Stärken
Schwächen
Dashcams im Test: Welche Kriterien sind für Fachmagazine entscheidend?
Fachzeitschriften bewerten die Videoqualität einer Dashcam als „gut“, wenn sie mindestens in Full-HD-Auflösung aufzeichnet. Ist die Auflösung geringer, fällt es schwerer, Details wie Nummernschilder klar zu erkennen. Während das tagsüber meistens problemlos möglich ist, stellt die Aufnahme bei Dunkelheit eine größere Herausforderung dar. Deshalb legen Experten ein besonderes Augenmerk auf die Bildqualität bei Nachtfahrten. Die Videos werden üblicherweise auf microSD-Karten gespeichert. Manche Dashcams verfügen zudem über WLAN, um die Aufnahmen kabellos aufs Smartphone zu übertragen, was von Testmagazinen ebenfalls positiv bewertet wird.
Die Transcend DrivePro 520 punktet besonders durch ihre einfache Handhabung. Die Hauptkamera nimmt dabei den Verkehr auf, während eine zweite Linse den Innenraum des Fahrzeugs filmt. (Bildquelle: amazon.de)
Darüber hinaus legen Fachmagazine Wert auf die Befestigungsmöglichkeiten und Benutzerfreundlichkeit der Dashcams. Die meisten Modelle werden entweder per Saugnapf oder Klebepad an der Windschutzscheibe montiert. Saugnapfhalterungen sind dabei praktischer, weil sie sich leichter anbringen und abnehmen lassen.
Ergänzend prüfen Testredakteure Funktionen wie GPS, Bewegungs- und Parksensoren sowie Abstandswarner.
Wann starten die Aufnahmen und wie lange lassen sie sich speichern?
Bei den meisten Dashcams beginnt die Videoaufnahme automatisch mit dem Anlassen des Fahrzeugs und endet, wenn die Zündung ausgeschaltet wird. Üblicherweise verwenden die Geräte Micro-SD-Karten mit 32 GB Speicherkapazität. Je nach Auflösung kann darauf eine unterschiedliche Menge an Videomaterial Platz finden. In Full-HD passt etwa mehr als fünf Stunden Aufnahmezeit auf eine solche Karte. Eine unverzichtbare Funktion ist die Loop-Aufnahme: Sobald die Speicherkarte voll ist, überschreibt die Kamera die ältesten Videos automatisch. Erkennt der integrierte G-Sensor eine abrupte Bewegung, beispielsweise bei einer schwachen Bremsung oder einem Unfall, sichert die Dashcam diese Sequenzen, damit sie nicht durch die Loop-Funktion gelöscht werden.Wie arbeitet die Parküberwachung?
Einige Dashcams zeichnen auch dann auf, wenn das Fahrzeug geparkt ist. Die Aufnahme startet, sobald eine Bewegung erkannt wird oder das Fahrzeug bewegt wird. Da die meisten Geräte nur sehr kleine Akkus oder gar keine eigene Energiequelle besitzen und die Zündung im geparkten Zustand aus ist, benötigen sie eine dauerhafte Stromzufuhr. Dies gelingt zum Beispiel über Powerbanks, also externe Akkus, die regelmäßig aufgeladen werden müssen. Komfortabler, aber auch etwas aufwendiger, ist der Anschluss direkt an die Autobatterie. Hierfür sind sogenannte Dauerstromadapter beziehungsweise Hard-Wire-Kits nötig. Diese Sets, die meist 10 bis 20 Euro kosten, werden entweder am Sicherungskasten oder an einer OBD-Buchse angeschlossen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass der Adapter mit der jeweiligen Dashcam kompatibel ist. Die meisten Kameras erhalten ihre Energie über Mini- oder Micro-USB-Anschlüsse.Oft mit mehreren Kameras ausgestattet
Das Modell Element 2 Dual von Vantrue wird mit einer Rückfahrkamera im Set angeboten. (Bildquelle: Amazon)
Dashcam-Sets enthalten häufig mehrere Kameras. Neben der typischen Frontkamera für die Windschutzscheibe lassen sich Rückfahrkameras und Kameras für den Innenraum des Fahrzeugs ergänzen.
Welche Alternativen zu Dashcams gibt es?
Eine Alternative stellt das eigene Smartphone dar, das mithilfe einer Dashcam-App und einer passenden Halterung zur Dashcam umfunktioniert werden kann. Um ausreichend Videomaterial zu speichern, lohnt sich die Verwendung einer zusätzlichen Speicherkarte. Über GPS können mit dem Smartphone sowohl Strecke als auch Geschwindigkeit exakt erfasst werden. Allerdings ist der Bildwinkel meist deutlich eingeschränkter als bei speziell entwickelten Dashcams.Auf einige herkömmliche Funktionen wie eine automatische Parküberwachung bei Bewegung oder Schutz vor Überschreiben der Videos bei Unfällen müssen Anwender eventuell verzichten. Zudem ist darauf zu achten, dass das Handy die Fahrerin oder den Fahrer nicht ablenkt.
Die Top 3 der besten Full HD-Dashcams
| Unser Fazit | Stärken | Schwächen | Bewertung | Angebote | |
|---|---|---|---|---|---|
|
ab 104,34 € ![]() Sehr gut 1,3 |
Gute Ausstattung und Bildqualität zu moderatem Preis Weiterlesen |
Weiterlesen |
Weiterlesen |
359 Meinungen 1 Test |
|
|
ab 271,23 € ![]() Sehr gut 1,5 |
Smarte Rundum-Dashcam Weiterlesen |
Weiterlesen |
Weiterlesen |
1.901 Meinungen 3 Tests |
|
|
ab 259,99 € ![]() Sehr gut 1,5 |
Innenraumaufnahmen sogar mit Nachtsicht Weiterlesen |
Weiterlesen |
Weiterlesen |
47 Meinungen 1 Test |
Sind Dashcams in Deutschland erlaubt?
Mit der Nutzung einer Dashcam möchten viele Unfallbeteiligte den Unfallhergang dokumentieren und ihre Unschuld belegen. Dem steht jedoch das Recht auf informelle Selbstbestimmung anderer Verkehrsteilnehmer und unbeteiligter Dritter gegenüber. In mehreren Gerichtsurteilen wurde deshalb die dauerhafte Aufzeichnung des Straßenverkehrs als unzulässig eingestuft.Mit einem Urteil vom 15.5.2018 entschied der Bundesgerichtshof jedoch, dass Dashcam-Aufnahmen vor Gericht als Beweismittel zulässig sind. Das bedeutet, dass auch anlasslose und fortlaufende Aufzeichnungen des Straßenverkehrs verwertet werden können, selbst wenn die Persönlichkeitsrechte Dritter betroffen sind.





























