Waschmaschinen Darauf sollten Sie beim Waschmaschinen-Kauf achten
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Manche Modelle sind sparsamer als die beste Energieklasse A
- Auf die Programmauswahl und zuschaltbare Optionen achten
- Lautstärke reicht von sehr leise (Geräuschemissionsklasse A) bis sehr laut (D)
- Bei wenig Stellfläche oft Toplader eine gute Lösung
Besonders sparsame Geräte erreichen die Einstufung in die effizienteste neue Energieklasse A mühelos und unterschreiten zum Teil die Grenzwerte deutlich – das derzeit sparsamste A-Modell sogar um -60 Prozent. Aus Umwelt- und Kostengründen empfiehlt es sich, eine Waschmaschine der Klasse A oder B zu wählen – zumal es bereits erschwingliche Modelle gibt.
Was unterscheidet das aktuelle Energielabel vom Vorgänger mit den A+(++)-Klassen?
Die Dauer des Eco-Programms, die oftmals sehr lang ist (das spart Energie und verbessert die Verbrauchswerte), wird nun auf dem Label angegeben. Außerdem wird der Geräuschpegel beim Schleudern angegeben (früher waren auch die Geräuschwerte vom Waschen dabei). Das Label ordnet die Maschine in Geräuschemissionsklassen ein, die von A (sehr leise) bis D (sehr laut) reichen.
Ein QR-Code ist auf jedem Label zu finden. Scannen Sie ihn, erhalten Sie auf Ihrem Smartphone oder Tablet zusätzliche (nicht gewerbliche) Produktinformationen auf Deutschland-machts-effizient.de.
Der Einsatz von Piktogrammen macht das Label leichter verständlich und den Vergleich der Geräte einfacher.
Zur Vergleichbarkeit: Wussten Sie, dass sich die Verbrauchsangabe in kWh auf dem alten Label auf 220 Waschgänge im Standardprogramm (40/60 °C) bezog? Beim neuen Label bezieht sich die Angabe auf 100 Waschgänge im Eco-Programm (bei Teil- und Vollbeladung, 40 oder 60 °C). Außerdem wird jetzt der Wasserverbrauch pro Waschgang angegeben – nicht mehr der Jahresverbrauch, der ebenfalls 220 Waschgänge annahm.
Was bewerten Stiftung Warentest und andere Testinstitute bei Waschmaschinen?
Waschmaschinen, die in Vergleichstests gut abschneiden oder Testsiege erringen, überzeugen die Testredaktionen in vielerlei Hinsicht.
Das Waschergebnis steht dabei an oberster Stelle – es interessiert nicht nur Verbraucherinnen und Verbraucher, sondern auch die Testmagazine: Hier wird genau geprüft, wie gut ein Gerät wäscht, spült und schleudert. Auch die Dauer eines Waschgangs spielt eine Rolle, denn ein zu langes Waschen kann im stressigen Alltag unpraktisch sein.
Wer bereit ist, etwas mehr zu investieren, um länger Freude an der Waschmaschine zu haben, sollte auf die Haltbarkeit achten. Besonders Miele-Geräte sind für ihre Langlebigkeit bekannt. Doch wie der jüngste große Frontlader-Test der Stiftung Warentest (11/2025) zeigt, überzeugen auch Waschmaschinen anderer Hersteller, darunter Bosch und Siemens, in der Dauerprüfung, die zehn Jahre Nutzungszeit simuliert.
Auch die Energieeffizienz sollte beim Kauf eine Rolle spielen. Allerdings muss nicht zwingend ein Toplader oder Frontlader der höchsten Energieklasse A sein – auch Modelle der Klassen B und C weisen einen moderaten Verbrauch auf.
Wenn Sie Ihre Waschmaschine in der Wohnung aufstellen, sind zwei wichtige Punkte zu beachten: die Lautstärke und der Schutz vor Wasserschäden. Leise Waschmaschinen überschreiten beim Schleudern nicht mehr als 72 Dezibel (Geräuschemissionsklasse A).
Viele Waschmaschinen sind heute mit AquaStop ausgestattet. Noch sicherer ist jedoch eine Waschmaschine mit Vollwasserschutz, die neben dem AquaStop-Schlauch auch eine wasserdichte Bodenwanne mit Feuchtigkeitssensor beinhaltet. Bei einem Wasserleck wird die Versorgung sofort unterbrochen.
Testredaktionen schätzen zudem Waschmaschinen mit übersichtlichen Bedienfeldern, klarer Anleitung sowie Komfortfunktionen wie Restlaufanzeige, Start- oder Endzeitvorwahl und Wartungsfreundlichkeit.
Wie finde ich die passende Waschmaschine?
Vor dem Kauf sollten Sie einige Grundfragen klären: Wie viel Wäsche fällt bei Ihnen wöchentlich an? Wo soll die Maschine stehen? Welche Funktionen und Programme sind Ihnen wichtig? Und nicht zuletzt: Welches Budget haben Sie?
Der Aufstellort
Wenn die Waschmaschine im Keller steht, muss sie nicht besonders leise sein. In hellhörigen Mietshäusern oder offenen Wohnküchen empfiehlt sich hingegen ein leises Modell. Wollen Sie am späten Abend waschen, ist ein zuschaltbares Nachtprogramm hilfreich: Es senkt die Lautstärke, verlängert aber die Laufzeit. Für Wohnungen ist zudem ein Vollwasserschutz zu empfehlen.
Die richtige Größe
Die Rechnung ist simpel: Eine Maschine, die Sie selten voll beladen, verursacht unnötige Kosten. Die meisten Modelle besitzen zwar eine Mengenautomatik, die Verbrauch und Laufzeit bei kleiner Beladung reduziert, doch optimal ist die Nutzung bei voller Trommel. Für Ein-Personen-Haushalte ist etwa eine Waschmaschine mit 8 kg Fassungsvermögen meist zu groß. Für vierköpfige Familien sind 8 kg meist angemessen – zum Vergleich: 8 kg entsprechen etwa 3 Bettlaken, 12 Kopfkissenbezügen und 25 Handtüchern (Quelle: test , Ausgabe 10/2017).
Sonderfunktionen
Viele Modelle bieten Zusatzfunktionen, die Ihnen den Alltag erleichtern. Dazu zählen Knitterschutz, der die Wäsche faltenfreier macht und Bügelzeit spart, eine Nachlegefunktion zum Ergänzen vergessener Teile nach Programmstart, sowie Programmkürzungen etwa durch Siemens VarioSpeed. Komfortfunktionen wie Startzeit- und Endzeitvorwahl sind ebenfalls üblich. Manche Waschmaschinen lassen sich mittlerweile per App-Steuerung bedienen.
Waschprogramme
Das Eco-Programm ist Standard. Neben klassischen Programmen für Bunt- und Feinwäsche bieten viele Maschinen Spezialprogramme. Haben Sie Allergiker oder Babys im Haushalt, lohnt sich ein Modell mit Hygiene-Programm. Für Menschen mit Haustieren hält zum Beispiel Beko ein Programm zur Tierhaarentfernung bereit. Sportlich Aktive sollten Waschmaschinen mit Sport- oder Outdoor-Programmen (teilweise mit Imprägnierfunktion) ins Auge fassen.
Der Preis
Unter den Testsiegern sind viele (teure) Miele-Geräte, aber auch Bosch und Siemens tauchen oft in den Bestenlisten auf. Günstigere, von Fachmagazinen empfohlene Maschinen erhalten Sie bereits ab etwa 400 Euro. Hier stehen Marken wie Beko, Bauknecht und einige Siemens-Modelle für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Weitere Bildquelle: Studio Light and Shade/Shutterstock







































