Stärken
Schwächen
Die einen schätzen das einheitliche Erscheinungsbild einer Einbauküche und greifen zu Einbaukühlschränken. Die anderen setzen auf freistehende Modelle – und haben die größere Auswahl. Welche Maße passen, welche Energieklasse ist eine gute Wahl, worauf kommt es vor dem Kauf wirklich an?
Die richtige Größe: Maße, Stellfläche und Bautiefe
Anders als Einbaukühlschränke sind freistehende Modelle nicht genormt. Zwar passen viele Standgeräte in eine 60 cm breite Nische, aber eben nicht alle. Amerikanische Kühlschränke – in den Bauformen Side-by-Side oder French Door – bringen es in der Breite oft auf über 90 cm. Aber auch unter den gängigen Kühl-Gefrier-Kombinationen gibt es Modelle mit mehr als 70 cm Breite.Besonders die Bautiefe wird häufig unterschätzt: Über 60 cm Tiefe sind eher die Regel als die Ausnahme – das gilt für aktuelle Modelle von Bosch, Siemens, Liebherr und viele weitere Hersteller. Wer möchte, dass der Kühlschrank bündig mit der Küchenarbeitsplatte abschließt, sollte vorab nachmessen. Eine Arbeitsplatte mit 65 cm Tiefe gibt dabei deutlich mehr Spielraum bei der Modellwahl.
In der Höhe sind Modelle bis knapp über 2 m erhältlich. Sämtliche Unterbaugeräte (Standgeräte mit abnehmbarem Deckel) passen unter die gängige Arbeitsplattenhöhe von 85 cm.
Energiebewusst kaufen: Was Energieklassen bedeuten
Seit der EU-weiten Neuordnung der Energiekennzeichnung im Jahr 2021 gilt eine Skala von A bis G – die alte „A+++-Inflation“ ist Geschichte. Die sparsamsten Haushaltskühlschränke erreichen derzeit meist die Klassen A bis D; Klasse A ist die effizienteste. Geräte der Klassen E bis G sind zwar (noch) erhältlich, verbrauchen aber deutlich mehr Strom. Wir empfehlen beim Kauf gut getestete Geräte bis einschließlich Klasse D. Doch selbst das sparsamste Gerät ist auf Ihre Mithilfe angewiesen. Mit vier einfachen Maßnahmen behalten Sie den Verbrauch dauerhaft im Griff:1. Die richtige Kühlschrankgröße wählen
Ein großer Side-by-Side-Kühlschrank macht Eindruck – für einen Single-Haushalt ist er aber schlicht überdimensioniert. Ein halb leerer Kühlschrank ist einer der größten Energiefresser. Kaufen Sie die Kapazität, die Sie regelmäßig voll auslasten können.
Grobe Faustformel für den Kühlbereich: Single- und Paarhaushalte benötigen rund 150 Liter, für jede weitere Person rechnen Sie etwa 60 Liter hinzu.
2. Brauchen Sie wirklich ein Tiefkühlfach?
Wer bereits einen Tiefkühlschrank oder eine Gefriertruhe besitzt, sollte ernsthaft über einen Vollraumkühlschrank ohne Tiefkühlteil nachdenken. Kühlschränke ohne Gefrierfach verbrauchen im Schnitt rund 20 % weniger Energie als Kombigeräte gleicher Größe – bei 300 l Nutzvolumen entspricht das etwa 60 kWh und rund 18 Euro Ersparnis pro Jahr.
3. Nicht neben einer Wärmequelle aufstellen
Stellen Sie den Kühlschrank weder direkt neben dem Herd noch so auf, dass im Sommer die Sonne darauf fällt. Wärmequellen zwingen das Gerät dauerhaft zur Mehrarbeit und treiben den Verbrauch in die Höhe. Dieses Standortproblem kann selbst ein hochwertiges Gerät nicht vollständig ausgleichen.
4. Eisbildung vermeiden
Eine wachsende Eisschicht im Kühl- oder Gefrierfach nimmt nicht nur Platz weg, sondern lässt den Energieverbrauch spürbar steigen. Wer manuell abtaut, sollte das mindestens einmal im Jahr tun. Komfortabler: Geräte mit Total NoFrost verhindern die Eisbildung sowohl im Kühl- als auch im Gefrierteil vollständig. Kühlschränke mit NoFrost schützen nur das Gefrierfach, Modelle mit LowFrost vermindern die Eisbildung, erfordern aber gelegentliches Abtauen alle paar Jahre.
Was Stiftung Warentest beim Kühlschrank-Test prüft
Ob freistehend, unterbaufähig oder als Einbaugerät: Testredaktionen bewerten Kühlschränke danach, wie gut sie ihre Kernaufgabe erfüllen. Die Stiftung Warentest prüft regelmäßig in sieben Kategorien: Kühlen, Einfrieren, Temperaturstabilität beim Lagern, Energieeffizienz, Handhabung, Geräuschentwicklung sowie Verhalten im Störfall – etwa bei Stromausfall oder versehentlich offengelassener Tür. Seit 2024 fließen zudem das Feuchtemanagement in Gemüsefächern und die Reaktion der Temperatursensoren stärker in die Bewertung ein.In jüngsten Tests schnitten Geräte von Siemens, LG und Liebherr besonders häufig mit „gut“ ab.


























