Das Wichtigste auf einen Blick:
- Aufgeräumt: bieten gute Übersicht über alle Tiefkühlwaren
- Sinnvolle Funktionen: NoFrost und Schnellgefrieren
- Mindestens Energieeffizienzklasse E sollte es sein (die Skala reicht von A bis G)
- Bigboxen ideal für sperriges Gefriergut, z. B. die Weihnachtsgans
Wenn Sie sich einen neuen Gefrierschrank anschaffen möchten – oder müssen, weil Ihr altes Gerät das Zeitliche gesegnet hat –, dann lohnt es sich, sich nicht von einem günstigen Kaufpreis verführen zu lassen, sondern auch die Betriebskosten in den Blick zu nehmen. Von einer mehr als zehnjährigen Haltbarkeit des Modells können Sie ausgehen. Deshalb raten wir dazu, ein Modell mit einer guten Energieeffizienz zu wählen. Unsere Empfehlung: nicht schlechter als Energieeffizienzklasse E. Die Energieklasse steht auf dem EU-Energielabel, mit dem jedes Gerät ausgezeichnet ist. Die Skala reicht vom hervorragenden A bis sehr schwachen G.
In vielen Fällen lohnt sich der Griff zu einem Gerät mit einem höheren Anschaffungspreis und einer guten Energieeffizienz nicht nur für die Umwelt, sondern langfristig auch für Ihr Portemonnaie.
Wie viel Platz benötigen Sie zur Aufbewahrung gefrorener Lebensmittel?
Es ist sinnvoll, einen Tiefkühler zu wählen, das nur so viel Platz bietet, wie Sie tatsächlich benötigen. Ein überdimensionierter Gefrierschrank, der halbvoll ist, treibt unnötig Ihre Stromrechnung in die Höhe. Wer einen großen Garten hat und Obst und Gemüse der Saison erntet und einfriert, wer gern Sonderangebote aus dem Tiefkühlsegment hamstert oder wer gute Kontakte zu Jägern oder Anglern hat, braucht natürlich mehr Raum als ein 2-Personen-Haushalt, der gelegentlich eine Tiefkühlpizza in den Ofen schiebt oder ganz gern mal ein Eis isst.Preiswerte Gefrierschränke sind zudem häufig recht mager ausgestattet. Das muss nicht unbedingt schlecht sein. Nicht jeder Haushalt benötigt eine Innenbeleuchtung oder die Möglichkeit, ein Gerät vom Sofa aus per Smartphone zu steuern.
Wir möchten Ihnen jedoch zwei Ausstattungsmerkmale vorstellen, die so nützlich sind, dass Sie sie in Ihre Kaufentscheidung einbeziehen sollten:
Gefrierschrank von AEG mit NoFrost-Funktion und deutlich sichtbarem Ventilator. (Bildquelle: amazon.de)
NoFrost: Nie mehr abtauen!
Wählen Sie einen Tiefkühlschrank mit NoFrost, dann entledigen Sie sich elegant einer lästigen Aufgabe, die ansonsten jährlich ansteht: abtauen.Wie funktioniert NoFrost? Vereinfacht gesagt pustet ein Ventilator die kalte Luft durch alle Ebenen und senkt dabei die Luftfeuchtigkeit im Innenraum. So kann sich kein Eis mehr an den Wänden bilden. Das erspart Ihnen nicht nur das bereits erwähnte Abtauen, sondern trägt auch noch dazu bei, dass der Energieverbrauch konstant auf dem Niveau bleibt, das das Energielabel ausweist. Bei vereisten Tiefkühlern (oder auch Kühlschränken) schießt dagegen der Stromverbrauch in die Höhe.
Zugegeben: Auch NoFrost fordert einen kleinen Tribut beim Energieverbrauch. Den macht er aber durch den konstanten Energieverbrauch mehr als wett.
Einen kleinen Nachteil gibt es aber doch: Im Vergleich zu Geräten ohne diese Abtauautomatik sind Gefrierer mit NoFrost während der Kühlphasen etwas lauter. Bei modernen Gefrierschränken oder wenn Sie das Gerät im Keller aufstellen, fällt das jedoch kaum ins Gewicht.
Schnellgefrieren: Einfach super
Vor allem für frische Lebensmittel aus Ihrem Garten oder vom Markt ist die Schnelligkeit beim Einfrieren entscheidend für die Qualität der Lebensmittel nach dem Auftauen. Je schneller sie einfrieren, desto mehr Inhaltsstoffe und Vitamine bleiben erhalten.Wenn Ihr neuer Gefrierschrank über eine Schnellgefrier-Funktion, von einigen Herstellern auch Super Freeze oder Fast Freeze genannt, verfügt, dann können Sie diese per Tastendruck ganz einfach aktivieren. Idealerweise machen Sie das vor Ihrem Einkauf. Im Innenraum wird die Kühltemperatur zwischenzeitlich weiter abgesenkt. Ihre Lebensmittel erreichen so viel zügiger ihre Lagertemperatur. Praktisch: In der Regel schaltet sich diese Funktion von allein wieder ab. Sie müssen also nicht darauf achtgeben. Auch hier gilt: Die Funktion treibt den Stromverbrauch kurzfristig in die Höhe. Dafür erhalten Sie aber einen Zugewinn an Qualität bei Ihren Lebensmitteln.
Was ist den Test-Magazinen bei der Bewertung von Gefrierschränken besonders wichtig?
In Tests wird ganz besonders auf die Gefrierleistung der Tiefkühler geschaut. Dahinter verbirgt sich nicht nur, wie schnell Waren tiefgekühlt werden, sondern auch, ob die Temperatur auf den einzelnen Ebenen konstant ist. Redaktionen wie zum Beispiel die der Stiftung Warentest nutzen für den Test speziell präparierte Kühlpakete, um die Ergebnisse der einzelnen Geräte vergleichbar zu machen. Gleichermaßen wird die Funktion bei unterschiedlichen Raumtemperaturen, in sogenannten Klimakammern, geprüft. Denn: Einige Tiefkühler arbeiten im unbeheizten Keller effizienter als in warmen Räumen. Ist zusätzlich eine Schnellgefrieren-Funktion verfügbar, wird diese genauso untersucht.Der Aufstellort und die zusätzliche Gefrierleistung per Schnellgefrieren-Funktion können sich auch im Energieverbrauch niederschlagen. Hier werden die Herstellerangaben mit den tatsächlich erreichten Verbrauchswerten verglichen und benotet. Ähnlich erfolgt die Messung auch für die Lautstärke, wobei hier auch noch das subjektive Empfinden dazukommt, also ob die Geräusche und Vibrationen stören oder eher unauffällig sind.
Die Handhabung spielt auch eine Rolle bei der Bewertung der Gefrierschränke, ebenso das Verhalten im Störfall, zum Beispiel bei einem Stromausfall.
Zum Vergleich von Stiftung Warentest
Welche Vor- und Nachteile haben Gefrierschränke gegenüber Gefriertruhen?
Für eine Truhe benötigen Sie deutlich mehr Stellfläche. Dafür können Sie sie zugleich flexibler und voller bepacken. Nachteil: Die Übersicht geht so recht schnell verloren, denn hohe Stapel behindern den Überblick über alle Tiefkühlwaren. Wenn Sie schon einmal eine Tiefkühltruhe abgetaut haben, erinnern Sie sich vielleicht noch daran, dass Sie am Boden auf längst vergessene oder aufgegessen geglaubte Lebensmittel gestoßen sind.Im Gefrierschrank hingegen herrscht mehr Ordnung. Alle Waren können Sie leicht einsehen und auch problemlos herausnehmen. Nur bei sperrigeren Lebensmitteln kann es mal schwieriger mit dem Verstauen werden. Manche Geräte verfügen jedoch über eine sogenannte Bigbox. Ein Wermutstropfen der Gefrierschränke: Im Vergleich zu den Truhen sind sie teurer in der Anschaffung.


























