Stärken
Schwächen
Unter dem Markennamen Lumix vereint Panasonic sein gesamtes Kamerasortiment – von kompakten Reisekameras über robuste Outdoor-Modelle bis hin zu spiegellosen Systemkameras für ambitionierte Hobby- und Profifotografen. Das Portfolio hat sich seit dem Start der Lumix-Reihe 2001 erheblich weiterentwickelt. Zwei vollständige Systemkamera-Plattformen stehen heute im Mittelpunkt: die etablierte Micro-Four-Thirds-Linie (G- und GH-Serie) und die 2018 eingeführte Vollformat-Linie (S-Serie) mit dem L-Mount-Anschluss.
G-Serie: Bewährte Micro-Four-Thirds-Systemkameras
Die G-Serie gehört zu den bekanntesten spiegellosen Systemkameras weltweit und nutzt den Micro-Four-Thirds-Standard (MFT) mit einem Sensor, der halb so groß ist wie ein Vollformatsensor (Crop-Faktor 2). Das ist ein wichtiger Unterschied gegenüber Vollformatkameras: Gleiche Brennweiten erfassen einen engeren Bildausschnitt, was für Telefotografie vorteilhaft ist, für Weitwinkelaufnahmen aber größere Herausforderungen stellt. Dafür sind die Gehäuse kompakter und das gesamte System günstiger.Ein praktischer Vorteil des MFT-Standards ist die Herstellerübergreifende Kompatibilität: Objektive von Olympus (heute: OM System) passen an Panasonic-Kameras – und umgekehrt. Das macht das Gesamtsystem besonders attraktiv für Nutzer, die bereits in eines der beiden Ökosysteme investiert haben.
Aktuelle Modelle der G-Serie:
- Lumix G9 II: Derzeit das Flaggschiff der G-Serie. Erstmals mit Phasen-Hybrid-Autofokus (PDAF) – einem langen überfälligen Update, das den Autofokus deutlich verbessert. 25,2 MP, 5,8K-Open-Gate-Video, Spritzwasserschutz. Empfohlen für anspruchsvolle Fotografen und Videografen.
- Lumix GH7: Auf Video-Workflows spezialisiert. Ebenfalls mit PDAF ausgestattet, 4K/120p-Video, Unterstützung für Frame.io-Cloud-Integration direkt aus der Kamera. Die GH-Reihe hat sich weltweit bei Videografen und Dokumentarfilmern einen guten Ruf erarbeitet.
Die Lumix G-Serie: kompakte Systemkameras mit Micro-Four-Thirds-Sensor und weitreichender Objektiv-Kompatibilität. (Bildquelle: panasonic.de)
S-Serie: Vollformat-Systemkameras für höchste Ansprüche
Seit 2018 bietet Panasonic mit der S-Serie spiegellose Vollformatkameras an, die sich vor allem an ambitionierte Fotografen und Videografen richten. Alle S-Serie-Kameras nutzen den L-Mount-Objektivanschluss, den Panasonic gemeinsam mit Leica und Sigma entwickelt hat. Das bedeutet: Objektive dieser drei Hersteller sind untereinander kompatibel – eine große Stärke des Systems.Aktuelle Modelle der S-Serie:
- Lumix S9: Kompakte, leichte Vollformatkamera für Content Creator. Phasen-Hybrid-AF, 4K/60p, zahlreiche Farbprofile (Leica Looks), kleines Gehäuse ohne integrierten Sucher. Angeboten in verschiedenen Farben. Besonders populär bei Reisefotografen und Social-Media-Creators.
- Lumix S5 II / S5 IIX: Einstieg in die professionelle S-Serie. 24,2 MP, PDAF, 4K/60p 4:2:2 10-Bit-Video, unbegrenzte Aufnahmezeit. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für hybride Foto-Video-Nutzer.
- Lumix S1 II / S1 IIE: Hybridkamera mit teilweise gestapeltem CMOS-Sensor, Dynamic Range Boost mit bis zu 15 Blendenstufen und Hochgeschwindigkeits-Serienaufnahme mit bis zu 70 Bildern pro Sekunde. Für professionelle Einsätze konzipiert.
- Lumix S1R II: Hochauflösende Flaggschiff-Kamera. 44,3 MP BSI-CMOS-Vollformatsensor, 8K-Videoaufnahmen, Phasen-Hybrid-AF mit KI-Tracking und branchenführende Bildstabilisierung. Für Studiofotografen und professionelle Filmproduktionen.
Bridgekameras: Die FZ-Serie
Die FZ-Serie richtet sich an Fotografen, die maximale Zoomreichweite ohne Objektivwechsel wünschen. Bridgekameras kombinieren einen festen, nicht wechselbaren Zoomtubus mit einem Gehäuse, das optisch an Spiegelreflexkameras erinnert. Die optischen Brennweiten reichen bis über 600 mm – ein Bereich, der mit Wechselobjektiv-Kameras sehr teuer wäre. Leica hat die optische Qualität der FZ-Objektive zertifiziert, was für besondere Schärfe und Lichtstärke spricht. Die Bildqualität ist gegenüber Systemkameras eingeschränkt, da der Sensor deutlich kleiner ist.
Die TZ-Serie: Reisekameras mit leistungsstarkem Zoom im Jackentaschenformat. (Bildquelle: panasonic.de)
Travelzoom: Die TZ-Serie
Die TZ-Reihe verbindet kompakte Abmessungen mit einem leistungsstarken Zoomobjektiv und eignet sich für Reisende, die eine hochwertige Kamera immer griffbereit haben möchten. Aktuelle Modelle wie die TZ200 bieten einen 1-Zoll-Sensor – deutlich größer als in den meisten Smartphones –, was in besserer Bildqualität bei wenig Licht resultiert. Ende 2024 hat Panasonic die TZ99 als überarbeitetes Modell vorgestellt; die TZ300 ist das neueste Flaggschiff der Reihe mit verbesserter Bildqualität. Leica-zertifizierte Optik, WLAN und Bluetooth gehören bei den aktuellen Modellen zum Standard.Outdoor: Die FT-Serie
Für den Einsatz unter widrigen Bedingungen bietet Panasonic die FT-Serie (früher TS-Serie in Nordamerika). Diese robusten Kompaktkameras halten Stürze, Wasser und Staub aus. Aktuelle Spezifikationen erlauben Tauchtiefen von bis zu 15 Metern, sind frostsicher und staub- sowie fallfest. Videoaufnahmen in 4K und WLAN-Übertragung sowie Bluetooth-Fernsteuerung per Smartphone sind auf aktuellen Modellen integriert.
Die FT-Serie: wasser-, frost- und stoßfeste Outdoor-Kompaktkameras mit Leica-Optik. (Bildquelle: panasonic.de)


























