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Ratgeber

Ratgeber zu Auto-Navigationsgeräte

Auto-Navis

Navi-FeaturesDie Funktionsliste mobiler Navigationssysteme ist umfangreich. Doch was ist wirklich wichtig und welche Features dienen hauptsächlich dem Komfort? Im folgenden Ratgeber werden die grundlegenden Navi-Funktionen nach ihrer Relevanz vorgestellt. Im zweiten Teil werden die Komfortfunktionen für Vielfahrer behandelt und im dritten Part werden Funktionen wie Live- und Community-Features beleuchtet. Ausgespart bleiben in diesem Ratgeber Multimedia-Funktionen (Abspielen von MP3s und Videos, Fotoanzeige oder der Empfang von TV-Programmen mittels DVB-T-Empfänger). Im Fokus stehen allein die Navigationsfunktionen. Viele Hersteller bieten erschwingliche Geräte an, deren Hauptaufgabe die Navigation ist. Es handelt sich dabei um Mittelklasse-Navis, denen lediglich die Multimedia-Fähigkeiten fehlen. Die renommierten Hersteller, wie zum Beispiel Garmin, TomTom oder Falk haben solche Modelle im Portfolio. Bei Navigationsgeräten gilt die simple Faustregel: Je mehr Funktionen, desto teurer ist das Gerät. Zur Grundausstattung gehören die intelligente Zieleingabe sowie eine Turn-by-Turn-Ansicht. Außerdem besitzen die meisten Geräte eine POI-Sammlung (Points of Interest). Praktische Funktionen, über die jedoch nicht jedes günstige Navi verfügt, sind die Sprachansage/Text-to-Speech und ein Fahrspurasssistent. Komfortabel wiederum kann die Möglichkeit sein, von der 2D- in eine 3D-Darstellung zu wechseln. Dieser Funktion nah verwandt ist das Feature Reality View. Tempo-/Geschwindigkeits-Warner und Kurven-Warner sowie der rechtlich umstrittene Radarwarner komplettieren den Ausstattungsreigen.

Intelligente Adresseingabe
Zu den wichtigsten Funktionen gehört die Zieleingabe über den Touchscreen oder per Sprachsteuerung. Die meisten Navis vereinfachen für den Anwender die Zieleingabe, indem sie in der Eingabetastatur sprachlich nicht mehr mögliche Buchstaben ausblenden. Eine gewisse Erleichterung bringen auch die Vorschläge zur Ergänzung von Buchstabenkombinationen, etwa bei Städten (BE ? Vorschlag: Berlin). Die Kombination beider Selektionsmechanismen führt dazu, dass nur wenige Buchstaben für die Zieleingabe benötigt werden.

Turn-by-Turn-Ansicht
Neben der Kartendarstellung mit Pfeilsymbolen gibt es auch die Möglichkeit, sich den Streckenverlauf abschnittsweise anzeigen zu lassen. Die einzelnen Anschnitte markieren dabei die aufeinander folgenden Abbiegepunkte. Zusätzlich liefert diese Darstellung Informationen über die jeweilige Länge des Abschnitts sowie mittels einer kleinen Pfeildarstellung die Art des Richtungswechsels.

Points of InterestPOI-Sammlung
Unter Points of Interest, abgekürzt POIs und auf Deutsch einfach „Sonderziele“, versteht man eine im Navi abgespeicherte Datenbank, die den Fahrer mit nützlichen Informationen zu Zielen rechts und links der Strecke versorgt. Dazu gehören Tankstellen, Autowerkstätten und Parkhäuser, aber auch Restaurants, Hotels , Schnellrestaurants sowie Apotheken, Kinos, Sportstätten und Museen. Die POI-Sammlung umfasst meist mehrere hunderttausend Adressen, die auf der Karte per Symbol angezeigt werden. Einige Hersteller bieten auch spezielle POI-Sammlungen in Form von Städtereiseführern. POIs unterscheiden sich nach Qualität und Informationsdichte. Zu ihnen zählen auch die so genannten Radarwarner.

Sprachansage / Text-to-Speech
Bei den meisten Navis erfolgen die Routenhinweise per Sprachausgabe. Die Funktion ist sinnvoll, da sich der Fahrer voll auf die Straße konzentrieren kann. Qualitätsmerkmale sind die Verständlichkeit der Sprachansagen und vor allem der Zeitpunkt, zu dem sie erfolgen. Suboptimal ist zum Beispiel ein zu früh erfolgter Hinweis auf den nächsten Abbiegepunkt. Nicht wenige Autofahrer wiederum schätzen die erweiterte Sprachansage namens Text-to-Speech. Sie ergänzt den Hinweis auf den Abbiegehinweis um den Straßennamen.

FahrspurassistentFahrspurassistent
Der Fahrspurassistent ist eine der nützlichsten Navi-Funktionen, weil er die Orientierung auf fremdem oder schwierigem Terrain erleichtert. Der Assistent markiert farblich und mit einem kleinen Pfeil auf der Karte die richtige Fahrspur beziehungsweise Abbiegespur an unübersichtlichen Abfahrten, Autobahnkreuzen und in Städten. Die Funktion ist nicht zu verwechseln mit dem Spurassistent, der den Fahrer mit einem Warnton auf das Verlassen der Fahrspur aufmerksam macht.

Reality View
Nah verwandt mit der 3D-Darstellung ist die ursprünglich von Navigon eingeführte Funktion Reality View. In ihr werden Autobahnabfahrten oder Kreuzungen inklusive Beschilderung und Navigationspfeil möglichst fotorealistisch auf dem Display wiedergegeben. Der Clou: Die Geräte schalten automatisch in den Reality-View-Modus um, sobald sich das Fahrzeug der kritischen Stelle nähert.

Geschwindigkeitsassistent
Der Tempolimit-Warner greift auf die im Kartenmaterial abgespeicherten Geschwindigkeitsbegrenzungen zurück und zeigt in Form von Symbolen oder in Textform die für die jeweilige Strecke bestehende Höchstgeschwindigkeit an. Wird diese überschritten, ertönt eine optische und/oder akustische Warnung. Kaufentscheidend ist eine möglichst differenzierte Tempolimit-Datenbank des Kartenmaterials. Generelle Tempolimits (50 km/h innerhalb von Ortschaften) sind zu ungenau.

Kurvenwarner
Relativ neu ist die Sicherheitsfunktion Kurvenwarner. Neuere Navigon-Modelle zum Beispiel kennen zehntausende gefährliche Kurven in ganz Europa und weisen den Fahrer rechtzeitig auf scharfe Kurven hin.

Radarwarner NaviRadarwarner
Radarwarner informieren den Fahrer mit visuellen Signalen über fest installierte Radarstellen. Die entsprechenden Daten sind in der POI-Sammlung des Navis abgelegt und daher in vielen Geräten vorinstalliert. In einigen Fällen müssen sie separat von der Herstellerseite heruntergeladen werden. Der hilfreiche Service ist juristisch umstritten, da die Straßenverkehrsordnung den Einsatz technischer Geräte, die den Fahrer aktiv und in Echtzeit vor Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen während der Fahrt warnen, verbietet. Es ist allerdings erlaubt, sich vor der Fahrt über Radarstellen zu informieren. Trotzdem bieten die Hersteller oder auch Drittanbieter nach wie vor Radarwarner als POIs an – versehen mit dem Hinweis, dass der Service lediglich für die Routenplanung eingesetzt werden darf.