Matrat­zen: Tests & Test­sie­ger

Das "HEIA"-Einmaleins: Die besten Matratzen sind bequem für alle Figurtypen und Schlafpositionen. Härten, Zonen und Arten sind peripher.

Ratgeber: Matratzen

„Fol­gen Sie unbe­sorgt Ihrem Kör­per­ge­fühl“

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. Bis zu 5 verschiedene Härtegrade zur Auswahl – Spektrum reicht von H1 bis H5 (weich bis extra fest)
  2. Härtegrade nicht normiert – Anbieter kennzeichnen nach Belieben
  3. Weichere und härtere Liegeseiten von Duo-Matratzen nicht immer richtig gekennzeichnet
  4. Stiftung Warentest: „Folgen Sie unbe­sorgt Ihrem Körpergefühl“
  5. Härtegrad einer Matratze bestimmt über das gewünschte Liegegefühl
  6. Matratzen-Härtegrad ist nicht gleich Liegegefühl – auch Matratzentyp und Materialdichte (Raumgewicht) entscheidend

Welches sind laut Testberichte die Vor- und Nachteile der Härtegrad-Deklarierung?

Badenia Bettcomfort Irisette Lotus Duo Stiftung Warentest
Selbst eine "gute" Matratze kann sich mit den Härtegraden vertun. Die weichere Seite der Badenia Bettcomfort Irisette Lotus Duo beispielsweise zeigte sich im Test härter als deklariert. (Bildquelle: amazon.de)

Fast jeder Erwachsene erkennt einmal im Lauf seines Lebens, dass es Zeit wäre, seiner Matratze mehr schlafhygienischen Respekt zu zollen. Seien es Rückenschmerzen, Schlafstörungen oder Bewegungsunruhe – der Branche kann nur Recht sein, was die Kunden plagt. Die verschiedenen Matratzentypen sind nur eine Antwort darauf, doch dann geht es weiter: Welchen Härtegrad soll man wählen? Die Hersteller helfen nur begrenzt mit Orientierungshilfen aus, indem sie nach Belieben H-Angaben (für „Härte“) von 1 bis maximal 5 machen.
Eine Normierung und damit Vergleichbarkeit für Sie, die Verbraucherin oder den Verbraucher, ist nicht vorgesehen. Die Stiftung Warentest mahnt zur Vorsicht, insbesondere bei Boxspringbetten. Oft stimmen die Härteangaben nicht, und auch viele Kunden berichten vom sogenannten Hängematteneffekt mit miserabler Körperunterstützung schon nach kurzer Zeit. Dasselbe Problem zeigt sich bei anderen Matratzentypen. Ob Federkern- oder Kalt­schaum­matratzen – mit den Härteangaben liegen die Hersteller oft daneben.

Härtgrade H1 bis H5 – nur eine grobe Klassifizierung

Das ist etwas schade, weil eine Normierung etwas Klarheit in den unübersichtlichen Matratzenmarkt bringen würde – doch naturgemäß ist dies nicht zu ändern: Wenn Angaben wie H1 („weich“, für die Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm), H2 („mittelfest“, für Menschen bis 80 Kilogramm) oder H3 („fest“, für Gewichte über 80 Kilogramm) eine Matratze vermeintlich feinstufig einteilen in die unterschiedlichen Schläfertypen, ist noch nicht viel gewonnen – auch nicht durch eine Erweiterung der Gewichtsklassen um H4 und H5, die manche Hersteller für stärkere Menschen anbieten. Die Wirklichkeit lässt sich so nicht abbilden. Beispielsweise kann eine kleine Frau durchaus in eine höhere Gewichtsgruppe fallen oder ein Hüne unter die bescheidene H2-Klasse. Wo aber der Körper seine spezielle Unterstützung benötigt, damit die Wirbelsäule in einer geraden Position liegt – meist im engeren Bereich der Druckeinwirkung um Schulter oder Hüfte –, ist damit nicht beantwortet. Zielführender sind hier Begriffe wie Druckentlastung, Punktelastizität oder Liegezonen bei den weit verbreiteten 7-Zonenmatratzen.

Duo-Matratze Dänisches Bettenlager Paradies Air Exclusive Gut gemeint, aber nicht hilfreich: Die bei der Paradies Air Exclusive als weicher gekennzeichnete Liegefläche erwies sich im Test als die härtere. (Bildquelle: daenischesbettenlager.de)

"Jeder Anbieter kennzeichnet, wie er will"

Auf die Härtegrad-Angaben der Hersteller sei kaum Verlass, fasst die Stiftung Warentest ihre Testergebnisse zusammen. Bezeichnungen wie „H3“, „soft“ oder „medium“ sollen Auskunft über den Härtegrad einer Matratze geben, böten aber kaum Orientierungs­hilfe. Die Norm ist kein Gesetz, weshalb jeder Anbieter kennzeichne, wie er wolle, heißt es auf test.de.
Die Härte einer Matratze sagt wenig darüber aus, wie gut die Matratze den Körper abstützt. Eine harte Matratze kann ebenso komfortabel sein wie eine weiche. Probieren Sie aus, auf welcher Matratze Sie sich wohler fühlen. – Stiftung Warentest 4/2020

Matratzen-Härtegrade in der Übersicht

Die gängigsten Härtegrade, wie sie die Hersteller im Allgemeinen für ihre Kaltschaummatratzen verwenden, finden Sie unten in der Liste eingepunktet. Für den Matratzenkauf sind die Härtegrade immer nur ein Anhaltspunkt – und weil eine verbindliche Norm fehlt, lassen sie sich nur grob auf einen Nenner bringen:
KörpergewichtHärtegrad
bis 60 kg KörpergewichtMatratzen-Härtegrad 1 (H1 oder "sehr weich")
bis 80 kg KörpergewichtMatratzen-Härtegrad 2 (H2 oder "weich")
bis 110 kg KörpergewichtMatratzen-Härtegrad 3 (H3 oder "mittelfest")
bis 140 kg KörpergewichtMatratzen-Härtegrad 4 (H4 oder "fest")
ab 130 kg KörpergewichtMatratzen-Härtegrad 5 (H5 oder " sehr hart")

Härtegrade im Vergleich: Sind sie Qualitätsmerkmal oder nur Ausdruck individueller Vorlieben?

bett1.de Bodyguard mit zwei Härtegraden Die Bodyguard von bett1.de schafft es als eine von wenigen Einheitsmatratzen, mehrere Härtegrade – hier H3 und H4 – mit Liegekomfort für alle Schlaf- und Figurtypen zu verkuppeln. (Bildquelle: amazon.de)

Leider geht das Verwirrspiel noch weiter: Eine H2-Matratze können Sie als genauso hart oder weich empfinden wie ein H3-Modell einer anderen oder sogar derselben Gattung und Serie, im Übrigen ist mit den H-Angaben keinerlei Qualitätsaussage getroffen. Kurz: Matratzenhärten sind eine höchst individuelle Angelegenheit. Ein häufiger Rat von Experten lautet daher, dem Härtegrad nicht zu viel Aussagekraft zuzutrauen, allenfalls die Funktion einer groben Orientierungshilfe. Zu viel Mathematik? Es gibt auch Schaumstoffmatratzen, die in einer Universalhärte angeboten werden, sogenannte Einheitsmatratzen oder One-fits-all-Modelle.

Welchen Härtegrad empfiehlt die Stiftung Warentest Bauchschläfern?

Um frei atmen zu können, drehen Bauchschläfer ihren Kopf meist um 90° zur Seite. Dadurch sei die Halswirbelsäule besonders belastet, heißt es auf test.de. Den Ausgleich könne vor allem ein spezielles Bauchschläferkissen herstellen, befinden die Tester. Die Matratzenhärte hänge insoweit damit zusammen, als das Kissen um so flacher sein sollte, je tiefer der Körper in eine Matratze einsinke. Für die Matratzenhärte selbst gibt es eine viel einfachere Formel:
Viele der im Handel erhältlichen Matratzen sind in Zonen unterschiedlicher Härte einge­teilt. Um das in der Bauchlage häufig anzu­treffende „Hohl­kreuz“ zu vermeiden, sollte die Mittel­zone im Vergleich zur „Lordosen-Zone“ relativ weich sein, damit das Becken „nach unten abkippen“ kann. – Stiftung Warentest

Zu viel Mathematik? Es gibt auch gute Einheitsmatratzen mit Universalhärte

Das trifft vor allem auf Kaltschaummatratzen, aber auch auf Visco-Matratzen oder „Memoryschaummatratzen“ zu. Sie nehmen die Körperkonturen präzise auf, indem sie sich unter dem Einfluss von Druck und Körperwärme verformen. Auch sogenannte Modulmatratzen mit einem Innenleben aus austauschbaren Einzelsegmenten können eine Lösung sein. Eine Erfolgsformel für bequemes Liegen lässt sich aber ableiten: Schwere sollten eine härtere Matratze als Leichte wählen, im Zweifel sollten Sie zu einer weicheren Matratze greifen. Zu harte Matratzen können Gelenkschmerzen und Durchblutungsstörungen verursachen; ist die Matratze zu weich, sinken Sie zu tief ein, schwitzen oder kämpfen im Schlaf gegen zu viel Fläche zwischen Mensch und Matratze an.

Das rich­tige Modell sorgt für Ergo­no­mie und ein ange­neh­mes Schlaf­klima

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. Einteilung der verschiedenen Typen anhand des Matratzen-Kerns
  2. Am besten "atmungsaktive" Materialien für Schwitzer
  3. Seiten- und Rückenschläfer haben andere Anforderungen als Bauchschläfer
  4. Immer mehr Einheits-Matratzen in Tests mit guten Qualitätsurteilen
  5. Stiftung Warentest warnt vor fatalen Branchen-Bluffs
  6. Härtegrade: Stiftung Warentest erfasst sie im Test unter subjektivem Komfort

Bett1.de Bodyguard Weich Vom Thron gestoßen: Bislang war der Name Bodyguard klar an die Spitzenposition in Matratzen-Tests gekoppelt. Die von "test" aktuell geprüfte "Weich"-Version von bett1.de jedoch landet nur auf dem vierten Platz. Grund hierfür ist die nur durchschnittliche Bequemlichkeit für große Rückenschläfer. (Bildquelle: amazon.de)

Schlafunterlagen im Test: Welche Matratzen sind laut Stiftung Warentest die besten?

Matratzen verschiedenster Fabrikationen sind bei der Stiftung Warentest häufig im Prüflabor zu Gast. Dabei konnten bislang Vertreter aller Matratzenarten gute Benotungen einstreichen. Allerdings schneiden Kaltschaum- und Latexmatratzen in Summe am besten ab, gefolgt von Federkernmatratzen und Schlafsystemen mit Boxspring. Seit einigen Jahren hält sich die Kaltschaummatratze Bodyguard von Bett1.de an der Spitze der getesteten Matratzen. Im Testjahr 2015 erhielt sie die bisher beste vergebene Note Gut (1,8) – in Anbetracht des günstigen Preises von rund 200 Euro für das Standard-Liegemaß von 90 x 200 cm ist das sehr überraschend.

Eine für alle: Inzwischen auch "gute" Einheitsmatratzen verfügbar

Unter den Einheitsmatratzen, einer noch jungen Spielart auf dem Matratzenmarkt und beworben mit einem recht aggressiven Marketing ("Eine für alle"), hat die Stiftung Warentest aktuell die Dunlopillo Elements und die baugleiche Emma One ausgemacht. Beide landen mit einer Eins vor dem Komma (1,7 - Note: "Gut") an der Spitze der Testtabelle und noch deutlich vor der nunmehr getesteten "Weich"-Version der Bodyguard-Matratze von bett1.de. In vorangegangenen Prüfreihen hatte die Stiftung Warentest die "Anti-Kartell-Matratze" bett1.de Bodyguard, die Casper, die Bruno und die Home24 Smood als Siegermatratzen ausgemacht. Testsieg heißt in diesem Zusammenhang vor allem, dass sie sich nicht nur laut Werbung, sondern auch laut Stiftung Warentest tatsächlich für jede Figur eignen.
Bemerkenswert an diesem Test: Trotz aller Skepsis vieler Experten gibt es nun ganz offiziell auch gute Einheitsmatratzen. Das sind solche, auf der dünne wie kräftige, große oder kleine Menschen sowohl auf dem Rücken als auch seitlich bequem liegen können. Bislang war das so etwas wie ein Skandal in der Matratzen-Branche.

Kleine Typenkunde: Welche Matratzen-Modelle gibt es überhaupt?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Matratzen in Kategorien einzuteilen. Die wohl gängigste orientiert sich am Material des Matratzenkerns. Dann bestimmt das Material, aus dem der Kern vorrangig besteht, den Matratzentyp. Grob lassen sich sieben Kategorien bzw. Matratzentypen voneinander unterscheiden:
Darüber hinaus gibt es Matratzen mit sogenannten Hybrid- oder Kombikernen, also mit einem Matratzenkern, der aus verschiedenen Rohstoffen gefertigt ist. Ein Beispiel ist die Röwa Etera Portland mit einem Matratzenkern aus Tonnentaschenfedern und Schaumstoff. Auch Visco-Matratzen und Gelmatratzen besitzen in der Regel einen Kombikern, da diese Materialien in ihrer Reinform zwar überaus anschmiegsam sind, jedoch die notwendige Stützkraft vermissen lassen.

Bei Latexmatratzen wird des Weiteren zwischen Naturlatex-Matratzen und Matratzen aus Synthetiklatex unterschieden. Naturlatex hat gegenüber der künstlichen Nachbildung zwei Vorteile: bessere Liegeeigenschaften und höhere Verträglichkeit. Bei vielen Personen, die sensibel auf synthetische Stoffe reagieren, stehen Naturlatex-Matratzen deshalb hoch im Kurs. Hersteller wie Prolana, allnatura, dormiente und Träumeland führen diese Naturmatratzen in ihrem Sortiment.
Butterweich oder straff gestützt? – Sonderfall Duo-Matratze
Bei den Duo-Matratzen, einer recht neuen Spielart besonders flexibler Matratzen mit unterschiedlichen Liegeseiten, werben die Hersteller damit, dass sich der Schlafenden den persönlichen Liegekomfort durch schlichtes Wenden seiner Matratze verändern kann. Hat er das Bedürfnis, mal auf einer butterweichen Wolke, mal etwas straffer gestützt zu liegen, helfen ihm Duo-Modelle wie beispielsweise Bett1.de "Weich", die die Härtegrade H1 und H2 kombiniert.
Andere Duo-Matratzen kombinieren Sommer- und Winterseite und sollen durch Drehen mal wärmeableitend, mal wärmespeichernd wirken. Experten sind skeptisch: Soll es im Winter wirklich warm im Bett sein, spielt die Bettdecke eine viel größere Rolle als die Matratze. Auch falle das für die Haltbarkeit der Matratze so wichtige Wenden flach - man müsste ja in Abständen von wenigen Wochen regelmäßig "Sommer" gegen "Winter" tauschen und umgekehrt.

Das HEIA-Konzept: Stiftung Warentest testet Matratzen nach vier Körperbautypen

Welches Material, welcher Matratzentyp und welcher Aufbau nun konkret für Sie geeignet ist, hängt von Ihren Bedürfnissen, körperlichen Voraussetzungen und persönlichen Vorlieben ab. Die beste Matratze an sich gibt es daher nicht. Besonders anschmiegsam liegt der Schlafende zum Beispiel auf Visco- und Gelmatratzen, gut durchlüftet und trocken hingegen auf Federkern- und Latexmatratzen. Weitere Komponenten wie Matratzenbezug, Lattenrost und Kopfkissen beeinflussen den Liegekomfort zusätzlich. Weil Menschen unterschiedlich gebaut sind, prüft die Stiftung Warentest Matratzen nach den vier weit verbreiteten Körperbautypen, symbolisiert durch die vier Buch­staben H, E, I und A. Die besten passen für alle Körperbautypen gleich gut. Trotzdem: Um die richtige Matratze zu finden, hilft nur Probeliegen. Die Stiftung Warentest hält es für unverzichtbar. Nehmen Sie am besten jemanden mit, der guckt, ob Ihre Wirbelsäule gerade liegt, wenn Sie auf der Seite liegen. In Rückenlage sollte Ihr Becken nicht zu stark einsinken. Diesen Hängematten­effekt kann man spüren.

Welche Matratze kommt für welche Schlafposition in Frage?

7 Zonen Matratze Seitenschläfer Test dormiente Eine 7-Zonen-Matratze besitzt eine weiche Schulter- und Beckenzone, damit Seitenschläfer hier tiefer einsinken können. Es ist jedoch fraglich, ob die industriell festgelegte Zonen tatsächlich jeder Statur gerecht werden. (Bildquelle: dormiente.com)

Egal in welcher Schlafposition Sie liegen – Ihre Matratze fordert den Körper und kann Muskelverspannungen, Unruhe und Rückenschmerzen hervorrufen. Mit der zur Ihren Liegegewohnheiten und Körperstatur passenden Matratze fördern Sie das ergonomische, also rücken- und figurgerechte Liegen. Dabei haben Seiten- und Rückenschläfer andere Anforderungen wie Bauchschläfer.

  • Seitenschläfer benötigen eine Schlafunterlage, die überaus anpassungsfähig ist. Davon profitiert insbesondere der Schulterbereich, denn die Schultern sollten in der Seitenlage tief einsinken können, damit die Wirbelsäule geradlinig verlaufen kann. Auch das breite Becken sollte einsinken, Beine, Taille, Brust und Kopf hingegen eine höhere Stützkraft erfahren. Viele Hersteller führen Seitenschläfermatratzen mit zoniertem Kern im Sortiment. Ob solche 7-Zonen-Matratzen Seitenschläfern wirklich zugutekommen, kann nicht eindeutig beantwortet werden. Punktelastische Matratzen mit Feder- oder Latexkern bieten individuellere Anpassungsfähigkeit.

Rückenschläfer Matratzen Test dormabell scheel Bei Rückenschläfern verteilt sich das Körpergewicht gleichmäßig auf die gesamte Liegefläche, wodurch Gelenke und Muskulatur geschont werden. (Bildquelle: dormabell-scheel.de)

  • Rückenschläfer sollten auf eine gesunde Lagerung der Schulter- und Nackenpartie sowie auf eine uneingeschränkte Atmung achten. Kritisch ist außerdem der schwere Bauch- und Beckenbereich. Diese Körperpartien sollten einsinken können, damit die natürliche Doppel-S-Form der Wirbelsäule auch in der Horizontalen bewahrt bleibt. Gleichzeitig darf es nicht zum Hohlkreuz kommen. Experten raten zu Matratzen mit gestärkter Mittelzone sowie elastischer Becken- und Schulterzone.
  • Bauchschläfer profitieren bei Matratzen ähnlich wie Rückenschläfer von einer elastischen, aber festen Hüft- und Beckenzone. Wichtig ist, dass dieser Bereich nicht zu tief absinkt, sondern sich auf der gleichen Höhe wie Schultern, Kopf und Beine befindet. Zu Problemen kommt es bei Bauschläfern zudem häufig in der Halswirbelsäule, da sie zum Atmen den Kopf zur Seite drehen müssen. Neben einer punktelastischen Matratze kann ein flaches Bauchschläferkissen körperliche Beschwerden lindern.

Härtegrade im Vergleich: Wie hart sollte eine gute Matratze sein?

Kaum ein anderes Matratzenmerkmal hängt so sehr vom persönlichen Geschmack des Nutzers hab als der Härtegrad. Der eine mag es weich, der andere lieber hart. Unabhängig davon empfehlen Experten jedoch bestimmte Härtegrade je nach Körpergewicht.
Bei den meisten Matratzentypen, insbesondere bei Federkernmatratzen und Kaltschaummatratzen, haben die Verbraucher im Normalfall die Wahl zwischen drei bis vier Härtegraden, mindestens aber zwischen H2, H3 und H4, die den Bezeichnungen weich, mittel und fest entsprechen. Je höher die Zahl, desto härter ist die Matratze. XXL-Matratzen, also Matratzen, die für Personen mit etwas mehr Körpergewicht gebaut wurden, weisen oftmals den sehr festen Härtegrad H5 auf. Matratzen für Kinder und Jugendliche gibt es in H1 und H2.

Welcher Härtegrad für welches Körpergewicht?

Im Matratzen-Test der Stiftung Warentest kommt es immer wieder zur Kritik an den Herstellerangaben zur Matratzenhärte. Wiederholt würden Matratzen falsch ausgezeichnet, sodass die gefühlte Härte nicht mit den Herstellerangaben übereinstimmten. Die Stiftung ruft Verbraucher, die davon betroffen sind, dazu auf, in jedem Fall von ihrem Rückgaberecht Gebrauch zu machen.
Ob eine Matratze gut abstützt, hängt nicht davon ab, wie hart sie ist. Sie können deshalb in punkto Härtegrad unbe­sorgt Ihrem Körpergefühl folgen. – Stiftung Warentest

Bauchschläfer Matratzen Test allnatura Bauchschläfer wissen oft nicht, wohin mit ihren Armen. Viele verschränken sie unter dem Kopf oder Kopfkissen, andere lagern sie seitlich vom Körper. Anpassungsfähige Matratzen machen alle Positionen mit. (Bildquelle: allnatura.de)

Wie kann ich bei meiner Matratze übermäßiges Schwitzen verhindern?

Eine Matratze trägt ganz erheblich zum Schlafklima bei. Das bedeutet, dass Sie mit dem richtigen Modell unangenehme Begleiterscheinungen wie Schwitzen auf ein Minimum reduzieren können. Als ideal gilt dabei ein warmes und zugleich trockenes Schlafklima. Stark-Schwitzer sollten eine Matratze mit ausgeprägter Atmungsaktivität wählen. Das muss nicht bedeuten, dass Ihre Matratze "atmet", wie Hersteller es gerne schönreden. Diese Eigenschaft führt vielmehr dazu, dass die Materialien der Matratze Nässe schnell aufsaugen und an die Umgebungsluft weiterleiten. Auf diese Weise liegt der Schlafende angenehm trocken und die Matratze ist der Feuchtigkeit nicht unnötig lang ausgesetzt.
Als "atmungsaktiv" gelten Baumwolle, Schafschurwolle, Tencel-Fasern sowie hohlräumige Federkern- und Kaltschaummatratzen.

Die Gemütlichen: Matratzen mit dem höchsten Kernaufbau

  1. BeCo Grand Majestic
    32 cm
    BeCo Grand Majestic
    • Sehr gut 1,3

Die besten Matratzen mit Griffschlaufen als Trage-/Wendehilfen in der Übersicht

  1. Crownmiller Silber TFK
    Crownmiller Silber TFK
    • Sehr gut 1,2
  2. BeSports Pro Body SB
    BeSports Pro Body SB
    • Sehr gut 1,2
  3. BeCo Vario Plus TFK
    BeCo Vario Plus TFK
    • Sehr gut 1,2

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Was sollten Sie vor dem Kauf wissen?

Unser Ratgeber gibt den Überblick:

  1. Welches sind laut Testberichte die Vor- und Nachteile der Härtegrad-Deklarierung?
  2. Härtgrade H1 bis H5 – nur eine grobe Klassifizierung
  3. "Jeder Anbieter kennzeichnet, wie er will"
  4. Matratzen-Härtegrade in der Übersicht
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Wie bewertet Stiftung Warentest Matratzen?

„Gut schlafen ohne Druck“ (Erschienen 03/2020)

„5 von 14 Schaumstoffmatratzen sind gut, eine davon für jeden Körperbau. Zwei Modelle verlieren auf Dauer an Härte. Los geht's mit rund 100 Euro.“ Eine gute Matratze muss Sie nicht unbedingt teuer zu stehen kommen - zu diesem Schluss kommt die Stiftung Warentest, nachdem sie 14 Kaltschaummatratzen der Größe 90 x 200 cm untersucht hat. Schon für 100 Euro erhalten Sie ...

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