Das Wichtigste auf einen Blick:
- Vor dem Kauf unbedingt den eigenen Bedarf ermitteln/kein zu großes Modell wählen
- Einbaugeräte: häufig teurer und stromhungriger als freistehende
- NoFrost-Funktion spart Abtauen und hält den Energieverbrauch konstant
Eine hohe Stromrechnung muss nicht sein. Jeder kann einiges dazu beitragen, den Stromverbrauch seines Gefrierschranks oder seiner Gefriertruhe gering zu halten, und zwar ganz unabhängig davon, ob man ein teures Topmodell oder ein älteres Gerät besitzt.
Unsere Tipps für mehr Energieeffizienz
Tipp 1: Der richtige AufstellortWer kann, sollte seinen Gefrierschrank oder seine Gefriertruhe im Keller oder einem kühlen Abstellraum aufstellen. Die Stiftung Warentest hat den Einfluss der Umgebungstemperatur gemessen: Bei 25 °C Raumtemperatur war der Stromverbrauch eines Testgeräts rund 25 Prozent niedriger als bei 32 °C. Bei nur 10 °C Raumtemperatur sank er sogar um 62 Prozent im Vergleich zu 32 °C. Muss das Gerät in der Küche stehen, sollte es zumindest nicht neben Wärmequellen wie Herd, Backofen oder Heizkörper platziert werden. Außerdem sollte es nicht gegenüber eines Fensters mit direkter Sonneneinstrahlung aufgestellt werden.
Tipp 2: Die richtige Größe wählen
Große Geräte verbrauchen mehr Energie als kleine – so weit, so logisch. Gemessen am Nutzvolumen sind sie aber oft deutlich effizienter. Wer regelmäßig Portionen vorkocht, einen großen Garten hat oder gern Tiefkühl-Sonderangebote nutzt, ist mit einem geräumigeren Modell oft besser bedient. Entscheidend ist jedoch: Ein nur halb gefüllter Gefrierschrank ist ineffizient, denn das Gerät muss immer dasselbe Volumen kühlen, egal wie viel darin lagert. Im Zweifelsfall gilt also: Lieber ein etwas kleineres, gut gefülltes Gerät als ein großes, das halbleer steht.
Tipp 3: Die Tür nicht lange offenlassen
Jedes Öffnen lässt warme, feuchte Luft eindringen, die anschließend wieder heruntergekühlt werden muss. Ein schneller, gezielter Griff ins richtige Fach zahlt sich also buchstäblich aus. Ein Türalarm, der meldet, wenn die Tür nicht richtig geschlossen ist, und eine Temperaturwarnanzeige bei zu hohen Innentemperaturen sind nützliche Sicherheitsfunktionen – besonders bei Geräten, die im Keller weniger im Blick sind.
Tipp 4: Sinnvolle Zusatzfunktionen
Tiefkühler mit NoFrost ersparen das manuelle Abtauen und halten die Energieeffizienz konstant auf gleichbleibendem Niveau, denn es entsteht kein anwachsender Eismantel, der isoliert und den Kompressor mehr arbeiten lässt. Wer ein günstigeres Modell ohne NoFrost bevorzugt, hält es stromsparend durch regelmäßiges manuelles Abtauen.
Die Schnellgefrier-Funktion (je nach Hersteller auch Superfrost, Superfreeze oder Power-Freeze genannt) erhöht den Energieverbrauch beim Einschalten kurzzeitig, schaltet sich aber spätestens nach 72 Stunden automatisch wieder ab. Der Nutzen der Funktion: Frisch eingefrorene Lebensmittel werden schneller heruntergekühlt, was Qualität, Konsistenz und Aroma besser erhält. Das lohnt sich vor allem, wenn größere Mengen auf einmal eingefroren werden.
Wer viel auf einmal einfriert, sollte vor dem Kauf im Produkt-Datenblatt auf den Wert „Gefriervermögen in 24 Stunden“ achten. Dieser gibt an, wie viel Tiefkühlkost auf einmal heruntergekühlt werden kann. Der Wert variiert von Modell zu Modell stark.
Wie schneiden Gefrierschränke und -truhen in Tests ab?
Die Stiftung Warentest hat ihr Testverfahren für Gefriergeräte seit Anfang 2024 grundlegend aktualisiert. Neu ist: Der Stromverbrauch wird jetzt nicht mehr nur im Dauerbetrieb bei geschlossener Tür gemessen – also bei sehr geringer Nutzung –, sondern auch beim tatsächlichen Einfrieren von Lebensmitteln. Das gibt ein deutlich realistischeres Bild des echten Verbrauchs im Alltag.Im Test 2025 untersuchte die Stiftung Warentest sechs kleine und vier große Gefrierschränke sowie vier Gefriertruhen. Das Ergebnis fiel ernüchternd aus: Nur vier Geräte sind „gut“, und zwar ausschließlich kleine Gefrierschränke mit bis zu einem Meter Höhe. Große Gefrierschränke und Gefriertruhen schnitten in diesem Testbericht „befriedigend“ oder „ausreichend“ ab.
Testsieger sind drei baugleiche Einbaugefrierschränke von Bosch, Neff und Siemens. Besonders positiv hoben die Testerinnen und Tester das Einfrieren, die Temperaturstabilität und den leisen Betrieb hervor. Bei den großen Gefrierschränken schnitt der Samsung am besten ab, kam aber über ein „Befriedigend“ nicht hinaus – hauptsächlich wegen der Energieeffizienz.
Testkriterien sind, neben Energieeffizienz und Einfrierleistung, Temperaturstabilität beim Lagern, Handhabung, Geräuschentwicklung sowie das Verhalten bei Störungen. Letzteres umfasst etwa Türalarm, Temperaturanzeige und die Frage, wie lange der Innenraum bei Stromausfall kalt bleibt. Beim Testsieger sind es neun Stunden, bei anderen Modellen deutlich länger.




















































