Sitzerhöher: Tests

  • Kindersitz im Test: Junior Isofix von Osann, Testberichte.de-Note: 4.0 Ausreichend

    Osann Junior Isofix

    • Ausreichend 4,0
    • 2 Tests

    Getestet von:

    • auto motor und sport

      4,0

    • AUTOStraßenverkehr

      4,0

    Alle 2 Tests
  • Kindersitz im Test: Max von Petex, Testberichte.de-Note: ohne Endnote

    Petex Max

    • keine Tests
  • Kindersitz im Test: Manga von Safety 1st, Testberichte.de-Note: ohne Endnote

    Safety 1st Manga

    • keine Tests
  • Kindersitz im Test: Lux Isofix von Osann, Testberichte.de-Note: ohne Endnote

    Osann Lux Isofix

    • keine Tests
  • Kindersitz im Test: Boostapak von trunki, Testberichte.de-Note: ohne Endnote

    trunki Boostapak

    • keine Tests
  • Kindersitz im Test: Grab-and-Go von mifold, Testberichte.de-Note: ohne Endnote

    mifold Grab-and-Go

    • ohne Endnote
    • 1 Test

    Getestet von:

    • Stiftung Warentest Online
      Ausgabe: 6/2017

      -

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  • Kindersitz im Test: Up von Osann, Testberichte.de-Note: ohne Endnote

    Osann Up

    • keine Tests
  • Kindersitz im Test: Quasar Plus von Chicco, Testberichte.de-Note: ohne Endnote

    Chicco Quasar Plus

    • keine Tests
  • Kindersitz im Test: Junior von Osann, Testberichte.de-Note: ohne Endnote

    Osann Junior

    • keine Tests
  • Kindersitz im Test: SafeUp Ergo von Heyner, Testberichte.de-Note: ohne Endnote

    Heyner SafeUp Ergo

    • keine Tests
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Tests

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Infos zur Kategorie

"Absolute Notlösung für das Gewissen"

Stärken

  1. klein, leicht, jederzeit griffbereit
  2. schnelle Montage – praktisch für Zweitwagen und Fahrgemeinschaften
  3. Isofix-Modelle mit starrer Verbindung zur Karosserie rutschen beim Crash nicht weg

Schwächen

  1. ADAC sowie auto, motor und sport äußern erhebliche Sicherheitsbedenken
  2. durch den Wegfall der Rücken- und Kopfabstützung fehlt auch der komplette Seitenschutz
  3. meist keine feste Gurtführung im Schulter-Hals-Bereich
  4. keine Rückenlehne, daher nicht auf die Körpergröße einstellbar

Sitzerhöhungen im Test: Warum sind sie überhaupt zugelassen, wenn die Fachpresse mehrheitlich negativ urteilt?

Ein handliches Kissen wird ab etwa dem vierten Geburtstag Ihres Kindes ganz offiziell zum Kindersitz – klingt das nicht traumhaft praktisch? Reine Sitzerhöher (oder auch „Booster-Sitze“) sind von der Straßenverkehrsordnung ab einem Körpergewicht von 15 kg als geeignete Rückhaltesysteme im Fahrzeug erlaubt. Die meisten Modelle sind für kleines Geld zu haben, schnell griffbereit und blitzschnell montiert – perfekt für Fahrgemeinschaften, wo es um schnelles Rein und Raus der Kindersitze für unterschiedliche Altersgruppen in verschiedenen Autos geht. Doch leider legen Tests auch regelmäßig offen, dass Sitzerhöhungen überwiegend Nachteile haben. Sie schneiden zwar im Testkapitel Handling mit erstaunlich guten Bewertungen ab – z. B. Osann Junior Isofix, der im Kindersitz-Vergleich der auto, motor und sport in dieser Hinsicht sogar über den kompakten und um ein Vielfaches teureren Peg Perego Viaggio 1 - 2 - 3 Via triumphierte –; doch in Gemeinschaftstests von ADAC und Stiftung Warentest zeigt sich, dass Sitzerhöhungen in der wichtigsten Testkategorie Unfallsicherheit kaum ernstzunehmende Sitzalternativen zu vollwertigen Gruppe-II-III-Kindersitzen mit Kopf- und Rückenabstützung darstellen. Die Problematik reiner Sitzerhöher besteht hauptsächlich darin, dass sie auf Seitenwangen im Bereich des Kopfes und Oberkörpers verzichten und daher keinerlei Seitenaufprallschutz bieten. Kommt es zu einem seitlichen Aufprall, kann der Kopf Ihres Kindes ungeschützt gegen die Scheibe knallen.

Sitzerhöhung Osann Junior Isofix mit Gurtfix Von Isofix-Nasen sollten Sie sich nicht täuschen lassen: Die Sitzerhöhung Osann Junior Isofix absolviert den Kindersitztest der auto, motor und sport mit dem Testfazit "nicht empfehlenswert". (Bildquelle: amazon.de)

Trotzdem sind Sitzerhöhungen beliebte Gebrauchsgegenstände, die bei den Eltern trotz schlechter Testergebnisse hoch im Kurs stehen. Das hat einige Hersteller veranlasst, ihre Sitzerhöhungen mit Scheinsicherheit nachzurüsten und ihnen beispielsweise Isofix-Arme für eine starre Verbindung zur Karosserie des Fahrzeugs zu spendieren. Überzeugend ist das nicht: Eine Sitzerhöhung mit Isofix reduziert allenfalls eines von mehreren Verletzungsrisiken, indem sie beim Crash nicht mehr unter dem Po wegrutschen kann; auch sie verzichtet auf den Seitenaufprallschutz und eine spezifische Gurtführung im Schulter-Hals-Bereich. Testergebnissen zufolge ist auch der Sicherheitsvorteil von sogenannten Gurtfix-Riemen so gering, dass es sich nicht lohnt, dafür etwas mehr Geld auszugeben. Zwar halten sie den Dreipunkt-Sicherheitsgurt tatsächlich an der Schulter des Kindes, sodass es kaum zu Quetschungen im empfindlichen Halsbereich kommen kann; hampelt das Kind herum, kann sich dieser Schutz aber schnell in Nichts auflösen. Bei einem realen Unfall wäre Ihr Kind einem Verletzungsrisiko mit schwer abzuschätzenden Folgen ausgesetzt, die aber in jedem Fall schwerwiegender sind als bei einem vollwertigen Kindersitz für Kinder ab vier Jahren. Das Testmagazin auto, motor und sport kommt zu dem Schluss, dass Sitzerhöhungen in die Kategorie „nicht empfehlenswert“ fallen.

Vor allem die günstigen Sitzerhöher vom Discounter weisen darüber hinaus Mängel bei der Verarbeitung und Schadstoffbelastung auf. Insgesamt legen Sicherheitstests wichtiger Zeitschriften wie test, ADAC oder Auto Straßenverkehr  überwiegend Nachteile offen – und sehen den Sinn dieser Booster-Sitze allenfalls in einer sporadischen, möglichst späten und ergänzenden Verwendung und als „absolute Notlösung für das Gewissen“ (auto, motor und sport 2/2018). Sichere Alternativen müssen nicht teuer daherkommen. Hersteller wie Britax Römer, Joie, Heyner oder Nuna beispielsweise statten einige ihrer Gruppe-II-III-Kindersitze (für 15 bis 36 kg) mit guter Unfallsicherheit zum günstigen Preis aus. Und Modelle wie Chicco Universe Fix, Joie Traver Shield oder Kiddy Guardian Pro 2 sehen Testmagazine als Beispiele für gelungene, preisgünstige Kindersitze für Kinder von ca. 9 Monaten bis 12 Jahren. Auch in anderen Alters- und Gewichtsgruppen, in den aktuellen Testreihen des ADAC und unseren Bestenslisten für Kindersitze, Reboard-Kindersitze und Babyschalen für die Allerkleinsten finden Sie gute Günstige, die so manche Sitzerhöhung in Sachen Sicherheit ausstechen.

Die Praxis spricht für, die Theorie gegen Sitzerhöhungen: Vor- und Nachteile im Klartext

Ein paar unbestreitbare Vorteile ...

Aus Elternsicht sind vor allem die geringen Anschaffungskosten zu berücksichtigen. Die meisten Modelle kommen Sie kaum teurer als 40 Euro zu stehen, nicht selten lässt sich ein besonders attraktives Modell für die Hälfte beim Discounter finden, das die aktuellen Prüfnormen (UN ECE Reg. 44/04) erfüllt. Selbst komfortablere Booster mit Getränkehalter, Sitzpolsterung und ausgeprägten Gurthörnchen liegen preislich noch immer im akzeptablen Bereich. Das größte Interesse an Sitzerhöhern vermuten die Hersteller bei Eltern mit Zweitwagen, Großeltern oder schlicht Leuten, die einen leichten und fix im Kofferraum verstaubaren Kindersitz für eine größere Altersspanne suchen. Ohne Gefriemel mit den sitzeigenen Gurten oder einer Verankerung über Isofix-Ösen mit der Karosserie des Fahrzeugs werden sie einfach auf die Rückbank gelegt und in einem einzigen Vorgang mit dem Erwachsenengurt gesichert. Weder müssen Sie Fahrzeugtypenlisten noch ein kompatibles Auto oder eine Gebrauchsanleitung bemühen, um eine solche Sitzerhöhungen zu installieren.

...doch ohne den unverzichtbaren Seitenaufprallschutz

Safety 1st Manga Hörnchen zur Gurtführung im Beckenbereich verhindern ein Wegrutschen beim Crash. Das Schutzniveau ist trotzdem unbefriedigend: Kommt es zum Aufprall, kann Ihr Kind seitlich an die Scheibe knallen. (Bildquelle: amazon.de)

Das alles spricht natürlich für diese Kindersitze. Doch vor allem Experten des ADAC und des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) warnen regelmäßig vor diesem Sitztyp. Denn ausgerechnet diese begehrten Modelle verzichten komplett auf Seitenaufprallschutz, Kopfabstützung und sichere Gurtführungen über im Hals-Schulter-Bereich. Kaum einer der billigen, mit Stoff überzogenen Styropordeckel kann in den Prüfschlitten einen akzeptablen Unfallschutz nachweisen. Bei einem Seitenaufprall wirbelt der Kopf ungeschützt umher, Schleuderkräfte gelangen ungebremst bis zum Kind und können erhebliche Verletzungen im Kopf- und Halswirbelbereich verursachen – vor allem bei kleineren Kindern, deren Halsmuskulatur noch nicht vollständig ausgereift ist. Verzichtet ein Sitzerhöher auch noch auf ausgeprägte Gurthaken, kann der Beckengurt nach oben rutschen und schwere Bauchverletzungen hervorrufen. Ebenfalls nicht selten: Der Sitz rutscht beim Crash einfach unter dem Kind durch.

Sitzerhöher im Gewichtsvergleich: Die besten ihrer Klasse

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Unitec 84060 Sitzerhöher
2 Peg Perego Viaggio 2-3 Shuttle
3 Caretero Tiger

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