Kühlschränke: Tests & Testsieger

Groß, größer, Side-by-Side. Nicht jeder Haushalt braucht einen coolen Riesen. Wir verraten Ihnen, welcher Kühlschrank zu Ihnen passt. Wir zeigen Ihnen die jeweils besten Kühlschränke aus 257 Tests. Den letzten haben wir am 18.10.2019 ausgewertet. Unsere Quellen:

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Ratgeber zu Kühlschränke

Welcher Kühlschrank ist der richtige für mich?

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. verschiedene Bauarten und Größen erhältlich
  2. Standgeräte meist etwas energieeffizienter
  3. Side-by-Sides nur für sehr große Haushalte sinnvoll
  4. nur kleine Auswahl unterbaufähiger Kühlschränke

Ratgeber Kühlschrank Bauart udn Größe Bei Kühlschränken haben Sie die Qual der Wahl: mit und ohne Gefrierfach, Kühl-Gefrier-Kombination oder Side-by-Side. (Bilder: amazon.de)

Wenn Ihr 20 Jahre alter Kühlschrank das Zeitliche gesegnet hat oder durch seinen Verbrauch Ihre Stromrechnung in schwindelerregende Höhen treibt, aber auch dann, wenn Sie Ihre erste eigene Wohnung einrichten, steht ein Kühlschrank-Kauf an.

Die Marktauswahl ist riesig, aber mit ein paar Fragen - und natürlich den passenden Antworten darauf - können Sie den Kreis der in Frage kommenden Kühlschränke recht schnell einschränken.

Ihre Küche gibt dabei bereits die Antwort auf die erste Frage:

Einbaukühlschrank oder freistehendes Modell?

Wenn Sie bereits eine Einbauküche besitzen, ist die Nische für den Kühlschrank vorgegeben. Es kommt im Prinzip nur noch darauf an, dass bei Ihrer Auswahl die Gerätemaße mit der Nische kompatibel sind. Um sich das Leben zu erleichtern, sollten Sie auch beachten, wie sich die Möbelfront anbringen lässt. Es gibt zwei Systeme: die Schlepptür- oder die Festtürmontage. Bei der Festtürmontage wird die Schranktür fest mit der Kühlschranktür verschraubt, bei der Schlepptür hängt alles an Scharnieren. Beim Öffnen und Schließen gleiten die Türen an Schienen entlang. Auch wenn eine Umrüstung von Schlepptür zu Festtür etwa bei Liebherr-Geräten möglich ist, ersparen Sie sich Bastelarbeiten, wenn Sie schon beim Kauf die "richtige" Montageart beachten. Einfluss auf die Optik Ihrer Einbauküche haben Schlepp- oder Festtür im Übrigen nicht. An der Möbelfront lässt sich kein Unterschied erkennen.

Die Auswahl bei den Standgeräten ist generell größer als bei Kühlschränken für den Einbau. Zu welchem Gerät Sie greifen, hängt aber auch hier ganz maßgeblich vom vorhandenen Platz ab. Nicht jedes kleine Apartment beispielsweise bietet Platz für einen wuchtigen Side-by-Side-Kühlschrank, der sich in der Regel nicht nur recht breit macht, sondern auch ganz schön in die Tiefe geht - ganz davon abgesehen, dass die Kapazität von so einem Riesen normalerweise nur Mehrpersonenhaushalte wirklich voll ausgeschöpfen können.

Die meisten Standgeräte machen inzwischen auch optisch ordentlich was her. Von einem hässlichen weißen Klotz, der die Küche verschandelt, sind viele Modelle weit entfernt. Die Hersteller bieten neben dem klassischen Weiß die meisten Kühlschränke auch in Edelstahl-Optik (inox) an. Unser Tipp insbesondere für Haushalte mit kleinen Kindern: Wählen Sie ein Edelstahl-Modell mit Antifingerprint, um die Anzahl der Putzlappeneinsätze möglichst gering zu halten. Es gibt auch Kühlschrankmodelle in knalligem Rot, tiefem Schwarz und insbesondere bei den Retro-Kühlschränken in 1950er-Jahre-Optik viele Pastelltöne (hellblau, beige, rosa etc.).

Standgeräte im Vergleich meist noch etwas effizienter

Wenn es um die Energieeffizienz geht, sind freistehende Kühlschränke im Durchschnitt immer noch sparsamer als ihre Einbaukollegen. Ein wesentlicher Grund: Sie haben schlicht mehr Platz für eine dicke Isolierung. Umluftsysteme und NoFrost-Technologie, die in Geräten beider Bauarten verbaut sein können, sorgen aber dafür, dass die Einbaukühlschränke bei der Sparsamkeit aufholen.

(Vollraum-)Kühlschränke ohne Gefrierfach: So ermitteln Sie die richtige Größe

Am weitesten verbreitet sind noch immer einfache Kühlschränke, wahlweise mit oder ohne integriertem Eisfach. Es gibt sie in den verschiedensten Größenausführungen, die von rund 80 Zentimetern Bauhöhe bis etwa 200 Zentimetern reichen. Einbaugeräte sind auf bestimmte Höhen genormt, was bei Standgeräten nicht unbedingt gilt. Der Nutzinhalt bewegt sich bei beiden Gruppen zwischen um die 100 und 350 Litern. Zur Einschätzung des eigenen Bedarfes können Sie von einer groben Faustformel ausgehen: Single- und Paar-Haushalte benötigen rund 150 Liter, je zusätzlicher Person kommen nochmal 60 Liter hinzu. Ein großer Familien-Haushalt mit vier Personen kann also gut und gerne 250 bis 300 Liter benötigen. Diese Angabe bezieht sich übrigens nur auf den reinen Kühlbereich.

Kühlschränke mit Eisfach: Endstation Pizza und Pommes

Wenn Sie keinen Platz für einen separaten Tiefkühler haben, aber jederzeit auf Ihr Lieblingseis zugreifen wollen, bietet sich ein Kühlschrank mit Gefrierfach an. Die integrierten Eisfächer haben allerdings meist nicht mehr als 30 Liter Volumen, genaugenommen sind es in der Regel sogar weniger als 20 Liter. Das reicht nur für kleinere Mengen, zum Beispiel ein oder zwei Packungen Eis und ein paar Pizzen oder Packungen Tiefkühlgemüse. Ein großer Sack Pommes kann das Fach bereits überfordern. Für Single- oder Paar-Haushalte mag so eine Lösung ausreichen - für größere Familien oder Menschen, die gern für die ganze Woche vorkochen und sich ihre Mahlzeiten portionsgerecht einfrieren, ist so ein Kühlschrankeisfach jedoch schlicht zu klein.

Zudem sind Kühlschränke mit Gefrierfach meist deutlich ineffizienter, da die Isolation des Gefrierfachs nur unzureichend erfolgt und stets Kälte aus dem Eisfach in den Kühlraum entweicht. Das wiederum sorgt dort für Eisbesatz an der Rückwand und für einen Anstieg der Energiekosten. Es gibt sparsamere Ausnahmen, unter anderem von Bauknecht und Liebherr. Allerdings müssen Sie hier mit deutlich höheren Anschaffungskosten rechnen.

Bosch KGE36AI42 Der KGE36AI42 von Bosch bietet viel Platz bei geringem Stromverbrauch. (Bild: bosch-home.com)

Kühl-Gefrier-Kombinationen - das sollten Sie wissen

Wenn Sie wirklich Bedarf an einem Gefrierbereich haben, sollten Sie besser zu einer Kühl-Gefrier-Kombination greifen. Bei dieser ist das Gefrierfach über eine eigene Tür zu erreichen. Das Gefrierfach-Volumen addiert sich auf rund 50 bis 100 Liter (mit seltenen Ausnahmen von 120 Litern) auf, häufig in Form von drei bis vier Schubladen. Moderne Geräte bieten hierbei Auszugssysteme auf Teleskopschienen.

Günstig ist es, wenn Sie eine Kühl-Gefrier-Kombinationen mit NoFrost-Technologie wählen. Das erspart Ihnen eine Menge Arbeit, weil so ein regelmäßiges, für die meisten Menschen eher lästiges Abtauen entfällt. Neben diesem Komfort bietet NoFrost noch einen weiteren Vorteil: Das System verhindert dicke Eisschichten, die unweigerlich einen höheren Stromverbrauch nach sich ziehen würden. Damit trägt es dazu bei, Ihre Stromrechnung im Zaum zu halten. Kühl-Gefrierkombis mit und ohne NoFrost gibt es überwiegend als freistehende, aber auch als Einbaulösungen.

Kühl-Gefrier-Kombinationen mit No-Frost-Technologie

  1. Samsung RB29HER2CSA
    Samsung RB29HER2CSA
    • Gut 2,0
    ab 399 €

LG GSL361ICEZ Nur etwas für große Haushalte. Der GSL361ICEZ von LG bietet gigantische 663 Liter Volumen. (Bild: lg.com)

Side-by-Side-Kühlschränke - am besten für richtig große Haushalte

Wenn es eine Nummer größer sein darf, können Sie auch zur größten Klasse greifen: den Side-by-Side-Kühlschränken. Diese Riesen bieten Ihnen insgesamt oft mehr als 500 Liter Nutzvolumen, von denen alleine 300 bis 350 Liter auf den Kühlbereich entfallen. Der Gefrierbereich findet sich hierbei entweder ebenfalls - wie bei den Kühl-Gefrier-Kühlschränken - unten (French-Door-Modelle) oder geschlossen hinter einer von beiden Türen (meist links).

Insbesondere "Amerikanische Kühlschränke" mit NoFrost und A++ oder sogar A+++ arbeiten inzwischen ziemlich energieeffizient. Immer vorausgesetzt, Sie nutzen seine Kapazitäten auch voll aus. Denn nichts ist so ineffizient wie ein gut gekühlter, leerer Kühlschrank.

Unser Tipp lautet daher: Überlegen Sie gut, ob Sie den gewaltigen Raum und Spielereien wie Eis- und Wasserspender wirklich benötigen. In vielen Fällen dürfte eine Kühl-Gefrier-Kombination ausreichen.

Kühlschränke im Test: Auf was achten Testmagazine wie zum Beispiel die Stiftung Warentest?

Kühlschränke gehören erfreulicherweise zu den Haushaltsgeräten, die recht häufig getestet werden. Die Stiftung Warentest beispielsweise bringt jedes Jahr einen großen Vergleichstest mit mindestens 30 Kühlschrank-Modellen heraus.

Im aktuellen Test von 2019 nahmen die Prüfer Kühl-Gefrier-Kombinationen ins Visier, und zwar sowohl freistehende als auch Einbau-Modelle. Bei Bosch dürften die Sektkorken geknallt haben: Das Unternehmen sicherte sich den Testsieg sowohl bei den Standkühlschränken als auch bei den Einbaugeräten. Auch weitere Modelle aus dem Haus waren vorne mit dabei.

Die Testsieger (KGE49VW4A und KIS87AD40) punkteten insbesondere mit hervorragender Kühlleistung und einer konstanten Lagertemperatur. Auch verrichten die Geräte ihre Dienste leise, sind nicht stromhungrig und überzeugen auch mit einer guten Kühlleistung. Mit der Handhabung werden Sie keine Probleme haben.

Auch 2018 machten es die Testmodelle von Bosch gut. Die Kühl-Gefrier-Kombis von Liebherr schnitten im Test jedoch eine Nuance besser ab.

Im Test 2017 konzentrierten sich die Warentester auf große und kleine Einbaukühlschränke und Standgeräte. Siemens, Bosch, Liebherr und Neff lieferten die Besten im Test ab.

Über alle Kühlschranktypen und Testmagazine hinweg stechen immer wieder Bosch und Liebherr als Platzhirsche hervor. Im Durchschnitt punkten aber oft auch Grundig, Haier, LG und Samsung kräftig bei den Testern.

Interessant: Eine besonders hohe Käuferzufriedenheit erzielen ausgerechnet die Kühlschränke von den "Billigheimern". Kühlschränke von Amica und Exquisit sind den Kunden im Schnitt über vier von fünf möglichen Sternen wert. Immerhin: Auch Bosch, Siemens, Grundig, Hisense, Samsung und LG kassieren vier oder mehr Sterne. Liebherr hat dagegen in den Käuferrezensionen einen schweren Stand. Offenbar erwarten die Käufer angesichts des oftmals hohen Preises deutlich mehr.

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