Stärken
Schwächen
Ein kleines Fach zum Einfrieren im Kühlschrank ist äußerst praktisch: Das Lieblingseis ist direkt griffbereit, die Tiefkühlpizza lässt sich rasch im Ofen zubereiten und die tiefgekühlte Petersilie kann unkompliziert in die Tomatensauce gerührt werden. Bequemer geht es nicht.
Wer eine Einbauküche besitzt, möchte in der Regel auch, dass der Kühlschrank hinter einer Möbelfront verschwindet und nicht auffällig mitten in der Küche steht. Die Größe des Einbaukühlschranks orientiert sich dabei an der vorhandenen Nische. Üblicherweise ist der Türanschlag ab Werk rechts angebracht, bei modernen Modellen lässt sich dieser jedoch häufig wechseln. Ein wichtiger Punkt beim Kauf ist die Art der Türbefestigung: Gängig sind Schlepp- und Festtürmodelle. Eine Umstellung von Schlepp- auf Festtür ist zwar möglich, erfordert aber handwerkliches Geschick und etwas Aufwand. Wer sich das zutraut, findet etwa bei Liebherr ein Video-Tutorial. Aber auch bei YouTube wird man fündig.
Bevor Sie sich für einen Einbaukühlschrank mit Gefrierfach entscheiden, der Ihren Anforderungen gerecht wird, sollten Sie sich kurz folgende Frage stellen:
Brauche ich wirklich ein integriertes Gefrierfach im Einbaukühlschrank?
Wir möchten Sie keineswegs grundsätzlich von einer solchen Anschaffung abhalten – wie bereits erwähnt, bringt ein Eisfach durchaus Vorteile mit sich. Allerdings gibt es auch einige Nachteile, die Sie bedenken sollten:Energieverbrauch:
Selbst die aktuellen Einbaukühlschränke mit Gefrierfach gehören meist zu den „Stromfressern“. Stand Anfang 2026 erreicht kein Modell die besten Energieeffizienzklassen A oder B. Warum? Weil durch die Tür des Gefrierfachs stets wärmere Luft aus dem Kühlschrankinneren eindringt. Eine Isolierung ohne Wärmeverlust existiert nicht. Deshalb benötigt das Gerät mehr Energie, um die Gefrierfachtemperatur konstant niedrig zu halten.
Wir raten dringend davon ab, Geräte der Energieklassen F und G zu wählen, auch wenn diese günstiger in der Anschaffung sind. Die höheren Betriebskosten ruinieren den Preisvorteil mittelfristig. Bei der Klasse E empfiehlt sich eine genaue Kalkulation. Für die Umwelt ist ein effizientes Modell natürlich immer die bessere Wahl.
Manuelles Abtauen:
Geräte mit integriertem Eisfach verfügen normalerweise nicht über NoFrost-Technologie. Irgendwann bildet sich eine Eisschicht. Mit der wachsenden Eisbildung steigt der Stromverbrauch – und folglich auch Ihre Stromrechnung. Regelmäßiges manuelles Abtauen ist daher eine unvermeidliche Pflicht, um die Betriebskosten moderat zu halten und gleichzeitig genügend Platz im Gefrierfach zu behalten. Das kann recht lästig sein.
Beschränkter Stauraum:
Viel Platz bietet ein kleines Gefrierfach im Kühlschrank nicht. Hier passt üblicherweise nur eine kleine Menge Eis, einige Tiefkühlgemüseportionen oder eine Tüte Pommes. Außerdem sind Einbaugeräte meist etwas kleiner im Nutzvolumen als freistehende Modelle vergleichbarer Höhe. Das Gefrierfach beansprucht im Verhältnis zum Gesamtraum vergleichsweise viel Platz im Innenraum.
Kein Einbau in der Küchenecke:
Planen Sie den Türöffnungswinkel sorgfältig mit ein. Ein Gefrierfach besitzt eine eigene Tür oder Klappe, die häufig nur bei komplett aufgerissener Kühlschranktür zugänglich ist. Ist die Kühlschranktür durch eine Wand nur bis 90 Grad zu öffnen, können die oberen Einlegeböden in der Tür das Öffnen des Gefrierfachs blockieren. Daher eignet sich der Einbau eines Kühlschranks mit Eisfach direkt in einer Ecke meist nicht. Ideal ist ein Mindestöffnungswinkel von rund 120 Grad.
Wenn Sie gerne für die Woche vorkochen, Speisen portionsweise einfrieren oder viel Tiefkühlkost essen, wird Ihnen ein kleines Fach im Kühlschrank ohnehin nicht genügen. Falls Sie bereits eine Tiefkühltruhe oder einen Gefrierschrank besitzen, sollten Sie abwägen, ob der Komfort eines kleinen Eisfachs die genannten Einschränkungen rechtfertigt oder ob nicht ein geräumiger, energieeffizienter Vollraumkühlschrank mit separatem Gefriergerät die passendere Alternative darstellt.






















