Stärken
Schwächen
Wer auf der Suche nach einem neuen Kühlschrank ist, kommt an Liebherr kaum vorbei. Das Unternehmen stellt seit 1954 Kühlschränke her, heute an mehreren Standorten weltweit, darunter Deutschland, Österreich, Bulgarien und Malaysia. Anders als Konzerne wie die BSH-Gruppe (u. a. Siemens, Bosch, Neff) konzentriert sich Liebherr ausschließlich auf Kühl- und Gefriergeräte. Diese Spezialisierung merkt man: Die Geräte gehören in Tests regelmäßig zu den Besten ihrer Klasse.
Liebherr bietet das komplette Sortiment von einfachen Kühlschränken mit oder ohne Gefrierfach über Kühl-Gefrier-Kombinationen bis zu integrierbaren Einbaugeräten für Einbauküchen. Der größte Haken: der Preis. Liebherr positioniert sich klar im Premiumsegment. Wer ein Gerät kaufen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen als bei vielen Wettbewerbern. Doch es gibt gute Gründe dafür.
Einbaukühlschränke von Liebherr: Besonders leise im Test
Eines sticht bei Liebherr-Einbaukühlschränken besonders hervor: ihre Lautstärke – oder besser gesagt ihre Stille. Moderne Modelle erreichen Geräuschpegel von nur 34 bis 38 Dezibel. Zum Vergleich: Ein geflüstertes Gespräch liegt bei etwa 30 dB, eine ruhige Bibliothek bei rund 40 dB. Liebherr-Geräte sind also selbst mit laufendem Kompressor kaum wahrnehmbar. Das ist ein echter Vorteil für offene Wohnküchen oder hellhörige Wohnungen. Ähnlich leise sind im Durchschnitt nur die Einbaugeräte von Miele – und die sind ebenfalls im Premiumsegment angesiedelt.Hoher Anschaffungspreis, niedriger Verbrauch: Lohnt sich der Kauf?
Wer einen Kühlschrank kauft, zahlt nicht nur den Kaufpreis, sondern auch jahrelang Stromkosten. Hier punktet Liebherr: Die meisten Einbaugeräte arbeiten energieeffizient. Laut Stiftung Warentest kann der Unterschied im Energieverbrauch zwischen dem sparsamsten und dem stromhungrigsten Gerät über 15 Jahre bis zu 2.310 Euro ausmachen. Ein energieeffizientes Gerät amortisiert seinen höheren Kaufpreis daher oft über die Betriebsdauer.Ein wichtiges Stichwort bei Kühl-Gefrier-Kombinationen ist NoFrost. Diese Technologie verhindert die Eisbildung im Gefrierfach automatisch. Das hat zwei Vorteile: Der Energieverbrauch bleibt konstant, weil kein isolierender Eisfilm die Kühlleistung bremst. Und das lästige manuelle Abtauen entfällt komplett. Wir empfehlen bei Kühl-Gefrier-Kombinationen grundsätzlich Geräte mit NoFrost, im Idealfall sogar Total NoFrost.
Was bedeuten die Namenszusätze bei Liebherr?
Liebherr-Modellbezeichnungen enthalten häufig Kürzel, die Aufschluss über die Ausstattung geben:BioFresh steht für eine separate Frischezone im Kühlraum. Darin herrschen andere Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen als im Rest des Kühlschranks – Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch halten hier deutlich länger frisch als in einem herkömmlichen Kühlschrank.
Die Zusätze Comfort, Premium und PremiumPlus beschreiben die Bedienausstattung: Von einem einfachen Einstellrad über elektronische Displays bis hin zur Touchscreen-Steuerung nimmt der Komfort in dieser Reihenfolge zu.
Was sagen Tests? Liebherr im Vergleich bei Stiftung Warentest
Liebherr gehört zu den Marken, die die Stiftung Warentest regelmäßig unter die Lupe nimmt. Das Ergebnis über viele Testrunden hinweg: Liebherr-Kühlschränke erhalten in Tests durchweg mindestens das Urteil „gut“. Mehrfach konnte sich Liebherr als Testsieger behaupten.Bei den Einbaukühlschränken liegt der aktuelle Testsieg (Stiftung Warentest, 07/2024) beim Siemens KI81RVFE90, der vor allem durch Kühleigenschaften und Bedienkomfort überzeugt. Liebherr-Modelle landen dabei solide im guten Mittelfeld. Beim Einbaukühlschrank mit Gefrierfach schneidet der Liebherr UIKP 1554 besonders stark ab und erhält das Urteil „gut“ – er zählt zu den besten Geräten seiner Kategorie im aktuellen Test und sicherte sich den Testsieg 2025.
Was sagen Käuferinnen und Käufer? Kundenmeinungen im Überblick
Das Bild aus Kundenbewertungen bei Online-Händlern und Trustpilot ist gemischt, aber tendenziell positiv. Viele Käuferinnen und Käufer loben vor allem die geringe Lautstärke und die solide Verarbeitung.Kritik kommt dagegen häufig beim Kundendienst auf: Auf Trustpilot berichten mehrere Menschen von langen Wartezeiten auf Ersatzteile und schwer erreichbarem Telefon-Support. Vereinzelt gibt es auch Berichte über Geräte, die bereits nach wenigen Jahren Probleme zeigten. Für eine Premiummarke sind solche Erfahrungen enttäuschend – sie betreffen aber nach aktuellem Stand eine Minderheit der Kundschaft.
























