Kindersitze

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Ratgeber zu Autokindersitze

Bestmöglich geschützt durch i-Size, mitwachsende nur selten top

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Zwei Normen: nach Körpergewicht und nach Körpergröße
  • Sehr gute Babyschalen ermöglichen Rückwärtstransport bis 15 Monate
  • Isofixanbindung in der Regel sicherer als Gurtmontage
  • Preis-Leistung: auch teure können mangelhaft sein
  • Mitwachsende Sitze der großen Gruppe I-III nur bedingt empfehlenswert

mitwachsender Kindersitz Concord Vario XT-5 "Concord Vario XT-5" als Beispiel für einen mitwachsenden Gruppe-I-III-Sitz. Das Schutzniveau eines mitwachsenden Kindersitzes liefert oft nur Durchschnitt. (Quelle: concord.de)

Wie gehen Testmagazine beim Test von Kindersitzen vor?

Federführend bei Kindersitztests ist die Stiftung Warentest, geprüft wird in Kooperation mit dem ADAC. Vier Testdisziplinen muss ein Kindersitz dabei durchlaufen: Unfallschutz, Handhabung, Ergonomie und Schadstoffe. Die größten Wertungsbrocken sind Messwerte in simulierten Front- und Seitenaufpralltests und eine darauf basierende Einschätzung von Verletzungsrisiken für die Kleinen. Weitere Punkte, die Testmagazine bewerten: Wie gut halten Gurt und dämpfende Materialien die Last auf den Kinderkörper in Grenzen? Hält eine Isofixverbindung die Aufprallkräfte aus oder löst sich ein Sitz wie der Recaro Optia von seinem Isofixsockel? Behält ein gegurteter Sitz beim Frontalcrash seine Position? Und meistert ein i-Size-Modell die erweiterten Testanforderungen an den Seitenaufprallschutz?

Wenn die auto motor & sport Kindersitze bewertet, warten ebenfalls verschiedene Dummys auf ihre Einsätze, zudem prüfen Tester auch Handling, Komfort für das Kind und ob die Bedienungsanleitung Reserven hinsichtlich der Verständlichkeit aufweist. Alle Testmagazine jedoch setzen Kindersitze verschiedener Größen auf den Prüfschlitten, ob Babyschale, Kindersitze bis vier Jahre (Gruppe 0/I oder Gruppe I), etwas seltener sogenannte Reboarder, die nur oder wahlweise bis ins Kindergartenalter rückwärts im Fahrzeug gerichtet werden; auch Sitze der großen Gruppen II-III oder solche, die über die gesamte Kinderzeit mit dem Kind mitwachsen (Gruppen I-III), müssen ein mindestens befriedigendes Schutzniveau abliefern – ein schlechteres Ergebnis führt dazu, dass sich der Sicherheitsmangel verstärkt auf die Gesamtwertung auswirkt.

Auffallend mit Blick auf die Testhistorie zu Kindersitzen: Die Messverfahren mit Prüfschlitten und Kinderdummy sind zunehmend komplexer geworden, um neue Erkenntnisse zur Unfallsicherheit und technische Entwicklungen beim Fahrzeugbau zu berücksichtigen, etwa mit Blick auf die Bedienung eines Kindersitzes. Nicht zuletzt tragen neue Testmethoden den Veränderungen der Gesetzeslage Rechnung – und der gesamte Prüfstand mit Testkarosserie inklusive aller Aufprallszenarien muss sich beispielsweise auf die strenge Prüfnorm i-Size (ECE R 129) ausrichten.

Da ein Kindersitz aber auch im täglichen Betrieb punkten muss, fließen Handhabung und Ergonomie mit einem festen Anteil in das Qualitätsurteil mit ein. Besonders bei den meist schweren und unhandlichen Reboardern, wie etwa dem Axkid Wolmax, sind Sitzeinbau und Umbau in andere Fahrzeuge kritische Faktoren. Die Tester erwarten leichte, einfach zu befestigende Sitze und Gurtsysteme, die nicht verdrehen oder durch versteckte Laschen am Sitz gefädelt werden müssen; allgemein, im Besonderen auch bei rückwärts gerichteten Systemen, liegt das Augenmerk auf dem Platzangebot für die Beine und den Sichtverhältnissen nach draußen.

Nicht immer nützt es Eltern, wenn sie komplexe Gurt- oder Isofixsysteme vor sich haben. Als selbstverständlich setzen die Tester daher voraus, dass ein Kindersitz auch mit Blick auf das bauartbedingte Fehlbedienrisiko sicher sein muss. Bedeutet: Auch Personen, die sonst nicht mit Kindersitzen vertraut sind, muss der sichere Einbau gelingen. Mit Tests auf PAK, bestimmten Weichmachern, Formaldehyd, Flammschutzmitteln oder phenolischen Verbindungen kommen die Experten schließlich Schadstoffen auf die Spur, die der Gesundheit der Kinder schaden könnten.

Kindersitze mit Seitenaufprallschutz

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Concord Reverso Gut (1,7)
2 Maxi-Cosi Pebble Plus Gut (1,7)
3 kiddy Smartfix Gut (1,8)

Preisgünstig, aber gut: Welche sind die besten Kindersitze ohne Isofix?

Babyschalen schützen zum Teil auch ohne Isofixanbindung gut. Das freut insbesondere Eltern, die bei der Wahl ihres Kindersitzes aufs Geld achten müssen, bringt aber Nachteile bei der Handhabung: Kindersitze mit dem Sicherheitsgurt auf der Rückbank zu fixieren, kann umständlich und zeitraubend sein, insbesondere mit Kind im Sitz. Klickbare Isofix-Basisstationen sind deutlich komfortabler – aber auch meist teurer. Der Haken: Nicht jedes Auto ist mit Isofixösen in der Fuge zwischen Rückbank und Lehne ausgestattet.

Babyschale Cybex Cloud Q Die Cybex-Schale "Cloud Q" schützt Babys auch ohne Isofix gut. (Quelle: cybex.de)

 
  • In der Kategorie Babyschalen ohne Isofix fallen die Maxi-Cosi-Sitze Citi oder Pebble positiv auf (test 6/2016) – und die Cybex Cloud Q schnitt bei Stiftung Warentest (Ausgabe 6/2015) ohne Isofixbasis sogar geringfügig besser ab als mit Isofixbasis Q-fix.
  • Die Stokke iZi Go Modular by BeSafe (ein Zwilling des BeSafe iZi Go Modular) war im Test (test 6/2017) mit Isofixbasis (iZi Modular i-Size Base) sogar um eine Notenstufe schlechter als ohne Isofix-Station.
  • Eine gute Platzierung im oberen Notenspektrum teilten sich die Cybex-Babyschalen Aton 5 und Aton 5 mit Isofixbasis Aton Base 2 (test 6/2017) – aber auch eine Preisspanne im dreistelligen Bereich. Dasselbe Ergebnis bei den Babyschalen GB Idan und GB Idan mit Isofixbasis Base-fix: Die Stiftung Warentest kam zu einem guten Unfallschutz, die Preisdifferenz der Online-Händler erstreckt sich über einen hohen zweistelligen Betrag.
  • Gute Kleinkind-Kindersitze ohne Isofix besitzen Seltenheitswert in der Testlandschaft. Die meisten dieser Sitze für Kinder bis 18 Kilogramm halten sich im mittleren Notenspektrum auf. In der Gruppe I-III stellt der Cybex Pallas M SL einen guten und daher empfehlenswerten Vertreter der gegurteten Kategorie (test 6/2017).

Welches sind die besten Kindersitze ab der Geburt mit sehr gutem Unfallschutz?

Für Babyschalen, also Liegeschalen speziell für Babys und Kleinkinder, gelten zwei Normen parallel nebeneinander: Die neuere i-Size-Norm (ECE R 129) orientiert sich an der Körpergröße des Kindes, die ältere Norm (ECE R 44) am Körpergewicht. Die Hersteller haben beim Bau ihrer Kindersitze die Wahl, an welche der beiden Normen sie sich halten: Für i-Size-Sitze können sie Spannen für die Körpergröße der Babys angeben, für klassische Babyschalen gilt einheitlich ein Maximalgewicht von 13 Kilogramm. Weil i-Size-Sitze aber auch einen Seitenaufpralltest bestehen müssen, sind die Sicherheitsanforderungen höher – und Eltern mit einem i-Size-Sitz prinzipiell auf der sicheren Seite. Doch die Testhistorie zu Babyschalen zeigt, dass sich neben einigen sehr guten i-Size-Modellen auch Babyschalen aus der klassischen ECE-Gruppe nach Körpergewicht unter die Besten mit einreihen – zum Teil aber nur einen Bruchteil der bis 700 Euro teuren i-Size-Systeme kosten.

I-Size-Babyschalen:

Klassische Babyschalen bis 13 Kilogramm Gewicht (ECE-Gruppe 0+):

Welchen Vorteil bringen Kindersitze zum Drehen?

Die Entwicklung drehbarer Kindersitze kennt zwei Ausprägungen. Zum einen als vorwärts wie rückwärts montierbare Kleinkindsitze, die sich bis zu vier Jahren rückwärtsgerichtet im Auto verstauen lassen; zum anderen als rotierbare Babyschalen, allerdings mit Schwerpunkt auf Bedienkomfort: Hier geht es um schnelles Ein- und Aussteigen und um bequemes Anschnallen ohne tiefe Verbeugungen durch zur Türseite drehbare Schalen. Letztere bringen es auf hohe Beliebtheitswerte bei den Eltern – und an Beispielen wie dem Recaro Zero.1 Elite, Nuna Rebl Plus i-Size oder Joie spin 360 lassen sich die Bemühungen der Hersteller ablesen, Eltern beim Umgang mit den Sitzen möglichst gut zu unterstützen. Doch die Vorzüge sind oft theoretisch, wie Nutzermeinungen zeigen: Der Nutzwert drehbarer Kleinkindsitze wie etwa dem Maxi-Cosi Milofix, GB Vaya i-Size oder Cybex Sirona M2 i-Size scheitert an zu wenige Beinfreiheit für die Kleinen, oft muss mit zweieinhalb Jahren ein neuer Sitz her. Babyschalen, die sich zur Tür drehen lassen, finden Kunden meist überzeugend – und der Mehrpreis relativiert sich, da ein Folgesitz erst nach etwa drei bis vier Jahren fällig wird. Babyschalen, auch solche für Kinder bis 15 Monate, müssen viel früher ausgetauscht werden.

GB Vaya i-Size Modell "GB Vaya i-Size": Beispiel für einen um die eigene Achse drehbaren Kleinkindsitz mit den Vorzügen eines vollwertigen Reboard-Kindersitzes. (Quelle: gb-online.com)

 

Kindersitze mit rotierbarer Sitzschale im Überblick

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 GB Platinum Vaya i-Size Gut (2,0)
2 Recaro Zero.1 Elite (i-Size) Gut (2,2)
3 Nuna Rebl Plus i-Size Gut (2,2)

Gibt es überhaupt sehr gute mitwachsende Kindersitze?

In Tests sind die sogenannten mitwachsenden Sitze, also verstellbare Sitzsysteme für das gesamte Kindersitzalter, in der Rubrik Unfallschutz meist nur „befriedigende“ Vertreter ihrer Gewichtsklasse. Für eine Topbewertung als herausragende Gruppe-I-III-Kindersitze sind die Belastungswerte im Prüfbetrieb meist zu hoch oder eine sichere Gurtführung über Schulter und Becken ist nicht gewährleistet. Für die Kleinen bleibt ein mittleres bis hohes Verletzungsrisiko. Schlecht sieht es außerdem mit mitwachsenden Sitzen für alle Bedürfnisse aus. So lieferte der bislang einzige dieser Art (Graco Milestone für die Gruppen 0+ bis III) im Test einen nur „ausreichenden“ Schutz bei der Simulation eines Frontalzusammenstoßes.

Mitwachsende Kindersitze im Überblick

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 kiddy Smartfix Gut (1,8)
2 Britax Römer Kid II Gut (1,8)
3 Cybex Solution M Gut (1,8)

Ein einziger Kindersitz von Geburt an reicht in der Regel nicht aus, sagen auch die Tester. Die besten „All-in-One-Sitze“ machen in der Kerndisziplin, der Unfallsicherheit, Punkte mit besonderen Schutzeigenschaften gut, die es sonst nur bei Sitzen für kleine Kinder gibt: mit zusätzlicher Befestigungsmöglichkeit an Isofixverankerungen, die den Kurvenhalt erhöhen und den Sitz bei einer Vollbremsung besser in Position halten – den Unfallschutz laut ADAC aber oft nicht verbessern. Die Isofixsysteme in den großen Gruppen sind meist an der Silbe „fix“ im Produktnamen zu erkennen, z. B. Kiddy Cruiserfix III, LCP Kids Saturn iFix oder Casualplay Multipolaris Fix.

Die Stiftung Warentest und ADAC raten Eltern, zu Beginn eine gute Babyschale zu kaufen. Erst wenn der Kopf des Kindes über den Rand der Babyschale hinausragt, werde ein Folgesitz fällig. Viele der größeren Sitze passen dann für das gesamte Kindergarten- und Schulalter. Empfehlenswert sind aber nur solche, deren Lehne und Kopfteil sich leicht an das Wachstum und die Bedürfnisse der Kleinen anpassen lassen. Für einen sicheren Transport raten wir, besonders die Anpreisungen der Online-Händler zu hinterfragen: Bei vielen preiswerten Sitzen der großen Gruppe II-II lässt sich das Rückenteil abnehmen, damit der Sitz auch größeren Kindern passt. Im realen Unfallgeschehen würde damit zugleich aber der komplette Seitenschutz wegfallen. Solche Sitzerhöhungen sind nicht vertrauenswürdig. Die getesteten dieser Art, etwa die Graco-Sitze Logico L oder Junior Maxi, entpuppten sich alle als mangelhaft.

Autor: Sonja

Produktwissen und weitere Tests zu Kinderautositze

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Kinder-Auto-Sitze

Das A und O eines Kindersitzes ist seine feste Montage. Babyschalen können entweder mit Dreipunktgurt oder Isofix-Sockel arretiert werden. Am beliebtesten unter den Sitzen für Kinder bis 18 Kilogramm sind Befestigungen mit dem Hosenträgergurtsystem. Hochwertige Modelle für ältere Kinder verfügen über Seitenaufprallschutz und Kopfstützen. Beim Kauf eines Kindersitzes ist es ratsam, sich vorher ausführlich zu informieren. Bei Tests schneidet nämlich immer wieder eine erschreckend hohe Zahl an Kindersitzen schlecht ab, da sie nicht ausreichend gut montierbar sind. Kaufentscheidend sind Alter und Gewicht des Kindes. Sitze der Gruppe 0/0+ (sogenannte „Babyschalen“) sind für Säuglinge bis 13 Kilogramm konzipiert, was meistens dem Alter von 15 Monaten entspricht. Sie werden auf dem Rücksitz entweder mit einem Dreipunktgurt oder auf den Isofix-Sockel entgegen der Fahrtrichtung montiert. Ansonsten würde nämlich bei einem (Frontal-) unfall die Halswirbelsäule des Kindes aufgrund des relativ schweren Kopfes zu sehr belastet. Einige Modelle lassen sich auch außerhalb des Autos auf ein fahrbares Gestell montieren und sogar zum Buggy umrüsten. Spätestens wenn der Kopf des Kindes über den oberen Rand hinausragt, ist es Zeit für einen Sitz der Gruppe 1 für Kinder bis 18 Kilogramm und bis ca. vier Jahre. Am beliebtesten sind hier Sitze, die mit dem Hosenträgergurtsystem arretiert werden, wobei das Kind mit einem Fünfpunktgurt gesichert wird. Sitze mit einem zusätzlichen Fangkörper (Anpralltisch) bieten zwar zusätzlichen Schutz und schneiden in Tests gut ab. Sie sind aber häufig nicht sehr hoch, so dass das Kind nicht aus dem Auto schauen kann, und besitzen keine Liegeposition. Für Kinder bis zu 12 Jahren dagegen sind die Sitze der Gruppe 2/3 konzipiert, wobei hier die angegebene Gewichtsgrenze von 36 Kilogramm auch durchaus überschritten werden darf. Sitz und Kind sind hier mit einem Dreipunktgurt angeschnallt, hochwertige Sitze verfügen außerdem über eine Rückenlehne, Seitenaufprallschutz und höhenverstellbare Kopfstützen. Für Kinder, die sehr gern im Auto einschlafen, sind Modelle mit neigungsverstellbaren Kopfstützen ideal. Kindersitze, die bei Bedarf aus der Rückbank ausgeklappt werden können, sind zwar bequem, eignen sich aufgrund des fehlenden Seitenaufprallschutzes aber nicht als Dauerlösung.