Stärken
Schwächen
Standlautsprecher überzeugen durch einen satten Bass und sind gleichzeitig ein echter Hingucker – vorausgesetzt, das Wohnzimmer bietet genügend Platz. In kleinen Zimmern oder bei direkter Wandnähe sind sie jedoch weniger ideal. Hier sind Regallautsprecher oder die Kombination aus Regallautsprechern und einem separaten Subwoofer oft die bessere Wahl. Natürlich lassen sich auch Standlautsprecher mit Subwoofern ergänzen, allerdings erfordern sie in dieser Hinsicht etwas mehr Feingefühl.
Verbesserte Klangqualität durch breitbandige Wiedergabe
Ganz in Weiß: Die 3-Wege-Lautsprecher Reference 801 von Numan (Bildquelle: Amazon.de).
Standlautsprecher bieten aufgrund ihrer größeren Masse, ihres Volumens und der meist größeren Membranflächen im Vergleich zu Kompakt-, Regal- oder Säulenlautsprechern besonders kräftige Bässe. Dadurch sind sie in der Lage, selbst geräumige Hörumgebungen kraftvoll und unverzerrt zu beschallen. Üblicherweise fällt die Wiedergabe breitbandiger aus, denn verschiedene Frequenzen werden auf mehrere Lautsprecherchassis verteilt. Große Membranen übernehmen dabei den Tiefton, kleinere Einheiten die Höhen. Am häufigsten werden 3-Wege-Systeme verbaut, die Hoch-, Mittel- und Tiefton abdecken, während Lautsprecher mit zwei oder vier Wegen seltener sind. Die Chassisanzahl entspricht dabei immer mindestens der Anzahl der Wege. Beispielsweise bezeichnet man einen Lautsprecher mit einem Hochtöner, einem Tieftöner und zwei Tiefmitteltönern, von denen einer bis 3.000 Hz arbeitet und der andere Frequenzen ab 500 Hz ausblendet, als 3,5-Wege-Modell. Hochwertige Standboxen verfügen oft über separate Kammern für Hoch- und Mitteltöner, um Beeinflussungen durch den Tieftöner zu verhindern.
Tests zeigen: Platzierung und Trennfrequenz sind ausschlaggebend
Für kleinere Räume sind Standlautsprecher meist nicht die beste Wahl, denn zwischen den Boxen und dem Hörplatz sollte ein gleichseitiges Dreieck entstehen. Zusätzlich sollten die Lautsprecher nicht zu dicht an der Wand stehen, da sonst der Bassbereich überbetont wird und die Boxen zu dröhnen neigen. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen: Schlanke Modelle mit geringem Tieftonvolumen liefern selbst in Räumen ab rund 15 Quadratmetern klare Klangergebnisse. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte solche Lautsprecher vor dem Kauf unter realistischen Wohnbedingungen im Fachhandel testen.
Standlautsprecher mit schaltbarem Filternetzwerk: Ein praktisches Feature zur Anpassung an wandnahe Aufstellung. (Bildquelle: Amazon.de)
Ein praktisches Konzept bieten Standlautsprecher mit einem schaltbaren Filternetzwerk, mit dessen Hilfe der Bass bei wandnaher Positionierung abgesenkt werden kann – eine Funktion, die mittlerweile von mehreren Herstellern angeboten wird. Wer seine Lautsprecher mit einem Subwoofer kombinieren möchte, sei es im Stereo- oder Mehrkanalbetrieb, sollte auf die Trennfrequenz des Subwoofers achten: Bei voluminösen Standlautsprechern muss die Trennfrequenz niedriger und exakter eingestellt werden als bei Regallautsprechern, um Phasenauslöschungen im Übergangsbereich zu vermeiden. Da Regallautsprecher im Bassbereich meist schlanker abgestimmt sind, ist diese Feinjustierung dort weniger kritisch. Sofern ausreichend Platz vorhanden ist und eine Wahl getroffen wurde, gilt wie immer: Am besten testet man die Lautsprecher vor dem Kauf persönlich.






