino Sinn, sondern auch bei der stereofonen Musikwiedergabe: Der Subwoofer entlastet die Hauptlautsprecher, sodass diese in ihren Frequenzbereichen präziser und souveräner agieren.Möchten Sie keinen externen Verstärker oder Stereo-Receiver nutzen, sind Aktivlautsprecher eine ideale Wahl – diese verfügen über einen eingebauten Verstärker. Ist eine Klangregelung integriert, was meist der Fall ist, lassen sich Bass und Höhen gezielt anpassen, um Raumakustik-Einflüsse auszugleichen. Passive Boxen bieten manchmal Klangschalter zur Anpassung an den Aufstellort, alternativ verwendet man die Raumeinmessung des HiFi-Receivers. Externe Klangregler, wie die ATM-Module von Nubert, spielen ihre Vorteile nur aus, wenn sie exakt auf die jeweiligen Lautsprecher abgestimmt sind.
Aktuelle Aktivlautsprecher: Mit Streaming, WLAN und Smart-Home-Funktionen
Ein bedeutender Pluspunkt von Aktivlautsprechern hat in den letzten Jahren stark an Gewicht gewonnen: Moderne Modelle sind wahre Allrounder und ersetzen mitunter ganze HiFi-Anlagen. Neben dem integrierten Verstärker sind viele Aktivboxen heute mit Bluetooth, inklusive hochwertiger Codecs wie aptX oder aptX HD, ausgestattet, womit eine verlustärmere Musikübertragung vom Smartphone oder Tablet möglich ist. Noch bequemer wird es via WLAN: Unterstützt der Lautsprecher Protokolle wie AirPlay 2, Chromecast Built-in oder Spotify Connect, kann Musik direkt aus Streaming-Diensten wie Spotify, Tidal, Amazon Music oder Qobuz abgespielt werden – ganz ohne Umweg über ein mobiles Gerät. Viele Modelle lassen sich über Apps einstellen, in Multiroom-Systeme einbinden und sogar in die Smart-Home-Steuerung integrieren. Wer seinen Fernseher klanglich aufwerten möchte, sollte auf einen HDMI-ARC-Eingang achten, den immer mehr Aktivlautsprecher bieten. Passivboxen sind hingegen die bessere Option, wenn das Budget lieber in hochwertige Treiber und Gehäusematerialien fließen soll als in Elektronik – oder wenn bereits ein guter Verstärker vorhanden ist.
100 Watt Aktivlautsprecher mit Bluetooth aptX HD, USB-C, optischem und koaxialem Eingang sowie anpassbaren Klangmodi. Nuberts nuBoxx A-125 pro erntet gute Noten. (Bildquelle: amazon.de)
Gute Chassis sind nur die halbe Wahrheit – die Aufstellung entscheidet!
Die meisten Regallautsprecher arbeiten mit einem Zweiwegesystem, das heißt, Hoch- und Tieftöne werden nicht von einem einzigen Lautsprecher-Chassis, sondern von zwei separaten Treibern oder einem Koaxiallautsprecher wiedergegeben. Dreiwegesysteme mit einem eigenen Mitteltöner, die noch präzisere Wiedergabe versprechen, sind bei Regal- oder Kompaktlautsprechern eher selten, es gibt jedoch auch in dieser Kategorie vereinzelt entsprechende Modelle. Das ist aber nicht tragisch – denn maßgeblich für den Klang ist auch die korrekte Positionierung der Boxen.Stereoliebhaber sollten darauf achten, dass die Lautsprecher und der Hörplatz ein gleichschenkliges Dreieck bilden – mit dem Hörplatz an der Spitze. Dadurch ist der Abstand zwischen den Lautsprechern geringer als der zwischen Lautsprechern und Sitzposition. Um das Klangfeld zu optimieren, platzieren Sie die Hochtöner der Boxen exakt auf Ohrhöhe und können die Lautsprecher leicht zum Hörplatz hin ausrichten. Ob eine wandnahe oder freie Aufstellung besser klingt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Manche Lautsprecher profitieren von der Wandnähe, bei anderen leidet die Räumlichkeit und Präzision. Wird eine wandnahe Position unumgänglich, versuchen Sie, das Bassreflexrohr mit einem beiliegenden Stopfen zu verschließen. Es lohnt sich, hier ein wenig zu experimentieren.
Ein weiterer Tipp zur Positionierung: Auch wenn der Name „Regallautsprecher“ es suggeriert, entfalten viele Kompaktlautsprecher auf speziellen Lautsprecherständern ihr volles Potential besser als tief in einem Bücherregal. Denn Regalwände und Gegenstände können die Schallabstrahlung verfälschen und das Klangbild einengen. Wer das Maximum aus seinen Regalboxen herausholen möchte, sollte daher unbedingt über einen entkoppelten Ständer nachdenken.






