Das Wichtigste auf einen Blick:
- Musikstreaming direkt aus dem Heimnetzwerk
- Zugriff auf Computer, NAS und andere Netzwerkquellen
- Manche Geräte dienen gleichzeitig als Client und Server
- Integriertes Display erleichtert die reine Musikwiedergabe
- Bequeme Steuerung per Smartphone- oder Tablet-App
- Bedienung teils ausschließlich per App oder Fernbedienung
Ob mit Computer, Smartphone oder Tablet – digitale Fotos, Musik und Videos lassen sich problemlos abspielen. Möchten Sie die Medien nicht nur am Rechner genießen, sondern auch auf Fernseher oder Stereoanlage im Wohnzimmer übertragen, ist ein Netzwerkplayer die ideale Lösung. Doch welche Funktionen bieten diese Geräte und worauf gilt es zu achten?
Kompakte Rundum-Lösung mit audiophilem Anspruch: Der WiiM Ultra überzeugt mit hochauflösendem Klang, automatischer Raumkorrektur und umfangreicher Streaming-Kompatibilität. (Bildquelle: amazon.de)
Optimal vernetzt: Ein Server für jeden Client
Netzwerkplayer, auch bekannt als Streaming-Clients oder Media-Streamer, werden in das Heimnetzwerk eingebunden. Fast jeder Haushalt besitzt ein solches Netzwerk, das der Internetzugang über einen üblichen WLAN-Router ermöglicht, um mehrere Notebooks, Desktop-PCs, Smartphones und Tablets zu versorgen. Der Player verbindet sich per LAN oder WLAN mit dem Router und ermöglicht so den Zugriff auf freigegebene Ordner der Festplatte im Rechner. Der Nachteil hierbei: Der Computer muss stets eingeschaltet oder hochgefahren sein. Komfortabler ist ein NAS (Network Attached Storage), das ebenfalls über LAN oder WLAN angebunden wird. Solche Systeme, wie NAS-Festplatten oder NAS-Server mit eigenem Betriebssystem, sind fürs Dauerlauf ausgelegt, arbeiten leise und energieeffizient. Verfügt der Player über Anschlüsse für interne oder externe Festplatten, kann er je nach Modell nicht nur als Streaming-Client dienen, sondern auch als Server fungieren – sodass er Medien für andere Netzwerkgeräte, zum Beispiel den Fernseher im Schlafzimmer, bereitstellt.Musikwiedergabe: Netzwerkfreigabe und Medienserver-Software
Fehlt dem Netzwerkplayer eine Möglichkeit für interne Festplatten oder der Anschluss für externe Speicher, müssen Sie Ordner freigeben, um Mediendateien vom Rechner abzuspielen. Das funktioniert über einfache Netzwerkfreigaben. Eine komfortablere Lösung ist der Betrieb einer Medienserver-Software, die die Verwaltung des Medienarchivs auf PC oder NAS ermöglicht. Bewährte Programme sind Plex, Jellyfin (kostenlos und Open Source) sowie Universal Media Server. Diese haben den früher populären Twonky Media Server abgelöst, der seit Ende 2025 keine neuen Registrierungen mehr zulässt. Achten Sie beim Player auf die Unterstützung von UPnP (Universal Plug and Play) oder DLNA (Digital Living Network Alliance). Beide Protokolle gewährleisten, dass sich NAS und Player automatisch erkennen, was die Netzwerk-Einbindung erheblich erleichtert. Neben lokalen Inhalten spielen viele Netzwerkplayer auch Online-Angebote ab, etwa Podcasts, Internetradios und Musikstreams von Diensten wie Spotify, Deezer, Tidal oder Qobuz.Zeitgemäße Streaming-Standards: AirPlay 2, Chromecast, Spotify Connect & Roon
Ergänzend zu UPnP und DLNA haben sich in den letzten Jahren weitere Übertragungsprotokolle etabliert, die bei der Wahl eines Netzwerkplayers eine Rolle spielen sollten. Apple AirPlay 2 erlaubt kabelloses Streaming von iPhone, iPad und Mac in hoher Qualität und unterstützt Multiroom mit synchronem Audio. Google Chromecast (auch Google Cast genannt) bietet ähnlichen Komfort und ist plattformübergreifend verfügbar. Mit Spotify Connect und TIDAL Connect können Sie die Streaming-Dienste direkt am Player nutzen, ohne dass das Smartphone dauerhaft zwischengeschaltet sein muss. Für anspruchsvolle Audiophile hat sich Roon als leistungsstarke Musikmanagement-Software etabliert: Viele moderne Netzwerkplayer tragen das „Roon Ready“-Zertifikat und lassen sich problemlos in ein mehrzonenfähiges Roon-Setup integrieren. Hersteller bieten zudem proprietäre Plattformen wie BluOS (Bluesound, NAD), HEOS (Denon, Marantz) oder MusicCast (Yamaha) für komfortables Multiroom innerhalb ihres Ökosystems.
Vielseitiger Audio-Streamer mit HiRes-Unterstützung und Bluetooth: der Bluesound Node 2i. (Bildquelle: amazon)
Hi-Res-Audio: Hochauflösende Dateien Standard bei modernen Spielern
Nahezu alle aktuellen Netzwerkplayer beherrschen hochauflösende Audioformate (Hi-Res-Audio), die über Qualität von CD-Audio (16 Bit/44,1 kHz) hinausgehen. Populäre verlustfreie Formate sind FLAC, WAV, AIFF und ALAC, die in der Regel bis zu 24 Bit/192 kHz abgespielt werden. Zudem unterstützen viele Modelle DSD (Direct Stream Digital) mit 2,8 oder 5,6 MHz. Verlustbehaftete Formate wie MP3, AAC oder WMA sind selbstverständlich ebenfalls kompatibel. Wer besonderen Wert auf Klang legt, sollte auf einen hochwertigen integrierten DAC (Digital-Analog-Wandler) achten oder den Netzwerkplayer als reines digitales Transportgerät nutzen und einen externen DAC anschließen. Streamingdienste wie Qobuz und TIDAL HiFi bieten verlustfreie beziehungsweise hochauflösende Streams an.Unverzichtbar: Anschlüsse und Bedienkomfort
Der Netzwerkplayer muss mit Wiedergabegeräten wie Fernseher, Stereoanlage, Soundbar, AV-Receiver oder Aktivlautsprechern verbunden werden – wobei viele Geräte mittlerweile selbst Zugriff auf Netzwerkinhalte ermöglichen. Das Audiosignal gelangt per Cinch, teils symmetrisch über XLR, über optische oder koaxiale Digitalausgänge oder via HDMI zum Ziel. Am besten ist meist HDMI, da es eine hohe Übertragungsqualität sicherstellt. Moderne Geräte verfügen oft über einen HDMI-ARC-Eingang, der es ermöglicht, Ton vom Fernseher direkt in den Netzwerkplayer einzuspeisen – ideal, um das System einfach zu verknüpfen. Die Steuerung geschieht via Fernbedienung oder direkt am Gerät, besonders komfortabel ist die Bedienung per App für Smartphone oder Tablet. Immer mehr Netzwerkplayer unterstützen auch Sprachsteuerung mit Amazon Alexa oder Google Assistant. Wer hauptsächlich Musik von der Festplatte oder Internetradios hören möchte und dabei nicht ständig auf die Smartphone-App zugreifen will, sollte ein Modell mit integriertem Display wählen. Ohne Display ist zur Steuerung meist ein eingeschalteter Fernseher nötig. Zudem zeigt das Display Infos zum aktuellen Titel und häufig auch das Albumcover an.Netzwerkverbindung: LAN bevorzugt, WLAN mit WiFi 6 für beste Performance
Für eine zuverlässige und geringe Latenz bietende Verbindung ist eine kabelgebundene LAN-Verbindung (Ethernet/RJ45) zu empfehlen. Falls das nicht möglich ist, sollten Sie auf eine WLAN-Unterstützung achten. Moderne Top-Modelle sind mit WiFi 6 beziehungsweise WiFi 6E (IEEE 802.11ax) ausgestattet, die im Vergleich zu älteren WLAN-Standards höhere Übertragungsraten, reduzierte Latenzen und stabilere Verbindungen bieten – ein Vorteil vor allem beim Streaming hochauflösender Audiodateien in Mehrraum-Konfigurationen.Top 3 Netzwerkplayer mit integriertem Display
| Display | Unser Fazit | Stärken | Schwächen | Bewertung | Angebote | |
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ab 1697,95 € ![]() Sehr gut 1,3 |
8" |
Lässt beim Streaming wenig Wünsche offen Weiterlesen |
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1 Meinung 3 Tests |
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ab 775,00 € ![]() Sehr gut 1,4 |
6,5" |
Lässt nicht nur Solisten glänzen Weiterlesen |
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1 Meinung 4 Tests |
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ab 1299,00 € ![]() Sehr gut 1,4 |
6" |
Klangstarkes Multitalent in edlem Gewand Weiterlesen |
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73 Meinungen 7 Tests |









