Trock­ner: Tests & Test­sie­ger

Alles in trockenen Tüchern? Nicht jeder Trockner ist sparsam und liefert gute Ergebnisse ab. Auf die Technik und die Ausstattung kommt es an! Wir zeigen Ihnen die jeweils besten Wäschetrockner aus 95 Tests. Den letzten haben wir am ausgewertet. Unsere Quellen:

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Aus unserem Magazin

Ratgeber: Wäschetrockner

(Er)spart die Wäsche­leine und Ener­gie

Das Wichtigste auf einen Blick:
  1. Wärmepumpentrockner im Test meist gut, manchmal sogar sehr gut
  2. Wärmepumpentrockner verbrauchen deutlich weniger Strom als Kondens- und Ablufttrockner
  3. je energiesparender der Trockenvorgang, desto länger die Dauer
  4. moderne Technik schlägt sich (noch) im Preis nieder

Wärmepumpentrockner iQ 700 WT7WH590 von Siemens Der Siemens-Wärmepumpentrockner WT7WH590 zeichnet sich innerhalb der Energieeffizienzklasse A+++ durch einen besonders niedrigen Stromverbrauch aus. (Bild: siemens-home.bsh-group.com/de)

Morgens schnell die Betten abgezogen und gewaschen und abends liegt die Wäsche bereits wieder trocken im Schrank – wer einen Trockner zu Hause hat, weiß diese Bequemlichkeit zu schätzen. Einerseits erspart der Komfort das Aufhängen der feuchten Textilien und eine lange Trocknung der großen Bett- und Kissenbezüge. Doch andererseits kann so ein Haushaltsgerät auch ganz schön ins Geld gehen.

Im Test: Welcher Trockner ist am besten?

Richtig trocknen – aber wie? Energieeffiziente Wärmepumpentrockner sind grundsätzlich besser als Kondens- und Ablufttrockner.
In den letzten großen Trockner-Vergleichstests aus den Jahren 2021, 2020 und 2019 (2021 Testsieger AEG vor Miele, 2020 Testsieger Miele vor Beko, 2019 Testsieger AEG vor Miele) nimmt das unabhängige Prüfinstitut Stiftung Warentest nur Wärmepumpentrockner unter die Lupe. Abluft- und Kondenstrockner lässt es schon seit Jahren außen vor. Die Tester:innen begründen ihre Entscheidung damit, dass sich die Anschaffung dieser Gerätetypen aufgrund des hohen Energieverbrauchs weder für einen Singlehaushalt mit wenig Wäsche noch für eine große Familie oder Wohngemeinschaft mit regelmäßig hohem Wäscheaufkommen lohnt.

Lassen Sie sich nicht von den vermeintlich günstigen Kaufpreisen blenden: Sie können den immensen Energieverbrauch unterm Strich nicht wettmachen. Außerdem werden die technisch fortschrittlicheren Geräte mit Wärmepumpe ohnehin immer rentabler.

Die modernen Trockner mit Wärmepumpe schneiden überwiegend gut bis sogar sehr gut ab. Das bestätigen auch die Testergebnisse anderer Fachzeitschriften. Die Nase vorn haben dabei immer die gleichen Hersteller: AEG, Miele, Siemens, Bosch und Beko. Samsung rangiert eher im guten Mittelfeld, während die Traditionsmarke Bauknecht zumeist nicht mit den guten Testergebnissen der Top-Hersteller mithalten kann.

Trocknen im Vergleich: Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Gerätetypen

Wäschetrockner arbeiten im Prinzip alle gleich: Die in der Maschine erwärmte Luft, die mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte Luft, wird in die Trommel des Trockners geleitet, wo sie der nassen Wäsche die Feuchtigkeit entzieht. Dennoch gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Systemen.
  • Ablufttrockner funktionieren nach der ältesten Trocknertechnologie. Sie leiten die entzogene Feuchtigkeit über einen Schlauch nach außen ab. Sie eignen sich nur für Räume mit einem Wanddurchlass für den Abluftschlauch – ansonsten drohen Feuchtigkeitsschäden. Ablufttrockner gibt es als Front- und als Toplader. In erster Linie punkten sie mit ihrem Preis. Der Energieverbrauch dieser Wäschetrockner ist sehr hoch.
  • Kondenstrockner (oder auch Kondensationstrockner) hingegen können Sie überall aufstellen, da die feuchte Luft im Inneren des Trockners abgekühlt wird, das Wasser kondensiert und in einen Auffangbehälter geleitet wird. Es handelt sich also um einen geschlossenen Kreislauf. Für eine lange Lebensdauer des Geräts ist es unentbehrlich, das Flusensieb regelmäßig zu reinigen. Auch müssen Sie den Auffangbehälter für das Kondenswasser nach jedem Trockengang entleeren. Ein Vorteil: Der Kondenstrockner lässt sich auch direkt an die Abwasserleitung anschließen.
  • Das Herz eines Wärmepumpentrockners ist seine Wärmepumpe, die dafür sorgt, möglichst viel verwendete Energie zurückzugewinnen. Vereinfacht gesagt, verhält sich diese Funktionsweise umgekehrt wie ein Kühlschrank, indem sie dem Heizmittel – in diesem Fall heiße Luft – die Wärme entzieht und diese wieder in den Gerätekreislauf abgibt. Das Kondenswasser wird in einem Behälter gesammelt, den Sie regelmäßig leeren müssen.

Wärmepumpentrockner AEG AEG T9DS87689 Wärmepumpentrockner von AEG, die mit einem selbstreinigenden Kondensator ausgestattet sind, sind effizient und wartungsarm. Im Bild: Modell T9DS87689. (Bildquelle: amazon.de)

Sparsamer Stromverbrauch: Wärmepumpentrockner vorbildlich

Ablufttrockner und Kondenstrockner trocknen Wäsche mit größerer Hitzezufuhr als Wärmepumpentrockner. Damit sind sie im Vergleich um einiges schneller als Geräte mit Wärmepumpe. Leider verbrauchen sie dabei aber auch enorm viel Energie, die sie für die Abkühlung der Luft benötigen.
Technologisch zeitgemäßer und heutzutage am häufigsten verkauft sind Wärmepumpentrockner. Zwar sind sie in der Anschaffung zumeist teurer als Abluft- und Kondenstrockner, doch behandeln sie Ihre Wäsche deutlich schonender. Größter Pluspunkt: Im Vergleich zu den anderen beiden Gerätetypen verbrauchen sie am wenigsten Strom. So zählen Wärmepumpentrockner fast immer zur höchsten Energieeffizienzklasse A+++.

Das kommt allen Verbraucher:innen entgegen, zumal heutzutage in jedem Haushalt mehrere elektrische Großgeräte parallel nebeneinander betrieben werden, zum Beispiel Waschmaschine und Kühlschrank. Die Stromersparnis beim Trocknen Ihrer Textilien kann je nach Modell und Energieeffizienzklasse im Vergleich zu der herkömmlichen Technologie sogar mehr als 50 Prozent betragen!

Kann ich auch meine individuellen Stromkosten abschätzen?

Es gibt eine Faustregel für die Berechnung des individuellen Stromverbrauchs: Energieverbrauch volle Befüllung Standard Baumwollprogramm x Strompreis pro kWh x Anzahl der Wäschen pro Jahr.

Den Stromverbrauch eines Trockners finden Sie auf dem jeweiligen Produktdatenblatt. Ein Beispiel: Gemäß Hersteller verbraucht der AEG-Wärmepumpentrockner T9DE77685  – Testsieger des Trockner-Tests der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2019 – 1,47 Kilowattstunden (kWh) bei voller Beladung für einen Trocknungszyklus. Legen Sie der Berechnung einen durchschnittlichen Strompreis von 0,30 Euro und 50 Zyklen zugrunde, können Sie mit Stromkosten von 22,05 Euro rechnen. Kommt Ihr Wäschetrockner nur 30 Mal im Jahr zu Einsatz, reduziert sich dieser Betrag auf rechnerische 13,23 Euro, bei 60 Trocknungszyklen würde er sich auf knapp 27 Euro (rechnerisch 26,46 Euro) erhöhen: immer noch eine recht sparsame Angelegenheit. Zum Vergleich: Das Produktdatenblatt des AEG Lavatherm T6DB6037, ein Kondenstrockner ohne Wärmepumpe, weist 4,23 Kilowattstunden aus – ein durchaus üblicher Wert in dieser Kategorie. Die Stromkosten beliefen sich bei diesem Modell der Formel nach auf 63,45 Euro (50 Zyklen) bzw. 38,07 Euro (30 Zyklen) und 76,14 Euro (60 Zyklen).

Die besten Trockner mit einem geringen Stromverbrauch pro Jahr

  1. Miele TDB630WP Eco
    156 kWh
    Miele TDB630WP Eco
    • ohne Endnote

  2. Sharp KD-HHB7S8PW3-DE
    158 kWh
    Sharp KD-HHB7S8PW3-DE
    • ohne Endnote

  3. Beko DE8635RX
    159 kWh
    Beko DE8635RX
    • Gut

      1,8


Wie sieht eigentlich der perfekte Trockner aus?

Bei der Entscheidung für ein bestimmtes Trocknermodell spielt es auch eine große Rolle, mit welchem Komfort das Gerät ausgestattet und wie benutzerfreundlich es gestaltet ist. Auch die Tatsache, wie gut Sie das jeweilige Gerät reinigen und warten können, kann kaufentscheidend sein. Weiteres Kriterium ist das Fassungsvermögen der Trommel. Nicht zuletzt betonen Verbraucher auch immer wieder, dass sie eine einfache Bedienung schätzen. Das heißt, dass sich das Be- und Entladung leicht gestalten und sich die einzelnen Programme und Modi wie Knitterschutz oder die Feinjustierung der Trocknungsgrade möglichst intuitiv einstellen lassen sollten – getreu dem Motto: Je einfacher, desto besser.

Checkliste für den Kauf

  • Welcher Gerätetyp soll es sein: Wärmepumpentrockner, Kondenstrockner oder Ablufttrockner?
  • Wie viel Platz haben Sie zur Verfügung? Nicht alle Trockner sind unterbau- oder säulenfähig.
  • Wo möchten Sie den Trockner aufstellen? Nicht alle Geräte sind Leisetreter. Im Waschkeller stört die Lautstärke diese Kandidaten weniger als in einer offenen Wohnküche.
  • Wie viel Wäscheaufkommen haben Sie? Ein maximales Fassungsvermögen von sieben bis acht Kilogramm beispielsweise ist für drei- bis vierköpfige Familien empfehlenswert.
  • Wie wichtig ist Ihnen der Stromverbrauch? Gerade bei häufigem Einsatz lohnen sich die Geräte mit einer sehr guten Energieeffizienzklasse. So benötigen A+++-Wärmepumpentrockner bis zu 60 Prozent weniger Energie als Kondensationstrockner der Klasse B.
  • Die Programmauswahl: Kommen Sie mit einer Handvoll an Standard-Trockenprogrammen zurecht oder legen Sie auch Wert auf ein Allergieprogramm oder das Imprägnieren Ihrer Kleidung?
  • Wie viel Ausstattung darf es sein? Licht in der Trommel, Antivibration und eine Mengenautomatik sind nur drei von zahlreichen Komfortmerkmalen.
  • Herkömmliche Drehknöpfe, Touch-Display oder App-Steuerung? Auch die Art der Bedienung sollten Sie in Ihre Kaufentscheidung mit einbeziehen.
  • Wie sieht es mit der Pflege aus? Ein selbstreinigender Kondensator zum Beispiel erspart Ihnen die regelmäßig notwendige Reinigung des Wärmetauschers.

Tests

Sortiert nach Popularität und Aktualität

Alle anzeigen 

    • Stiftung Warentest

    • Ausgabe: 9/2021
    • Erschienen:
    • Seiten: 6

    Bitte recht klimafreundlich

    Testbericht über 16 Kondensationswäschetrockner mit Wärmepumpe

    Dieses Heft ist bis zum am Kiosk erhältlich.

    Sie können oder wollen in Ihrer Wohnung keinen Wäscheständer aufstellen? Dann ist ein Trockner eine gute Alternative. Dabei sollten Sie Ihrem Geldbeutel und der Umwelt zuliebe am besten auf Modelle mit einer Wärmepumpe zurückgreifen. Da diese die erzeugte Energie wiederverwenden, sind sie um einiges sparsamer als Kondensationstrockner ohne

    zum Test

    • Stiftung Warentest

    • Ausgabe: 9/2020
    • Erschienen: 08/2020
    • Seiten: 5

    Ohne Zeitgefühl

    Testbericht über 8 Kondensationswäschetrockner mit Wärmepumpe

    Im aktuellen Vergleich der Stiftung Warentest haben nur zwei von acht Modellen ein „gutes“ Qualitätsurteil erreicht. Hauptkritik gab es meist für den Punkt Trocknen und dafür, dass Baumwolle und Pflegeleichtes nicht wirklich schranktrocken oder bügelfeucht aus der Maschine kam, egal, ob voll oder halb beladen. Des Weiteren sind die

    zum Test

    • Stiftung Warentest

    • Ausgabe: 9/2019
    • Erschienen: 08/2019
    • Seiten: 5

    Wäsche im Wirbelwind

    Testbericht über 20 Wäschetrockner

    Aufgrund ihrer Überlegenheit den anderen Typen gegenüber, untersuchen die Testmagazine mittlerweile ausschließlich Wärmepumpentrockner. Am wichtigsten dabei sind natürlich die Ergebnisse in der Disziplin Trocknen. Das heißt, wie viel Restfeuchte bleibt in verschiedenen Programmen am Ende tatsächlich in der Kleidung.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Trockner sind die besten?

Die besten Trockner laut Testern:

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Was sollten Sie vor dem Kauf wissen?

Unser Ratgeber gibt den Überblick:

  1. Im Test: Welcher Trockner ist am besten?
  2. Trocknen im Vergleich: Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Gerätetypen
  3. Sparsamer Stromverbrauch: Wärmepumpentrockner vorbildlich
  4. Kann ich auch meine individuellen Stromkosten abschätzen?
  5. ...

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Wie bewertet Stiftung Warentest Trockner?

„Bitte recht klimafreundlich“ (Erschienen 08/2021)

Sie können oder wollen in Ihrer Wohnung keinen Wäscheständer aufstellen? Dann ist ein Trockner eine gute Alternative. Dabei sollten Sie Ihrem Geldbeutel und der Umwelt zuliebe am besten auf Modelle mit einer Wärmepumpe zurückgreifen. Da diese die erzeugte Energie wiederverwenden, sind sie um einiges sparsamer als Kondensationstrockner ohne ...

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