Digitalkameras mit 4K Hochauflösende Videos in kleinem Gehäuse
Stärken
Schwächen
Worauf wird im Test der Videofunktion besonderen Wert gelegt?
Technisch unterscheiden sich Digitalkameras kaum noch von digitalen Camcordern. Der Fortschritt macht es möglich, dass die relativ kompakten Fotoapparate neben guten Fotos nun auch Videos mit hoher Qualität aufnehmen können und die Camcorder mehr und mehr verdrängen. Bei der Beurteilung der Videofunktion von Digitalkameras liegt der Fokus der Testmagazine auf folgenden Kriterien:
- Ton/Mikrofon: Guter Ton ist ebenso von großer Bedeutung. Ein Stereomikrofon ist in der Regel bei allen Digitalkameras verbaut. Konstruktionsbedingt sitzen diese aber im Gehäuse und zeichnen so auch unvermeidliche Griffgeräusche, die beim Bedienen der Digitalkamera entstehen, oder das Surren des Zoommotors auf. Daher verfügen bessere Kameras über einen Anschluss für externe Mikrofone. Damit lassen sich diese Störgeräusche unterbinden und eine deutlich besser Tonqualität erzielen. Die Tester werten zudem das Vorhandensein eines Kopfhöreranschlusses auf. Ein Kopfhörer hilft, Audiofehler bereits während der Aufnahme zu erkennen.
- Bildstabilisator: In die Bewertung der Tester fließt auch die Leistungsfähigkeit des Bildstabilisators ein. Gerade bei Teleaufnahmen reduziert dieser Verwacklungen. Ein optischer Bildstabilisator wird dabei besser bewertet als ein digitaler.
Welche Speicherkarten sollte ich für 4K-Videos verwenden?
Ultra-HD-Aufnahmen setzen aufgrund ihrer hohen Auflösung für eine gute Bildqualität eine hohe Bitrate voraus, um Komprimierartefakte möglichst gering zu halten. Die meisten Kameras nutzen eine Bitrate von 100 MBit/s, das entspricht analog zur Auflösung etwa dem Vierfachen von Full-HD-Videos.
| Videoformat | Bitrate | Datenüber-tragungsrate | Dateigröße pro Stunde |
|---|---|---|---|
| Full HD | 28 MBit/s | 3,5 MByte/s | 12,6 GByte |
| Ultra HD (4K) | 100 MBit/s | 12,5 MByte/s | 45,0 GByte |
Um diese Datenmengen speichern zu können, bedarf es schneller und großer Speicherkarten.
Die Hersteller empfehlen Speicherkarten der UHS Speed Class U3. Diese Norm stellt mit einer minimalen Schreibgeschwindigkeit von 30 Mbyte/s ein zügiges Speichern der Videoaufnahmen sicher. Aber auch Markenspeicherkarten der langsameren Speed Class C10 sind in der Regel schneller als die Norm vorgibt. Außerdem treten hin und wieder Kompatibilitätsprobleme zwischen Kameras und schnellen Speicherkarten auf.
Wie lange kann ich unterbrechungsfrei Videos aufnehmen?
Die Begrenzung der Aufnahmezeit bei Digitalkameras auf knapp 30 Minuten geht auf eine europäische Zollbestimmung zurück. Für Kameras mit einer kontinuierlichen Aufnahmedauer von 30 Minuten und mehr wird eine extra Zollgebühren fällig.
Etliche Kompaktkameras wie zum Beispiel die Sony Cyber-shot DSC-RX100 V sind bei der 4K-Videoaufnahme auf eine Dauer von 5 Minuten beschränkt. Grund: Das schnelle Auslesen des Bildsensors und die hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit des Bildprozessors führen zu einer Wärmeentwicklung. Um die Kamera vor etwaigen Schäden zu bewahren, unterbricht die Aufzeichnung automatisch nach 5 Minuten.
Die Bridgekamera Panasonic Lumix DMC-FZ2000 ist ein Beispiel für unbegrenzte Aufnahmedauer. Bei dieser Kamera wird die Aufnahme nur durch die Größe der Speicherkarte oder die Akkulaufzeit limitiert.
Welche Digitalkamera bietet die beste 4K-Videoqualität?
Über die beste Videoqualität verfügen die digitalen Spiegelreflexkameras sowie die spiegellosen Systemkameras. Die deutlich größeren Sensoren liefern rauschärmere Bilder und die Möglichkeit, die Objektive zu wechseln, erhöht den Spielraum der kreativen Nutzung.
Die beste UHD-Qualität unter den Kompakten und Bridgekameras bietet momentan die Sony Cyber-shot DSC-RX10 IV. Sie gehört aber zu den teuersten Kameras ihrer Klasse. Der Preis-/Leistungssieger ist hingegen die Panasonic Lumix DMC-FZ1000.







































