Einbaukühlschränke ohne Gefrierfach Überlegene Energieeffizienz, leiser Betrieb
Stärken
Schwächen
Kühlschränke, die ohne integriertes Gefrierfach auskommen, bieten einen klaren Vorteil: Sie verbrauchen im Durchschnitt deutlich weniger Energie als Geräte mit Gefrierfach. Das liegt nahe, denn Kühlungstemperaturen unter 4 Grad Celsius erfordern einen erheblich höheren Energieaufwand.
Die Anschaffungskosten für Vollraumkühlschränke der besonders effizienten Energieklassen A, B und C sind derzeit noch relativ hoch, zudem ist die Auswahl an Modellen begrenzt. Kühlschränke in den Klassen D und E sind zwar etwas weniger sparsam, weisen aber dennoch keinen verschwenderischen Energieverbrauch auf und überzeugen durch moderate Preise. Unser Nachhaltigkeits- und Sparfavorit mit Blick auf langfristige Kostenersparnis ist dabei die Energieklasse D.
Abtauautomatik: Ein Muss und meist Standard
Neben der Energieeffizienz empfiehlt es sich, darauf zu achten, dass der gewünschte Kühlschrank über eine Abtauautomatik verfügt. Ohne diese kann sich an der Rückwand Eis bilden, das sich zu einer festen Eisschicht zusammenzieht. Diese Eisbildung beeinträchtigt die Energieeffizienz, denn Eis wirkt isolierend, sodass die Kühlung erst den Frost durchdringen muss. Glücklicherweise ist die Abtauautomatik in nahezu allen modernen Geräten serienmäßig eingebaut.
Optimal: Kühlschränke mit Umluftsystem
Mittlerweile sind viele Vollraumkühlschränke mit einem Umluftsystem ausgestattet. Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass bei herkömmlichen Abtauautomatik-Modellen nur die Rückwand periodisch erhitzt wird, um das Schmelzwasser abzuleiten. Umluftmodelle sorgen hingegen für eine kontinuierliche Luftzirkulation, sodass sich keine Feuchtigkeit an den Innenwänden absetzen kann, da sie aus der Luft entfernt wird. Zudem verteilt sich die Kälte im gesamten Innenraum gleichmäßiger, was zu einem Wegfall verschieden temperierter Zonen führt. So können Sie beispielsweise Joghurt und Käse beliebig platzieren. Einige Geräte sind sogar mit Luftfiltern ausgestattet, die unangenehme Gerüche neutralisieren.
Geräuschkulisse: Meist kaum wahrnehmbar
Ein Umluftsystem bringt jedoch einen kleinen Nachteil mit sich: Durch den laufenden Ventilator entsteht eine erhöhte Geräuschentwicklung. Ist die Isolierung des Kühlschranks nicht optimal, können die Geräusche bis zu 40 Dezibel erreichen – ein Wert, ab dem viele Menschen sich an dem Geräuschpegel stören. Ideal sind Geräte, die maximal 38 Dezibel erreichen. Besonders bei Einbaugeräten ist das kein Problem: Aktuelle Modelle liegen oft unterhalb dieser Marke, und die leisesten Geräte mit etwa 29 Dezibel sind nahezu geräuschlos. Ein zusätzlicher Vorteil: Der Möbelkasten rund um den Kühlschrank trägt durch seine Dämmwirkung zur Reduzierung der Lautstärke bei.
Testergebnisse bei Vollraum-Einbaukühlschränken
In Tests wird zwischen Einbau- und freistehenden Kühlschränken in der Regel nicht unterschieden. Die Stiftung Warentest beispielsweise bewertet Modelle ohne Gefrierfach anhand von fünf Kriterien: Kühlleistung, Temperaturstabilität, Energieeffizienz, Handhabung und Geräuschentwicklung. Im Gegensatz zu Kühl-Gefrier-Kombinationen, für die jedes Jahr neue Vergleichstests erscheinen, werden Einbaukühlschränke ohne Eisfach nur selten getestet – 2024 wurden sechs Einbau-Vollraumkühlschränke getestet (zum Test).






















