Stärken
Schwächen
Welcher Kühlschrank ist der beste? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, denn die Antwort hängt zu sehr von den eigenen Lebensumständen und Ernährungsgewohnheiten ab. Wer wenig Platz hat, allein oder zu zweit lebt, für den ist eine Kühl-Gefrier-Kombination oder gar ein Side-by-Side-Kühlschrank meist keine sinnvolle Wahl. In solchen Haushalten finden sich oft Vollraumkühlschränke ohne Gefrierfach – oder eben ein Kühlschrank mit kleinem Gefrierfach.
Wofür reicht ein Gefrierfach – und wofür nicht?
Das Gefrierfach eines Kühlschranks bietet Platz fürs Nötigste: eine Packung Eis, Tiefkühlpizza, einen Beutel Pommes. In der Regel sitzt es im oberen Teil des Innenraums und fasst nur wenige Liter. Das genügt für viele Alltagssituationen, aber eben nicht für alle.Wer regelmäßig auf Vorrat einkauft, gern portionsweise vorkocht und einfriert oder größere Mengen Tiefkühlkost lagert, wird schnell an Kapazitätsgrenzen stoßen. Hier empfiehlt sich entweder ein separater Gefrierschrank oder eine Gefriertruhe als Ergänzung zu einem Kühlschrank ohne Gefrierfach. Wer Platz für nur ein Gerät hat, aber mehr Gefriervolumen benötigt, sollte eine Kühl-Gefrier-Kombination in Betracht ziehen. Allerdings mit einem realistischen Blick auf die Kapazitätsverteilung: Meist entfallen rund 70 Prozent des Nutzinhalts auf den Kühlteil, nur 30 Prozent auf den Gefrierbereich.
Wer hingegen stets frisch kocht und keine Tiefkühlkost benötigt, zahlt mit einem Gefrierfach drauf: Das Gefrierfach erhöht den Energieverbrauch spürbar. Zudem vereist es ohne entsprechende Automatik mit der Zeit, was Energiekosten weiter steigen lässt und die Kühlleistung beeinträchtigt.
NoFrost und Abtauautomatik: Was heute möglich ist
Lange galten Kühlschränke mit integriertem Gefrierfach als NoFrost-freie Zone. Das stimmt so nicht mehr: NoFrost-Modelle, die Eisbildung automatisch verhindern, gibt es heute durchaus, wenngleich in überschaubarer Anzahl. Sie sind deutlich komfortabler als Geräte, die manuell abgetaut werden müssen. Wer beim Kauf auf diese Funktion achtet, spart sich den Aufwand des regelmäßigen Abtauens und hält den Energieverbrauch stabil. Als Zwischenlösung existiert auch LowFrost: Diese Technologie reduziert die Eisbildung merklich, ein gelegentliches Abtauen bleibt aber nötig. Geräte ganz ohne diese Automatiken sind günstiger in der Anschaffung, aber auf Dauer wartungsintensiver.Gibt es Kühlschränke mit Gefrierfach nur als freistehende Geräte?
Nein. Neben klassischen Standgeräten gibt es eine breite Auswahl an Einbaumodellen für eine einheitliche Küchenfront sowie Unterbaugeräte für Nischen unter der Arbeitsplatte. Die Auswahl bei Unterbaugeräten fällt etwas geringer aus.Da die meisten Kühlschränke einen wechselbaren Türanschlag haben, sind Sie bei der Aufstellung in der Regel flexibel. Trotzdem lohnt ein Blick ins Datenblatt: Bei manchen Modellen ist der Wechsel nur durch Fachpersonal möglich. Und bei Retro-Kühlschränken ist ein wechselbarer Türanschlag nach wie vor keine Selbstverständlichkeit.
Wie werden Kühlschränke mit Gefrierfach getestet? Was sagt die Stiftung Warentest?
Einen Vergleichstest, der sich ausschließlich Kühlschränken mit Gefrierfach widmet, führte die Stiftung Warentest bislang nicht durch. Der Test-Fokus liegt auf Kühl-Gefrier-Kombinationen. Bewertet werden dort dieselben Disziplinen, denen sich auch ein Kühlschrank mit kleinem Gefrierfach stellen muss: Kühlleistung, Temperaturstabilität, Einfriervermögen, Energieverbrauch und Handhabung. Seit März 2024 testet die Stiftung Warentest zusätzlich das Feuchtemanagement in Gemüsefächern sowie die Reaktion der Temperatursensoren auf veränderte Umgebungstemperaturen.Beim Geräuschpegel sollte man beim Kauf genauer hinschauen: Während viele Modelle im normalen Kühlbetrieb leise arbeiten, können einzelne Geräte – insbesondere während der NoFrost-Abtauphasen oder bei hoher Auslastung – deutlicher hörbar werden. Wer einen besonders leisen Kühlschrank sucht, sollte auf die angegebene Geräuschemissionsklasse (A bis D) achten und gezielt ein geräuscharmes Modell der Geräuschklasse A wählen. Diese wird auf dem EU-Energielabel und in den Datenblättern angegeben.























