Digitalkamera Test & Testsieger

Die besten Digitalkameras der Fachpresse

Unsere Bestenlisten zeigen die derzeit besten Digitalkameras auf dem Markt. Dafür hat unsere Fachredaktion Testberichte aus 192 Testmagazinen für Sie ausgewertet.

Ratgeber zu Digitalkameras

Für jeden Bedarf den richtigen Fotoapparat

Stärken

  1. mit Zoomobjektiv flexibel nutzbar
  2. gute Bildqualität bei Sonnenschein
  3. einfache Kameras oft preiswert

Schwächen

  1. mit kleinem Sensor mäßige Bildqualität bei wenig Licht
  2. gute Kameras meist teuer

Im Vergleich der Test-Magazine – was zeichnet eine gute Digitalkamera aus?

Kompakte Digitalkamera Canon G9 X Die Edel-Kompaktkamera Canon PowerShot G9 X Mark II schießt trotz ihrer geringen Größe auch bei wenig Licht noch gute Bilder. (Bildquelle: canon.de)

Die Bildqualität ist das Kriterium, an dem sich Kameras messen lassen müssen. Tests beweisen, dass eine hohe Bildqualität nicht allein von der Auflösung des Bildsensors abhängt. Neben dem Sensor hat das Objektiv mit seiner Abbildungsleistung einen wesentlichen Einfluss auf die Qualität der Fotos, daher bewerten Testmagazine Sensor und Objektiv gerade bei kompakten Digitalkameras als eine Einheit. Die beste Bildqualität liefern System- und Spiegelreflexkameras. Kein Wunder: haben diese Fotoapparate doch im Schnitt die größten Bildwandler. Aber auch unter den Kompaktkameras, die dem Namen nach auf eine besonders geringe Gehäusegröße setzen und somit kleine Bildsensoren erfordern, können Sie Modelle mit guter Bildqualität finden – allen voran bei den Edel-Kompakten.

In die Bewertung der Fachzeitschriften fließt zudem die Bedienung der Kamera mit ein. Positiv beurteilen die Tester, wenn sich die Digitalkamera intuitiv und einfach bedienen lässt. Außerdem stehen Motivprogramme und Automatiken, die gerade Anfängern zu guten Fotos verhelfen auf dem Prüfstand. Ein unübersichtliches Menü hingegen führt zur Abwertung der jeweiligen Digitalkamera.

Gerade bei Digitalkameras in den oberen Preisregionen spielen auch die Geschwindigkeit und Treffsicherheit des Autofokus eine große Rolle. Vor allem bei Spiegelreflexkameras und Systemkameras, ist die Zuverlässigkeit des Autofokus ein maßgebliches Kriterium.

Smartphone oder Kompaktkamera?

Dual-Kamera am Smartphone LG G6 Mobiltelefon LG G6 mit Dualkamera (Bildquelle: lg.com)

Smartphone-Kameras werden zusehends besser und so verwundert es kaum, dass immer weniger Menschen extra Geld für eine Digicam ausgeben. Aber auch wenn sich die Aufnahmen von Smartphones und Kompakten kaum noch voneinander unterscheiden, haben die Kompaktkameras einen entscheidenden Vorteil: Sie verfügen in der Regel über ein Zoomobjektiv! Smartphones-Kameras besitzen hingegen meist nur ein Objektiv mit fester Brennweite und können nur digital zoomen, was einem Bildzuschnitt gleichkommt – und folglich einem Qualitätsverlust.

Wenn Sie beispielsweise im Urlaub Details größer ins Bild bekommen möchten, sind Sie mit einer kleinen Digitalkamera mit Zoom besser beraten als mit der integrierten Kamera Ihres Handys. Die Smartphone-Hersteller haben das mittlerweile zwar erkannt und bauen in ihre teureren Modelle zwei Kameras mit Objektiven unterschiedlicher Brennweite ein. Der Zoom, der damit erreicht werden kann, überzeugt allerdings Tester und Nutzer noch nicht völlig. Und für ein echtes Zoomobjektiv fehlt schlicht der Platz im Gehäuse.

Kameratypen im Vergleich

DigitalkamerasSensorgrößeObjektivNutzergruppe
Kinderkameras1/3" und kleinerFestbrennweiteKinder (Spielzeug)
Smartphone-Kameras1/4" bis 1/2,3"Festbrennweite, kein Zoom, DualkameraHobbyfotografen
Kompaktkameras1/2,3"ZoomHobbyfotografen
Edel-Kompaktkameras1" bis VollformatFestbrennweiten oder hochwertige, aber meist nur 3-fach-Zoomsambitionierte Anwender
Bridgekameras1/2,3" bis 1"Superzoom/Reisezoomambitionierte Anwender
Unterwasser-/Outdoorkameras1/2,3"Zoomambitionierte Anwender
Systemkameras1" bis VollformatObjektive können gewechselt werden: Zoom, Festbrennweiteambitionierte Anwender
SpiegelreflexkamerasAPS-C bis VollformatHobby- bis Profifotografen
Mittelformatkamera44 x 33 mm und größerProfifotografen

Welche Kamera ist die beste für mich?

Kompaktkameras
Je nach Größe passen sie schon in die Hemd- oder Jackentasche. Klein ist in der Regel aber auch der Sensor, worunter die Qualität der Aufnahmen, insbesondere bei wenig Licht, leidet. Wenn Sie eine kompakte Kamera suchen, die auch bei wenig Licht tolle Ergebnisse liefert, sollten Sie darauf achten, dass sie mit einem 1-Zoll-Sensor ausgestattet ist. Dieser kommt in sogenannten Edel-Kompaktkameras zum Einsatz und sorgt auch bei Dämmerlicht noch für schöne Fotos. Günstige Digicams für Einsteiger unter 200 Euro bieten hingegen kaum noch Vorteile gegenüber den Kameras, die in modernen Smartphones verbaut sind.

Bridgekamera Nikon P1000 Die Bridgekamera P1000 von Nikon liefert einen immens hohen 125-fachen Zoom-Faktor. (Bildquelle: Nikon.de)

Digitalkameras mit dem höchsten Zoom-Faktor

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Nikon Coolpix P1000 Gut(2,1)
2 Kodak PixPro AZ901 Gut(2,5)
3 Nikon Coolpix P900 Gut(2,3)

BridgekamerasAuf den ersten Blick können Bridgekameras leicht mit Spiegelreflexkameras verwechselt werden. Sie sind mit einem großen und griffigen Gehäuse ausgestattet und besitzen ein ausladendes Zoom-Objektiv. Häufig verfügen Sie auch über einen elektronischen Sucher. Den Objektivwechsel können Sie sich bei der Bridgekamera allerdings sparen. Im Vergleich zu Spiegelreflex- und Systemkameras fällt der Sensor bei Bridgekameras allerdings deutlich kleiner aus, was bei wenig Licht ein klarer Nachteil ist. Einige Bridgekameras bieten dafür einen sehr hohen Zoom-Faktor – teilweise sogar über dem, was professionelle Objektive an einer Spiegelreflexkamera erreichen. Damit bei großen Brennweiten noch verwacklungsfreie Aufnahmen möglich sind, ist es wichtig, dass die Kamera mit einem leistungsfähigen Bildstabilisator ausgestattet ist. Da so gut wie alle Kameras mit fest verbautem Objektiv über einen Bildstabilisator verfügen lohnt sich hier ein genauerer Blick auf die Testergebnisse.

Spiegelreflex- und Systemkameras (abgekürzt DSLR und DSLM)
Nicht umsonst greifen die meisten professionellen Anwender auf Kameras mit Wechselobjektiven zurück. Je nach Aufnahmesituation kann das bestmögliche Objektiv gewählt werden. Außerdem sind diese Modelle mit größeren Sensoren ausgestattet als die meisten Kameras mit integriertem Objektiv. Das erhöht nicht nur die Qualität der Bilder sondern ermöglicht es, auch mit geringer Schärfentiefe zu arbeiten. Eine geringe Schärfentiefe sorgt dafür, dass Sie ein Motiv scharf vor einem angenehm verschwommenen Hintergrund hervorheben können. Diesen Effekt (Bokeh) kennt man mittlerweile auch von Smartphones, bei denen er digital simuliert wird. Die harmonische Wirkung einer Spiegelreflex- oder Systemkamera wird so aber meist nicht erreicht.

Exkurs: Das passende Objektiv findenWichtig bei der Arbeit mit einer System- oder Spiegelreflexkamera ist die Wahl des richtigen Objektivs. Zunächst muss es an den Anschluss der Kamera, das sogenannte Bajonett, passen. Die meisten Hersteller nutzen hier ihr eigene Systeme und unterschiedliche Bajonette für DSLRs und DSLMs. Das nächste entscheidende Kriterium ist die Brennweite, die je Motiv unterschiedlich gewählt werden sollte. Und schließlich sollte noch die Blendenzahl beachtet werden, die bei jedem Objektiv angegeben wird - je kleiner die Zahl desto größer die Blendenöffnung und desto bessere Ergebnisse können Sie bei schlechtem Licht erzielen. Gerade bei wenig Licht ist auch ein Bildstabilisator hilfreich. Er kann entweder im Gehäuse der Kamera oder im Objektiv integriert sein und verhindert Verwacklungen bei längeren Belichtungszeiten.

Wie viel Megapixel brauche ich wirklich?

Die unten stehende Tabelle gibt Ihnen eine grobe Orientierung, welche Auflösung ihre Digitalkamera für die Betrachtung von Fotos auf dem jeweiligen Medium mindestens bieten sollte. Bereits 10 Megapixel sind demnach für die meisten Zwecke ausreichend. Allerdings liegt die durchschnittliche Auflösung von Digitalkameras mittlerweile bei rund 20 Megapixeln. Die höhere Auflösung bietet den Vorteil, dass Bilder nachträglich beschnitten werden können und trotzdem noch ausreichend Auflösung vorhanden ist. Berufsfotografen greifen mitunter auf professionelle Systemkameras mit mehr als 30 Megapixeln zurück um genug "Reserven" beim Bildbeschnitt zu haben.
Betrachtung von Fotos auf durchschnittliche AuflösungAnmerkung
UHD-Fernseher (4K)8 MPAuflösung ergibt sich aus dem TV-Standard
Full-HD-Fernseher2 MP
Computer-Monitor1-2 MPDurchschnittliche Auflösung ermittelt mit statcounter.com
Tablet-Display1 MP
Smartphone-Display0,5-1 MP
Foto 10 x 15 cm2-3 MPAuflösung bei Consumer- und semiprofessionellem Anspruch
Poster 100 x 150 cm12-15 MP

Die besten Digitalkameras mit hoher Auflösung

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Light L16
2 Leica Q2 Sehr gut(1,5)
3 Sony Cyber-shot DSC-RX1R II Sehr gut(1,5)

Warum macht meine Kamera bei wenig Licht keine guten Bilder?

Äußerst lichtempfindliche Fotokamera von Sony Das Katzenauge - die Sony Alpha 7S - macht mit Vollformatsensor und gerade mal 12,2 Megapixel extrem rauscharme Bilder bei Kerzenschein. (Bildquelle: sony.com)

Der Glaube, mehr Megapixel gleich bessere Bildqualität, hält sich wacker in den Köpfen vieler Nutzer. Ganz falsch ist das natürlich nicht, aber kleine Sensoren mit vielen Pixeln, wie sie in Kompaktkameras zu finden sind, haben Schwierigkeiten, gute Bilder bei wenig Licht zu liefern. Der Grund: Die Pixel auf dem Bildsensor teilen sich das einfallende Licht. Drängen sich viele kleine Pixel dicht auf dem Sensor, bleibt für jeden einzelnen Pixel nur sehr wenig Licht übrig, um daraus ein elektrisches Signal für das digitale Bild zu erzeugen. Nimmt die einfallende Lichtmenge zudem noch ab, zum Beispiel in der Dämmerung, reicht das vom Pixel generierte Signal oft nicht aus und muss verstärkt werden. Mit der Verstärkung setzt das Bildrauschen ein, das zu einem Detailverlust führt. Die Fotos sehen nicht mehr so schön wie bei Sonnenschein aus.
Weniger Pixel auf dem Bildsensor bedeuten, dass jeder Pixel größer ausfällt und mehr Licht einsammeln kann. Das Rauschen ist somit geringer. Wer sich also bei wenig Licht eine bessere Bildqualität wünscht, dem sei zu einer Kamera mit großem Sensor und wenig Megapixel geraten, zum Beispiel zu der Systemkamera Sony Alpha 7s. Im Bereich der Kompaktkameras lohnt sich ein Blick auf die Edel-Kompakten.

Die besten Digitalkameras mit fest verbautem Objektiv für Aufnahmen bei wenig Licht

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Ricoh GR III Gut(2,0)
2 Leica Q (Typ 116) Sehr gut(1,3)
3 Panasonic Lumix LX100 II Sehr gut(1,1)

Auf das richtige Verhältnis kommt es an

Kompaktkamera mit 1-Zoll-Sensor Sony Cyber-shot DSC-RX100M3 kann sich hohe Pixelanzahl erlauben Kompaktkamera mit 1-Zoll-Sensor Sony Cyber-shot DSC-RX100M3 kann sich hohe Pixelanzahl erlauben

Die Kameraklasse mit einer Sensorgröße von mindestens 18 Megapixeln ist vornehmlich mit Spiegelreflexkameras und spiegellosen Systemkameras besetzt. Aber auch manche Kompaktkameras und Bridgekameras sind in diesen Bereich vorgestoßen. Daneben werden gelegentlich sogenannte digitale Kamerarückteile für analoge Mittelformatkameras angeboten, die die Rollfilmkassette durch einen Digitalsensor ersetzen beziehungsweise Mittelformatkameras, die dann allerdings auch mit 30, 40, 50 und 60 Megapixeln ausgestattet sind.

Kompakt- und Bridgekameras ab 18 Megapixel

Verfügt eine Kompakt- oder eine Bridgekamera über einen kleinen Sensor, etwa einem 1/2,3-Zoll-Chip, sollte dieser keineswegs mit 18 oder mehr Megapixel bestückt werden. Leider gibt es einige Anbieter, die die Pixelgläubigkeit ausnutzen und mit einer hohen Pixelanzahl Kunden werben wollen. Selbst ein hintergrundbeleuchteter Sensor hat einfach nicht die Kapazität diese extrem hohe Anzahl an Pixeln unterzubringen. Dementsprechend klein fallen sie aus und nehmen weniger Licht auf, sodass bei höheren ISO-Werten schnell ein Bildrauschen einsetzt, was teilweise durch eine integrierte Software in der Kamera automatisch behoben werden soll, aber schließlich zum Verlust von Bilddetails führt. Ausnahmen bilden sogenannte Edelkompakte, die größere Sensoren von einem Zoll, APS-C-Format oder sogar Vollformat aufweisen können.

System- und Spiegelreflexkameras ab 18 Megapixel

Nicht jede Systemkamera kann einen großen Sensor aufweisen. So arbeitet Nikon beispielsweise mit einer Aufnahmefläche von 13,2 mal 8,8 Millimetern und einer Diagonalen von einem Zoll. Dementsprechend fällt die Bildqualität besser als bei den meisten Kompakt- und Bridgekameras aus, aber schlechter als bei klassischen Spiegelreflexkameras.

Große Aufnahmefläche für das Mittelformat: Pentax 645Z mit 51 MP Große Aufnahmefläche für das Mittelformat: Pentax 645Z mit 51 MP

Auch hier gibt es Ausnahmen. Olympus beispielsweise arbeitet bei seinen Spiegelreflexkameras nur mit einem Cropfaktor von 2. Verfügt die Kamera allerdings über einen APS-C-formatigen Sensor sind 18 Megapixel noch machbar und man kann mit einer guten Bildqualität rechnen.

Mittelformatkameras

Sensoren von Mittelformatkameras haben eine so große Fläche zur Verfügung, dass sie bequem 30 und mehr Megapixel unterbringen können. So hat die Pentax 645Z eine Aufnahmefläche von 43,8 x 32,8 Millimetern. Andere Mittelformatkameras können 40 x 50 oder sogar 40 x 60 Millimeter vorbringen und kommen auf eine Spitzenanzahl von 60 Millionen Pixel.

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