Stärken
Schwächen
Typischer Retro-Look. Dieses Modell von Severin ist unter anderem auch in Creme und Bordeauxrot erhältlich. (Bild: amazon.de)
Retro-Kühlschränke verleihen der Küche einen Hauch vom Flair des American Way of Life der 1950er-Jahre. Fast alle Modelle greifen optisch auf das Design der Fifties zurück: runde Formen, altertümliche Türgriffe, farbenfrohe Pastelltöne. Kein Wunder: Der Kühlschrank feierte in diesem Jahrzehnt seinen eigentlichen Durchbruch. Kaum eine andere Ära hat der Formensprache von Haushaltsgeräten einen so unverwechselbaren Stempel aufgedrückt. Doch nicht jeder Hersteller beschäftigt sich gleichermaßen mit solchen Designspielereien – und leider hält nicht jedes Retro-Gerät, was das Äußere verspricht.
Eher ein Spielfeld der kleineren Hersteller – mit Ausnahmen
Lange galt der Retro-Kühlschrank als Nischenprodukt kleiner Spezialanbieter. Das hat sich gewandelt: Hersteller wie Smeg, Gorenje, Severin und Klarstein gehören heute zu den Anbietern, die im Retro-Segment sowohl gestalterisch als auch technisch punkten können. Smeg aus Italien setzt seit den 1990er-Jahren konsequent auf Retro-Design und hat mit seiner „Stil der 50er Jahre“-Linie Kultstatus erreicht. Gorenje, seit 2019 Teil des chinesischen Hisense-Konzerns, legt mit seiner Retro Collection ganze Serien aus und verbindet dabei das nostalgische Äußere mit moderner Kühlschranktechnik.Von echten Nischen-Spezialanbietern ohne Haushaltskompetenz sollten Sie dagegen eher Abstand nehmen: Sie haben oft vor allem das Design im Blick; beim Innenleben fehlt ihnen die Erfahrung etablierter Gerätehersteller.
Auf Technik achten: Energieeffizienz und NoFrost
Wer zu einem Retro-Kühlschrank greift, sollte das Augenmerk nicht allein auf die Optik richten. Seit der EU-Label-Reform von 2021 gilt eine neue Skala von A bis G. Aktuelle Retro-Modelle bewegen sich je nach Hersteller und Größe typischerweise in den Klassen C bis E – Klasse A ist auch hier noch selten. Gorenje bietet in seiner Retro Collection je nach Modell Ausstattungsmerkmale wie NoFrost Plus, IonAir-System, AdaptTech und FastFreeze , was zeigt, dass modernes Innenleben und Retro-Optik kein Widerspruch sein müssen. Klasse D ist bei einem Retro-Gerät vertretbar, wenn Ihnen das Design wichtig ist. Die Klassen F und G sollten Sie jedoch meiden, da die Betriebskosten schlicht zu hoch sind.Wünschenswert ist zudem NoFrost oder zumindest FrostLess/LowFrost. Längst nicht alle Retro-Modelle bieten das, aber viele aktuelle Geräte von Gorenje und Smeg verfügen über entsprechende Technologien.





















