Plattenspieler: Tests & Testsieger

Unsere Bestenlisten zeigen die derzeit besten Plattenspieler auf dem Markt. Dafür hat unsere Fachredaktion Testberichte aus 65 Testmagazinen für Sie ausgewertet.
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Ratgeber: Schallplattenspieler

Sensible Drehmaschinen

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. Riemen-Modelle vor allem im Heimbereich
  2. direktgetriebene Plattenspieler für DJs geeignet
  3. höherer Bedienkomfort bei vollautomatischer Betriebsart, dafür störanfälliger
  4. volle Kontrolle über manuelle Betriebsart, weniger Bedienkomfort
  5. nützliche Extras: integrierter Phonovorverstärker, Bluetooth-Streaming und USB zur Digitalisierung
  6. saubere Ausrichtung, stabile Materialien wichtig für störungsfreie Wiedergabe

Verschiedene Antriebs- und Betriebsarten, unterschiedliche Typen

Plattenspieler werden auf unterschiedliche Arten angetrieben. Daraus ergeben sich die folgenden Typen, die Ihnen je nach Anwendung andere Vorteile bieten.

Riemenantrieb: Dabei ist ein Riemen über Motor und Plattenteller gespannt. Solche Plattenspieler zeichnen sich durch ihr laufruhiges Drehverhalten aus und sind im Heimbereich besonders beliebt. Andererseits nutzen Riemen ab und müssen getauscht werden. Wenn auch selten, kann es trotzdem vorkommen, dass sich der Riemen vom Teller löst und wieder neu draufgesetzt werden muss.

Plattenspieler mit kräftigem Direktantrieb sind besonders bei DJs beliebt. Hier zu sehen: Technics SL-1210MK7. (Bildquelle: technics.com)

Direktantrieb: Der Plattenteller sitzt direkt auf dem Motor. Solche Dreher haben mehr Kraft, kommen schneller in Fahrt und eignen sich sehr gut zum Scratchen, was sie bei DJs besonders beliebt macht.
Die Bezeichnungen „vollautomatisch“, „halbautomatisch“ sowie „manuell“ beziehen sich bei Plattenspielern auf die Bedienung des Start-Stop-Mechanismus. Dabei werden wiederum drei Varianten unterschieden:

Manuelle Plattenspieler: Hier erfolgt alles per Hand. Tonarm und Nadel werden auf die Rille gesetzt und nach Ende der Plattenseite ebenfalls händisch zurückgeführt. Die Betriebsart ist vor allem bei Vinylfreunden mit Hang zum „Ritual“ beliebt und steht für das klassische Feeling. Wenn auch in der Bedienung weniger komfortabel, überlassen manuelle Dreher dem Besitzer die volle Kontrolle. In der Regel etwas teurer als die anderen Typen.

Halbautomatische Plattenspieler: Die Nadel wird manuell auf die Rille gesetzt, gelangt am Ende der LP-Seite von selbst zurück in die Ausgangsposition. Praktisch, weil man sich um das Zurückführen des Tonarms keine Gedanken machen muss. Außerdem beugt das Beschädigungen auf der Platte vor, die bei aufliegender Nadel am Ende der Auslaufrille entstehen können.

Vollautomatische Plattenspieler: Deutlich mehr Komfort in der Bedienung, denn nach Druck auf den Startknopf geschieht alles von selbst. Der Tonarm setzt sich auf die Rille und bewegt sich am Ende zurück, während der Plattenteller aufhört sich zu drehen. Zwar sind Vollautomaten bei Puristen weniger beliebt, auch weil sie ein wenig störanfälliger sind, doch dafür kann es – wie beim Halbautomaten – gar nicht erst dazu kommen, dass die Nadel auf der Rille verweilt.

Klang-Komponenten: Tonarm und Tonabnehmer

Die beiden wichtigsten Komponenten, der Tonarm und der Tonabnehmer, sind bei vielen Modellen austauschbar und haben den größten Einfluss auf den Klang.

Tonarme kommen in zwei Varianten vor: Radial- und Tangentialtonarm. Letzterer ist selten und nur bei High-End-Geräten anzutreffen. Wie gut das Klang-Ergebnis ausfällt, hängt maßgeblich von den Einstellungen des Tonarms ab. Dieser wird, wenn möglich, auch schon bei guten Mittelklasse-Drehern in Höhe, Balance und Auflagekraft über Gegenwichte, Federn oder Stellschrauben in die richtige Position gebracht. Dass solche Justiermöglichkeiten in der Einsteiger-Klasse nicht an Bord sind, macht zwar die Wartung einfach, nimmt einem andererseits jedoch die Option, Verzerrungen in der Wiedergabe auszumerzen. Der Tonarm sollte grundsätzlich genügend Bewegungsfreiheit haben und aus stabilen Materialien, etwa Kohlefaser oder Aluminium, bestehen. Dabei sollten Sie Plastik meiden, weil dieses mit der Zeit leicht verformt.

Am vorderen Teil des Tonarms sitzt der Tonabnehmer mitsamt Nadel: Tonabnehmer in MM-Bauweise (Moving Magnet) sind nicht nur günstig zu haben, sondern oft vormontiert bzw. im Lieferumfang enthalten. Hauptvorteil liegt in der Austauschbarkeit der Nadel. Leichte Verzerrungen in der Wiedergabe kann man bei solchen Systemen jedoch nicht gänzlich ausschließen. Im High-End-Bereich werden teurere MC-Systeme (Moving Coil) benutzt, die einerseits etwas besser klingen, jedoch keine Möglichkeit zum Nadeltausch bieten.

Wichtige Funktionen und Extras

Den Schalter für die Drehgeschwindigkeit bringen fast alle Modelle mit. 33 1/3 Umdrehungen ist der Standard und wird für das Albumformat bzw. die Langspielplatte benutzt (Größe: 12 Zoll), während 45 Umdrehungen dann aktiviert werden, wenn eine Single (Größe: 7 Zoll) auf dem Plattenteller liegt. Manche Laufwerke besitzen einen integrierten Phono-Vorverstärker: Das spart das Geld für ein externes Modell bzw. einen Phono-Eingang am Verstärker der Stereoanlage. In diesem Falle platziert man das Cinch-Kabel des Plattenspielers einfach im Aux-Eingang der Anlage. Eine Bluetooth-Funktion ist mittlerweile auch bei Plattenspielern anzutreffen. Dank Bluetooth sind Sie in der Lage, Musik an einen Kopfhörer oder Bluetooth-Lautsprecher zu streamen – praktisch. Praktisch auch, wenn ein USB-Anschluss an Bord ist, denn ein solcher vereinfacht die Digitalisierung Ihres Schallplattenarchivs. Am PC können Sie Ihre Musik mithilfe einer Software in Form von MP3-, WAV- bzw. MP4-Dateien abspeichern.

Unsere Bestenliste: Plattenspieler mit Bluetooth-Streaming

  1. BC Acoustique TD 922
    BC Acoustique TD 922
    • Sehr gut 1,0
  2. Teac TN-280BT
    Teac TN-280BT
    • Sehr gut 1,4

Stabilität garantiert eine laufruhige Wiedergabe

Bei der Konstruktion des Plattenspielers kommt es genau wie beim Aufstellungsort auf Stabilität an: Das Chassis, also das Grundgehäuse, auf dem sich der Drehteller befindet, sollte aus einem Guss und demnach möglichst schwer sein. Besitzt auch der Plattenteller ein hohes Gewicht, ist die Grundlage für eine gleichläufige Wiedergabe gelegt. Die Nadel bleibt außerdem nur dann in der Spur, wenn der Untergrund nicht wackelt oder uneben ist. Gute Standfüße unterstützen bei der Aufstellung: Sind sie gedämpft, werden Vibrationen vermindert, sind sie in der Höhe verstellbar, werden Unebenheiten ausgeglichen. Der Dreher sollte möglichst exakt ausgerichtet sein, daher kann eine Wasserwaage hilfreich sein.

LPs digitalisieren

An Charme fehlt es Schallplatten sicher nicht. Trotzdem wollen immer mehr Menschen ihre Musik vom analogen Tonträger auf ein digitales Medium übertragen, denn digital ist nun mal praktisch: Ganze Plattenschränke passen auf einen tragbaren Player, die Daten sind weniger störanfällig und lassen sich ohne Qualitätsverlust kopieren. Aber wie bringt man seine LPs in eine digitale Form?

So funktioniert es

Um eine Langspielplatte zu digitalisieren, kann man den Rec-Out-Anschluss des Verstärkers über ein Adapterkabel mit der Line-In-Buchse am Desktop-Rechner oder Notebook verbinden. Besitzt man keinen passenden Verstärker beziehungsweise bietet das Notebook keinen Line-Eingang, dann lässt sich der Plattenspieler an einen Phono-Vorverstärker mit USB-Ausgang anschließen, beispielsweise an den ESI Phonorama. Dieser Weg ist besser, weil weniger störanfällig. Mittlerweile werden auch Plattenspieler mit USB-Schnittstelle angeboten. Bei einigen, etwa beim PS-LX300USB von Sony, bleibt man auf den Computer angewiesen, während andere die digitalisierten Daten ganz ohne Rechner auf einen USB-Stick und zum Teil auf eine SD-Karte kopieren, wie im Falle des Denon DP-200USB. Später können die Dateien immer noch auf den Computer übertragen, mit einer Software bearbeitet – also geschnitten, von Störgeräuschen befreit oder erneut komprimiert - und schlussendlich archiviert werden.

Abtastrate und Wortbreite

Bei der Aufnahme wird das Analogsignal in festen Zeitabständen abgetastet, um es in Zahlenwerte und damit in ein digitales Signal zu übersetzen. Digitale Signale sind weniger rauschanfällig als ihre analogen Pendants und können deshalb ohne Qualitätsverlust beliebig oft kopiert werden. Die Klangqualität eines digitalen Musiktitels hängt ab von der Abtastrate oder Sampling-Frequenz – gemessen in Kilohertz - und von der sogenannten Wortbreite, die in Bit gemessen wird. Die Wortbreite gibt an, wie fein das Raster ist, in das man die analogen Signale überträgt. Je höher beide Werte, desto besser die Klangqualität. Will man die Audio-Dateien auf einem MP3-Player oder einem Smartphone mit begrenzter Speicherkapazität abspielen, dann müssen sie komprimiert, sprich: verkleinert werden. Hier ist neben dem Verfahren zur Kompression (verlustfrei oder verlustbehaftet) vor allem die Datenrate wichtig: Ab einer Datenrate von 192 Kilobit pro Sekunde nehmen ungeübte Ohren kaum noch Unterschiede zur Audio-CD wahr.

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  1. Verschiedene Antriebs- und Betriebsarten, unterschiedliche Typen
  2. Klang-Komponenten: Tonarm und Tonabnehmer
  3. Wichtige Funktionen und Extras
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